Veranstaltungen

Workshop SOS-KinderdorfWorkshop SOS-KinderdorfWorkshop SOS-Kinderdorf

Workshop mit SOS-Kinderdorf – warum jedes Kind eine Familie braucht

Anna Ziller, Referentin der Kinderhilfsorganisation SOS-Kinderdorf diskutierte beim diesjährigen Familientag mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen darüber, was eine gute Familie ausmacht. Kinder brauchen Eltern und ein gutes Zuhause, Fürsorge und Liebe. Noch schöner ist es, wenn Kinder Geschwister, Großeltern, Onkel und Tante haben. Aber leider kann Familie auch zum Alptraum werden. Allein in Deutschland muss alle 15 Minuten der Staat eingreifen und ein Kind aus seiner Familie holen, weil es dort verwahrlost. Anna Ziller sprach mit den Schülern nicht nur über kindliche Bedürfnisse, sondern auch über juristische Rahmenbedingungen und erklärte, wie das SOS-Kinderdorf funktioniert. Fazit: Auch wenn Familie nicht immer einfach ist, so vermittelt sie doch den meisten Kindern ein Gefühl von Geborgenheit. Aber positiv ist eben auch, dass das Kindeswohl in unserer Gesellschaft sehr weit oben steht und auch notleidende Kinder eine Chance bekommen.

Susanne Jordan

Kindheit und Jugend in Neu-Ulm zur Zeit des Dritten Reichs

Der Montag Nachmittag bot in zweierlei Hinsicht eine ganz besondere Veranstaltung für die Klassen 9c und 9d unseres Gymnasiums. Zum einen war dies ein besonderer Besuch, da man nur noch selten Zeitzeugen des Dritten Reiches zur Verfügung stehen, zum anderen, da Herr Finkbeiner über sein Leben als Kind und Jugendlicher in unserer Region berichtete. Durch seine Schilderungen wurde das Thema der Jugend im Dritten Reich in der Geschichte Ulms und Neu-Ulms anschaulich und lebendig. Wolfgang Finkbeiner, Jahrgang 1928, berichtete engagiert und   detailreich über seine Zeit als Hitlerjunge und Luftwaffenhelfer und unterstütze seinen Vortrag mit Bildern aus der Zeit. Seine Jugend sei durch ständige Einbindung und Dienste in Schule und vor allem in der Hitlerjugend sowie durch seine Dienstpflicht als Luftwaffenhelfer geraubt worden. Er selbst war schließlich als Luftwaffenhelfer Mitte September 1944 bei einem Bombenangriff auf seine Flakstellung auf dem Gelände des heutgen Blautalcenters verschüttet worden. Glücklicherweise hatte sich ein Schulkamerad erinnert, wo sich sein „Einmann-Loch“, in das die Buben beim Angriff fliehen mussten, war und er wurde wieder ausgegraben. Dieser Tag sei sein zweiter Geburtstag gewesen und noch heute bekommt er von einem alten Schulkamerad jedes Jahr eine Glückwunschkarte zu diesem besonderen Datum. Er erlebte zudem die fast völlige Zerstörung Ulms und auch seine Familie wurde ausgebombt, so dass sie bei Bekannten im Umland notdürftig unterkommen mussten. Seine vielfältigen Erfahrungen hat er auch in zwei Publikationen, „Luftwaffenhelfer aus Ulm und Neu-Ulm“ und „Betrogene und missbrauchte Jugend zur Zeit des Dritten Reiches“ niedergeschrieben. Dazu bewegt haben ihn der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa, für den er überhaupt kein Verständnis zeigt. Der Nationalsozialismus habe unsägliches Leid auf fast jede Familie in Deutschland gebracht und zum Tod von schätzungsweise 55 Millionen Menschen während des Zweiten Weltkriegs maßgeblich beigetragen. Damit so ein Gedankengut in Deutschland nicht wieder mehrheitsfähig wird, hat Herr Finkbeiner seine Erlebnisse nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und hört auch mit über 90 Jahren nicht auf, die heutige Jugend über die damalige Zeit aufzuklären. Herr Finkbeiner, vielen Dank dafür!
Ingo Sand

Vorlesewettbewerb der sechsten Jahrgangsstufe

Wer sagt denn da, unsere Kinder und Jugendlichen läsen nicht mehr? Die Klassensiegerinnen und -sieger der sechsten Jahrgangsstufe, Vanessa Maierean, Paula Gossner, Sophia Langbein, Isabella Da Cruz, David Birnthaler und Elsa Heeks, zeigten der vierköpfigen Jury, dass dies nicht auf alle zutrifft. Jeder Teilnehmende hatte eine eigene Lektüre ausgewählt und eine kurze Passage daraus einstudiert, und schon dabei zeigte sich eine enorme Bandbreite an Lektüren. Auf sehr hohem Niveau lassen alle sechs zuerst diesen Text und im Anschluss daran einen ihnen unbekannten. Dabei waren sie bezüglich ihrer Lesekompetenzen so nahe beieinander, dass es nur einen ersten und fünf zweite Plätze gab. Wir gratulieren daher allen sehr herzlich und geben Elsa Heeks (im Foto ganz rechts) als Schulsiegerin bekannt.

Sabine von Appen

 

Weihnachtsbazar

Weihnachtsbazar 2019

Weihnachtsbazar 2019

„Am besten gefällt mir an unserem Weihnachtsbazar, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich so viel Mühe geben, Gewinn zu machen, um anderen zu helfen, die so viel weniger haben als wir“ – mit diesen Worten fasst Mark Lörz, unser Schulleiter, die Besonderheiten unseres Weihnachtsbazars zusammen. Wie schon in den vergangenen Jahren legten sich die SMV, die einzelnen Klassen und ihre Klassenlehrer mächtig ins Zeug und verwandelten die Schule in ein funkelndes und glitzerndes Weihnachtsmärchen. Es gab Hot Dogs und Sandwiches, Punch und Selbstgebackenes, liebevoll Gebasteltes, Sketche und Theaterstücke passend zu Weihnachten, also Festtagsstimmung pur. Doch auch der an der Schule gelebte Nachhaltigkeitsgedanke kam zum Tragen: Von der 7b wurde Gebrauchtes zum kleinen Preis verkauft, durch Drehen eines Glücksrades konnten ausrangierte Schulbücher vor dem Wegwurf bewahrt werden, auf Einweggeschirr wurde gänzlich verzichtet. Und so sah man Jung und Alt gutgelaunt durch das Gebäude spazieren, hier anhaltend, dort stöbernd und sich immer über ein besonders schönes Stück oder eine leckeres Mahl freuend. Alle Klassen versuchten, an ihren Ständen und im Rahmen ihrer Aktivitäten nicht nur einen Besucherrekord zu knacken, sondern eine möglichst große Summe an Geld zu erzielen, denn der Gewinn des Nachmittags geht an unsere Partnerschule in Cochabamba/Bolivien, der wir durch unsere Freude in der Vorweihnachtszeit dabei helfen können, auch in ihrem Umfeld Kinder glücklich zu machen. Unsere Verbindungslehrkräfte lobten die Einsatzbereitschaft der SMV sowie aller involvierter Lehrkräfte und Tutoren und betonten das erfolgreiche Eventmanagement der Verantwortlichen: „So wie auch an zahlreichen außerunterrichtlichen Terminen wurden durch deren Mithilfe beim gemeinsamen Proben, Basteln und Backen die Klassengemeinschaften gestärkt. Damit konnte die Veranstaltung nur ein voller Erfolg werden.“

S.v.Appen

Cem Karakaja

Nichts ist kostenlos 

Cem Karakaya rüttelt in einem Vortrag über digitale Medien auf 

 „Hacken macht mir am meisten Spaß!“ Mit diesem provokanten Bekenntnis erstaunte der türkischstämmige Polizist und ehemalige Interpol-Agent die Zuhörenden in der vollbesetzten Aula. Eingeladen worden war im Rahmen der medienpädagogischen Erziehung, die an unserer Schule eine besonders große Rolle spielt, da alle Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse punktuell digitale Medien nutzen, um Lerninhalte gemeinsam zu bearbeiten oder Unterrichtsmaterialien auszutauschen und ab Jahrgangsstufe zehn auch die Möglichkeit haben, die Hefte komplett durch ein stiftbedienbares Laptop zu ersetzen. 

Cem Karakaya klärte auf äußerst humorvolle und unterhaltsame Weise die anwesenden Eltern, Kinder und Lehrkräfte darüber auf, in welche Gefahren man sich begebe, wenn man neue Medien unreflektiert gebrauche, und plädierte ausdrücklich dafür, dass Kinder und Jugendliche den Schutz ihrer Eltern und die Unterstützung durch schulische Angebote benötigten. Entsprechend dem Titel des Vortrags, „Digitale Welten fordern digitale Kompetenzen“, legte er zwar seinen Schwerpunkt auf die Gefahren, die sich durch Hacking, Sexting, Phishing, Identitätsdiebstähle usw. ergeben könnten, betonte aber auch die Chancen, die die Digitalisierung mit sich brächte. Als ganz wesentlich sieht er die Vorbildfunktion der Erwachsenen an. Ein Handyverbot während des Essens sei absurd, wenn die Eltern parallel dazu in ihr Smartphone starrten. Erst nachdem Grundzüge der Medienkompetenz vermittelt worden seien, könnte man seine Kinder ruhigen Gewissens mit dem Smartphone umgehen lassen – seiner Meinung nach erst ab dem Alter von 16 Jahren. „Ein Smartphone ist kein Handy. Es ist ein Computer!“, warnte er und zeigte verstörende Beispiele Jugendlicher, die sich im Netz unlöschbar in einer Weise präsentiert haben, die ihrer späteren beruflichen Karriere voraussichtlich schaden werde. Bei der Aufklärungsarbeit stehen für den Ermittler als oberste Kompetenzen die Fähigkeit, Suchmaschinen richtig bedienen zu können und sogenannte Fake News von sachlich richtigen Nachrichten unterscheiden zu vermögen, an erster Stelle. Eine Sensibilisierung müsste in Bezug auf sichere Passwörter und eine Sicherung der persönlichen Daten auf den Geräten erfolgen. Im Zweifelsfall gelte „Weniger ist mehr!“  Er betonte, dass er sich nicht dafür aussprechen wolle, wieder auf „Brieftauben und die Schreibmaschine“ zurückzugreifen, beklagte aber die Naivität vieler erwachsener wie jugendlicher Nutzer, ihre Daten für so unwichtig zu halten, dass sie z.T. nahezu öffentlich preisgegeben würden, nur weil man sich einen finanziellen Vorteil erhoffe. Keine Firma stelle irgendetwas kostenlos zur Verfügung; häufig zahle man mit seinen Daten und die wären viel mehr wert als Geld. Dies den Jugendlichen und Kindern klarzumachen, sei eine der wichtigsten Aufgaben des Elternhauses und der Schule, betonte auch der Schulleiter Mark Lörz in seinem abschließenden Statement. 

digitale Medien

30. Kinderrechtstag am BvSG

30. Kinderrechtstag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Hope Theatre Nairobi

Im Rahmen der Kinderrechtswoche anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention fand am BvSG ein Workshop für die 10. Klassen in Zusammenarbeit mit dem Hope Theatre Nairobi statt. Zu Beginn erfuhren die Schüler und Schülerinnen, was alles in der Region Ulm/ Neu-Ulm für Kinder und Jugendliche getan wird, damit sie gesund aufwachsen und in Sachen Bildung gute Chancen für die Zukunft haben. Besonders erfreulich ist, dass es in Ulm seit 2019 die Gruppe Jugend aktiv gibt. Sie setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche bei uns gute Perspektiven haben, auch wenn es um das Thema Umweltschutz geht. Jugend aktiv hat einen guten Kontakt zum Oberbürgermeister Czisch und darf mehrmals im Jahr beim Gemeinderat vorsprechen. Das Hope Theatre Nairobi besteht aus acht jungen Schauspielern. In einer Gesprächsrunde berichteten sie, dass es in Kenia noch viel zu tun gibt, wenn es um das Thema Menschen- und Kinderrechte geht. Die jungen Schauspieler wussten aber, unsere Schüler mit Percussion und Tanz für die afrikanische Kultur zu begeistern.

Hope Theatre NairobiHope Theatre NairobiHope Theatre Nairobi

Vor vollem Haus zeigte das Team der Crossover-AG mit den Spielleiterinnen Elisabeth Baumgartner und Anja Fladerer und Mitwirkenden aus den Jahrgängen sechs bis zehn, wie moderne Technik und Antike Stoffe zu einem Ganzen verschmelzen und zu eindrucksvollen visuellen wie akustischen Bildern werden können. 

Dass auch Götter und andere mythologische Gestalten ihre Probleme haben und diese oft zu Launenhaftigkeit und Überreaktionen führen, wurde temporeich und kurzweilig aus Ovids „Metamorphosen“ erarbeitet und umgesetzt. Ein frustrierter Apoll (Kubilay Kurpiers) voller Herzschmerz, Arachne (Melissa Stokal), die sich in ihren Schnüren verheddert, Hades (Elsa Heeks), der sich darüber beklagt, dass nur seine fiese Seite wahrgenommen wird, das sind nur drei der sagenumwobenen Figuren. Unterstützt, kontrastiert, untermauert und durchbrochen von Filmausschnitten, Knetanimationen, Gesang oder Tanzchoreografien entstand so ein Gesamtkunstwerk, in das alle Mitwirkenden ihre Ideen und Talente einbringen konnten, und ihr Spaß an der Kreativität und Freude an dem Ergebnis wurde für das begeisterte Publikum greifbar.

Mäh-ter-morf-hosen

PROGRAMMHEFT  Der Ausgangspunkt  Der antike Dichter Ovid beschreibt in seinen „Metamorphosen“ kunstvoll die Entstehung der Welt. Wie entstand der Lorbeerbaum, woher kommt die Spinne und warum haben wir eigentlich Jahreszeiten?   Wir als CROSSOVER AG möchten mit unserer Version „Mäh-Ter-Morf-Hosen“ zeigen, wie aktuell dieser über 2000 Jahre alte Stoff heute immer noch ist.  Mäh-ter-morf-hosen Hybris   „Die Hybris (altgriechisch ὕβρις hýbris ‚Übermut‘, ‚Anmaßung‘) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen oder Kompetenzen, vor allem von Personen in Machtpositionen.   In antiken griechischen Tragödien wurde Hybris als ein Auslöser für das Scheitern vieler Protagonisten verwendet. In seiner Überheblichkeit ignoriert dieser die von Göttern gegebenen Befehle und Gesetze. Auf die menschliche Hybris folgt häufig die göttliche Bestrafung durch Nemesis, welche schließlich zum Fall und Tod des Protagonisten führt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Hybris)  Mäh-ter-morf-hosen Bei der Entwicklung unserer Figuren tauchten wir in die persönlichen Herausforderungen der antiken Götter unserer drei Geschichten ein. Ist Apoll einfach ein gruseliger Stalker oder hat er auch noch eine andere Seite? Warum handelt Athene so impulsiv und flippt gleich aus? Ist Hades tief in seinem Inneren wirklich so fies, wie alle denken? Ganz nach dem Motto „Götter sind auch nur Menschen“ beleuchten wir die Beweggründe der Götter für ihr Handeln und ihre Emotionen.    Was haben die Figuren unseres Stücks mit uns zu tun?   Auch uns geht es manchmal so… es läuft irgendwie nicht so, wie es soll; wir werden ungeduldig, wütend oder frustriert. Da ist es einfach, diese Gefühle an Anderen auszulassen. Wie Apoll sehen wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht, wie Arachne verstricken wir uns bisweilen und wie Hades können wir oft einfach nicht aus unserer Haut. Wir fragten uns bei der Entwicklung der Geschichten nach Alternativen. Wie könnten wir stattdessen handeln bzw. was hilft uns in solchen Situationen? Die Antwort liegt für uns in den Geschichten selbst: Kunst, Musik, Kreativität, Natur, unser Zuhause und unsere Wurzeln, Familie, Freunde und überhaupt: Liiiiebe   Warum ein Topf?   Der zerbrochene und wieder zusammengesetzte Topf steht als Symbol für unsere Erfahrungen im Leben, die uns formen und prägen. Er erinnert uns daran, dass wir einzigartig sind. In der Tradition des „Kintsugi“ nehmen wir diese Ecken und Kanten an und finden in der unvollkommenen Vollkommenheit die Chance, als Individuen zu glänzen. Mäh-ter-morf-hosenMäh-ter-morf-hosen  Was ist CROSSOVER.film.musik.theater.?   Alle Mitwirkenden experimentieren in allen drei Bereichen unserer AG. Daher machen die Animations- und Film-Jungs bei Theater-Warm-ups mit, Theaterschüler*innen stehen vor und hinter der Kamera, Schauspieler*innen produzieren auch Knetanimationen oder entwickeln Tanzchoreografien und alle bringen ihre eigenen Ideen und Talente ein. Die meisten Texte stammen direkt aus der Feder der Mitwirkenden oder wurden gemeinsam in der Erarbeitung der Szenen entwickelt. Hinzu kommen antike Originaltexte von Ovid, Songtexte, Exzerpte von Goethe und Artikel aus der Süddeutschen Zeitung und Wikipedia. Alle Animationen (mit Ausnahme von „Großbaustelle Gehirn“) wurden von unserem Animationsteam produziert und sogar selbst komponierte Songs finden sich in unserem Projekt. Alle Mitwirkenden haben mehrere ganze Wochenenden (sogar in den Ferien!) in unser Stück investiert und in stundenlangen Proben ihr Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt:   6. Jahrgangsstufe: Meryem Alsalihi (Daphne/Gesang), Franka Capanni (Komparsin), Sophia Dippel (Komparsin), Vanessa Maierean (Athene/Plakat), Melina Meier (Komparsin), Fabian Preising (Prof. Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr. Gerd Schlingelstengel/Animation), Helena Raats (Komparsin)Lilla Szabo (Demeter/Plakat)   7. Jahrgangsstufe Sebastian Knobling (Animation)Keanu Kriebisch (Amor), Antonio Novakovic (Animation), Domenico Ricciardi (Animation), Pascal Unseld (Animation)Felix Wiesenmaier (Technik/Spot)   8. Jahrgangsstufe Tom Herget (Technik/Beleuchtung), Irem Kocak (Persephone/Klavier)Sebastian Noweck (Roma), Alexander Wille (Animation)    9. Jahrgangsstufe Marco Fischer (Technik/Audio)Kubilay Kurpiers (Apoll/Gesang/Klavier/Beats/Video), Melissa Stokal (Arachne/Klavier)   10. Jahrgangsstufe Lars Seidl (Technik/Spot)  Ehemalige:   Ilayda Aslan, Leon Heiler   Konzeption und Gesamtleitung  Elisabeth Baumgartner, Anja Fladerer 

People to People 2019

Seit vielen Jahren besuchen ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus der ganzen USA für einige Tage Familien unserer Schule. Der sogenannte „Homestay“, also der Besuch der Familien in Deutschland, ist dabei der Höhepunkt einer dreiwöchigen Europareise. Dieses Jahr besuchten uns über 40 US-amerikanische Gastschüler vom 30.06. bis 03.07.2019 und genossen ihre Zeit hier in Neu-Ulm, so wie in der Bildergalerie zu sehen. Hier siehr man Julia Grenz aus der Q12 mit ihren beiden Gastschülerinnen.

Aufgrund der großen Gruppe wurden sie an Gastfamilien dreier Gymnasien vermittelt und gingen dort mit in die Schule. Wie in der Vergangenheit werden daraus wieder Kontakte und auch Freundschaften erwachsen, die sowohl die persönlichen Beziehungen zwischen Menschen in Deutschland und den USA stärken als auch die Sprachkompetenz unserer Schüler, die z.T. noch Jahre über soziale Medien mit ihren ehemaligen Gästen kommunizieren. Wir freuen uns auf den Homestay 2020!

Theaterstück und Diskussion zum Thema Antisemitismus

 

Der 22.07.2019 bescherte unserer Q11 ein besonderes Erlebnis – das Ein-Mann-Theaterstück „Ein ganz normaler Jude“ mit Michael Kösel. In der Aula des BvSG durchlebten die Zuschauer die emotionalen Irrungen und Wirrungen eines deutschen Juden, der sich mit der Einladung eines Lehrers auseinandersetzt, zur Veranschaulichung des Themas Judentum und Antisemitismus an seiner Schule zu kommen. Das besondere Verhältnis beider Seiten, seine Komplexität im Hinblick auf Identitäten, der Relativierung des Holocaust, des Gutmenschentums und der Political Correctness, der Familiengeschichten auf beiden Seiten, kam hier sehr konkret und emotional zum Ausdruck.

Im Anschluss erfolgte noch eine Diskussion mit dem Schauspieler über das Stück und den Antisemitismus generell. Wegen der Zunahme antisemitischer Vorfälle auch in unserem Land diente das Stück somit der Sensibilisierung und Bewusstmachung dieses Themas und ging weit über das im Geschichtsunterricht Vermittelte hinaus.

 

Ingo Sand