Ein Tag voller Medienpädagogik – Verschwörungsmythen und Extremismusprävention in den achten Klassen zurück

Aus dem Jahresbericht 2021/22

Die Schülerïnnen der achten Klassen hatten am 03.05.2022, dem internationalen Tag der Pressefreiheit, ein vollgepacktes Programm vor sich. Nachdem sie sich morgens zunächst entspannt im Klassenzimmer einfinden konnten, forderte ein einstündiges, digital übertragenes Live-Interview mit Fabian Kluge (Digitalredaktion der Augsburger Allgemeinen) und Lea Thies (Leitung der Günther-Holland-Journalistenschule) die Aufmerksamkeit und Konzentration der Schülerinnen. Mit welchen analogen und digitalen Mitteln Journalistïnnen Nachrichten überprüfen und Fake News entlarven, wurde im Live-Stream erläutert. Fake News gelten als absichtlich verbreitete Falschnachrichten, die im Internet kursieren und die zu entlarven mitunter nicht einfach ist. Anschließend und im Verlauf des Videos konnten über die Kommentarfunktion Meinungen abgegeben und Fragen gestellt werden.

Teaser Verschwörungsmythen

Im zweiten Teil des Projekttages agierten die Schülerinnen und Schüler in einem digitalen Rollenspiel. Sie folgten einem fiktiven rechtsextremen Influencer namens Constable Truth. Aus anfänglich harmlosen Videos zum Thema Naturschutz werden zunehmend geteilte Videos und Memes, die gegen Geflüchtete und Andersdenkende hetzen und Verschwörungsmythen verbreiten. Am Ende wurden die unterschiedlichen Spiel-Handlungen debattiert und reflektiert.

Nach der Pause ging es im „Maschinenraum der angesagtesten Plattform“ der Welt weiter. Christian Schiffer, Autor des Sachbuchbestsellers „Angela Merkel ist Hitlers Tochter“ und BR-Journalist, und Marion Uschold, Betreiberin des TikTok-Accounts von BR24, diskutierten mit dem Moderator Fabian Mader über Chancen und Gefahren sowie die Funktionsweise der Social-Media-Plattform TikTok. Auch hier konnten über die Chatfunktion eigene Fragen und Meinungen eingebracht werden.

Abschließend setzten sich die Schülerinnen und Schüler anhand konkreter Beispiele nochmals damit auseinander, wie rechtsextremistische Botschaften in Memes und Musiksprache erkannt werden können.

Angesichts der Flut an Propaganda, Falschmeldungen und weiteren Gefahren im Netz stellte dieser Tag eine wesentliche Bereicherung in Sachen Medienpädagogik dar.

 

Claudia Lachenmayer