Veranstaltungen

Einen Überblick über die Schule können Sie sich vorab auch durch unsere Infobroschüre verschaffen.

Online-Infoabend am 24.02.2021 um 19.30 Uhr

Aufgrund der aktuellen Pandemielage kann die diesjährige Infoveranstaltung zum Übertritt leider nur online stattfinden. Sie können sich mit Ihrem Internetbrowser oder der Teams-App einwählen, indem Sie hier klicken. Die Teilnahme ist anonym und ohne Namensnennung möglich.

Wir stellen zu Anfang die Schule für Eltern und zukünftige Fünftklässler kurz vor, damit auch die Kinder einen ersten Eindruck von ihrem zukünftigen schulischen Zuhause erhalten, um sich dann schneller eingewöhnen zu können.

Anschließend informieren wichtige Ansprechpartner die Eltern über alles Wissenwerte und Interessante zum Übertritt ans BvSG.

Während der Veranstaltung können Sie per Chat Fragen stellen, die am Ende beantwortet werden.

Begleitmaterial zum Infoabend

Schulhausrallyes

Die Schulhausrallyes für die Viertklässler werden nachgeholt, wenn das wieder möglich ist. Die Information hierzu erfolgt über die Grundschulen.

Begrüßungsnachmittag

Soweit die Pandemielage es zulässt, findet am Freitag, 23.07.2021, um 14 Uhr ein Begrüßungsnachmittag an der Schule statt. Dort erfahren die Kinder bereits ihre Klasseneinteilung.

Anmeldung

Die meisten Unterlagen zur Anmeldung können vorab digital ausgefüllt werden, entsprechende Informationen werden Sie rechtzeitig hier finden. Ob die weiteren Anmeldeformalitäten persönlich im Sekretariat erledigt werden können oder postalisch erfolgen müssen, ist noch unklar.

Bitte beachten Sie mit Blick auf mögliche Terminverschiebungen auch die jeweils aktuellen Informationen zur Anmeldung und ggf. dem Probeunterricht auf der Seite des Kultusministeriums.

Workshop SOS-KinderdorfWorkshop SOS-KinderdorfWorkshop SOS-Kinderdorf

Workshop mit SOS-Kinderdorf – warum jedes Kind eine Familie braucht

Anna Ziller, Referentin der Kinderhilfsorganisation SOS-Kinderdorf diskutierte beim diesjährigen Familientag mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen darüber, was eine gute Familie ausmacht. Kinder brauchen Eltern und ein gutes Zuhause, Fürsorge und Liebe. Noch schöner ist es, wenn Kinder Geschwister, Großeltern, Onkel und Tante haben. Aber leider kann Familie auch zum Alptraum werden. Allein in Deutschland muss alle 15 Minuten der Staat eingreifen und ein Kind aus seiner Familie holen, weil es dort verwahrlost. Anna Ziller sprach mit den Schülern nicht nur über kindliche Bedürfnisse, sondern auch über juristische Rahmenbedingungen und erklärte, wie das SOS-Kinderdorf funktioniert. Fazit: Auch wenn Familie nicht immer einfach ist, so vermittelt sie doch den meisten Kindern ein Gefühl von Geborgenheit. Aber positiv ist eben auch, dass das Kindeswohl in unserer Gesellschaft sehr weit oben steht und auch notleidende Kinder eine Chance bekommen.

Susanne Jordan

Kindheit und Jugend in Neu-Ulm zur Zeit des Dritten Reichs

Der Montag Nachmittag bot in zweierlei Hinsicht eine ganz besondere Veranstaltung für die Klassen 9c und 9d unseres Gymnasiums. Zum einen war dies ein besonderer Besuch, da man nur noch selten Zeitzeugen des Dritten Reiches zur Verfügung stehen, zum anderen, da Herr Finkbeiner über sein Leben als Kind und Jugendlicher in unserer Region berichtete. Durch seine Schilderungen wurde das Thema der Jugend im Dritten Reich in der Geschichte Ulms und Neu-Ulms anschaulich und lebendig. Wolfgang Finkbeiner, Jahrgang 1928, berichtete engagiert und   detailreich über seine Zeit als Hitlerjunge und Luftwaffenhelfer und unterstütze seinen Vortrag mit Bildern aus der Zeit. Seine Jugend sei durch ständige Einbindung und Dienste in Schule und vor allem in der Hitlerjugend sowie durch seine Dienstpflicht als Luftwaffenhelfer geraubt worden. Er selbst war schließlich als Luftwaffenhelfer Mitte September 1944 bei einem Bombenangriff auf seine Flakstellung auf dem Gelände des heutgen Blautalcenters verschüttet worden. Glücklicherweise hatte sich ein Schulkamerad erinnert, wo sich sein „Einmann-Loch“, in das die Buben beim Angriff fliehen mussten, war und er wurde wieder ausgegraben. Dieser Tag sei sein zweiter Geburtstag gewesen und noch heute bekommt er von einem alten Schulkamerad jedes Jahr eine Glückwunschkarte zu diesem besonderen Datum. Er erlebte zudem die fast völlige Zerstörung Ulms und auch seine Familie wurde ausgebombt, so dass sie bei Bekannten im Umland notdürftig unterkommen mussten. Seine vielfältigen Erfahrungen hat er auch in zwei Publikationen, „Luftwaffenhelfer aus Ulm und Neu-Ulm“ und „Betrogene und missbrauchte Jugend zur Zeit des Dritten Reiches“ niedergeschrieben. Dazu bewegt haben ihn der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa, für den er überhaupt kein Verständnis zeigt. Der Nationalsozialismus habe unsägliches Leid auf fast jede Familie in Deutschland gebracht und zum Tod von schätzungsweise 55 Millionen Menschen während des Zweiten Weltkriegs maßgeblich beigetragen. Damit so ein Gedankengut in Deutschland nicht wieder mehrheitsfähig wird, hat Herr Finkbeiner seine Erlebnisse nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und hört auch mit über 90 Jahren nicht auf, die heutige Jugend über die damalige Zeit aufzuklären. Herr Finkbeiner, vielen Dank dafür!
Ingo Sand

Vorlesewettbewerb der sechsten Jahrgangsstufe

Wer sagt denn da, unsere Kinder und Jugendlichen läsen nicht mehr? Die Klassensiegerinnen und -sieger der sechsten Jahrgangsstufe, Vanessa Maierean, Paula Gossner, Sophia Langbein, Isabella Da Cruz, David Birnthaler und Elsa Heeks, zeigten der vierköpfigen Jury, dass dies nicht auf alle zutrifft. Jeder Teilnehmende hatte eine eigene Lektüre ausgewählt und eine kurze Passage daraus einstudiert, und schon dabei zeigte sich eine enorme Bandbreite an Lektüren. Auf sehr hohem Niveau lassen alle sechs zuerst diesen Text und im Anschluss daran einen ihnen unbekannten. Dabei waren sie bezüglich ihrer Lesekompetenzen so nahe beieinander, dass es nur einen ersten und fünf zweite Plätze gab. Wir gratulieren daher allen sehr herzlich und geben Elsa Heeks (im Foto ganz rechts) als Schulsiegerin bekannt.

Sabine von Appen

 

Weihnachtsbazar

Weihnachtsbazar 2019

Weihnachtsbazar 2019

„Am besten gefällt mir an unserem Weihnachtsbazar, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich so viel Mühe geben, Gewinn zu machen, um anderen zu helfen, die so viel weniger haben als wir“ – mit diesen Worten fasst Mark Lörz, unser Schulleiter, die Besonderheiten unseres Weihnachtsbazars zusammen. Wie schon in den vergangenen Jahren legten sich die SMV, die einzelnen Klassen und ihre Klassenlehrer mächtig ins Zeug und verwandelten die Schule in ein funkelndes und glitzerndes Weihnachtsmärchen. Es gab Hot Dogs und Sandwiches, Punch und Selbstgebackenes, liebevoll Gebasteltes, Sketche und Theaterstücke passend zu Weihnachten, also Festtagsstimmung pur. Doch auch der an der Schule gelebte Nachhaltigkeitsgedanke kam zum Tragen: Von der 7b wurde Gebrauchtes zum kleinen Preis verkauft, durch Drehen eines Glücksrades konnten ausrangierte Schulbücher vor dem Wegwurf bewahrt werden, auf Einweggeschirr wurde gänzlich verzichtet. Und so sah man Jung und Alt gutgelaunt durch das Gebäude spazieren, hier anhaltend, dort stöbernd und sich immer über ein besonders schönes Stück oder eine leckeres Mahl freuend. Alle Klassen versuchten, an ihren Ständen und im Rahmen ihrer Aktivitäten nicht nur einen Besucherrekord zu knacken, sondern eine möglichst große Summe an Geld zu erzielen, denn der Gewinn des Nachmittags geht an unsere Partnerschule in Cochabamba/Bolivien, der wir durch unsere Freude in der Vorweihnachtszeit dabei helfen können, auch in ihrem Umfeld Kinder glücklich zu machen. Unsere Verbindungslehrkräfte lobten die Einsatzbereitschaft der SMV sowie aller involvierter Lehrkräfte und Tutoren und betonten das erfolgreiche Eventmanagement der Verantwortlichen: „So wie auch an zahlreichen außerunterrichtlichen Terminen wurden durch deren Mithilfe beim gemeinsamen Proben, Basteln und Backen die Klassengemeinschaften gestärkt. Damit konnte die Veranstaltung nur ein voller Erfolg werden.“

S.v.Appen

Cem Karakaja

Nichts ist kostenlos 

Cem Karakaya rüttelt in einem Vortrag über digitale Medien auf 

 „Hacken macht mir am meisten Spaß!“ Mit diesem provokanten Bekenntnis erstaunte der türkischstämmige Polizist und ehemalige Interpol-Agent die Zuhörenden in der vollbesetzten Aula. Eingeladen worden war im Rahmen der medienpädagogischen Erziehung, die an unserer Schule eine besonders große Rolle spielt, da alle Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse punktuell digitale Medien nutzen, um Lerninhalte gemeinsam zu bearbeiten oder Unterrichtsmaterialien auszutauschen und ab Jahrgangsstufe zehn auch die Möglichkeit haben, die Hefte komplett durch ein stiftbedienbares Laptop zu ersetzen. 

Cem Karakaya klärte auf äußerst humorvolle und unterhaltsame Weise die anwesenden Eltern, Kinder und Lehrkräfte darüber auf, in welche Gefahren man sich begebe, wenn man neue Medien unreflektiert gebrauche, und plädierte ausdrücklich dafür, dass Kinder und Jugendliche den Schutz ihrer Eltern und die Unterstützung durch schulische Angebote benötigten. Entsprechend dem Titel des Vortrags, „Digitale Welten fordern digitale Kompetenzen“, legte er zwar seinen Schwerpunkt auf die Gefahren, die sich durch Hacking, Sexting, Phishing, Identitätsdiebstähle usw. ergeben könnten, betonte aber auch die Chancen, die die Digitalisierung mit sich brächte. Als ganz wesentlich sieht er die Vorbildfunktion der Erwachsenen an. Ein Handyverbot während des Essens sei absurd, wenn die Eltern parallel dazu in ihr Smartphone starrten. Erst nachdem Grundzüge der Medienkompetenz vermittelt worden seien, könnte man seine Kinder ruhigen Gewissens mit dem Smartphone umgehen lassen – seiner Meinung nach erst ab dem Alter von 16 Jahren. „Ein Smartphone ist kein Handy. Es ist ein Computer!“, warnte er und zeigte verstörende Beispiele Jugendlicher, die sich im Netz unlöschbar in einer Weise präsentiert haben, die ihrer späteren beruflichen Karriere voraussichtlich schaden werde. Bei der Aufklärungsarbeit stehen für den Ermittler als oberste Kompetenzen die Fähigkeit, Suchmaschinen richtig bedienen zu können und sogenannte Fake News von sachlich richtigen Nachrichten unterscheiden zu vermögen, an erster Stelle. Eine Sensibilisierung müsste in Bezug auf sichere Passwörter und eine Sicherung der persönlichen Daten auf den Geräten erfolgen. Im Zweifelsfall gelte „Weniger ist mehr!“  Er betonte, dass er sich nicht dafür aussprechen wolle, wieder auf „Brieftauben und die Schreibmaschine“ zurückzugreifen, beklagte aber die Naivität vieler erwachsener wie jugendlicher Nutzer, ihre Daten für so unwichtig zu halten, dass sie z.T. nahezu öffentlich preisgegeben würden, nur weil man sich einen finanziellen Vorteil erhoffe. Keine Firma stelle irgendetwas kostenlos zur Verfügung; häufig zahle man mit seinen Daten und die wären viel mehr wert als Geld. Dies den Jugendlichen und Kindern klarzumachen, sei eine der wichtigsten Aufgaben des Elternhauses und der Schule, betonte auch der Schulleiter Mark Lörz in seinem abschließenden Statement. 

digitale Medien

30. Kinderrechtstag am BvSG

30. Kinderrechtstag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Hope Theatre Nairobi

Im Rahmen der Kinderrechtswoche anlässlich des 30. Jahrestages der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention fand am BvSG ein Workshop für die 10. Klassen in Zusammenarbeit mit dem Hope Theatre Nairobi statt. Zu Beginn erfuhren die Schüler und Schülerinnen, was alles in der Region Ulm/ Neu-Ulm für Kinder und Jugendliche getan wird, damit sie gesund aufwachsen und in Sachen Bildung gute Chancen für die Zukunft haben. Besonders erfreulich ist, dass es in Ulm seit 2019 die Gruppe Jugend aktiv gibt. Sie setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche bei uns gute Perspektiven haben, auch wenn es um das Thema Umweltschutz geht. Jugend aktiv hat einen guten Kontakt zum Oberbürgermeister Czisch und darf mehrmals im Jahr beim Gemeinderat vorsprechen. Das Hope Theatre Nairobi besteht aus acht jungen Schauspielern. In einer Gesprächsrunde berichteten sie, dass es in Kenia noch viel zu tun gibt, wenn es um das Thema Menschen- und Kinderrechte geht. Die jungen Schauspieler wussten aber, unsere Schüler mit Percussion und Tanz für die afrikanische Kultur zu begeistern.

Hope Theatre NairobiHope Theatre NairobiHope Theatre Nairobi

Vor vollem Haus zeigte das Team der Crossover-AG mit den Spielleiterinnen Elisabeth Baumgartner und Anja Fladerer und Mitwirkenden aus den Jahrgängen sechs bis zehn, wie moderne Technik und Antike Stoffe zu einem Ganzen verschmelzen und zu eindrucksvollen visuellen wie akustischen Bildern werden können. 

Dass auch Götter und andere mythologische Gestalten ihre Probleme haben und diese oft zu Launenhaftigkeit und Überreaktionen führen, wurde temporeich und kurzweilig aus Ovids „Metamorphosen“ erarbeitet und umgesetzt. Ein frustrierter Apoll (Kubilay Kurpiers) voller Herzschmerz, Arachne (Melissa Stokal), die sich in ihren Schnüren verheddert, Hades (Elsa Heeks), der sich darüber beklagt, dass nur seine fiese Seite wahrgenommen wird, das sind nur drei der sagenumwobenen Figuren. Unterstützt, kontrastiert, untermauert und durchbrochen von Filmausschnitten, Knetanimationen, Gesang oder Tanzchoreografien entstand so ein Gesamtkunstwerk, in das alle Mitwirkenden ihre Ideen und Talente einbringen konnten, und ihr Spaß an der Kreativität und Freude an dem Ergebnis wurde für das begeisterte Publikum greifbar.

Mäh-ter-morf-hosen

PROGRAMMHEFT 

Der Ausgangspunkt 

Der antike Dichter Ovid beschreibt in seinen „Metamorphosen“ kunstvoll die Entstehung der Welt. Wie entstand der Lorbeerbaum, woher kommt die Spinne und warum haben wir eigentlich Jahreszeiten?  

Wir als CROSSOVER AG möchten mit unserer Version „Mäh-Ter-Morf-Hosen“ zeigen, wie aktuell dieser über 2000 Jahre alte Stoff heute immer noch ist. 

Mäh-ter-morf-hosen

Hybris  

„Die Hybris (altgriechisch ὕβρις hýbris ‚Übermut‘, ‚Anmaßung‘) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen oder Kompetenzen, vor allem von Personen in Machtpositionen.  

In antiken griechischen Tragödien wurde Hybris als ein Auslöser für das Scheitern vieler Protagonisten verwendet. In seiner Überheblichkeit ignoriert dieser die von Göttern gegebenen Befehle und Gesetze. Auf die menschliche Hybris folgt häufig die göttliche Bestrafung durch Nemesis, welche schließlich zum Fall und Tod des Protagonisten führt.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Hybris) 

Mäh-ter-morf-hosen

Bei der Entwicklung unserer Figuren tauchten wir in die persönlichen Herausforderungen der antiken Götter unserer drei Geschichten ein. Ist Apoll einfach ein gruseliger Stalker oder hat er auch noch eine andere Seite? Warum handelt Athene so impulsiv und flippt gleich aus? Ist Hades tief in seinem Inneren wirklich so fies, wie alle denken? Ganz nach dem Motto „Götter sind auch nur Menschen“ beleuchten wir die Beweggründe der Götter für ihr Handeln und ihre Emotionen.  

 Was haben die Figuren unseres Stücks mit uns zu tun?  

Auch uns geht es manchmal so… es läuft irgendwie nicht so, wie es soll; wir werden ungeduldig, wütend oder frustriert. Da ist es einfach, diese Gefühle an Anderen auszulassen. Wie Apoll sehen wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht, wie Arachne verstricken wir uns bisweilen und wie Hades können wir oft einfach nicht aus unserer Haut. Wir fragten uns bei der Entwicklung der Geschichten nach Alternativen. Wie könnten wir stattdessen handeln bzw. was hilft uns in solchen Situationen? Die Antwort liegt für uns in den Geschichten selbst: Kunst, Musik, Kreativität, Natur, unser Zuhause und unsere Wurzeln, Familie, Freunde und überhaupt: Liiiiebe 

 Warum ein Topf?  

Der zerbrochene und wieder zusammengesetzte Topf steht als Symbol für unsere Erfahrungen im Leben, die uns formen und prägen. Er erinnert uns daran, dass wir einzigartig sind. In der Tradition des „Kintsugi“ nehmen wir diese Ecken und Kanten an und finden in der unvollkommenen Vollkommenheit die Chance, als Individuen zu glänzen.

Mäh-ter-morf-hosenMäh-ter-morf-hosen

 Was ist CROSSOVER.film.musik.theater.?  

Alle Mitwirkenden experimentieren in allen drei Bereichen unserer AG. Daher machen die Animations- und Film-Jungs bei Theater-Warm-ups mit, Theaterschüler*innen stehen vor und hinter der Kamera, Schauspieler*innen produzieren auch Knetanimationen oder entwickeln Tanzchoreografien und alle bringen ihre eigenen Ideen und Talente ein. Die meisten Texte stammen direkt aus der Feder der Mitwirkenden oder wurden gemeinsam in der Erarbeitung der Szenen entwickelt. Hinzu kommen antike Originaltexte von Ovid, Songtexte, Exzerpte von Goethe und Artikel aus der Süddeutschen Zeitung und Wikipedia. Alle Animationen (mit Ausnahme von „Großbaustelle Gehirn“) wurden von unserem Animationsteam produziert und sogar selbst komponierte Songs finden sich in unserem Projekt. Alle Mitwirkenden haben mehrere ganze Wochenenden (sogar in den Ferien!) in unser Stück investiert und in stundenlangen Proben ihr Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt: 

 6. Jahrgangsstufe:

Meryem Alsalihi (Daphne/Gesang), Franka Capanni (Komparsin), Sophia Dippel (Komparsin), Vanessa Maierean (Athene/Plakat), Melina Meier (Komparsin), Fabian Preising (Prof. Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr.Dr. Gerd Schlingelstengel/Animation), Helena Raats (Komparsin)Lilla Szabo (Demeter/Plakat) 

 7. Jahrgangsstufe

Sebastian Knobling (Animation)Keanu Kriebisch (Amor), Antonio Novakovic (Animation), Domenico Ricciardi (Animation), Pascal Unseld (Animation)Felix Wiesenmaier (Technik/Spot) 

 8. Jahrgangsstufe

Tom Herget (Technik/Beleuchtung), Irem Kocak (Persephone/Klavier)Sebastian Noweck (Roma), Alexander Wille (Animation)  

 9. Jahrgangsstufe

Marco Fischer (Technik/Audio)Kubilay Kurpiers (Apoll/Gesang/Klavier/Beats/Video), Melissa Stokal (Arachne/Klavier) 

 10. Jahrgangsstufe

Lars Seidl (Technik/Spot) 

Ehemalige:  

Ilayda Aslan, Leon Heiler 

 Konzeption und Gesamtleitung 

Elisabeth Baumgartner, Anja Fladerer 

People to People 2019

Seit vielen Jahren besuchen ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus der ganzen USA für einige Tage Familien unserer Schule. Der sogenannte „Homestay“, also der Besuch der Familien in Deutschland, ist dabei der Höhepunkt einer dreiwöchigen Europareise. Dieses Jahr besuchten uns über 40 US-amerikanische Gastschüler vom 30.06. bis 03.07.2019 und genossen ihre Zeit hier in Neu-Ulm, so wie in der Bildergalerie zu sehen. Hier siehr man Julia Grenz aus der Q12 mit ihren beiden Gastschülerinnen.

Aufgrund der großen Gruppe wurden sie an Gastfamilien dreier Gymnasien vermittelt und gingen dort mit in die Schule. Wie in der Vergangenheit werden daraus wieder Kontakte und auch Freundschaften erwachsen, die sowohl die persönlichen Beziehungen zwischen Menschen in Deutschland und den USA stärken als auch die Sprachkompetenz unserer Schüler, die z.T. noch Jahre über soziale Medien mit ihren ehemaligen Gästen kommunizieren. Wir freuen uns auf den Homestay 2020!

Theaterstück und Diskussion zum Thema Antisemitismus

 

Der 22.07.2019 bescherte unserer Q11 ein besonderes Erlebnis – das Ein-Mann-Theaterstück „Ein ganz normaler Jude“ mit Michael Kösel. In der Aula des BvSG durchlebten die Zuschauer die emotionalen Irrungen und Wirrungen eines deutschen Juden, der sich mit der Einladung eines Lehrers auseinandersetzt, zur Veranschaulichung des Themas Judentum und Antisemitismus an seiner Schule zu kommen. Das besondere Verhältnis beider Seiten, seine Komplexität im Hinblick auf Identitäten, der Relativierung des Holocaust, des Gutmenschentums und der Political Correctness, der Familiengeschichten auf beiden Seiten, kam hier sehr konkret und emotional zum Ausdruck.

Im Anschluss erfolgte noch eine Diskussion mit dem Schauspieler über das Stück und den Antisemitismus generell. Wegen der Zunahme antisemitischer Vorfälle auch in unserem Land diente das Stück somit der Sensibilisierung und Bewusstmachung dieses Themas und ging weit über das im Geschichtsunterricht Vermittelte hinaus.

 

Ingo Sand

Ein Vortrag zum Thema „Welche Zukunft hat Europa“

Ein Vortrag von Peter Bauch von der Hanns-Seidel-Stiftung

Ein düsteres Bild von der Zukunft Europas zeichnete Peter Bauch, ein ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Bundestags, in seinem Vortrag „Welche Zukunft hat Europa.“ Der von der Hanns-Seidel-Stiftung beauftragte Redner betonte, dass Deutschland inzwischen von vielen Neidern in Europa umgeben sei, besonders Frankreich und Italien nannte er hierbei. Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg werde hier als eine Art neuer Imperialismus gesehen. Aber auch die Re-Nationalisierung sei offensichtlich, sowohl beim Brexit des Vereinigten Königreichs, als auch durch das Gebaren Ungarns, Polens oder Italiens, das mit China einen Handelsvertrag abschloss, dessen Inhalte man den europäischen Partnern nicht offenbarte hätte. Rechtspopulisten seien weiterhin im Aufwind, was bei den Europawahlen zu einer großen Zahl europafeindlicher Abgeordneter, insbesondere aus Frankreich, führen könnte.

Neben der inneren Zerrissenheit und damit Lähmung Europas, würde der Druck von außerhalb immer stärker, sei es durch Russland, China, der Türkei in der Flüchtlingsfrage und neuerdings auch durch die USA, die in Gestalt Donald Trumps die EU zunehmend als Gegner, denn als Partner behandelt. In dieser Situation würde es in den nächsten zehn Jahren um nichts anderes als um das Überleben der EU gehen. Wie wichtig aber die Europäische Union für Deutschland sei, veranschaulichte er durch gewichtige Zahlen, wie dem Anteil von ca. 65% der EU Märkte für den deutschen Außenhandel oder der Tatsache, dass Deutschland unter den zehn Ländern sei mit den meisten Nachbarn, bekanntermaßen neun an der Zahl. Er appellierte eindringlich daran, sich zu erinnern, dass Europa als Friedensprojekt begonnen wurde und es seit über 1000 Jahren keine so lange Friedensperiode in Europa gegeben habe. Europa sei eine Wertegemeinschaft und Demokratie, Menschenrechtsschutz und die vielen Vorteile des Binnenmarkts seien gewaltige Errungenschaften, die mit viel zu großer Gleichgültigkeit oder Selbstverständlichkeit zur Kenntnis genommen würden. Er rief die versammelte Jahrgangstufe 10 dazu auf, sich dies bewusst zu machen und gerade als Jugend für Europa einzutreten. Ansonsten könne es ihnen ergehen wie den jungen Briten, die sich zu zwei Dritteln nicht am Austrittsreferendum 2016 beteiligt hatten und nun – obwohl zum Großteil pro-europäisch – mit den Folgen zu leben hätten.

Ingo Sand

Zu Besuch in der Bayerischen Staatskanzlei

Auch 2019 nutze eine 10.Klasse unter Leitung ihrer Lehrerin Fr. Liebl außerschulische Lernorte. Diesmal ging es nach München in ein bayerisches Ministerium mit anschließendem Besuch der Staatskazlei. Im Bild sind die Schüler am Kabinettstisch der Staatsregierung zu sehen. Ein informativer und lohnenswerter Einblick in die Landespolitik vor Ort!

Bienvenidos

Am Donnerstag, 4. April, bekam das Bertha-von-Suttner-Gymnasium Besuch von 39 jungen Spanierinnen und Spaniern aus Logroño, La Rioja, Nordspanien. Seit vier Jahren haben unsere Spanischschüler intensiven Kontakt zu unserer Partnerschule, dem I.E.S. Comercio. Aber dieses war das erste Treffen in Pfuhl seit Bestehen der Schulpartnerschaft. Los ging’s mit Sportunterricht für alle. Nachdem wir uns mit schwäbischen Kässpätzle gestärkt hatten, brachen unsere Elften und die Spanier zu einem gemeinsamen Rundgang durch Ulm auf. Abends sorgte der bunte Abend für gute Stimmung, und beim Speed-Dating und Vorstellen der gemeinsamen Projekte lernten sich die Schüler noch besser kennen. Das Programm wurde u.a. von unserem Förderverein gesponsert.

Im nächsten Jahr werden wir uns wieder in Logroño treffen, bis dahin, hasta luego.

Am letzten Donnerstag und Freitag fand das alljährliche Showcafe statt. Es wurde ein vielseitiges Programm geboten unter der Organisation unserer SMV.

Soziale Medien wie Facebook und WhatsApp sind für viele Schülerinnen und Schüler zu einer wichtigen Informations- und Kommunikationsplattform geworden. Umso größer ist die Gefahr eines unbedachten Umgangs mit sensiblen persönlichen Daten. „Die Risiken im weltweiten Netz sind so umfangreich, dass sich vor allem junge Menschen keine oder kaum Vorstellungen davon haben, was mit ihren Angaben passieren kann“, sagt Thomas Floß, Sprecher des Arbeitskreises „Datenschutz geht zur Schule“ des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands. Aus diesem Grund sind Dozenten der Initiative „Datenschutz geht zur Schule“ auf Einladung von Schulen und Fördervereinen deutschlandweit unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Da die Elternhäuser eine sehr wichtige Rolle spielen, Eltern wie auch Großeltern aber hier häufig überfordert sind, gab es am Bertha-von-Suttner Gymnasium dazu eine Elternveranstaltung. Zusätzlich wurden alle Klassen in der 5. jeweils in einer 90 min. Doppelstunde für die Thematik sensibilisiert. Anhand aktueller auf die Schüler abgestimmter Themen wie WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook, Video und Musik-downloads, Chatrooms und Cyber-Mobbing wurden den Kindern und Jugendlichen Risiken und Lösungen im Umgang mit den neuen Medien aufgezeigt. In den 90 Minuten der Abendveranstaltung sprach dazu unser Referent, Herr Gerd Fauser, alle wichtigen Themen transparent und verständlich an, um auch bei den Erwachsenen Verständnis und vor allem mehr Sensibilität zu erzeugen. Ziel ist es hierbei nicht, die neuen Medien in eine negative Ecke zu stellen, sondern den richtigen und verantwortungsvollen Umgang mit ihnen zu fördern.

 

Das alljährliche Highlight der SMV steht an: Das Showcafe 2019!

Beginn ist 19:00 Uhr

Einlass ab 18:15 Uhr

Nach Jahren mit weniger Wetterglück erwischten unsere Siebten diesmal absolutes Traumwetter und sehr gute Schneeverhältnisse in der Wintersportwoche 2019. 73 Schülerinnen und Schüler sowie acht Lehrkräfte verbrachten vier tolle Skitage in Oberstdorf. Über die Hälfte der Teilnehmer startete als Anfänger, doch spätestens am letzten Tag fuhren alle mit Freude die Piste herauf und herunter. Neben der praktischen Schulung am Nebelhorn und Fellhorn gab es auch drei Theorieeinheiten zu den FIS-Regeln, der Schnee- und Lawinenkunde sowie den Aufgaben der Bergwacht. Zum Abschluss demonstrierten die Schülern in Gruppen ihr Können im Formationsfahren mit anschließender Siegerehrung am Abend. Ein herzliches Dankeschön an alle Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe und die Lehrercrew für eine sehr schöne Woche!

 


Jahrgangsstufe 9 zu Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Konzentrationlager Dachau ist am BvSG jedes Jahr eine selbstverständliche Exkursion und Teil der politisch-historischen Bildungskonzepts unseres Gymnasiums.Alle neunten Klassen besuchten unter der Leitung von Frau Burckhardt ein Halbtagsseminar, um sich mit diesem dunklen Teil der deutschen Geschichte vertieft auseinanderzusetzen. Nach einer gezielten Heranführung und Einstimmung in einer rekonstruierten Baracke des Konzentrationslagers werden die Schülergruppen von Referenten durch das Gelände geführt und lernen verschiedene Aspekte des Lagerlebens kennen, z.B. den Appellplatz, die Baracken oder die Krematorien. Zum Abschluss werden die Eindrücke wieder zusammen in der rekonstruierten Baracke eingeordnet, verarbeitet und besprochen. Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Burckhardt für diesen wichtigen Teil unserer Bildungsarbeit!

Am letzten Freitag fand die Aufführung unserer Theaterklasse statt.

Programmheft

 

„Montagnachmittag und die Woche nimmt kein Ende“ – wer von uns kennt nicht diese Gedanken?

Dafür war kein Platz an diesem winterlichen Nachmittag, als sich die Schüler des Oberstufenkurses Rhetorik des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zu einer ganz besonderen Veranstaltung trafen: präsentieren lernen von einer professionellen Trainerin.

Reden können Geschichte schreiben und die Geschichte verändern. Damit stimmte Viola Restle, Präsentationstrainerin und Vortragscoach, ein auf den Nachmittag. Sie führte die Schüler in die Grundlagen professioneller Präsentationen ein. In dem zweistündigen Workshop lernten sie neben so manchen Tipps und Tricks wichtige Grundlagen für ihre nächste Präsentation: sie erfuhren, was eine Redestruktur mit einem Hausbau gemeinsam hat und warum der Fokus auf einen mitreißenden Start und einen effektiven Schluss so entscheidend ist.

Überraschend war für manche, dass auch professionelle Redner gute Geschichtenerzähler sein müssen. Denn Geschichten bleiben im Gedächtnis haften und übermitteln Botschaften auf unterhaltsame Art. Bei der anschließenden Übung, einen trockenen Pressebericht in eine lebendige Geschichte umzuwandeln, konnten die Schüler ihre Improvisationsfähigkeiten unter Beweis stellen.

„Präsentieren zu können und die Fähigkeit, seine Ideen verständlich zu kommunizieren, wird immer wichtiger“ kommentiert Viola Restle, „Ich finde es eine großartige Initiative, dass das bereits in der Schule angeboten wird.“

Auch der Lehrer Daniel Thomann zieht ein positives Fazit: „Sein Publikum mit Reden begeistern und überzeugen zu können war schon immer notwendig für den Erfolg im privaten und im beruflichen Leben. Dieser Nachmittag hat dem Kurs professionell und auf sehr unterhaltsame Weise einige Geheimnisse dieser großen Kunst nähergebracht.“

Als krönenden Abschluss durften die Schüler das Gelernte gleich umsetzen und eine kurze Rede zu einem selbstgewählten Thema halten.

Alle meisterten diese Aufgabe souverän und sprachen frei vor der Gruppe. Jeder große Redner hat mal klein angefangen.

 

Im Jugendbildungszentrum Babenhausen sitzen knapp dreißig Zehn-, Elft- und Zwölftklässler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zusammen und diskutieren aufgeregt. In fünf Minuten sollen sie eine Rede halten, an der sie noch feilen.

Warum sind sie an einem Dienstag nicht in der Schule?  Weil sie sich an einem sogenannten außerschulischen Lernort intensiv mit Themen auseinandersetzen, für die im Schulalltag wenig Platz bleibt. Das Thema des dreitägigen Seminars lautet in diesem Jahr „Gift“ und beinhaltet Beiträge von Referentinnen und Referenten aus den Reihen des Pfuhler Gymnasiums. Auf akademischem Niveau hört die Gruppe Vorträge über die antiken Rhetorikkünste der Römer (Frau Fladerer und Frau Wagner), Argumentationsstrategien verschiedener prominenter Redner (Frau von Appen), das Wesen des Darknets und die ethischen Grundsätze von Hackern (Caterina Cozzi, Uni Augsburg), tierische und pflanzliche Gifte (Prof. Tomaschko, Uni Ulm) und das Wesen des Neides. Für viel Diskussionsstoff sorgt dabei der ambivalente Charakter des jeweiligen Bereichs, denn Rhetorik kann zum Beispiel nicht nur als Redekunst verwendet, sondern unter Zuhilfenahme von manipulativen Techniken zu Propaganda werden. In verschiedenen Übungsgruppen werden Dinge analysiert, in Rollenspielen ausprobiert und über Chancen und Risiken diskutiert, wobei sowohl das hohe Niveau der Schülerbeiträge die Referenten sowie die begleitenden Lehrkräfte Herrn Lörz, Herrn Kürzinger und Frau von Appen beeindrucken als auch die Fähigkeit der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer, sich über zehn Stunden nahezu ohne Unterbrechungen auf höchst komplexe Themengebiete zu konzentrieren und auf bisher Unbekanntes einzulassen.

Die Zusammenhänge der zunächst als unvereinbar erscheinenden Bereiche werden in den Reden der Schülerinnen und Schüler deutlich: Viele verknüpfen inhaltlich das neu Erlernte aus dem IT-Bereich mit den antiken Gesetzen einer gelungenen Rede und bauen die zuvor im Plenum besprochenen rhetorischen Strategien der Beeinflussung so geschickt ein, dass sie auf höchstem Niveau ihr Thema, den Kampf gegen Verunglimpfungen im Netz, präsentieren. Das Erstaunliche daran ist, dass dies für die Mehrzahl die erste Rede ihres Lebens ist – und dass man ihnen das keinesfalls anmerkt. Im Abschlussgespräch wird dies auch von den jungen Rednern herausgestellt: Obwohl sie zuerst Angst vor dieser Aufgabe gehabt hätten, habe die Durchführung gezeigt, dass man es mit den richtigen Werkzeugen durchaus gut bewältigen könne. Dazu trägt auch bei, dass die Reden in Kleingruppen erstellt werden. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen sitzen zusammen, tauschen Ideen aus, diskutieren und lernen sich dadurch auch besser kennen. Mit beeindruckender Motivation – selbst die Pausen werden genutzt, um an den Reden zu arbeiten – versuchen sie, die perfekte Möglichkeit zu finden, die Zuhörer für ihr Anliegen zu gewinnen.

Und auch der Spaß kommt an den drei Tagen nicht zu kurz. Ob bei gruppenbildenden Spieleinlagen, spontanen Spielszenen oder in den Gruppenphasen, stets ist die Stimmung ausgelassen, Lachen gehört dazu und die Schüler wachsen enger zusammen.

Die wichtigste Erkenntnis der Tage war jedoch für alle, dass man genauer hinsehen und -hören müsse, wenn angebliche Gewissheiten präsentiert würden. Zu schnell wird man nämlich Opfer von rhetorischen Strategien meinungsstarker Autoren und Redner, laufe Gefahr, deren Thesen zu übernehmen, weil sie zunächst so überzeugend wirkten. Weiß man jedoch um die Wirkungsweise dieser Techniken, kann man sie nicht nur selbst benutzen, sondern sie vor allem entlarven und gegensteuern. Diese Kompetenz im Bereich des Lesens und Textverständnisses dürfte die Königsdisziplin sein und bei den Anwesenden verhindern, auf Hetzereien und Manipulationen hereinzufallen.

 

Ein weiterer Höhepunkt der Vorweihnachtszeit am Bertha-von-Suttner-Gymnasium besteht im  Weihnachtskonzert in der Heilig-Kreuz-Kirche in Pfuhl. Hier bewiesen nicht nur die Solisten Emilia Haecker (9a) und Sebastian Noweck (7a) ihr großartiges Talent an der Altblockflöte bzw. der Violine, sondern auch größere bis riesengroße musikalische Gruppen brillierten vor vollem Haus. Die Zuhörer erfreuten sich so an den Bertha-Kids unter der Leitung von Iris Werdich, dem Unterstufenchor (mit der Dirigentin und Solistin Sara Sprengart), der Band (Leitung Thomas Dirr) und dem Orchester und dem Vokalensemble unter der Leitung von Veronika Frauendienst. Die Auswahl der dargebotenen Musikstücke hätte breiter nicht aufgestellt sein können: Von traditionellen Melodien wie “Ihr Kinderlein kommet” über Schlager (“Winter wonderland”) bis hin zu Klassikern der Popmusik (“Do they know it’s Christmas)” und einer Hommage an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens blieben keine Wünsche offen und angesichts der feierlich-beschwingten Atmosphäre in der Kirche und dem winterlichen Ambiente der Pfuhler Gassen wuchs die Vorfreude auf Weihnachten bei allen Beteiligten.

 

Wie auch in den Jahren zuvor hatte sich die Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in eine glitzernde, nach Tannen duftende, feierlich geschmückte Halle verwandelt, von der aus man in verschiedenen Räumen unterschiedlichste Kostbarkeiten betrachten und erwerben konnte. Wie jedes Jahr wurden auch dieses Jahr die Einnahmen an die Partnerschule in Cochabamba/Bolivien  gespendet. Alle Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der sehr engagierten SMV brachten sich mit vollem Engagement und Ehrgeiz, den schönsten Stand und das attraktivste Produkt zu präsentieren, ein und sorgten für eine unbeschwerte, vorweihnachtliche Stimmung mit festlich geschmückten Ständen, selbstgebackenen Plätzchen und Selbstgebasteltem, im Freien zusätzlich mit Punsch und Süßigkeiten. Die große Anzahl an Besuchern nahm die Angebote gerne an und verließ den Basar mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes getan zu haben und dafür auch noch hübsche Dekogegenstände mit nach Hause zu bringen.

 

 

von links nach rechts: Quentin, Joshua, Ann-Kathrin, Helena

Eine Bibliothek wird erst durch Leserinnen und Leser zum Leben erweckt. Wenn Sechstklässler ihre Lesefreude so gefühlvoll und mitreißend zeigen wie am Nikolaustag in Pfuhl, macht das Zuhören doppelt Spaß. Die Klassensieger der vier sechsten Klassen,  Ann-Kathrin Engel, 6a, Joshua Frasch, 6b, Quentin Pokorny, 6c, und Helena Auer, 6d, die im Vorfeld von ihren Deutschlehrkräften gecoacht worden waren, überzeugten alle sowohl in der Auswahl ihres Textausschnittes als auch durch ihre Lesetechnik. Zur ersten Siegerin konnte von der Jury schließlich Helena Auer gekürt werden, da sie vor allem den unbekannten Text souverän darbot. Alle vier trugen jedoch ihren Teil zur Leseförderung am BvSG teil, indem sie den ein oder die andere der zuhörenden Mitschüler zum Griff nach einer präsentierten Lektüre anregten.

34 Schülerinnen und Schüler aus unserer Partnerschule Jean XXIII in Quintin/Bretagne verweilen derzeit bei uns am BvS – ein neuer Rekord seit dem 33-jährigen Bestehen unseres deutsch-französischen Schüleraustausches.

 

Herr Lörz begrüßte die Gäste im Mehrzweckraum und zeigte ihnen im Anschluss unsere Schule mit all den neuen Errungenschaften.

Auf dem Programm stehen das Steiff-Museum, das Mercedes-Benz Museum, die Altstadt von Esslingen und der beeindruckende mittelalterliche Weihnachtsmarkt mit Blick auf die Burg, eine Stadtführung durch das historische Augsburg mit der Fuggerei, das Schulmuseum Ichenhausen und die dortige Synagoge, München mit Olympiazentrum, BMW-Welt, Marienplatz, Hofbräuhaus und Asamkirche. Natürlich darf das regionale Highlight „Blautopf“ nicht fehlen. Ulm wird durch ein Stadtspiel und einem virtuellen Flug über die Stadt erkundet.

Vom 26. November bis 6. Dezember 2018 wohnen die französischen Gäste in den Familien ihrer Austauschpartner der Klassen 9a und 9b.  Die Leitung haben Herr Koehler und Herr Legin.

Unsere Schüler werden vom 25. März bis 5. April 2019 mit Frau Wiesner und Frau Möbus den Gegenbesuch in die Bretagne antreten.

Auch dieser Schüleraustausch ist wieder eine einmalige Chance, das Alltagsleben und die Kultur unseres Nachbarlandes kennenzulernen. Die Schüler haben die Möglichkeit, die bisher erlernte Sprache vor Ort anzuwenden und weiterzuentwickeln. Mit einer Entscheidung für einen Schüleraustausch begibt man sich auf ein Abenteuer, an das man sich sein Leben lang erinnern wird.

Jeder Teilnehmer nimmt außergewöhnliche Eindrücke und neue Lebenserfahrungen mit nach Hause. Viele profitieren auch in Zukunft davon, für manche öffnet er neue Türen…….

Elisabeth Wiesner/Carolin Möbus und die Fachschaft Französisch

Bei der Stimmabgabe

Demokratie einüben – die Juniorwahl zur Bayerischen Landtagswahl 2018!

Nach der erfolgreichen Podiumsdiskussion zu den Bayerschen Landtagswahlen am BvSG fanden im Anschluss die Juniorwahlen an unserem Gymnasium statt. Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse waren aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimme den Kandidatn und Parteien ihres Wahlkreises zu geben, die sie bevorzugten.

Bei einer Wahlbeteiligung von 67,5% und null ungültigen Stimmen entfielen die meisten Erststimmen auf den Kandidaten der Grünen, gefolgt von Daniel Fürst (SPD) und Beate Merk (CDU):

Bei der Zweitstimme lag die CSU vorne, dicht gefolgt von den Grünen. Die AfD punktete stark unterdurchschnittlichmit nur 4 Stimmen:

Zum Vergleich in den einzelnen Landkreisen und in Bayern insgesamt:

https://www.juniorwahl.de/landtagswahl-bayern-2018.html

Ingo Sand

Politiker von sechs Parteien stellten sich im Rahmen eines Projekttages der zwölften Jahrgangsstufe des  Bertha-von-Suttner-Gymnasiums und des Lessing-Gymnasiums den Fragen der Schülerinnen und Schüler und zeigten Einblicke in  die Vorstellungen ihrer jeweiligen Parteien. Eingeladen worden waren von den beiden Organisatoren der Veranstaltung, Herrn Ingo Sand (Bertha-von-Suttner-Gymnasium) und Stefanie Helm (Lessing-Gymnasium), alle Parteien, die nach Stand der letzten Umfragen voraussichtlich in den nächsten Landtag einziehen werden. Vor rund 200 Schülerinnen und Schülern der beiden Gymnasien  wurden sie unter der Schüler-Moderation von  Alina Bergonzi und Katharina Eisenbarth (Lessing-Gymnasium) zur Stellungnahme zu den Themenbereichen Innere Sicherheit und Flüchtlingskrise in Bayern, Umwelt und Soziales, Jugendliche und ihre Lebenswelt und Kultur und Bildung befragt. Dass hierbei deutliche Meinungsunterschiede bei den Volksvertretern Thomas Gehring (Grüne), Bernhard Pohl (Freie Wähler), Daniel Fürst (SPD), Johannes Hecht (FDP), Hans Reichart (CSU) und Gerd Mannes (AfD) zu Tage traten, dürfte von Vorneherein klar gewesen sein, genauso wie die Tatsache, dass diese Unterschiede für eine Demokratie maßgeblich sind.

Dass  es vier Wochen vor der Wahl noch viele Probleme zu lösen gibt und es sich bei Bayern wohl doch nicht um die Vorstufe zum Paradies handelt, wie der Hauptorganisator Ingo Sand süffisant in seinem Resümee feststellte,  konnte das Publikum bei allen Themenbereichen wahrnehmen.  Doch auch der Appell an die Schülerschaft dürfte den ein oder anderen, vor allem im Kreise der Schülerinnen, die als Vertreter des weiblichen Geschlechts  zumindest im Kreise der Politiker  auf der Podiumsbühne deutlich unterrepräsentiert waren, aufgerüttelt haben:  Welche Ideen sich letztlich durchsetzen werden,  liegt allein in der Hand der Wählerinnen und Wähler und das Engagement aller führt zu einem Fortbestand  und  der bestmöglichen Nutzung  der segensreichsten aller Regierungsformen, der Demokratie, wie der Schulleiter des Bertha-von Suttner-Gymnasiums, Herr Lörz,  in seiner Eingangsrede und mit Hinblick auch auf die  besondere Rolle, die der politischen Bildung an bayerischen Gymnasien, besonders jedoch an einer UNESCO-Schule wie dem Suttner-Gymnasium zukommt, betonte.

Der erste Themenbereich (Innere Sicherheit und Flüchtlingskrise in Bayern) wurde mit dem Thema  Polizeiaufgabengesetz eröffnet. Herr Gehring von den Grünen kritisierte vor allem den schwammigen Begriff der drohenden Gefahr und die aufgehobene Trennung zwischen Polizei und Verfassungsschutz. Herr Pohl störte sich vor allem an der zu niedrigen Schwelle:  Bereits bei einer im Bierzelt angedrohten Watschen könnten nun Menschen in Haft genommen werden. Zudem sei das Gesetz vor allem schlampig und zu schnell eingebracht worden. Die CSU in Gestalt von Herrn Reichhart verteidigte das Gesetz als notwendig, damit die Polizei mit den technologischen Fortschritten gleichauf bleibe und die Sicherheit gewährleisten könne. Zwar fand dies dort fraktionsübergreifend Zustimmung, wo es um neue Rechte zum Lesen von z.B. Whatpsapps ging, doch wurde die drohende Gefahr und die unbegrenzt mögliche Haft meist als zu großer Eingriff verurteilt und Grüne und FDP gingen davon aus, dass ihre Klagen gegen das Gesetz dieses sowieso zu Fall bringen würden. Herr Mannes von der AfD, der das Gesetz ebenso ablehnte, bemängelte, dass bei aller guten Polizeiarbeit es meist die Richter seien, die zu geringe Strafen verhängten.

In der Flüchtlingsproblematik herrschte Konsens über eine notwendige Beschleunigung der Asylverfahren, die die CSU  in Zukunft in ihren Ankerzentren verwirklicht sieht. Herr Pohl bescheinigte der CSU hier aber zu lange Untätigkeit und Frau Merkel, dass ihr Satz „Wir schaffen das!“ nicht mit den europäischen Nachbarn abgesprochen war und diese zurecht empört reagierten. Herr Fürst von der SPD wies darauf hin, dass sowohl ein nationales Einwanderungsgesetz, als auch eine europäische Lösung dringend notwendig seien. Herr Gehring von den Grünen stimmte hier zu und betonte, dass Integration auch viel Arbeit bedeute, vor allem auch in der Gesellschaft und man sich aufeinander  zubewegen müsse. Viele Länder würden Geflüchtete auch nicht zurücknehmen und man müsse diese dann eben integrieren. Zudem sei es unmenschlich,  gut integrierte Menschen jahrelang in Unsicherheit leben zu lassen oder sie noch nach Jahren wieder abschieben zu wollen. Herr Mannes (AfD) zeigte hier Verständnis, gab jedoch zu bedenken, dass viele Immigranten über sichere Drittländer eingereist seien und abgeschoben werden könnten und sollten. Immigration solle nur geregelt und legal erfolgen.

Im zweiten Themenbereich, „Umwelt und Soziales“, wurde zunächst das Problem der Flächenversiegelung diskutiert. Herr Gehring beharrte auf dem Ziel eines täglichen Flächenverbrauchs  von 13 auf 5 Hektar zu verringern, z.B. auch durch Tiefgaragen oder Parkhäuser und mehrstöckige Bauweise, besonders auch bei Supermärkten. Hier sei Baden-Württemberg Vorreiter und Bayern müsse hinterher. Herr Pohl kritisierte hier, dass dies Wohnraum weiter verteuern und Kommunen die Entwicklungsmöglichkeiten genommen würden. Es müssten intelligentere Lösungen her. Hier stimmte auch Herr Reichart zu, der die Zahlen in Zweifel zog und anmerkte, dass auch Gärten oder Fußballfelder als versiegelte Flächen gelten würden. Herr Hecht von der FDP warf den Grünen einen zu großen Drang zur Gängelung und zum Zentralismus vor und schlug vor, die Kommunen selbst entscheiden zu lassen. Auch der Vertreter der AfD stellte sich gegen die Grünen, dies würde dazu führen, dass nur noch Reiche sich ein Eigenheim bauen könnten.

Somit wurde die Frage nach bezahlbarem Wohnraum gestellt, den Herr Fürst von der SPD mit massiven sozialen Wohnungsbau erreichen will und  die Mietpreisbremse als sinnvoll erachtet. Die Freien Wähler befürworten zwar auch sozialen Wohnungsbau, fordern neben privatwirtschaftlichen Anreizen aber ebenso Konzeptverfahren, in denen die Kommune Bauflächen nur an Investoren vergibt, die für einen gewissen Prozentsatz lediglich Wohnungen für moderate Mieten bauen dürften. Herr Gehring hob hervor, dass viele Wohnungen leer stünden oder reine Investitionsobjekte seien; dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Einig war man sich darin, dass die Brandschutz-und Energieauflagen das Bauen zu sehr verteuern würden und man hier Erleichterungen schaffen müsse. Herrn Mannes Einlassung, dass die Immigration auch zu der Verknappung von Wohnraum geführt hätte, wurde von Herrn Fürst zurückgewiesen, das Problem bestand schon vorher.

Die erste Frage zum Themenbereich „Jugendliche und ihre Lebenswelt“ beschäftigte sich direkt mit dem Einspieler zum neuen Gesetzesentwurf der Grünen bezüglich der Legalisierung von Cannabis. Insbesondere die möglichen Erleichterungen im medizinischen Bereich sowie die Verringerung der Kriminalität und unnötigen Kriminalisierung stellen für die Grünen und die FDP handfeste Gründe dar, sich für die Legalisierung von Cannabis auszusprechen. Die anderen Parteien waren sich nahezu einig, dass die Legalisierung für medizinische Zwecke mehr als gerechtfertigt werden könne, aber der Konsum von Cannabis im privaten Bereich große Gefahren mit sich bringt. Die CSU verwies jedoch deutlich auf die Schutzfunktion des Staates den Bürgern gegenüber, die SPD betonte, dass die Legalisierung  zu medizinischen Zwecken ebenso äußerst strikten Regeln unterliegen müsse.

Zum  Thema Wahlrecht ab 16 auf Landesebene schlug Bernhard Pohl (FW) vor, dies zunächst auf kommunaler Ebene zu testen und erst bei großer Nachfrage die Jugendlichen auf Landesebene tätig werden zu lassen.  Daniel Fürst (SPD), Thomas Gehring (Grüne) und Johannes Hecht(FDP) befürworteten die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 bei Landtagswahlen, wobei Daniel Fürst betonte, dass durchaus bereits bei 16-Jährigen eine politische Meinung vorhanden sei. Thomas Gehring möchte jedoch trotzdem die Förderung politischen Wissens durch Sozialkundeunterricht ab der 8. Klasse gewährleisten. Gerd Mannes (AfD) wies darauf hin, dass gleiche Rechte  eben auch gleiche Pflichten  bedeuten und sprach sich somit erst für eine Wahl ab 18 aus.

Die Frage bezüglich der Einführung eines günstigen bis kostenlosen Nahverkehrs für Schüler, Studenten und sozial Schwache befürwortete die SPD stark. Die Grünen setzten hierbei auf durchgehende Busverbindungsmöglichkeiten  und günstige Fahrscheine für alle Bürger. Dem entgegneten die Freien Wähler, dass günstige Tickets für alle einen hohen Kostenfaktor darstellen, betonten aber gleichzeitig, dass unbedingt auch bis in den ländlichen Bereich eine optimale Vernetzung geschaffen werden muss. Die CSU möchte das 1-Euro-Ticket einführen, während die AfD sich lediglich gegen kostenlose Fahrscheine ausspricht.

Wenig Einigkeit herrschte auch in der Bildungspolitik. Auf die Frage nach dem in anderen Bundesländern gängigen Modell, Schülerinnen und Schüler erst nach sechs Jahren Grundschule auf weiterführende Schulen aufzuteilen, positionierte sich der Vertreter der SPD sehr eindeutig positiv, wohingegen sich die FDP auf Altbewährtes berief, um „Experimente“ und ein damit einhergehendes Bildungschaos zu verhindern. Thomas Gehring wies warnend auf den Druck, der durch die frühe Selektion auf die Kinder ausgeübt werde, hin, während sowohl der Vertreter der Freien Wähler als auch der AfD sich wünschten, Schulinhalte in den Mittelpunkt der Diskussion zu rücken. Die kontroverse Forderung der AfD nach „islamfreien Schulen“ deutet deren Vertreter, Herr Mannes, als das Anliegen, an Schulen keinen islamischen Religionsunterricht anzubieten. Ausgehend von dieser Forderung entspann sich eine rege Diskussion der Volksvertreter über die Bedeutung verschiedener Kulturen im Zusammenleben innerhalb Deutschlands. Die Grünen und die SPD lehnen die Abschaffung des islamischen Religionsunterrichts vehement ab, da das Grundgesetz Religionsfreiheit und Gleichbehandlung fordere. Zudem würde der Islamunterricht unter staatlicher Schulaufsicht stattfinden und gerade dadurch Extremismus verhindern. Die Einflussnahme Erdogans über den islamischen Verband DITIb würde damit  verhindert statt wie von Herrn Mannes befürchtet gefördert werden.

Der Vertreter der FDP schlug den Ausbau des Ethikunterrichts vor, um mehr übereinander zu lernen, und verwies auf die wesentliche Rolle der Familie bei der Vermittlung von Informationen und Kompetenzen bezüglich der Integration. Deutliche Kritik an der Ablehnung des Vorschlags kam von Seiten der Grünen, die aufgrund der Religionsfreiheit „islamfreie Schulen“ ablehnen, und auch die Freien Wähler wiesen auf  die wesentliche Rolle von Toleranz in einer christlich geprägten Gesellschaft hin, insbesondere auch im Hinblick auf ein momentan häufig diskutiertes Verbot von Minaretten.

Dass die deutsche Staatsbürgerschaft durch eine Geburt in der Bundesrepublik Deutschland selbstverständlich gewährleistet sein solle, betonte  anschließend Daniel Fürst, dem  Gerd Mannes vehement widersprach, indem er von einem „Verschenken“ derselben warnte und alternativ auf das Abstammungsprinzip verwies.  Bernhard Pohl formulierte die Forderung nach einer Erleichterung der Einbürgerung in Deutschland und wandte sich deutlich gegen die Doppelstaatsangehörigkeit und zwar hauptsächlich wegen der juristischen Komplexität, die daraus erwachse.

Im letzten Teil der Podiumsdiskussion wurde diese für Schülerfragen aus dem Publikum geöffnet. So diskutierte man z.B.  „Warum für die FDP Problemlösung immer auf der kleinste Ebene stattfindet?“ und „Warum die AfD und andere Parteien bei der Flüchtlingskrise nicht die Ursachen, sondern nur die Folgen der Flucht bekämpfen?“ Schnell ging die Diskussion hier auf die Bundes- und Europaebene, womit offenbar wurde, wie komplex einige politische Probleme manchmal sind.

Einzelne Schüler setzten die Gespräche mit den Politikvertretern auch nach dem offiziellen Ende der Podiumsdiskussion noch engagiert in kleinerer Runde fort. Der Schulleiter des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, Mark Lörz, zeigte sich sehr zufrieden: Das sei doch ein guter Beleg dafür, dass es gelungen sei, sowohl die Kenntnisse als auch das Interesse der Oberstufenschüler am politischen Geschehen in Bayern zu fördern.

 

Anlässlich der Podiumsdiskussion am BvS wurden Kekse an die Kanditaten verteilt, um für ein besseres Miteinander zu werben.

Schülerin Kristina Urban verteilte Kekse mit Zutaten aus der ganzen Welt – weil es zusammen besser schmeckt – für ein besseres Miteinander.

Jeder Kandidat bekam einen leckeren Keks

 

Homestay 2018: US-Schüler zu Besuch am BvSG

 

Vom 12.-15. Juli waren wieder einmal insgesamt 35 SchülerInnen aus den USA zu Besuch in Neu-Ulm. Sie waren im Rahmen des People to People Programms zur Völkerverständigung für drei Wochen in Europa unterwegs und machten Halt bei uns für den sogenannten Homestay, d.h. sie blieben für drei Nächte bei Gastfamilien unserer Schule und des Lessing-Gymnasiums.

Die 12-18-jährigen US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner kamen nach der ersten Nacht in den Familien am Freitagmorgen erst einmal mit in die Schule. Nach einer Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Lörz, lernten sie das Schulhaus kennen und besuchten mit ihren deutschen Gastgeberkindern den Unterricht. Nicht wenige von ihnen sah man auch später unser Sommerfest genießen. Den Samstag verbrachten sie ganz bei den Familien und lernten Neu-Ulm und ihre Gastgeber bei bestem Wetter kennen.

Bei der (viel zu frühen) Abreise am Sonntagmorgen wurde trotz der kurzen gemeinsamen Zeit hier und da bereits eine Träne verdrückt – ein sicheres Zeichen für einen geglückten Aufenthalt und hoffentlich nachhaltige Kontakte in die USA. Bis nächstes Jahr!

Ingo Sand

 

Sagen Journalisten die Wahrheit?

 

Wie werden Nachrichten gemacht? Sagen Journalisten die Wahrheit? Was ist der Unterschied zwischen Nachrichten auf Facebook oder N-TV?

 

Fragen wie diese beantwortete Fabian Mader vom Bayerischen Rundfunk aus eigener Erfahrung als Redakteur beim Bayerischen Rundfunk. Gerade in Zeiten, in denen die Verlässlichkeit von Medienberichten oft in Frage gestellt wird – Stichwort Fake-News – war es für die Schüler der Klassen 9a und 9c interessant, die Prinzipien guter journalistischer Arbeit zu erfahren, z.B. dass kein Bericht raus geht, ohne dass eine zweite Person ihn geprüft hat (Vier-Augen-Prinzip), keine Meldung veröffentlicht wird, wenn es nicht mindestens zwei unabhängige Quellen dafür gibt, jeder Bericht auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen muss und die Informanten wie Persönlichkeitsrechte geschützt werden müssen. All diese Prinzipien finden ihre Anwendung dort, wo es Redaktionen gibt. Dies ist aber gerade bei social media, wie Facebook, nicht der Fall.

Erste Erfahrungen als Journalist durften unsere Schüler auch machen, nachdem Sie einen Fernsehreport von Fabian Mader gesehen hatten: Sie sollten den neunminütigen Beitrag in einer Überschrift und drei Sätzen zusammenfassen. Hier wurde schnell deutlich, wie schwer es ist das wesentliche knapp und präzise, aber auch objektiv auf den Punkt zu bringen.

Weitere Fragen, die unsere Schüler in der weiteren Diskussion interessierten, waren, welche Kriterien dafür ausschlaggebend sind, welche Nachrichten veröffentlicht werden und welche nicht. Sie lernten verschiedene Kriterien kennen, die – je nach Redaktion – anders waren und wurden auch sensibilisiert für das Wechselspiel zwischen Politik, Medien und der öffentlichen Aufmerksamkeit bzw. dem Geschäft Medien.

Ingo Sand

 

Exkursion der Klasse 10b zum Bayerischen Landtag

 

„Alles hat seinen Preis, so auch das Leben eines Politikers“, vergleicht Herbert Woerlein (SPD-Abgeordneter) seine Tätigkeit mit der Hilfe eines Krabat-Zitats.

 

Am Mittwoch, den 4. Juli 2018, fuhren wir, die Klasse 10 b, noch vor Schulbeginn mit dem Bus nach München. Nach einer ca. zweistündigen Busfahrt kamen wir am Bayerischen Landtag an.

Begonnen hat unsere Führung mit der Besichtigung des Plenarsaals, über den uns Frau Siebert allgemeine Informationen gab. In dem Plenarsaal sind Plätze für insgesamt 180 Abgeordnete der jeweiligen Fraktionen CSU, SPD, Freie Wähler und Die Grünen. Anschließend durften wir einen Ausschuss für kommunale Fragen besuchen, in dem über das aktuelle Problem der finanziellen Unterstützung von Ersthelfern diskutiert wurde. Nach diesem interessanten Einblick in die Arbeit am Landtag hatten wir noch die Möglichkeit, an drei Abgeordnete verschiedener Parteien politische, aber auch persönliche Fragen zu stellen. So konnten wir Fragen loswerden, die uns immer mal beschäftigt haben und uns besser vorstellen, wie der ungewöhnliche Alltag eines Politikers aussieht. Zunächst haben sich Frau Dr. Beate Merk (CSU) und Herr Herbert Woerlein (SPD) unseren Fragen gestellt und uns verraten, dass das Leben eines Politikers nicht so einfach ist, wie sich das manche vielleicht vorstellen. Zum einen kommt es durchaus vor, dass sie bis spät in die Nacht oder auch mal bis zum nächsten Morgen über Probleme im Plenum diskutieren müssen, um letztendlich zu einer Lösung zu gelangen. Außerdem ist es schwer, sich durchzusetzen, wenn man einmal nicht der Meinung der eigenen Fraktion ist. Nachdem sich die beiden Abgeordneten für uns Zeit genommen hatten, kam noch Christine Kamm (Die Grünen) vorbei und beantwortete unsere restlichen Fragen. Nach einem guten Mittagessen im Speisesaal des Landtags ging es zur finalen Führung. Dort erfuhren wir mehr über König Maximilian II., welcher das Gebäude eigentlich nicht für politische, sondern für Kunst- und Bildungszwecke errichten ließ. Dann mussten wir uns schon wieder auf den Rückweg machen und können auf einen schönen und informativen Besuch im Landtag zurückblicken. Dafür möchten wir uns noch beim Bayerischen Landtag, der uns den Besuch gesponsert hat, und bei unseren begleitenden Lehrkräften, Frau Liebl und Frau Neubauer, bedanken.

 

Nina Linder und Denise Vorberg, 10b

Am Freitag, 08.06.2018, fand am BvSG eine Veranstaltung für unsere Zehnten zum Thema „Wer löscht hier was bei Facebook?“ statt. Mit unseren Schüler*Innen sprachen Dr. Till Krause vom SZ Magazin und Johannes Uschalt von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind bei Facebook angemeldet und veröffentlichen dort jeden Tag Bilder, Texte und Videos. Darunter auch viel Hetze, Enthauptungsvideos und sexuelle Gewalt. Doch wer entscheidet eigentlich, was auf Facebook gezeigt werden darf? In Berlin arbeiten mehr als 600 Menschen in einem abgeschirmten Büro, die jeden Tag brutale Dinge von Facebook entfernen. Die Regeln, was gelöscht werden muss, ändern sich ständig und werden von der Firmenzentrale vorgegeben. Das Süddeutsche Zeitung Magazin hat mit vielen dieser Menschen gesprochen und auch Einblicke in die geheimen Regeln bekommen, die beispielsweise festlegen, dass Hinrichtungen gezeigt werden dürfen – nackte Haut oft aber nicht. In dem Gespräch mit unseren Schüler*Innen erzählt Dr. Till Krause von seiner Recherche und geht zudem auf Fragen zu den Recherchetechniken der etablierten Printmedien ein.

Dr. Till Krause, geboren 1980 in Nürnberg, ist Redakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin. Studium in Erlangen, München und als Fulbright Stipendiat in San Francisco. Absolvent der Deutschen Journalistenschule. Promotion am Graduate Centre for the Study of Culture der Universität Gießen. Schreibt über die Taktiken der Zigarettenindustrie, #insidefacebook, Überwachungsoftware, abgeschirmte Heroinlabore sowie über Wrestler, Plastikattrappen von Essen und erfolglose Boybands. Krause erhält 2018 den renommierten Wächterpreis für Investigativjournalismus.

Lang

Auch dieses Jahr verzauberte der britische Pädagoge und Geschichtenerzähler Jim Wingate die Schüler unserer 5. und 6. Klassen.

An zwei aufeinanderfolgenden Abenden tanzten, turnten und parodierten die Schüler und Schülerinnen unter dem Motto: Bärtha im Weltall – Wir sind abgehoben. Die SMV steuerte die Crew zielsicher durch die Vorstellung. Der Lehrersketch war wie immer ein Highlight.

Eine Exkursion auch in die eigene Familiengeschichte

Bericht über die Fahrt der neunten Klassen in die KZ-Gedenkstätte Dachau am 22.02.2018

Wie üblich fuhren dieses Jahr die Klassen der Jahrgangsstufe 9 in die KZ-Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau.

Der Ausflug begann frühmorgens. Nach der Busfahrt fing für jede Klasse eine separate Führung durch die Gedenkstätte an. Schon vor dem Eingang erteilten uns die Mitarbeiterinnen die ersten interessanten Informationen. Nachdem wir durch das berühmte Tor hineingelaufen waren, beeindruckte uns die Größe des Geländes. Vor uns lag der riesige Appellplatz, daneben das vollständig erhaltene Wirtschaftsgebäude, welches wir zuerst besichtigten. Drinnen erfuhren wir viel Interessantes über das Leben der Häftlinge, wobei die zahlreichen Fotos und Filme alles noch besser veranschaulichten. Der darauffolgende Besuch im Gefängnis bewegte die meisten von uns stark, genau wie die Besichtigung der Gaskammer und des Krematoriums. Die Rekonstruktionen der Wohnbaracken gaben uns nochmal eine bessere Vorstellung von den Lebensbedingungen im KZ. Schon das Sehen der Gebäude war beeindruckend, doch erst der Dokumentarfilm ließ uns die Grausamkeit des Ortes wirklich begreifen.

Für mich war es ein besonders aufregendes Erlebnis, da mein Großonkel Gefangener in Dachau war. Er war den ganzen Krieg lang auch in anderen Konzentrationslagern, überlebte aber und konnte nach Hause zurückkehren. Auch wenn ich ihn nicht persönlich kannte, wollte ich mehr über ihn erfahren. Die Mitarbeiter in dem Archiv haben sich gut darum gekümmert und kopierten mir u.a. seine Korrespondenz und seinen Ausweis. Vor der Rückfahrt saß die ganze Klasse in einem Seminarraum und wir tauschten uns über unsere Eindrücke aus. Die Exkursionsführerin fasste nochmal alles zusammen und es wurde betont, dass wir zwar nichts an der Geschichte ändern können, dafür aber für die Zukunft verantwortlich sind.

Maria Zolc, 9a

 

 

Beim Jugendforum der bayerischen UNESCOProjektschulen trafen sich vom 21. bis 23. Februar in Nürnberg Schülerinnen und Schüler verschiedender Schularten und Altersstufen.

Unsere Teilnehmerinnen am Jugendforum:

In Workshops wurden Themen der Agenda 2030 bearbeitet. Es ging z.B. um Architektur und Frieden, Gebärdensprache, Upcycling, Buchbinden, Inklusion im Sport und um Bienen und Insekten.

Einen wahren Vorlesemarathon konnte man bei der feierlichen Einweihung der Schulbibliothek erleben.

Fünf Stunden tolles Programm: In der stets voll besetzten neu gestalteten Bibliothek lauschten die Zuhörer Vorlesern wie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, dem stellvertretenden Landrat Roland Bürzle, Samy Wiltschek (Buchhandlung Jastram), Rainer Pompe (Radio 7), Alexander Rosenstock (stellvertretender Leiter der Stadtbibliothek Ulm), Schauspielern des Theaters Ulm, den ehemaligen Schulleiterinnen Karin Weisgräber und Jutta Gruber, ehemaligen und aktuellen Lehrkräften, Mitgliedern des Bibliotheksteams und des Elternbeirats und Schülerinnen. Für musikalische Unterhaltung sorgten Alexander Hospes (Klavier) und Daniel Kern (Klarinette).

 

 

 

Im Englischunterricht der Jahrgangsstufe 5 lernen die Schüler über ihre Freizeit zu sprechen und daraus enstand dieses kurze Video über die Freizeit eines Schülers. Vielen Dank an Dominykas Zaksauskas. Viel Spaß!

Redebeitrag unserer SchülerInnen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01.2018 in Neu-Ulm

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem 27.01., findet jedes Jahr eine Gedenkfeier der Stadt Neu-Ulm statt.

Neben Oberbürgermeister Gerald Noerenberg leisteten auch Jonathan Borst, Pauline Seidel, Adelina Denzel und Melanie Wolf, alle Q11, einen Beitrag zu aktiver Erinnerungskultur.

JONATHAN:

Bertha Max Betty Daniel Sofie Jakob Regina Alfred

Dies sind zwar nur wenig Namen der 20 Millionen Opfern, welche in 30.000 Arbeitslagern, 1150 Ghettos, 950 Konzentrationslagern und 1000 Kriegsgefangenenlagern während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft umkamen, doch trotzdem haben wir zu genau diesen eine besondere Beziehung. Sie waren oder viel mehr sind ein Teil der Geschichte der Stadt Neu-Ulm. Diese Bürgerinnen und Bürger waren Leute wie sie und ich und wurden aus unserer Mitte aus der Gesellschaft gerissen und zu Opfern des Rassenwahns und der Gleichmacherei der Volksgemeinschaft gemacht. Unter ihnen waren Juden, Sinti und Roma, sogenannte „Erbkranke“, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und rebellierende Jugendliche. Für die Nazis mit ihrem extremen Rassenwahn Grund genug diese Menschen aus der Mitte unseres Landes zu reißen, ihre Würde auf brutalste Weise nicht nur anzufassen, sondern auch mit Füßen zu treten, um sie ihnen schließlich ganz zu rauben.

Bei der Recherche nach den Schicksalen von Neu-Ulmer Opfern des NS-Regimes, bin ich jedoch auch auf mutige Männer und Frauen gestoßen, die geholfen haben. Da war der Anwalt Leopold Hirsch, der wieder und wieder Proteste gegen die Deportation eines Freundes einlegte, die Hausfrau Frieda Wutz, die selbst gehäkelte Wintersocken verschenkte oder andere Neu-Ulmer, die Juden kostenlos Wohnungen überließen.

Diese Taten mutiger Neu-Ulmer haben mich nachdenklich gemacht. Diese inspirierenden Menschen haben sich in einer grausamen Diktatur Gefahren ausgesetzt, um anderen Mitmenschen zu helfen. Wieso haben das eigentlich nicht mehr Menschen damals gemacht, besonders zu Zeiten, als der Terror noch nicht so ausgeprägt war?

PAULINE

P: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

A: Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

M: Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

P: Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

Dies ist ein selbstkritisches Zitat des evangelischen Theologen Martin Niemöller. Er hat zwar erst spät, aber dann doch Widerstand geleistet. Es zeigt, dass viele Mitbürger auch Leid erfahren mussten, da Menschen wie Sie und ich nicht eingeschritten sind, sondern geschwiegen haben. Es lehrt uns deutlich:

Wir dürfen nicht schweigen. Wir dürfen nicht vergessen. Wir sollten Parallelen erkennen zwischen dem, was damals passiert ist und dem, was heute geschieht. So wie die Minderheit der Juden damals als Sündenböcke für jedweden Missstand herhalten mussten, so werden auch heute noch oder sollte ich sagen wieder? – pauschal ganze Menschengruppen, allesamt Minderheiten, benutzt und zu Opfern gemacht. In Zeiten von AfD, Pegida und Terrorismus wird oft Flüchtlingen die Schuld für Arbeitslosigkeit und Verbrechen gegeben, wieder werden Minderheiten zu einer Projektionsfläche für Angst und Verunsicherung. Hassreden, fremdenfeindliche Übergriffe und Gewaltverbrechen sind die Folge.

ADELINA

Und dann liest man die Aussage des AfD-Politikers Björn Höcke: Zitat:

„Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als zu Franz Josef Strauß‘ Zeiten. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad.“

Was sagt er da? Er sagt entweder: „Seien wir stolz auf den Holocaust!“ oder er sagt: „Lasst uns den Holocaust vergessen!“. Sollten wir ihn vergessen? Der französische Philosoph Jean Baudrillard hat eine interessante Beobachtung zu diesem Vergessen gemacht: Ich zitiere: „Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst“. Beaudrillard fordert also dazu auf, dass wir uns mit dem Holocausts auseinanderzusetzen und uns an die Opfer zu erinnern. Ansonsten werden wir selbst Teil der Vernichtung. Eine Wende um180 Grad? Nein, nicht mit uns, Herr Höcke.

MELANIE

Allerdings dürfen wir nicht übersehen, dass es immerhin knapp sechs Millionen Menschen in Deutschland gibt, die bei der Bundestagswahl 2017 ihre Zweitstimme der AfD gaben, wodurch nun 94 Abgeordnete dieser Partei, die zumindest in Ansätzen rechtsextrem ist, in unserem Bundestag sitzen. In unseren europäischen Nachbarstaaten, wie beispielsweise Österreich und den Niederlanden erhalten ebenfalls immer mehr rechte Kräfte Einzug in das politische Leben. Das Bedürfnis ihrer Wähler nach starker Führung ist legitim. Ihre Bereitschaft, Minderheiten ihre Menschenwürde abzusprechen, ist es nicht. Nur allzu bereitwillig glauben sie den einfachen Antworten und legen die Axt an das Fundament unserer Gesellschaft, den Respekt vor der Menschenwürde. Es gilt, die Sorgen dieser Menschen ernst zu nehmen und Missstände abzustellen. Es gilt aber auch, sie zurück auf das Fundament unserer freiheitlichen Gesellschaft zu führen. Nicht zu schweigen, bei menschenverachtenden Witzen, hetzerischen Kommentaren oder verbreiteten Fake-News, sondern zu widersprechen, zu hinterfragen, zu streiten.

JONATHAN

Meine Damen und Herren,

Genau dafür haben wir uns heute versammelt. Wir möchten alle gemeinsam den Opfern der Tyrannenherrschaft des Nationalsozialismus gedenken, ihren Familien und Freunden unser tiefstes Mitleid aussprechen. Die Gräueltaten, die ihnen widerfahren sind, kann man damit in keinster Weise wieder gut machen. Jedoch schenken wir dadurch jedem, der in dieser Zeit gelitten hat unseren tiefsten Respekt. Und wir anerkennen unsere Aufgabe in der Gegenwart das Fundament für eine friedliche Zukunft zu sichern, in der nicht die gleichen, oder ähnlich furchtbare Fehler gemacht werden. Und so schließe ich diese Rede mit einem alten jüdischen Sprichwort:

„Wirklich tot sind nur jene, an die sich niemand mehr erinnert.“

Am 31. Januar wird von 14 bis 19 Uhr die neugestaltete Schulbibliothek eingeweiht. Es erwartet Sie ein unterhaltsames und vielseitiges Programm:

14.00 – 15.00 Uhr

Irem Kocak Vorlesekönigin 6a Sabine Bohlmann: Und plötzlich war Frau Honig da

Maja Fonferek Vorlesekönigin 6b Kathryn Littlewood: Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch

Anna Hüttner Vorlesekönigin 6c Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Vanessa Koch Vorlesekönigin 6d Paul Maar: Eine Woche voller Samstage

Brita Kirschner Lehrkraft Cheikh C Sow: Dürre

Uschi Kaltenbacher Bibliotheksteam Karin Kalisa: Sungs Laden

Theatergruppe der Unterstufe Performance

 

15.00 – 16.00 Uhr

Benedikt Paulun Theater Ulm Überraschung

Franziska Pößl Theater Ulm Überraschung

Dr. Heidi Heppner Bibliotheksteam Cornelia Funke: Herr der Diebe

Samy Wiltschek Bücherstube Jastram Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch

Alexander Hospes Q12 am Klavier Frederic Chopin: Fantaisie Impromptu

Alexander Rosenstock stellvertretender Leiter der Stadtbibliothek Ulm Überraschung

 

16.00 – 17.00 Uhr

Christian Schießl Stellvertretender Schulleiter Adalbert Stifter: Bunte Steine

Karin Weisgräber Schulleiterin a. D. Gedichte

Rainer Pompe Zentralredaktion Radio 7 Alexandra Reinwarth: Am Arsch vorbei führt auch ein Weg

Monika Steinmetzler-Schmid und Elisabeth Wiesner Lehrkräfte Loriot: Das Ei

Max Gomm Mitarbeiter der Schulleitung a. D. Jostein Gaarder: Sofies Welt

Barbara Zimmermann Lehrkraft a. D Hanns-Josef Ortheil: Lo und Lu. Roman eines Vaters

Dr. Nadja Schultheiß Elternbeirat Susan Abulhawa: Während die Welt schlief

 

17.00 – 18.00 Uhr

Daniel Kern 9a Klarinettenstücke

Grußworte:

Mark Lörz Schulleiter

Roland Bürzle Stellvertreter des Landrats

Prof. Dr. Christian Greiner Vorsitzender des Elternbeirats

 

18.00 – 19.00 Uhr

Roland Bürzle Stellvertreter des Landrats Richard Ambs und Anton Aubele: Geschichte im Landkreis Neu-Ulm

Gerold Noerenberg Oberbürgermeister der Stadt Neu-Ulm Jan Kowalsky: Als Schisser um die Welt: Die Geschichte von einem der mit musste

Jutta Gruber Schulleiterin a. D. Mark Twain: Die schreckliche deutsche Sprache

Cornelia Lechner Lehrkraft a. D. Otl Aicher: Innenseiten des Krieges

Mark Lörz Schulleiter Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

 

Am 13.12.17 fand das Weihnachtskonzert des BvSG in der voll besetzten katholischen Kirche in Pfuhl statt.

 

Lieder in Latein, Deutsch, Englisch und Zulu. Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur und Ehemalige. Klassisches und Pop. Besinnliches und Heiteres.

Einen abwechslungsreichen Abend erlebten die Zuhörer beim diesjährigen Weihnachtskonzert. Verschiedene Chöre, das Orchester, die Pop-Band, Solisten und ein Lehrer -Trio unterhielten ihr Publikum mit ergreifenden und mitreißenden Songs und Instrumentalstücken. Die von Schülerinnen eindrucksvoll vorgetragenen Texte stimmten fröhlich und nachdenklich.

„Wenn etwas mühelos erscheint, hat vorher jemand sehr viel Mühe investiert“, so Schulleiter Mark Lörz zu einem Konzert, das rundum gelungen war.

Nach den jüngsten Zeitungsmeldungen über das eher betrübliche Abschneiden deutscher Schüler der 4. Jahrgangsstufe bei der Lesekompetenz (Iglu 2016) waren die Deutsch-Lehrkräfte des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums gespannt, was sich in den zwei Jahren gymnasialer Bildung verändert hat, denn nun traten die Klassensiegerinnen der 6. Klassen an, um in zwei Runden die Schulsiegerin zu ermitteln. Schade, dass kein Junge vertreten war. Denn wir hatten große Hoffnung, dass die Jungen die seit Jahren ansteigende Präsenz bei Klassensiegern fortsetzten.

Die Juroren waren nach der ersten Leserunde angenehm überrascht über die Lesetechnik und Interpretation der selbst gewählten Texte aus Jugendbüchern, denn die Mädchen zeigten große Lesesicherheit wie auch eine der Situation angemessene Stimmmodulation. Die Beratung der Juroren ergab noch keinen Hinweis auf eine Siegerin, wie fast immer bei bekannten Texten. Also musste der unbekannte Text Klarheit schaffen, wer in der Lage war, sicher und sinnerfassend eine Situation zu gestalten, die den Zuhörern anschaulich und eindrucksvoll dargeboten werden sollte: eine Stelle aus dem Jugendbuch „Klassenspiel“ von Celia Rees. Und diese Aufgabe meisterte Anna Hüttner (6c), wenn auch nur knapp vor den anderen Mädchen Irem Kocak (6a), Maja Fonferek (6b) und Vanessa Koch (6d), am überzeugendsten.

Unser neuer Schulleiter Herr Mark Lörz nahm hocherfreut die Siegerehrung vor und verteilte die Urkunden sowie die Büchergutscheine, um die Leseleistung zu würdigen. Vor dem obligatorischen Siegerfoto erzählte er den anwesenden Schülern und Schülerinnen sein persönliches Erlebnis, wie er beim Lesen zu verbrannten Fingern kam, weil er sich als Junge bis spät in die Nacht nicht vom Buch trennen konnte.

Wir wünschen Anna viel Erfolg beim Kreisentscheid, der erst 2018 stattfindet.

Die Schüler der Klasse 10a haben im Rahmen des Projekts „Wir lesen intensiv“ mit der Südwest Presse Ulm die französischen Austauschschüler interviewt.

 

Zum 32. Mal waren französische Austauschschüler aus der Bretagne zu Besuch am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Pfuhl. Sie lernen seit 3 bzw. 5 Jahren Deutsch am Lycée Jean XXIII in Quintin und besuchten uns mit ihrem Deutschlehrer André Köhler. In einer gemeinsamen Projektstunde hatten wir Gelegenheit, die Schüler aus Frankreich zu interviewen.

Warum habt ihr Deutsch als Fremdsprache gewählt?

Meiner Schwester hat Deutsch sehr gut gefallen. Wir haben Verwandte in Deutschland. Deutsch bietet gute Voraussetzungen für die spätere Berufswahl.

Was ist schwierig an der deutschen Sprache und konntet ihr euch hier verbessern?

Schwierigkeiten bereiten die Artikel und die Deklination von Substantiven. Außerdem sprechen die Deutschen sehr schnell. Aber wir haben viel gelernt, weil man alleine in einer Familie ist und sich verständigen muss. Vor allem Wörter rund um die Mahlzeiten, wie z.B. Besteck, haben wir gelernt.

Was habt ihr in den 12 Tagen in Deutschland unternommen und was hat euch am besten gefallen?

Wir haben sehr viel gesehen: den Blautopf, Ulm und das Münster, Schloss Neuschwanstein, das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, München und das BMW-Museum, den Olympia-Turm, das Ritter-Sport-Museum, das Schulmuseum in Ichenhausen und das Steiff-Museum in Giengen.

Am besten hat uns gefallen: das Ulmer Münster, der Blick auf das verschneite Schloss Neuschwanstein und auf das Olympia-Stadion.

Wie findet ihr Ulm, bzw. deutsche Städte allgemein?

Ulm ist schön. Das Münster ist cool und es gibt viele kleine Straßen und Läden. Das ist super! Besonders hat uns auch das Fischerviertel gefallen.

Deutsche Städte sind sehr sauber, farbenfroh und schön geschmückt. In Frankreich gibt es keine Zigarettenautomaten und keine Zigarettenwerbung. In Deutschland findet man mehr Fußgängerzonen und weniger Autos und die Leute sind freundlicher. Aber es gibt auch dieselben Geschäfte, wie Pimkie.

Was sagt ihr zum deutschen Essen?

Das Essen in Deutschland war eine Umstellung. In Frankreich isst man zu anderen, festen Uhrzeiten und man isst keine Zwischenmahlzeiten. Hier essen alle bereits am Vormittag in der Pause. Sehr gut sind Brezen, Müsli und Maultaschen – das Lieblingsessen der Austauschschüler.

Wie hat es euch hier in der Schule gefallen und was ist anders am Schulsystem?

Das BvSG ist eine saubere und schöne Schule mit guter Atmosphäre. Alles ist sehr offen und hell. Die Schüler trennen hier den Müll. Die Lehrer sind sehr nett und die Distanz zwischen Schülern und Lehrern ist hier nicht so groß wie in Frankreich. Außerdem sind die Klassen am BvSG kleiner als bei uns.

Das französische und deutsche Schulsystem unterscheiden sich sehr: In Deutschland ist die Schule nicht so anstrengend, weil die Schüler nicht den ganzen Tag Unterricht haben. In Frankreich haben wir an allen Wochentagen außer Mittwoch von 8:15 – 16:45 Unterricht und müssen anschließend noch Hausaufgaben machen und lernen. Bei uns sind ca. 35 Kinder in einer Klasse. Die deutschen Schüler dürfen während des Unterrichts trinken.


Würdet ihr anderen Schülern empfehlen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen?

Ja! Der Austausch ist eine gute Hilfe, um die Sprache zu lernen und sehr interessant, weil man andere Verhaltensweisen kennenlernt. Wir würden die Teilnahme an einem Schüleraustausch jedem empfehlen!

Das Interview führten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a des BvSG Pfuhl.

Werke des P-Seminars Kunst waren vom 21. bis 23. Oktober in der Galerie auf der Insel in Thalfingen zu sehen.

 

Gute Kunst hat zwei Ebenen: Sie ist auf der oberflächlicheren Ebene ästhetisch anzusehen und sie hat auf tieferer Ebene einen authentischen Kern – sie entspringt einem inneren Bedürfnis des Künstlers, etwas zu kommunizieren.

Was und wie kommuniziert werden soll, variiert sehr stark:

  • Ein Werk kann seinen Ursprung im Künstler ganz direkt transportieren: Ein Gedanke, eine Fantasie, ein Gefühl, welche auf symbolische Weise für den Betrachter relativ eindeutig vermittelt werden.
  • Ein Werk kann aber auch versteckte Quellen haben, die in der Gefühls- Erfahrungs- oder Gedankenwelt des Künstlers liegen und die subtil den Materialisierungsprozess angestoßen haben, die sich aber manchmal weder dem Künstler, noch dem Betrachter eindeutig offenbaren. Das Werk ist durch den Entstehungsprozess Kaleidoskop-artig gebrochen und bleibt rätselhaft. Oft regt es so den Betrachter dazu an, unbewusst etwas von sich selbst in die Deutung hinein zu legen.

Wie eindeutig ein Werk seine Quelle übermittelt, ist kein Qualitätsmerkmal. Auch fühlt sich nicht jeder Betrachter von jedem Werk gleichermaßen angesprochen.

Wichtig ist nur der Kontakt des Künstlers mit seiner inneren Quelle. Dieser Kontakt kann bewusst oder unbewusst bestehen. Bei manchen Menschen besteht dieser Kontakt ohnehin, andere profitieren von Techniken, die sie aus dem Trubel der Welt herausführen, ihnen helfen, in ihrem Innern anzukommen.

Bei „Bilder aus dem Inneren schöpfen“ ging es darum, den suchenden, den nachspürenden Aspekt des Schöpfungsprozesses zu betonen. Es profitieren Kunstwerk – welches an Tiefe gewinnt – und Künstler/in, denn der schöpferische Prozess tut gut und es können dabei wertvolle Einsichten gewonnen werden.

Welch wertvolle Kunstwerke dabei entstanden sind, konnte man vom 21.-23. Oktober 2017 in der Galerie auf der Insel in Thalfingen bewundern. Zum Auftakt gab es eine fulminante Vernissage mit Livemusik von Alexander Hospes und Tanzeinlagen.

Lore Kindermann

In seinem Vortrag für die Eltern der 5. Klassen am 11.10.2017 gab der Diplompsychologe Helmut Schmidt, ehemaliger Leiter der Erziehungsberatungsstelle Neu-Ulm, den Eltern Tipps zur erfolgreichen Eingewöhnung ihrer Kinder am Gymnasium.

Vieles ist neu für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe: Lehrer, Umgebung, Schulfächer und die soziale Situation in der Klasse.

Die Eltern sollten laut Helmut Schmidt deshalb zu Beginn des Schuljahres besonders genau hinhören und an den Erlebnissen ihrer Kinder teilhaben, um zu erkennen, ob diese mit den neuen Anforderungen gut zurecht kommen. Dazu gehört auch, Ansprechpartner bei den Hausaufgaben und der Prüfungsvorbereitung zu sein, ohne jedoch zu viel Kontrolle auszuüben.

Grundsätzlich sollten Schüler zu Selbstständigkeit und Selbstmanagement bei den Hausaufgaben angeleitet werden, damit sie Selbstvertrauen entwickeln. Hier empfiehlt der Psychologe, dass die Schüler ihre Hausaufgaben nicht in der Nähe ihrer Eltern machen, da die Versuchung, sich schnell Hilfe zu holen, zu groß sei. Auch Rituale helfen beim Erledigen der Hausaufgaben: feste Arbeitszeiten, ausreichend Entspannung und Pausen und die genaue Planung der Reihenfolge.

Bei Problemen mit der Menge oder den Anforderungen der Hausaufgaben sei es wichtig, den Lehrkräften sofort Rückmeldung zu geben um Konflikte zu vermeiden.

 

Zum Schuljahr 2017/18 fand die Schülersprecherwahl in einem neuen Rahmen statt. Nach einer kurzen Einführungsrede des Schulleiters, Herrn Lörz, in der die Aufgaben und vor allem Rechte der Schülersprecher und der SMV dargelegt wurden, stellten sich die sieben Kandidaten aus den Jahrgangsstufen 9-12 der gesamten Schülerschaft in Form einer kurzen Rede vor. Anschließend füllten die Schüler die Wahlzettel vor Ort aus und warfen sie in die vorgesehenen Wahlurnen.

Gewählt wurden:

Montasar Götz, 9c, Sophia Ihle, Q12 und Katharina Löffler, Q12
Nach dem Ausscheiden der Q12er rücken Mira Vögel, Klasse 10 und Kristina Urban, Q11 nach.

Wir wünschen den neuen Schülersprechern viel Erfolg und gutes Gelingen!

Die Wahlhelfer
In der Wahlkabine
Bei der Stimmabgabe

Die Juniorwahl 2017 am Bertha-von-Suttner-Gymnasium

Die Wahl zum 19. Bundestag am 24.09.2017 steht kurz bevor und ist auch für viele noch nicht wahlberechtigte Schüler ein wichtiges Thema: Der Lehrplan des für die Zehntklässler neuen Faches Sozialkunde , welches sich zu großen Teilen mit Politik befasst, umfasst in diesem Schuljahr u. A. (Bundestags-) Wahlen, sodass dieser Themenbereich zu dem alljährlichen Methodentrainingstag am 15.09. vorgezogen wurde.

Vorab erhielten die Schüler/innen die Hausaufgabe, den Wahl-o-mat zu „befragen“, um sich schon einmal über Parteien und ihre Wahlprogramme zu informieren und ihre politische Orientierung auszuloten. Im Unterricht selbst wurde zuerst die momentane Sitzverteilung im Bundestag grafisch analysiert, bevor sich die Schüler/innen mithilfe von Arbeitsblättern das Wahlsystem mit Bedeutung der Erst-und Zweitstimme selbst erarbeiteten. Zusätzlich wurden Zitate zur Demokratie im Allgemeinen und der Zusammensetzung und den Aufgaben des deutschen Bundestages im Speziellen besprochen.

Praktisch angewandt werden konnte das erworbene Wissen bei der Juniorwahl, die beinahe analog zu einer echten Wahl ablief und bei der alle Schüler/innen der 10. und 12. Jahrgangsstufe aktuelle Kandidaten und Parteien wählen konnten. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum diskutiert. Die komplexen Informationen und Hintergründe der Bundestagswahl wurden von der Fachschaft Sozialkunde souverän und spannend vermittelt und es konnte sicherlich bei einigen Schüler/innen politisches Interesse geweckt werden. – Antonia Hunnius

Hier ist das interessante Ergebnis:

Gewinner der Wahl war die CSU, eindeutiger Verlierer die SPD. Grüne und auch AfD erreichten relativ hohe Ergebnisse. Die Wahlbeteiligung lag bei 86,77%, was zunächst hoch erscheint, im Lichte der Umstände wie Anwesenheit, Aufforderung mitzumachen und „Herdentrieb“ jedoch gar nicht so hoch ist. Auch die Ergebnisse werfen vielerlei Fragen auf, denen interessant sein wird, nachzugehen.

 

 

Im Juli nutzten Schüler den SMV Tag um im Landratsamt viel über Kommunalpolitik und die kommunale Verwaltung zu lernen.

Schüler im Chefsessel – Kommunalpolitik – konkret!

 

25 interessierte Schülerinnen und Schüler nahmen am SMV-Tag am Workshop der Fachschaft Sozialkunde teil, der sie diesmal ins Landratsamt führte. Der Weg zur „Kupferburg“ wurde zu Fuß zurückgelegt, um dann im großen Sitzungssaal den Landkreis und seine Aufgaben präsentiert zu bekommen. Den Besuch leitete die Museumspädagogin, Frau Moser, die von einigen Mitarbeitern im Landratsamt unterstützt wurde. Auch der Landrat, Herr Freudenberger – ein ehemaliger Kollege am Bertha-von-Suttner-Gymnasium – nahm sich die Zeit, und gab den Schülern mithilfe von Geschichtsbuch, Bauhelm und Warnweste Einblicke in die Aufgaben des Landkreises, von der Ausstattung der Schulen über die Abfallbeseitigung bis zu den Krankenhäusern und der Unterbringung von Flüchtlingen. Im Büro des Landrats durfte ein Schüler den „Chefsessel“ einnehmen und Herr Freudenberger schilderte seinen Tagesablauf. Dann jedoch rief ihn bereits ein Interview-Termin zum sogenannten „Nuxit“ und schon ging es weiter, um in Kleingruppen von verschiedenen Mitarbeitern in deren Büros Ihre Aufgabengebiete vorgestellt zu bekommen. Zurück im Sitzungssaal gaben die Berichterstatter der Gruppen dann Aufschluss über das, was sie erfahren hatten und so wurde dieser Besuch zu einem gelungenen und persönlichen Einblick in die Kommunalpolitik und ihre alltäglichen – und oft vergessenen – Leistungen. Vielen Dank an das Landratsamt für diese tolle Möglichkeit, Einblick in Verwaltung und Kommunalpolitik zu bekommen.