Allgemein

Die Fachschaft Physik durfte am Freitag, den 10.7., einen besonderen Gast an unserem Gymnasium begrüßen: Erik Brücken, ein ehemaliger Schüler des Abiturjahrgangs 1994, heute Dozent an der Universität Helsinki. In seinem lebendigen und anschaulichen Vortrag nahm er unsere Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise in die Spitzenforschung der Teilchenphysik – dorthin, wo Detektoren Signale einfangen, die uns Einblicke in die frühesten Momente nach dem Urknall geben.

Herr Brücken entwickelt Detektoren, unter anderem für Experimente am CERN. Solche Messinstrumente machen das Unsichtbare sichtbar: Sie registrieren Spuren extrem kurzlebiger Teilchen, wie sie in den ersten Augenblicken des Universums existierten. Am Beispiel des CMS-Experiments (Compact Muon Solenoid) erläuterte er den Aufbau eines der großen Detektorsysteme am CERN. Schicht für Schicht – vom Silizium-Tracker über Kalorimeter bis hin zum Myon-System – wird hier die Energie und Flugbahn der Teilchen erfasst. So entsteht ein detailliertes Bild der Prozesse, die in Hochenergie-Kollisionen ablaufen.

Ein prägnantes Zitat blieb vielen im Gedächtnis: „Vieles in der Physik kann man nicht verstehen, sondern nur berechnen. Damit müssen wir uns zufriedengeben – bis wir es nachweisen können.“ Der Schlüssel zum Nachweis sind Detektoren.

Besonders begeisterte das live demonstrierte Experiment zur Detektion radioaktiver Strahlung mithilfe einer Bierdose – in seiner Funktionsweise einem Geiger-Müller-Zählrohr ähnlich. Warum ausgerechnet eine Bierdose? Ihr industriell gefertigter Aufbau mit konstanter Wandstärke und hohen Qualitätsstandards sorgt für reproduzierbare Ergebnisse; zugleich ist sie robust und kostengünstig. So wird aus Alltagsmaterial ein ernstzunehmendes Messgerät für den Unterricht und Schülerforschung.

Im Anschluss zeigte der Referent, wie aus den Messdaten ein Spektrum gewonnen wird. Die Analyse dieses Spektrums wirkt wie ein „Fingerabdruck“ der verwendeten radioaktiven Quelle: Verschiedene Isotope hinterlassen charakteristische Linien, aus denen sich Rückschlüsse auf ihre Identität und Strahlungsart ziehen lassen.

Der Vortrag machte deutlich, dass Detektortechnik nicht nur die Grundlagenforschung voranbringt, sondern unseren Alltag prägt:

  • Medizintechnik: In der Computertomografie (CT) wandeln Detektoren Röntgenstrahlung in Bildinformationen um – die physikalischen Prinzipien stammen direkt aus der Teilchen- und Detektorentwicklung.
  • Handykameras: Moderne Bildsensoren basieren auf Halbleitern, die einzelne Photonen registrieren – ein Verwandter der Detektoren in der Forschung.
  • Nukleartechnik: Präzise Messsysteme dienen etwa der Vermessung von Brennstäben und der Überwachung von Strahlungsquellen.

Moscheebesuch in Straß

Am Donnerstag, den 02.07.2026, machten sich alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe auf den Weg zur Moschee in Straß. Der Besuch bot die Gelegenheit, den Islam nicht nur im Unterricht kennenzulernen, sondern auch direkt vor Ort zu erleben. Dabei erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in den islamischen Glauben, die Bedeutung der Moschee sowie die Gebets- und Glaubenspraxis.

Im anschließenden Gespräch konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen, die offen und ausführlich beantwortet wurden. Der persönliche Austausch trug dazu bei, Vorurteile abzubauen, Gemeinsamkeiten der Religionen zu entdecken und das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Der Moscheebesuch knüpfte unmittelbar an die Unterrichtsinhalte an, denn das Thema Islam ist in der 7. Jahrgangsstufe sowohl im katholischen und evangelischen Religionsunterricht als auch im Fach Ethik fest im Lehrplan verankert. So wurde das im Unterricht erworbene Wissen durch eine eindrucksvolle Begegnung mit Leben gefüllt.

Der erste G9-Abitur-Jahrgang wird feierlich verabschiedet 

Mit festlichen Klängen der Trompete eröffnete Abiturient Tamas Weisz die diesjährige Abiturzeugnisverleihung, die am 26.06.2026 in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm stattfand, bevor das Bläser-Ensemble unter der Leitung von Herrn Weiss den musikalischen Rahmen für eine Feier schuf, die ganz im Zeichen von Abschied, Dankbarkeit und neuen Perspektiven stand. 

Zu Beginn begrüßte die Oberstufenkoordinatorin Frau Möbus die zahlreichen Gäste und nutzte die Gelegenheit, all jenen zu danken, die zum Gelingen des Abiturs und der Feier beigetragen hatten.  

Nach einem weiteren musikalischen Beitrag des Bläser-Ensembles richtete der Vorsitzende des Elternbeirats, Herr Walz, das Wort an die Absolventinnen und Absolventen. Er bezeichnete den Tag als einen Moment voller Freude, Stolz und Erleichterung: Ein Ziel sei erreicht, gleichzeitig ende ein Lebensabschnitt, der viele Jahre selbstverständlich gewesen sei. Dabei machte er den jungen Erwachsenen Mut, den eigenen Weg auch dann zu gehen, wenn dieser noch nicht klar vor ihnen liege. Orientierungslosigkeit gehöre zum Erwachsenwerden dazu – die wenigsten hätten ihren Lebensweg bereits vollständig geplant, und häufig komme ohnehin alles anders als gedacht. Gerade in einer Zeit, die von sozialen Medien, Künstlicher Intelligenz, politischen Krisen und globalen Herausforderungen geprägt sei, brauche die Welt Menschen, die kritisch hinterfragen, Haltung zeigen und bereit seien, aus Fehlern zu lernen. Mit seinem Dank an Lehrkräfte, Eltern und Familien schloss er seine Rede mit dem Wunsch nach Mut, Neugier, Gelassenheit und einem Leben, das Sinn stiftet. 

Auch die Schulleiterin Sabine von Appen sprach über Verantwortung – allerdings in einer besonderen Doppelrolle. Als Mutter eines Abiturienten hatte sie sich in allen das Abitur betreffenden Entscheidungen vertreten lassen und konnte den Tag somit nicht nur als Schulleiterin, sondern auch als Elternteil erleben. Sie erinnerte daran, dass Eltern und Lehrkräfte stets versucht hätten, das Beste für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen – auch wenn dies nicht immer unmittelbar so wahrgenommen werde. Nun seien die Absolventinnen und Absolventen erwachsen und frei, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Freiheit bedeute jedoch immer auch Verantwortung und finde dort ihre Grenzen, wo sie die Freiheit anderer berühre. Mit Blick auf modernen Unterricht warb sie dafür, Generalisierungen und Polarisierungen zu hinterfragen und differenziert zu denken. Besonders hob sie den außergewöhnlichen sozialen Zusammenhalt des Jahrgangs hervor. Das Show Café habe eindrucksvoll Lebensfreude und Verantwortungsbewusstsein gezeigt, ebenso die Mottowoche, in der der Jahrgang bewiesen habe, dass Regeln und Gemeinschaft kein Widerspruch seien und niemand ausgegrenzt werde. Abschließend gab sie die Verantwortung für den Jahrgang symbolisch ab und ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, weniger angepasst zu sein, den Mut zum eigenständigen Denken zu bewahren und sich jene Lehrkräfte zum Vorbild zu nehmen, die ihnen genau dieses Denken vermittelt hätten. Intelligenz, Stärke und Empathie seien die Eigenschaften, die unsere Gesellschaft heute besonders brauche. 

Nach dem Auftritt der Low-Budget-Band mit Teenage Dirtbag blickten die beiden Jahrgangsstufensprecher auf ihre gemeinsame Schulzeit zurück. 

Simon Wiesenmaier beschrieb das Ende der Schulzeit als Abschluss eines Lebensabschnitts, der einerseits unendlich lang erschienen sei und gleichzeitig viel zu schnell vergangen sei. Besonders die vergangenen beiden Jahre hätten den Jahrgang eng zusammengeschweißt – beim Lernen, Feiern, Diskutieren und Lachen. Er zeigte sich stolz und dankbar, Teil dieser „legendären Truppe“ gewesen zu sein, und dankte Lehrkräften, Eltern und Familien für ihre stetige Unterstützung, gerade in Momenten des Zweifelns. Abschließend stellte er fest: Früher habe man die Schule verlassen dürfen – heute müsse man sie wirklich verlassen. Während die Schule gelehrt habe, die richtigen Antworten zu finden, beginne nun die eigentliche Aufgabe: die richtigen Fragen zu stellen. 

Emilia Schroeder griff den Gedanken auf, dass nicht das Ziel allein zähle, sondern der gemeinsam zurückgelegte Weg. Rückblickend seien es nicht Klausuren oder Noten, die in Erinnerung blieben, sondern die vielen kleinen Momente des Schulalltags – Gespräche in den Pausen oder gemeinsames Karaoke mit über 60 Mitschülerinnen und Mitschülern. Sie dankte allen Eltern für Geduld, Verständnis und den Rückhalt während der Schulzeit. Aus ihrer Perspektive als Schülersprecherin richtete sie ihren Dank zudem ausdrücklich an die Schulleitung für die oft unsichtbare Arbeit hinter den Kulissen. Vieles sehe man als Schülerschaft nur im Ergebnis, nicht aber den organisatorischen Aufwand, der dahinterstehe. Zum Abschluss zeigte sie sich überzeugt, dass der Jahrgang auch künftig verbunden bleiben werde – selbst wenn man sich nicht mehr regelmäßig sehe. 

Mit Party in the USA sorgte die Band anschließend noch einmal für ausgelassene Stimmung, bevor die Oberstufenkoordinatorin Schülerinnen und Schüler ehrte, die sich über viele Jahre hinweg in besonderer Weise für das Schulleben engagiert hatten. Ausgezeichnet wurden Mitglieder des Sanitätsdienstes, des Technik-Teams, des Vokal-Ensembles, des Chors, der Band, der Digitalen Helden sowie der SMV. Die jeweiligen AG-Leiterinnen und AG-Leiter fanden dabei sehr persönliche und emotionale Worte. Besonders bewegend war der Dank der Verbindungslehrkräfte an die Schülersprecher und SMV-Mitglieder mit den Worten: „Ihr hinterlasst riesige Fußstapfen.“ Auch die Jahrgangsstufensprecher und ihre Stellvertretung wurden für ihren außergewöhnlichen Einsatz – unter anderem bei der Organisation der Studienfahrt – besonders gewürdigt. 

Im Anschluss standen die schulischen Leistungen im Mittelpunkt. Alle Absolventinnen und Absolventen mit einem Abiturdurchschnitt von 1,6 oder besser erhielten ein e-fellows.net-Online-Stipendium. Der Vorsitzende des Fördervereins, Herr Mayer, zeichnete darüber hinaus besondere Leistungen aus und würdigte zugleich den starken Gesamtdurchschnitt des Jahrgangs von 2,03. Gleich vier Absolventinnen erreichten die Traumnote 1,0: Helena Auer, Annabella Faul, Svenja Margraf und Jovana Stoimenov. Gleichzeitig betonte Herr Mayer, dass alle Absolventinnen und Absolventen stolz auf ihre Leistung sein könnten. 

Weitere Auszeichnungen folgten für besondere fachliche Erfolge: Der Weisgräber-Preis wurde für das beste Deutsch-Abitur verliehen, der Käpsele-Preis – gestiftet von BS Software Development – würdigte herausragende Leistungen im Mathematik-Abitur, in dem beeindruckende sieben Schülerinnen und Schüler die Höchstpunktzahl von 15 Punkten erreichten. Darüber hinaus ehrten die jeweiligen Kursleiterinnen und Kursleiter die besten Absolventinnen und Absolventen der Leistungsfächer Physik, Sport, Wirtschaft und Recht, Englisch, Biologie und Kunst. 

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete schließlich die feierliche Überreichung der Abiturzeugnisse. Stolze Siegesposen und strahlende Gesichter zeugten dabei von der enormen Freude der Absolventinnen und Absolventen über das Erreichte. 

Nach einem letzten musikalischen Beitrag der Band endete die Veranstaltung in festlicher Atmosphäre, bevor Schülerinnen und Schüler, Familien, Lehrkräfte und Gäste die Feier bei einem gemeinsamen Buffet und vielen persönlichen Gesprächen ausklingen ließen. 

Mit dem Abitur endet für den Abitur-Jahrgang 2026 die Schulzeit – nicht jedoch das Lernen. Die Feier machte deutlich, dass die Schule ihren Absolventinnen und Absolventen weit mehr mitgegeben hat als Zeugnisse und Noten: Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu leben und den Mut zu haben, den eigenen Weg zu finden. 

politische Bildungsfahrt der elften Jahrgangsstufe nach Berlin 

Am Morgen des 23.02.2026 trafen wir Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe uns gemeinsam mit unseren Begleitlehrkräften Frau Birimisa, Herrn Jehle, Frau Müller und Herrn Tretter am Neu-Ulmer Hauptbahnhof, um unsere gemeinsame Klassenfahrt nach Berlin anzutreten. Nach einigen Zugverspätungen erreichten wir am Abend die Hauptstadt und bezogen unsere Jugendherberge in Wannsee.

In den folgenden Tagen erkundeten wir Berlin bei interessanten Stadtführungen und besuchten zahlreiche bekannte Orte wie den Reichstag, das Brandenburger Tor, den Checkpoint Charlie sowie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Besonders eindrucksvoll waren außerdem die Führung entlang der Berliner Mauer und der Besuch des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung, bei denen wir viele bewegende Geschichten hörten. 

Neben den kulturellen und historischen Programmpunkten blieb auch genügend Zeit, die Stadt selbstständig zu entdecken und gemeinsam essen zu gehen. Weitere Stationen unserer Reise waren das Futurium sowie der Aufenthalt im Deutschen Reichstagsgebäude mit dem Besuch einer Debatte auf der Besuchertribüne, einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Alexander Engelhard und dem abschließenden Besuch der Reichstagskuppel bei Nacht als Highlight. 

Am Freitag traten wir schließlich die Rückreise nach Neu-Ulm an und kamen mit vielen neuen Eindrücken und Fotos wieder zuhause an. 

Die Klassenfahrt nach Berlin war für uns alle eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir konnten spannende Einblicke in die deutsche Geschichte, Politik und Kultur gewinnen und gleichzeitig unser Gemeinschaftsgefühl stärken. Ganz im Sinne der UNESCO-Werte wie Toleranz, Demokratie, Erinnerungskultur und gegenseitigem Verständnis konnten wir viele wichtige Erlebnisse und Erkenntnisse sammeln, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben werden. 

Aaron Rabus, 11b 

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium macht wieder mit beim STADTRADELN. Unser Ziel sind viele Mitradelnde, ganz viele Kilometer und noch mehr Spaß. Zudem wollen wir ein Zeichen setzen, dass man nicht immer ein Auto braucht, um sich fortzubewegen. Jede Schülerin, jeder Schüler, alle Lehrkräfte, die Sekretärinnen und die ganze Familie können und sollen strampeln, was das Zeug hält. Gesammelt wird in jeder Klasse, die jeweils ein Unterteam im BvSG-Team beim Stadtradeln der Stadt Neu-Ulm bildet. Eine Anleitung, wie die Registrierung funktioniert, findet sich hier. Der Aktionszeitraum in diesem Jahr sind die drei Wochen nach Pfingsten, vom 7.6. bis zum 27.6.

Die Kilometer können über die Stadtradeln-App (→ https://www.stadtradeln.de/app), einen Kilometerzähler oder einen Routenplaner erfasst werden. Die „Captains“ jedes Teams (oder jede einzelne Person) tragen sie dann im Internet beim Klassenteam ein. Infos zum Eintragen ebenfalls hier.

Wer wird die radelfreudigste Klasse? Erradeln wir wieder die meisten Kilometer aller Gruppen in der Stadt? Wie viele Erdumrundungen kommen zusammen? Welche Schule in Stadt und Land ist uns ebenbürtig?

Auf, auf zum fröhlichen Radeln

Axel Schaz

Bleibende Eindrücke von der Romfahrt der Zehntklässler vom 12.-18.04.2026

Auch in diesem Jahr besuchten die Lateinlerner der 10. Klassen wieder die „Ewige Stadt“ – bei unterschiedlichem Wetter reihte sich ein Highlight an das nächste.

Am Sonntag am Ende der Osterferien hieß es Kofferpacken und um 20 Uhr fuhr der Reisebus aus dem Schulparkplatz Richtung Rom. Nach 11 Stunden kamen wir endlich an und erreichten nach einem anstrengenden Fußmarsch mit unserem Gepäck durch das Stadtviertel Esquilin unser Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause und der Kofferabgabe ging es gleich los auf Erkundungstour: Viele staunten über die prunkvolle Architektur der Kirchen und welche Schätze sich hinter oft unscheinbaren Mauern verbergen: So etwa eine Mosesstatue von Michelangelo und Reliquien der Apostel Petrus und Paulus. Besonders schön war die Kirche St. Paul vor den Mauern, eine der vier Papstbasiliken. Um wieder zu Kräften zu kommen, besuchten wir abends das langjährige Stammlokal Elettra gleich um die Ecke und ließen den Tag mit typisch italienischer Pizza und Pasta gemeinsam ausklingen.

Am Dienstag folgte ein echtes Highlight. Wir fuhren mit der Metro zum Kolosseum, um dieses und das angrenzende Forum Romanum zu besichtigen. Zuerst waren wir auf dem Forum, welches größer war als gedacht. Trotz dieser Tatsache war es erstaunlich zu sehen, wie dicht aneinander die Tempel, Basiliken und Paläste einst gebaut worden waren. Nach einem Gang über die Via Sacra machten wir uns auf zum Kolosseum, wo einst die Gladiatorenspiele und Tierhetzen stattfanden. Es war völlig unvorstellbar, mit welchem technischen Know-How die Römer so ein gigantisches Bauwerk vor 2000 Jahren mit purer Muskelkraft errichteten. Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns dann noch auf für einen abendlichen Rundgang durch das Stadtinnere vorbei am Trevi Brunnen und der Spanischen Treppe. An blumenbehangenen Eisdielen und leckerem Tiramisu führte kein Weg vorbei.

Am Mittwoch erklommen wir gleich morgens den Kapitolhügel, der von Michelangelo gestaltet ist, um den besten Blick aufs Forum zu bekommen und die kapitolinischen Museen mit sagenhaften Kunstschätzen, Büsten und Statuen sowie Tempelüberresten zu sehen. Neu war für uns auch, dass die Wölfin (Lupa Capitolina) in der Geschichte der Brüder Romulus und Remus symbolisch für die „Lupa“ (lat. Prostituierte, aber auch Wölfin), die Ziehmutter der beiden, steht. Unser Nachmittagsprogramm führte uns zurück in die Innenstadt, vorbei am Regierungsviertel auf der Piazza Colonna durch malerische Gässchen bis hin zum Pantheon, dem Highlight des Tages. Der größte, am besten erhaltene, über 2000 Jahre alte Tempel mit dem großen Loch in der Kuppel beeindruckte uns alle. Dieses imposante Bauwerk wurde ohne Stahlvorrichtungen und nur mit speziellem römischem Zement errichtet. Doch unsere Begeisterung wurde leider durch einen aufkommenden starken Regen getrübt. Da half auch eine kleine Stärkung mit italienischem Kaffee und leckeren Köstlichkeiten auf der Piazza Navona nichts.

Der Donnerstag war ein Tag, auf den sich viele besonders gefreut hatten – unser Besuch im Vatikan stand an. Deshalb machten wir uns bereits früh morgens auf den Weg, sodass wir gegen 9 Uhr am Petersplatz ankamen. Dieser beeindruckte uns sofort durch seine enorme Größe und seine besondere Gestaltung mit Kolonnaden, Heiligen und Aposteln von Bernini. Als ersten Programmpunkt bestiegen wir die Kuppel des Petersdoms. Insgesamt 551 Stufen führen nach oben. Der Aufstieg war anstrengend, wurde jedoch mit einem beeindruckenden Ausblick über Rom belohnt. Von oben konnten wir nicht nur den Petersplatz in seiner ganzen Form erkennen, sondern auch weitere Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum entdecken. Anschließend besichtigten wir den Petersdom von innen. Er ist eine der größten Kirchen der Welt und das Zentrum der katholischen Kirche. Besonders beeindruckend war vor allem die aufwendige Gestaltung im Inneren. Zu den bekanntesten Kunstwerken gehören die „Pietà“ von Michelangelo sowie der Hauptaltar, der sich direkt über dem Grab des Apostels Petrus befinden soll. Vorbei an einigen bekannten Papstgräbern gelangten wir wieder zurück auf den mittlerweile gut besuchten Petersplatz. Nach einem Mittagsessen hatten wir leider kein Glück beim Anstehen für die Vatikanischen Museen. Weil der Besucherandrang ungleich höher war als in den letzten Jahren, konnten wir leider keinen Blick in die Sixtinische Kapelle werfen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben – wir kommen wieder, zumindest wenn wir eine Münze in den Trevi Brunnen werfen, wie ein Aberglaube besagt. Abends ließen wir den Tag beim Pizzaessen in Trastevere, in einem belebten Szenestadtteil ausklingen mit anschließenden Nachtspaziergang zurück ins Hotel durch ungewohnt menschenleere, aber stimmungsvoll beleuchtete Straßenecken.

Unser letzter Tag startete mit der Besichtigung der Santa Maria Maggiore, der dritten Papstbasilika. Die Kirche zählt zu den bedeutendsten Marienkirchen der Welt und beeindruckte uns besonders durch ihre prächtige Innenausstattung. Darin befindet sich nicht nur eine wertvolle Reliquie, die mit der Geburt Christi in Verbindung gebracht wird, sondern auch die letzte Ruhestätte des letzten Papsts Franziskus, der dort auf eigenen Wunsch hin begraben liegt. Danach besichtigten wir auch die Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Diese Basilika ist vor allem deshalb besonders, weil sie in die Ruinen der antiken Diokletiansthermen eingebaut wurde. Teile der ursprünglichen römischen Badeanlage sind bis heute erhalten und im Inneren der Kirche sichtbar. Besonders interessant war auch die Meridianlinie im Boden der Kirche, die früher zur Bestimmung der Zeit und der Sonnenstände genutzt wurde. Für Interessierte ging es danach noch weiter zur Kapuzinergruft mit der morbiden Knochenkapelle, in der Mönchsskelette zu kunstvollen Gebilden und Verzierungen arrangiert sind, um dem Besucher die eigene Sterblichkeit vor Augen zu führen – etwas morbide und sicher nichts für schwache Nerven.

Nach Shoppen oder dem italienischen „Dolce far niente“ am Nachmittag ging es für uns gestärkt mit gutem italienischen Essen und vielen unvergesslichen Eindrücken um 18 Uhr zurück nach Hause, wo wir unsere Eltern schon ziemlich früh aus dem Bett herausklingeln mussten, um uns abzuholen.

Ein Erlebnisbericht von Liya Heinen und Max Arnold (10b); [Fotos von Timo Wiegand, Denis Celebic (beide 10a) und Verena Maidl]

Nachdem unsere Schulsiegerin Zeynep Küpeli, 6b, bereits den Regionalentscheid am 7. Februar in der Schlegel‘schen Buchhandlung in Weißenhorn für sich entscheiden konnte, durfte sie am 15. April unseren Landkreis beim Bezirksentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs in der Bücherei Mering vertreten. Allein das ist schon ein großartiger Erfolg!

In Mering traf sie auf starke Konkurrenz: Insgesamt 16 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler (14 Mädchen, 2 Jungen) traten dort gegeneinander an. Die Aufregung war spürbar, denn alle hatten sich intensiv vorbereitet und wollten nun ihr Können unter Beweis stellen. Unterstützt wurden sie von einem großen Publikum aus Eltern, Geschwistern, Lehrkräften und Freunden.

Der Wettbewerb gliederte sich – wie üblich – in zwei Teile: Zunächst lasen die Teilnehmenden aus einem selbstgewählten Buch, anschließend aus einem unbekannten Fremdtext. Bewertet wurden dabei vor allem Lesetechnik und Interpretation, also sowohl die Sicherheit und Flüssigkeit des Lesens als auch die Fähigkeit, die Stimmung eines Textes lebendig zu vermitteln.

Besonders häufig wurden Werke wie „Tintenherz“ von Cornelia Funke oder „Keeper of the Lost Cities“ von Shannon Messenger gewählt.

Zeynep überzeugte mit einem anspruchsvollen Auszug aus „Die Polidoris“ von Anja Fislake. Mit klarer Aussprache, sicherem Tempo und einer sehr stimmigen Interpretation zog sie die Zuhörerinnen und Zuhörer sofort in ihren Bann.

Im zweiten Teil wurde es dann besonders knifflig: Hier musste fortlaufend aus einem Fremdtext vorgelesen werden. Der Textauszug aus „Freiheit für die Waldwiesel“ von Stepha Quitterer verlangte höchste Konzentration. Die Zeynep zugeteilte Passage bestand fast komplett aus einer langen, fantasievollen und sprachlich sehr dichten Aufzählung von Leckereien, für die ein fiktives Ladengeschäft namens „Schabels & Schnauzes Schlemmerschleckerei“ bekannt ist, nämlich

„für Schildkrötenwanzensuppe, waldbienenhonigglasierte Mistkäferspieße, glühwürmchengefüllte Waldeidechsen, auf Eibenholzspänen geräucherte Schaumzikaden, Wasserläuferroulade, Zitronenfaltertarte, Eintagsfliegensalat mit Waldschnepfenei, Froschfalafel, Blindschleiche blau oder Wieselin Art, Ringelwurmravioli, Asselgrütze, pochierte Schwammspinnerraupen, Zeckenblutwurst auf Fichtennadelbett und natürlich alles, was besonders ein Mauswieselherz höher schlagen ließ: Maustorte, Mauskrapfen, Mäusestreusel, Mausfluffschnitte und, im Sommer, Mausbecher mit Sahne …“

Gerade diese Passage stellte eine besondere Herausforderung dar – und genau hier zeigte sich Zeyneps große Stärke: Mit bewundernswerter Ruhe und viel Konzentration meisterte sie diese Stelle – eine Leistung, die beim Publikum großen Eindruck hinterließ. Viele klopften der Elfjährigen danach anerkennend auf die Schulter, da sie mit Abstand den Auszug mit dem höchsten Anforderungsniveau erwischt hatte. Das hätten routinierte Vorleserinnen oder Vorleser sicher nicht viel besser hinbekommen!

Aber auch alle anderen Teilnehmenden beeindruckten mit ihren Lesebeiträgen. Das Qualitätslevel war sehr hoch, deutlich höher als beim Regionalentscheid. Man merkte: Hier sitzen lauter hervorragende Leserinnen und Leser.

Die Jury – bestehend aus Martin Hoser vom Schulamt Aichach-Friedberg, Elisabeth Wagner-Engert vom Sankt Michaelsbund, Werner Bader vom Bayerischen Rundfunk, Eva Weizenegger von der Friedberger Allgemeinen Zeitung, Marc Pinther, Lernpate an der Grundschule Kissing und Frauke Niederhofer von der Bücherei Mering – hatte die schwierige Aufgabe, auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, aus den vielen starken Beiträgen die besten auszuwählen.

Die beiden Siegerinnen, die sich für die nächste Runde qualifizierten, überzeugten schließlich mit einer besonders sicheren und atmosphärisch treffenden Vorlesung aus Auszügen aus „Tintenherz“ sowie „Rubinrot“ von Kerstin Gier sowie einer bemerkenswerten Erfassung des Fremdtextes.

Am Ende erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde sowie einen Buchpreis – eine schöne Anerkennung für ihre Leistungen und ihr Engagement. Und auch beim Sommerfest wartet noch eine kleine Überraschung von unserer Seite auf unsere Lesekönigin Zeynep!

Auch wenn es diesmal nicht für den Einzug in die nächste Runde gereicht hat, sind wir unglaublich stolz auf unsere Schülerin. Sie hat auch auf Bezirksebene eindrucksvoll gezeigt, wie viel Können, Mut und Ausdruckskraft in ihr steckt! Chapeau und herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung!

Sabrina Müller

Leo, leo – concurso de lectura en español –  so heißt der Vorlesewettbewerb für Schüler und Schülerinnen im 1. Lernjahr Spanisch, der an bayerischen Gymnasien in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes ausgetragen wird. Gelesen wird in zwei Runden.

In diesem Schuljahr fand er zum ersten Mal an unserer Schule statt. Unsere Elftklässlerinnen und Elftklässler nahmen motiviert teil und bereiteten sich gemeinsam mit ihrer Spanischlehrkraft Frau Jordan darauf vor. Das Ergebnis konnte sich hören lassen!

In der 1. Runde, die am 17.03.2026 ausgetragen wurde, traten neun Schülerinnen und Schüler des BvSG auf einem sehr hohen Niveau gegeneinander an.

Sie stellten zunächst anhand eines bekannten Lektionstexts aus dem Spanischbuch Adelante ihr Können unter Beweis, dann bekamen sie einen unbekannten Text aus dem Buch Noticias de un hacker von Maria Wagner Civera vorgelegt.

Nach nur einem knappen halben Jahr Spanischunterricht lasen die Schülerinnen und Schüler so flüssig – sogar den Überraschungstext –, dass die Jury, die aus den Spanischlehrkräften Susanne Jordan, Julia Wagner und Pia Köpl bestand, staunte.

Am Ende war es Defne Sagiroglu, die die Jury mit einer fehlerfreien Darstellung überzeugte. Als Gewinnerin fährt sie am 30. April zum großen Bayernfinale nach München. Wir wünschen viel Erfolg und drücken die Daumen!

 

Zeitzeugin macht Lektüre lebendig

Lesespaß garantiert Motivation für das Fach. Aber nicht nur im Rahmen des Vorlesewettbewerbs wird in Spanisch gelesen.

Die diesjährige Q13 setzte sich anhand der Lektüre La memoria de los seres perdidos von Jordi Sierra i Fabra mit einem sehr ernsten Thema auseinander. Der Roman spielt in Argentinien und Spanien und beschäftigt sich mit dem Schicksal der Kinder, die in der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976 – 1983) entführt und zur Adoption freigegeben wurden. Später suchten viele Familien gezielt nach ihren Kindern und Enkelkindern, z. B. mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks. So jedenfalls erging es Estella, der Protagonistin des Romans.

Und wie sieht die Realität aus?

Davon berichtete Frau Jabs, eine Argentinierin, die seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Deutschland wohnt, und die Diktatur als Kind in Argentinien erlebte. Als Zeitzeugin kam sie in den Spanischkurs der Q13 und erzählte von ihren Erinnerungen: Gewalt, Einschüchterung und Entführungen durch das Militär waren an der Tagesordnung.

Und wie gehen die Argentinier heute damit um?

Viele Menschen wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Sie wollen Aufarbeitung und Erinnerung. Aber sie wollen keine Rache.

Laura Hillebrand gewinnt unseren Schulentscheid – Félicitations!

Wir gratulieren sehr herzlich unseren neuen Vorlese-Siegern der 7. Jahrgangsstufe! Einen sehr guten dritten Platz belegte Lauris Völzke, 7d (im Bild vorne links) – noch besser lasen nur Emilia Hartmann aus der 7c (2. Platz, vorne in der Mitte) und unsere diesjährige Siegerin Laura Hillebrand, Klasse 7d (im Bild rechts)! Toll gemacht, ihr drei!

Weitere fünf Mädchen und Jungen haben ihre Klassen würdevoll beim Schulentscheid vertreten (im Bild von links nach rechts: Ferdinand Schlindenbuch (7d), Evren Tüfekci (7c), Peter Whittaker (7c), Sophia Nalbant (7c) und Mariama Cham (7d).

Neue Sitzgarnituren dank Spendenlauf am BVSG

Am Donnerstag, den 19. März 2026, wurden auf dem Schulgelände des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zwei neue Sitzgarnituren fest einbetoniert. Finanziert wurden sie aus einem Teil der Spendengelder des Projekts „Wir laufen nicht nur für die Gesundheit – sondern auch für uns“ – einer Aktion, bei der Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr mit großem Einsatz Spenden für die Verschönerung des Schulgebäudes und des Pausenhofs sammelten (vgl. Laufen für ein schöneres Schulhaus).

Die stabilen Holztisch-Bank-Kombinationen bieten zusätzliche Sitzmöglichkeiten in den Außenanlagen des Schulgeländes und laden in den Pausen oder Freistunden zum gemeinsamen Essen, Lernen oder einfach zum Entspannen ein.

Damit wurde nun ein weiterer Schritt umgesetzt, um das schulische Umfeld für alle angenehmer zu gestalten.

Ein herzliches Dankeschön an alle Läuferinnen und Läufer, Sponsoren und Helfer, die dieses Projekt durch ihren Einsatz unterstützt haben!

Das erste Pain au Chocolat, ein hochkalorisches französisches Gebäck, gibt es für einige schon an der ersten Raststätte nach der Grenze. Nach der Abfahrt um 4.00h vom Schulzentrum sind wir müde, aber sehr guter Dinge, denn spätestens jetzt ist klar: Der Austausch hat begonnen, Allemagne mit seinen alltäglichen Zwängen (Unterricht, Eltern) liegt hinter uns, die Sonne scheint uns ins Gesicht und eine ausgelassene Vorfreude liegt über der Gruppe von 28 Schülerinnen und Schülern, die am Austausch mit Quintin in der Bretagne teilnehmen. 

Mont St Michel

Die Ortschaft empfängt uns mit mittelalterlichen, schiefergedeckten Granithäuschen, unser Bus zwängt sich durch enge, malerische Gassen, bis wir in den Schulhof einbiegen und zum ersten Mal das Lycée Jean 23 erblicken, ein altehrwürdiges, hochaufragendes Schulgebäude, das einige an Hogwarts erinnert. 

Die Gastfamilien nehmen auf dem Schulhof ihre Austauschülerinnen und -schüler in Empfang und schon geht es in ein neues Zuhause auf Zeit, wo sie herausfinden werden, wie man unter diesen Schieferdächern so lebt, spricht und was man so isst (Galettes, Crêpes oder Kouign Amann zum Beispiel). 

Am nächsten Tag wird dann am französischen Schulleben teilgenommen, das sich durchaus von unserem unterscheidet. Manche Schülerinnen meinen, im Unterricht gehe es strenger und disziplinierter zu (kurzer landeskundlicher Exkurs von der den Austausch von deutscher Seite vortrefflich organisierenden Frau Kirschner: Das liegt daran, dass die Franzosen Daniel Cohn-Bendit rausgeworfen haben und er sein antiautoritäres Unwesen dann in Hessen weitergetrieben hat, oder so ähnlich), andere nehmen das Gegenteil wahr, und es gibt leckeres Mittagessen, das gut ankommt. 

Les Allemands
Gleich am ersten Tag in der Schule findet ein Kostümumzug statt, die ganze Schule macht mit und auch unsere Gruppe ist gut vorbereitet. „Verkleidet“ als Deutsche in bayrischer Tracht nehmen wir an der Feier Teil, es wird getanzt und gejubelt, man sieht überall fröhliche Gesichter. 

Am nächsten Tag beginnen die Ausflüge, eine wechselnde Handvoll französischer Schülerinnen und Schüler gesellen sich dabei zu uns in den Bus, der uns in den folgenden Tagen an äußerst sehenswerte und interessante Orte verfrachtet, die hier kurz erwähnt werden: Cap Fréhel wird wandernd erkundet, wir besuchen den Mont St Michel (Weltkulturerbe zur Nebensaison, mega!), wo wir eine audiovisuelle Führung gebucht haben. Ile de Bréhat (Wanderung mit Picknick) und das malerische und durch Handel reich gewordene Städtchen Vannes stehen ebenfalls auf dem Programm. Bei den Ausflügen begleiten uns wechselnde französische Lehrerkollegen, die bei näherer Betrachtung unglaublich gastfreundlich, witzig und gar nicht so streng rüberkommen. Didier REZEAU zum Beispiel hat vor über 40 Jahren diesen Austausch ins Leben gerufen. Die Idee dazu kam ihm, als er als „assistant“ am Bertha-von-Suttner-Gymnasium unterrichtete, was für ein Glücksfall für alle, die seitdem davon profitiert haben! André KÖHLER hat mittlerweile den Staffelstab übernommen und kümmert sich auf der bretonischen Seite mit großem Einsatz um die Organisation des Austauschs – vom Finden und Zuordnen passender Partner („corres“) bis zur Planung der Ausflüge.

St Malo
Vannes

Für mich war es eine wirklich große Freude, die Kinder bei diesem Abenteuer begleiten zu dürfen. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigten sich dabei als aufgeschlossene, neugierige junge Menschen, auf die man sich verlassen kann. Ich konnte sehen, wie die Saat, die im Fremdsprachenunterricht ausgebracht worden war, aufging, nicht weil ein Test anstand, sondern weil man sie brauchte, die Sprache, um mit neuen Freunden über Ländergrenzen hinweg zu kommunizieren. Magnifique! 

Thomas Lang

Au Revoir

Lehramtsbotschafter zu Gast an unserer Schule

Im März 2026 hatten wir am Bertha-von-Suttner-Gymnasium Neu-Ulm erneut die besondere Gelegenheit, die Lehramtsbotschafter zu Gast zu begrüßen. Genau wie im Vorjahr (vgl. Lehramtsbotschafter zu Gast an unserer Schule – Einblick in den Lehrerberuf aus erster Hand – Berth…) informierten sie interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über den vielfältigen Lehrerberuf direkt vor Ort.

Der Ablauf des Besuchs
Die Veranstaltung fand in der Aula unserer Schule statt und folgte dem bewährten Konzept des Projekts „VOR ORT – Zukunft prägen. Lehrer/-in werden!“. Schulartübergreifende Teams aus Lehrkräften der Mittelschule, Förderschule, Realschule, Gymnasiums und beruflicher Schulen stellten ihre Alltagsrealitäten vor und gaben authentische Einblicke in Chancen sowie Herausforderungen des Berufs.
Die Jugendlichen konnten persönlich Fragen stellen, in kleine Austauschgruppen eintauchen und Infos zu Schnupperpraktika erhalten. Der Fokus lag auf dem Spaß am Lehren, den guten Rahmenbedingungen als Beamter und der Möglichkeit, Hobbys beruflich einzubringen.

Begeisterung und Ausblick
Die Schüler reagierten positiv und schätzten die lebendigen Berichte aus erster Hand, die den Beruf greifbar machten. Solche Events stärken die Berufsorientierung und tragen zur Bekämpfung des Lehrermangels bei.

Wir bedanken uns bei den Lehramtsbotschaftern für ihren Einsatz und freuen uns auf weitere Kontakte, z. B. zu Praktika oder Studienberatungen. Mehr Infos unter: www.lehrer-werden.bayern.

Am 4. Februar 2026 gingen unsere Turnerinnen der Wettkampfklasse IV beim Bezirksfinale in Illertissen an den Start.  

Der Wettbewerb setzte sich aus verschiedenen Gerätebahnen sowie zusätzlichen Sonderprüfungen zusammen, die neben turnerischem Können auch Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer erforderten. Unsere fünf Turnerinnen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 7 meisterten die anspruchsvollen Aufgaben mit großem Einsatz und belegten am Ende einen guten 12. Platz. 

Bereits am darauffolgenden Tag trat die Wettkampfklasse III zum Bezirksfinale an. Hier standen klassische Geräteübungen am Boden, Stufenbarren, Schwebebalken und Sprung auf dem Programm. Die Aufregung vor dem Wettkampf war bei allen deutlich zu spüren. Doch sobald der Wettbewerb begann, zeigten sie große Konzentration und meisterten ihre Übungen mit viel Einsatz. In einem starken Teilnehmerfeld mit 16 Mannschaften erreichten unsere Turnerinnen einen hervorragenden 7. Platz. 

Beide Teams überzeugten durch saubere Übungen, hohe Konzentration und vorbildlichen Teamgeist. Wir gratulieren zu diesen Leistungen und sind sehr stolz auf unsere Turnerinnen! 

 

In einem bedeutenden Schritt zur Förderung von Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein absolvierten neun Schüler unseres Gymnasiums an zwei Nachmittagen erfolgreich eine Erste-Hilfe-Ausbildung an unserer Schule. Diese Initiative ist nicht nur eine wertvolle Ergänzung zu ihrem Wissen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Schulgemeinschaft.

Neben einer theoretischen Einheit zum Thema Verkehrssicherheit und Eigenschutz am ersten Mittwochnachmittag erhielten unsere Schulsanitäter Einblicke in den Ablauf der Rettungskette und stellten dabei fest, dass sie es sind, die unmittelbar nach einem Unfall die wichtigen Erstmaßnahmen bei der Betreuung eines Verletzten einleiten müssen. Sachliche Informationen über die richtige Versorgung von Nasenbluten, über Asthmaanfälle bis hin zur Wiederbelebung einer reanimationsbedürftigen Person wurden nicht nur vermittelt, sondern aktiv an Fallbeispielen besprochen sowie erörtert.

Der größte Anteil der Ersten-Hilfe-Ausbildung bestand jedoch im praxisnahen Umsetzen der gehörten Theorieteile. Ob es den Umgang mit einem ausgefallenen Zahn, die Atemwegsverlegung durch ein verspeistes Brötchen oder das Auffinden einer bewusstlosen Person betraf, unsere neuen Ersthelfer standen zum Übungseinsatz bereit. Besonders viel Freude und Spaß brachte eine Gruppenarbeit zur Versorgung von teilweise stark blutenden Wunden: Hier durfte der Fingerkuppenverband genauso wenig fehlen wie der berühmte Druckverband oder der Kopfverband. Die Fürsorge für verschiedenste Wunden konnte so sehr gut eingeübt werden, nicht zuletzt da uns sehr vielfältiges Übungsmaterial, welches zuvor als Spende übergeben worden war, zur Verfügung stand.

Am zweiten Mittwochnachmittag stand das Thema „Auffinden einer Person“ im Mittelpunkt der Übungseinheiten. Wie mit einer bewusstlosen Person, mit einem verunfallten Fahrrad- oder Motorradfahrer oder mit einer Person ohne regelmäßige Atmung umgegangen werden muss, wurde sehr intensiv behandelt. Dabei brachten sich die Teilnehmenden gegenseitig mehrmals in die stabile Seitenlage und lernten, wie ein Fahrrad- oder Motorradhelm richtig bei einer bewusstlosen Person abzunehmen ist. Für all unsere Ersthelfer bestand der Höhepunkt an diesem Tag wohl im Einsatz unserer vielen Phantome. Das sind Puppen, an welchen die Herzdruckmassage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt werden können. Paarweise schnappten sich alle eine Puppe. Jeder überprüfte zunächst das Bewusstsein und führte die Atemkontrolle durch. Dann wurde der Druckpunkt gesucht. Zu Liedern wie „Stayin´ Alive“, „Atemlos“ oder „Pippi Langstrumpf“ konnte im Anschluss die Druckfrequenz und -tiefe ausdauernd trainiert werden. Hierbei stellte Florian Bindhammer (Q12) unseren internen Rekord auf, indem er es schaffte, das Übungsphantom länger als die vorgegebenen vier Minuten sicher zu reanimieren. Die Verwendung eines AEDs (Automatischer externer Defibrillator) und die Durchführung einer Atemspende, um einer reanimationsbedürftigen Person das Leben zu retten, erforderten zum Schluss nochmals höchste Aufmerksamkeit und Konzentration. Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes, kamen dabei sehr ins Schwitzen, doch absolvierten diese Übungen mit Bravour.

Die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung wird nicht nur den Schülern selbst, sondern auch der gesamten Schulgemeinschaft zugutekommen. Die neuen Ersthelfer sind nun in der Lage, im Notfall schnell zu reagieren und anderen zu helfen. Dies trägt zu einem sichereren Schulumfeld bei und fördert ein Gefühl der Verantwortung und des Zusammenhalts unter den Schülern.

Deshalb gratulieren wir unseren neuen Ersthelfern David (6d), Irmak (6d), Samuel (6d), Emma (10c), Eva (10c), Franka (10c), Hiba (10c), Lara (10c) und Florian (Q12) und  danken euch dafür, dass ihr diese verantwortungsvolle Herausforderung annehmt und künftig unsere Wehwehchen sowie Wunden versorgt und für uns einsatzbereit seid.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen Personen herzlich bedanken, die für den Schulsanitätsdienst alte Verbandskästen, Material, einen Beatmungsbeutel, große Kartons voll verschiedener Binden, Pflaster und Handschuhe gespendet haben. So können wir wirklich aktiv üben und die Versorgung von Wunden sinnvoll erlernen.

Rückblick auf den Vortrag von Frau Prof. Dr. Herrmann von der THU

Am Montag, den 02.02.2026, durften wir die Wissenschaftlerin Frau Professor Dr. Theresa Herrmann von der Technischen Hochschule Ulm am BvSG begrüßen. In ihrem Vortrag vermittelte sie den W‑Seminaren der 12. Jahrgangsstufe einen fundierten Einblick in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und gab wertvolle Hinweise für unsere bevorstehende Seminararbeit.

Sie erläuterte zentrale Schritte einer Forschungsarbeit – von der Entwicklung einer Fragestellung über die Strukturierung einer wissenschaftlichen Untersuchung bis hin zur Erstellung einer Abschlussarbeit. Besonders hilfreich waren ihre Ausführungen zu korrekten Zitierweisen, die uns zeigten, wie man Plagiate vermeidet und Urheberrechte respektiert.

Darüber hinaus bot sie uns einen spannenden Einblick in universitäre Arbeitsweisen, der unseren Blick über den schulischen Rahmen hinaus erweiterte. Viele von uns konnten dadurch ein klareres Verständnis dafür gewinnen, was wissenschaftliches Arbeiten wirklich bedeutet.

Insgesamt war der Vortrag äußerst bereichernd und motivierend. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Professor Dr. Herrmann für die informativen Impulse und die praxisnahen Einblicke.

geschrieben von Lara, Elisa, Tamara und Paula (aus dem W-Seminar Physik)

Bild: Frau Prof. Herrmann mit dem W-Seminar (Physik) „HEALTHY SCHOOL – Gesundheitsförderung und Prävention im Schulkontext“

Märchenhafter Workshop der 5. Jahrgangsstufe

Ende Januar bzw. Anfang Februar fand im Rahmen des Deutschunterrichts ein besonderer Workshop für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe statt. Unter der Leitung der Märchenpädagogin Ute Kürzinger tauchten die Kinder in die eindrucksvolle Welt der Märchen ein.

Mit nahezu allen Sinnen konnten die Schülerinnen und Schüler Märchen „erfahren“: Sie lauschten gespannt dem lebendigen und ausdrucksstarken Märchenvortrag, erfuhren den besonderen Duft von Märchen, legten Bodenbilder aus verschiedenen Naturmaterialien und gestalteten kreative Erinnerungskarten. Dabei lernten sie nicht nur typische Märchenmotive kennen, sondern setzten sich auch mit wichtigen Werten wie Mut, Gerechtigkeit, Freundschaft und Hilfsbereitschaft auseinander.

So vergingen zwei märchenhafte Schulstunden wie im Flug und hinterließen bei den Kindern viele bleibende fantasiereiche Eindrücke.

Am 24.01.2026 nahm die Robotik-AG des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Sonnleitner an der First Lego League in München am BiZ teil. Bereits zu Beginn des Schuljahres hatte die AG das Wettbewerbs­material erhalten. Das diesjährige Thema „Unearthed“ (Archäologie) begleitete die Teams über ein halbes Jahr hinweg intensiv.

Das BvSG war mit zwei Teams vertreten: den BvSG Youngsters (6.–8. Jahrgangsstufe) und den BvSG Experts (9.–11. Jahrgangsstufe). Zwei besondere Highlights des Wettbewerbs waren die Präsentation des Forschungsprojekts sowie das Robot Game, in dem die selbstgebauten und programmierten Roboter ihr Können in 2:30 min unter Beweis stellen mussten.

Die Anreise begann früh: Bereits um 6 Uhr morgens fuhr die Gruppe an der Schule ab. Dank gut organisierter Fahrgemeinschaften und der großen Unterstützung vieler Eltern, die nicht nur beim Transport des umfangreichen Materials halfen, sondern auch als begeisterter Fanclub mitfuhren, war das BvSG vor Ort mit einem der größten Fanclubs des Wettbewerbs vertreten. Ankunft an der Schule war erst gegen 20:30 Uhr nach einem langen, spannenden und ereignisreichen Tag.

Die BvSG Youngsters erreichten im Robot Game Platz 20. Ihr Forschungsprojekt beschäftigte sich mit archäologischen Artefakten aus dem 3D-Drucker, die speziell für Sechstklässler zum Anfassen konzipiert waren und durch Sprachnotizen anschaulich erklärt wurden.
Die BvSG Experts belegten im Robot Game Platz 17 und präsentierten als Forschungsprojekt einen Podcast zur Aufklärung des Mordfalls Ötzi, der archäologische Erkenntnisse kreativ aufbereitete.

Während des gesamten Wettbewerbs zeigten beide Teams großen Teamgeist, Durchhaltevermögen und Begeisterung für Robotik, Forschung und Teamwork.

Erfolgreiche DKMS-Registrierungsaktion an unserer Schule

Am 21.01.2026 wurde an unserer Schule in Zusammenarbeit mit der DKMS eine Registrierungsaktion zur Knochenmarkspende durchgeführt. Rund 140 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn hörten die Teilnehmenden einen informativen Vortrag des externen Referenten der DKMS. Esad Cekmeci vermittelte dabei anschaulich grundlegende Informationen zur Knochenmarkspende – unter anderem, wie eine Spende abläuft, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und warum die Registrierung potenzieller Spenderinnen und Spender für schwer erkrankte Menschen lebenswichtig ist.

Im Anschluss berichtete die Knochenmarkspenderin Ena von ihren persönlichen Erfahrungen. Ihr Bericht machte deutlich, wie viel Hoffnung und neue Lebensperspektiven eine Spende für Betroffene bedeuten kann, und hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck.

Nach den Vorträgen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich direkt vor Ort als potenzielle Spenderinnen und Spender bei der DKMS registrieren zu lassen. Das Ergebnis der Aktion ist äußerst erfreulich: Insgesamt konnten 72 Neuregistrierungen verzeichnet werden.

Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die Bereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere Menschen einzusetzen. Ein herzlicher Dank gilt der DKMS, dem Referenten sowie der Spenderin für ihr Kommen sowie ihr Engagement.

Überdies sind wir stolz darauf, dass unsere Schule nun auch das DKMS-Siegel bekommen hat. Diese Auszeichnung wird Schulen verliehen, die sich wiederholt und nachhaltig für die Registrierung potenzieller Stammzellspenderinnen und -spender einsetzen. Da es sich bereits um die dritte DKMS-Aktion an unserer Schule handelte, würdigt das Siegel das kontinuierliche Engagement unserer Schulgemeinschaft für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung.

Jugend trainiert für Olympia – Handball

All unsere Schulmannschaften zeigten in den letzten Wettkämpfen beachtliche Leistungen und wurden zum Teil auch für diese belohnt.

Die Mädchen der Klassen 8 und 9 haben sich mit einer starken kämpferischen Leistung für das Bezirksfinale am 30.01.2026 in Lindenberg im Allgäu qualifiziert. Gegen einen guten Gegner aus Ottobeuren konnte sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte bis auf sechs Tore absetzen und gab diese Führung auch nicht mehr aus der Hand. Mit einem verdienten 38:32 darf das Team nun beim anstehenden Bezirksfinale gegen die besten Schulmannschaften aus Schwaben um den Einzug ins Südbayerische Finalturnier spielen.

Für die Schulmannschaften der Jungen endete beim Regionalentscheid in Ottobeuren leider das Wettkampfjahr. Sowohl die Jungen III als auch die Jungen IV mussten sich den teils deutlich überlegenen Heimmannschaften geschlagen geben. Die Schüler der Klassen 5 bis 7 zeigten jedoch vor allem in der 1. Halbzeit eine tolle Leistung, mit der sie den großen Favoriten lange Zeit ärgern konnten.

Vielen Dank an alle Unterstützer, besonders an diejenigen, die uns durch zusätzliche finanzielle Mittel die Anreise mit einem Kleinbus ermöglicht haben.

Besuch der 12. Jahrgangsstufe an der Technischen Hochschule Ulm

Inzwischen ist er für die Physik-Kurse der 12. Jahrgangsstufe zu einer kleinen Tradition geworden: der Besuch der Technischen Hochschule Ulm kurz vor Weihnachten.

Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler des grundlegenden und erhöhten Leistungsniveaus einen Einblick in den Alltag einer Hochschule durch eine Kurzvorlesung von Frau Professor Schuster zum Thema Radioaktivität. Beim anschließenden Besuch des Lehrstuhls für Informatik wurden Projekte vorgestellt, die Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen kooperativ entwickelt und verwirklicht haben. Besonders beeindruckend war hierbei das Produkt entstanden aus einer Kooperation der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik: ein Würfel, der auch bei Stößen von außen auf einer Kante selbst balanciert.

Anschließend wurden, passend zum Vortrag von Frau Professor Schuster, Versuche zu den radioaktiven Stoffen vorgeführt. Highlights waren dabei ein Besuch der Nebelkammer sowie des Forschungsreaktors.

Für die Volleyball-Mädels der 9. bis 11. Jahrgangsstufe ging es mit Frau Wahl am Donnerstagmorgen, den 2.12.2025 ziemlich früh los. Nach mehreren knappen Umstiegen mit dem öffentlichen Nahverkehr und einem kurzen Sprint zwischendurch erreichten sie das Turnier schließlich mit nur geringer Verspätung.

Schnell ging es dann auch schon auf das Feld, gegen die Heimmannschaft des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium. Die Sätze gingen deutlich an das BvSG, der Sieg war ihnen sicher. Auch gegen die zweiten Gegner des Kolleg Illertissen konnte sich die Mannschaft des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums ein klares 2:0 sichern. Somit standen sie gegen das Lessing-Gymnasium im entscheidenden Spiel, um sich für den Regionalentscheid am 20.02.26 in Ottobeuren zu qualifizieren. Hier wusste jeder: Es wird ein Kampf um den Titel.

Nach einem spannenden ersten Satz schaffte die Mannschaft zunächst nicht, mental mit den Lessing-Volleyballerinnen mitzuhalten. Mit vielen Anfeuerungen und Motivationsreden der Teamleitung sowie der außenstehenden Spielerinnen ging es dann doch in einen entscheidenden dritten Satz. Alle sammelten nochmal ihre letzte Kraft und konzentrierten sich. Am Ende konnten sich die BvSG-Mädels durch ihre starken Aufschläge und Angriffe den Sieg sichern. Was für ein erfolgreicher Tag. So kann es weitergehen.

Update 22.01.26

Auch den Regionalentscheid am 20.01.26 entschieden die Volleyballerinnen für sich. Durch einen souveränen Sieg mit 3:0 Sätzen qualifizierten sich die Mädels gegen das Rupert-Ness-Gymnasium Ottobeuren für das Bezirksfinale am 09.02.26.

Lateinische Adventskalender in den Lektüreklassen

In den Lateinklassen der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 wird die Vorfreude auf Weihnachten in diesem Jahr mit der baldigen Ankunft in Rom verknüpft – ganz im Sinne der Wortherkunft von „Advent“: advenire – ankommen.

In jedem Jahr stellt die Romfahrt für die Lateinlerner der 10. Jahrgangstufe das Highlight ihrer Latein- und vielleicht sogar ihrer gesamten Schullaufbahn dar. Um die Vorfreude auf die bevorstehende Reise noch etwas anzufachen, können die Schüler der 10. Klassen in diesem Schuljahr in einem digitalen Adventskalender zum Thema „ROMA, (ad)venimus!“ (dt. etwa „Rom, wir kommen!“) Türchen für Türchen bereits wichtige Orte der italienischen Hauptstadt sowie interessante Fakten über ihr Reiseziel kennenlernen. Für die Schüler, die nach den Weihnachtsferien die meisten korrekten Antworten abgegeben haben, gibt es als zusätzlichen Anreiz einen kleinen Preis zu gewinnen. Los ging es an Tag 1 mit dieser Frage:

Die Lösungen zu allen 24 Fragen können bis 07.01.26 bei Frau Wagner oder Frau Maidl (gerne digital) abgegeben werden.

Aber nicht nur die Zehntklässler haben einen Latein-Adventskalender bekommen, der einen Rombezug aufweist, denn auch Händler Priscus aus dem Adventskalender für die 9. und 11. Klassen fiebert seiner Heimatstadt Rom entgegen. Zusammen mit dem Esel Aemilius und seinem Karren ist er in der Umgebung rund um Augusta Vindelicum (Augsburg), Guntia (Günzburg) und Cambodunum (Kempten) unterwegs, um letzte Waren an die Bewohner der Provinz Raetia zu verkaufen. Zum Saturnalienfest will er rechtzeitig wieder bei seiner Familie sein.

Um die bevorstehenden Etappen zu meistern, müssen die Klassen drei Wochenrätsel lösen. Werden mindestens fünf Teilnahmezettel aus jeder Klasse abgegeben, ist Priscus eine Etappe weiter und die Teilnehmer bekommen einen kleinen Preis. Ob Priscus und Aemilius bis zum 19.12.25 in Rom eintreffen? Ihr könnt es am schwarzen Brett der Latein-Fachschaft mitverfolgen.

Manchmal wird einem erst klar, wie gut es einem geht, wenn man sieht, wie andere Kinder leben – zum Beispiel in Bolivien, wo Schule für viele alles andere als selbstverständlich ist.

Für uns ist es selbstverständlich, morgens aufzustehen, zu frühstücken, zur Schule zu gehen, im Klassenraum zu sitzen, zu Mittag zu essen, Hausaufgaben zu machen, Hobbies nachzugehen, Freunde zu treffen, eine Familie zu haben, die für einen da ist. Und ja — manchmal ärgern wir uns, sind gestresst oder würden lieber zuhause bleiben. Doch ein Blick nach Bolivien zeigt, wie wertvoll und bedeutsam und eben nicht selbstverständlich all diese Dinge sind.

Vor kurzem war Frank Weber aus Cochabamba wieder zu Gast an unserer Schule, um unseren neuen Fünftklässlern von seiner Arbeit zu erzählen.

Der gebürtige Schweinfurter besuchte in den 1980ern einen Studienfreund in Bolivien. Was er dort sah, veränderte sein Leben: Kinder und Jugendliche, die auf der Straße lebten, ohne Eltern, ohne Schutz, ohne jemanden, der sich um sie kümmerte. Ohne Dach über dem Kopf, ohne regelmäßiges Essen, ohne Strom, Wasser oder die Aussicht auf Bildung.

Statt nach Deutschland zurückzukehren, entschied sich Frank Weber zu bleiben. Er lebte mit den Kindern auf der Straße, um zu sehen, wie ihr Alltag aussieht, und erkannte: Diese jungen Menschen brauchen mehr als spontane Hilfe – sie brauchen einen sicheren Ort.

Mit eigenen Ersparnissen kaufte er zunächst eine verfallene Hausruine am Stadtrand Cochabambas, renovierte sie Schritt für Schritt und schuf so ein Zuhause für 25 Kinder. Doch das war ihm nicht genug, denn Kinder brauchen auch eine Perspektive.

Deshalb gründete Frank Weber 1988 das Centro Educativo Richard von Weizsäcker, eine kostenlose Schule speziell für Kinder und Jugendliche aus ärmsten Verhältnissen. Durch viele Unterstützer und Spendengelder konnte der Traum realisiert werden.

Heute besuchen rund 600 Schülerinnen und Schüler seine Schule, unterrichtet von über 40 Lehrkräften. Für sie bedeutet die Schule weit mehr als Unterricht:

  • ein sicherer Ort
  • ein Ort der Gemeinschaft
  • ein Ort, der grundlegende Bedürfnisse deckt
  • ein Ort, der Chancen eröffnet

Allerdings ist eine Schule nicht einfach zu unterhalten: Jährlich fallen etwa 400.000 Euro an laufenden Kosten fürs Centro Educativo Richard von Weizsäcker an – für Strom, Wasser, Gebäudeunterhalt, Ausstattung, Mensa, Unterrichtsmaterialien und Lehrergehälter. Ein Teil davon wird durch kreative Eigeninitiativen wie Theateraufführungen oder Buchverkäufe aufgebracht, der Rest wird mithilfe von Spenden bezahlt.

Auch wir tragen seit Jahren dazu bei: Beim Weihnachtsbasar sammeln alle Klassen Spenden für Frank Webers Schule. Hierfür wurde im Vorfeld wieder fleißig gebastelt, gebacken, geschuftet. Jede kleine Summe hilft, damit an unserer Partnerschule neues Unterrichtsmaterial gekauft, das Gebäude repariert, die Stromversorgung gewährleistet oder das tägliche Mittagessen für die Kinder gesichert werden kann. Frank Webers Besuch hat uns noch einmal gezeigt, wie wichtig diese Unterstützung ist und wie viel ein engagiertes Miteinander bewirken kann.

Wenn wir uns also das nächste Mal über Hausaufgaben ärgern, frühes Aufstehen verfluchen oder Unterrichtstage als „anstrengend“ empfinden, sollten wir uns daran erinnern, was Bildung eigentlich ist: eine Chance, die nicht alle haben.

 

Im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres unterstützt uns Ethan King, 20, im Englischunterricht. Der Fremdsprachenassistent kommt aus England, studiert in Cambridge und wird vor allem in der Unter- und Oberstufe eingesetzt.

Anfang Dezember durften wir am BvSG einen besonderen Gast begrüßen: eine Jugendoffizierin der Bundeswehr, die einen interaktiven Vortrag für die 12. Jahrgangsstufe zum Thema „Deutsche Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert“ hielt.

Der Vortrag begann mit einer Einführung in die grundlegenden Aspekte der deutschen Sicherheitspolitik und deren Entwicklung seit der Wiedervereinigung. Die Jugendoffizierin erläuterte, den verfassungsrechtlichen Rahmen der deutschen Sicherheitspolitik und die Rolle der Bundeswehr sowie deren internationaler Partner.

Besonders spannend war die interaktive Gestaltung des Vortrags. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in Diskussionen einzutreten. Dies förderte nicht nur das Verständnis für komplexe Themen wie hybride Bedrohungen, Krisenmanagement und internationale Zusammenarbeit, sondern auch das kritische Denken der Jugendlichen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Analyse aktueller Konflikte und deren Auswirkungen auf die deutsche Sicherheitspolitik. Die Jugendoffizierin verdeutlichte, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und die eigene Meinung zu bilden.

Insgesamt war der Besuch der Jugendoffizierin eine wertvolle Bereicherung für unsere Schülerinnen und Schüler. Wir danken Frau Wiethölter herzlich für ihren engagierten Vortrag und die anregenden Diskussionen. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, das Bewusstsein für sicherheitspolitische Themen zu schärfen und die politische Bildung an unserer Schule zu fördern.

Wir freuen uns auf weitere spannende Begegnungen und Vorträge in der Zukunft!

Am 02.12.2025 fand der schulinterne Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe statt.

Ein leises Rascheln von Papier, gespannte Gesichter und ganz viel Geschichtenmagie: So begann der Schulentscheid des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs in unserer Schulbibliothek. Zwischen den Bücherregalen lag an diesem Vormittag eine besondere Mischung aus Nervosität und Vorfreude, während die vier Klassensieger/-innen auf ihren Auftritt warteten. Die Jury aus vier Lehrkräften hatte bereits Platz genommen – und die Bibliothek fühlte sich plötzlich an wie ein kleiner Lesesaal voller Erwartungen.

In der ersten Runde präsentierten die Schüler/-innen ihre Wahltexte – sorgfältig ausgewählte Szenen, mit denen sie Stimmung erzeugen und ihre Lesefertigkeiten zeigen wollten: Emma Tempel aus der 6a las eine Passage aus „Fabelheim“ von Brandon Mull, in der ein Blick aus einem Fenster verhängnisvolle Folgen nach sich zieht. Zeynep Küpeli aus der 6b erweckte den Moment aus J.K. Rowlings „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zum Leben, in dem der berühmte Brief aus Hogwarts ins Haus flattert. Laura Bockhorn aus der 6c ließ die Zuhörer/-innen an einem typischen Moment unter Freunden teilhaben, als sie aus „Der Sommer, in dem ich schön wurde“ von Jenny Han vorlas. Und Raphael Mederle aus der 6d entführte uns in das abenteuerliche Leben der Kinder aus Kirsten Boies „Wir alle zusammen im Möwenweg“.

Die Jury achtete dabei sehr genau auf die Lesetechnik (klare Aussprache, deutliche Artikulation), eine passende Lesegeschwindigkeit und Betonung, die Interpretation des Textes – also wie gut Stimmung und Figuren eingefangen wurden – sowie auf die Wahl der Textstelle, die zeigen sollte, dass die Vorlesenden ein Gespür für wirkungsvolle Szenen haben.

In der zweiten Runde wartete der Fremdtext: ein Auszug aus Mechthild Gläsers „Die Buchspringer“. Ohne Vorbereitung einen Text sicher und flüssig zu lesen und darüber hinaus auch dessen Atmosphäre spontan auf passende Weise zu erfassen, ist eine echte Herausforderung. Allen vier Teilnehmer/-innen gelang dies auf beeindruckende Weise.

Die Entscheidung fiel den vier Lehrkräften sichtlich schwer. Am Ende konnte sich Zeynep Küpeli knapp vor Raphael Mederle durchsetzen. Den dritten Platz belegten Emma Tempel und Laura Bockhorn. Zeynep wird unsere Schule beim nächsten Wettbewerbslevel vertreten. Wir sind sicher, dass sie mit ihrer fesselnden Stimme auch dort viele Zuhörer/-innen in literarische Welten mitnehmen wird – und drücken ihr fest die Daumen.

und andere tolle Einblicke in unser diesjähriges Programm zum Bundesweiten Vorlesetag

Ausgewählte Schülerinnen und Schüler unserer 6. Jahrgangsstufe durften am Freitag, 21.11.2025 im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags in den ersten drei Schulstunden nahegelegene Grundschulen besuchen, um dort jüngeren Kindern vorzulesen – aus selbstgewählten, altersgerechten Büchern.

Schon auf dem Weg zur Grundschule machte sich die Vorfreude, aber auch ein wenig Lampenfieber bemerkbar:

„Ich hoffe, ich darf in der Klasse meiner kleinen Schwester vorlesen!“

„Ob meine Lehrerin sich noch an mich erinnert?“

„Hoffentlich gefällt den Kindern das Buch, das ich für sie ausgesucht habe!“

Die Auswahl der Bücher reichte von beliebten Reihen bis hin zu tierischen Abenteuern: Vorgelesen wurde unter anderem aus „Die Schule der magischen Tiere“, „Annabella Klimperauge“, „Tafiti und die Reise ans Ende der Welt“ oder „Die drei Ausrufezeichen“. Die Grundschulkinder lauschten gebannt, staunten über mutige Heldinnen, neugierige Tiere oder spannende Detektivfälle – und unsere Sechstklässler spürten, wie viel Freude es macht, anderen durch die eigene Stimme Geschichten zu schenken. Besonders schön war für viele auch das Wiedersehen mit ihren ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern. Und die Grundschulkinder freuten sich, „die Großen“ kennenzulernen, die vor wenigen Jahren selbst noch in ihren Klassenzimmern saßen.

Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler, die den Tag bei uns im Schulhaus verbrachten, durften sich aber auch freuen, denn ihnen wurde ein buntes und abwechslungsreiches Leseprogramm geboten.

Ein Programmpunkt sah ein lustiges Lesetraining vor, bei dem genaues Hinsehen gefragt war: Texte ohne Großbuchstaben, Wörter mit fehlenden Buchstaben, Sätze, die plötzlich auf dem Kopf standen – dazu knifflige Logicals und spannende Lesespurgeschichten. Wer dachte, Lesen sei Routine, wurde hier auf spielerische Weise herausgefordert.

Die „Lese-Schlange“ war ein weiterer Baustein: Eine Lehrkraft eröffnete durch lautes Vorlesen aus einem der Bücher aus unserer Bücherkiste für Sechstklässler. Danach übernahmen die Schülerinnen und Schüler und lasen nacheinander weiter – ein gemeinsames Leseerlebnis, das nicht nur sichtbar Freude am Vorlesen weckte, sondern auch Interesse für die vorgelesenen Bücher.

Einen Höhepunkt bildete der Besuch der Schulbibliothek, in der drei besondere Methoden zur Auswahl standen: Beim „Blind Date mit einem Buch“ entdeckten die Kinder geheimnisvoll verpackte Bücher, deren Inhalt nur durch wenige Hinweise erahnt werden konnte. Beim „Vorlese-Speed-Dating“ tauschten sich Lesepaare in kurzen Runden über ausgewählte Textstellen aus. Oder sie erlebten einen intensiven „Vorlese-Moment“, bei dem ein Text besonders stimmungsvoll präsentiert wurde. Alle drei Angebote sorgten für Überraschungen, eine Menge Gesprächsstoff, und viele wollten die angelesenen Bücher am liebsten sofort weiterlesen. “Schön, dass die Kinder mal Gelegenheit für eine ganz entspannte Begegnung mit Büchern in der Schule hatten,” resümierte eine der beaufsichtigenden Lehrkräfte.

Der Vormittag war nicht nur ein Fest des Lesens, sondern auch eine ideale Vorbereitung auf den Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe, der nächste Woche mit dem Schulentscheid beginnt. Viele Kinder entdeckten, wie viel Spaß es macht, vorzulesen – und wie man mit Stimme, Tempo und Betonung Geschichten lebendig werden lässt.

Die Tage werden kürzer und der erste Plätzchenduft liegt in der Luft. Um die Wartezeit auf das Weihnachtsfest zu verkürzen, präsentiert die Mathematik-Fachschaft dieses Jahr die erste Ausgabe von Berthas Mathematik-Adventskalender für die 5. und 6. Jahrgangsstufe: An jedem Schultag bis zu den Weihnachtsferien wartet eine spannende Knobelaufgabe darauf, gelöst zu werden, und natürlich auch ein kleiner Preis.

Die Spielregeln sind einfach: An jedem Schultag wird in der ersten Pause vor dem Lehrerzimmer und in Bauteil E eine neue Aufgabe ausgelegt. Die letzte Aufgabe gibt es am Donnerstag, den 18. Dezember. Die Lösungen können bis zum nächsten Schultag in der ersten Pause in die Geschenkbox vor dem Lehrerzimmer eingeworfen werden. Jeden Freitag in der ersten Pause werden alle Gewinnerinnen und Gewinner der Woche in der Schulbibliothek gekürt.

Viel Spaß und fröhliche Weihnachten wünscht die Mathematik-Fachschaft

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Unter dem Motto BalanceAkt beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe an zwei Tagen Mitte Oktober intensiv mit den Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ziel war es, die Jugendlichen für bewusste Entscheidungen im Alltag zu sensibilisieren – sei es im Bereich Ernährung, Bewegung oder beim Umgang mit Konsum und Suchtverhalten. Dank eines vielfältigen Workshopangebots erhielten sie spannende Einblicke und konnten praktische Erfahrungen sammeln.

Im Workshop „Billige Kleidung – Wer zahlt den Preis?“ setzten sich die Jugendlichen mit den sozialen und ökologischen Folgen der Textilproduktion auseinander. Sie recherchierten zu verschiedenen Aspekten und entwickelten Ideen für ein nachhaltigeres Konsumverhalten. Ein Kurzfilm über Kinderarbeit in der Textilindustrie verdeutlichte die Problematik eindrücklich.

Unter dem Motto „Bunt statt blau“ ging es um ein Leben ohne Alkohol. Die Schülerinnen und Schüler sammelten kreative Ideen, mit denen sie auf die Risiken von Alkoholkonsum aufmerksam machen können, und setzten diese gestalterisch um. Das Projekt wird im Kunstunterricht weitergeführt.

Ihren Puls zu messen und die Zusammenhänge zwischen Belastung, Herzfrequenz und Erholung zu verstehen, lernten die Jugendlichen im Workshop „Körpergefühl mit Zahlen“. Mit Pulsmessgeräten und iPads wurden die Werte sichtbar, ein intensives HIIT-Workout und eine anschließende Cool-down-Phase machten die Theorie praktisch erfahrbar.

Eine besondere Einheit fand am Pfuhler Badesee statt: Unter dem Motto „Fit und achtsam“ absolvierten die Schülerinnen und Schüler mit Partnerübungen, die zum Teil auf natürlichen Materialien wie Baumstämmen ausgeführt wurden, einen abwechslungsreichen Workout-Zirkel. Atem- und Achtsamkeitsübungen rundeten das Programm ab und schufen ein echtes Balance-Erlebnis für Körper und Geist.

Auch die Aktion „Waldreben entfernen“ im Pfuhler Wald war lehrreich. Die Jugendlichen halfen dabei, die Kletterpflanzen von den Bäumen zu lösen, um deren Gesundheit zu fördern. Unter fachkundiger Anleitung lernten sie viel über den Schutz und die Pflege des Waldes.

Ein weiteres Highlight war das „Waldbaden“. Die Schülerinnen und Schüler tauchten in die Atmosphäre des Waldes ein und erlebten durch bewusstes Gehen, Lauschen und Atmen die Natur mit allen Sinnen. Viele empfanden dies als wohltuende Pause vom Schulalltag und als inspirierende Erfahrung für mehr innere Balance.

Im Workshop „Grüne Oase“ packten die Jugendlichen tatkräftig mit an: Sie pflanzten Bäume, befreiten Flächen von Unkraut und bereiteten Hochbeete auf den Winter vor. Neben dem sichtbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit erfuhren sie auch, wie positiv Gartenarbeit auf das eigene Wohlbefinden wirken kann.

Abgerundet wurden die Projekttage durch zwei praxisnahe Ernährungs-Workshops zum Motto „Bunt ist gesund“. Beim Smoothie-Baukasten konnten die Schülerinnen und Schüler gesunde Getränke selbst zusammenstellen, während im zweiten Workshop saisonale Produkte wie Kürbis und frisches Gemüse verarbeitet wurden. Die Teilnehmenden waren erstaunt, wie einfach sich Fertigprodukte durch frische Alternativen ersetzen lassen.

Schon kleine Dinge können dazu beitragen, unser Leben nachhaltiger und gesünder zu gestalten.

Perfekter Start in die neue Wettkampfrunde

Die Handball-Schulmannschaft der Klassen 5 bis 7 der Jungen ist mit einem hervorragenden Ergebnis in die neue Wettkampfrunde gestartet: Beim Kreisentscheid sicherte sich das Team mit drei Siegen aus drei Spielen souverän den Titel des Landkreismeisters.

Besonders beeindruckend ist, dass neben erfahrenen Vereinsspielern auch mehrere Schüler ohne vorherige Handballerfahrung am Turnier teilgenommen haben – und mit großem Einsatz sowie starken Leistungen maßgeblich zum Erfolg beitrugen.

Wir gratulieren der gesamten Mannschaft herzlich zu diesem tollen Ergebnis und wünschen viel Erfolg beim bevorstehenden Regionalentscheid!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Wir haben uns heute hier am Kriegerdenkmal in Neu-Ulm versammelt, um innezuhalten, zu mahnen und zu erinnern an die unzähligen Opfer, die im Krieg ihr Leben verloren haben. Wir wollen unsere Verbundenheit zum Ausdruck bringen und all denen in Gedanken Hoffnung schenken, die nicht, wie wir das Glück haben, in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht. Seit über einem Jahrhundert gedenken wir den gefallenen Soldaten und unschuldigen Opfern, die durch Akte der Gewalt, Vertreibung und Verfolgung ums Leben gekommen sind. Wie auch viele andere Städte wurde die Stadt Neu-Ulm vom Krieg gezeichnet. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs verloren 9000 Neu-Ulmer einen Teil ihrer Heimat, ihre Häuser, ihre Angehörigen. Seit der Zeit des Wiederaufbaus haben wir das Glück in Frieden zu leben. Doch auch heute sind Kriege nicht Teil unserer Vergangenheit, nein sie sind Realität für viele. Auch heute leben Menschen in Kriegsgebieten und kämpfen für die Freiheit ihrer Heimat. In der Ukraine werden Familien auseinandergerissen, Städte liegen in Trümmern und tausende Menschen sind auf der Flucht. Erschreckende Zustände werden uns täglich berichtet und genau hier ist unsere Aufgabe ein Zeichen zu setzen.

Der Volktrauertag wurde erstmals nach dem Ersten Weltkrieg in den 1920er Jahren eingeführt, als ein Zeichen der Solidarität und Empathie gegenüber den Zurückgebliebenen der Gefallenen.  Leider wurde dieser eigentlich friedensorientierte Tag von den Nationalsozialisten missbraucht, um ihre Kriegspropaganda zu verbreiten. Die Umbenennung in den „Heldengedenktag“ fungierte als Instrument des NS-Regimes zur Verherrlichung von Krieg und der Aufopferungsbereitschaft von Soldaten. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges folgte die Distanzierung von menschenverachtenden nationalsozialistischen Werten, und somit wurde der „Heldengedenktag“ 1950 erneut umgestaltet. Er wurde zu einem Tag, der uns an die Vergangenheit erinnert, und Hoffnung für die Zukunft gibt. So sind wir heute hier versammelt, um den Opfern der Weltkriege zu gedenken, aber ebenso auch allen anderen unschuldigen Menschen, die ihr Leben dafür gegeben haben, um ihrer Heimat Frieden zu schenken. 

Krieg bringt stets Zerstörung und fordert Opfer. Gerade in Zeiten wie diesen, in welchen Kriegsmeldungen die Nachrichten dominieren und die Spannungen zwischen Menschen steigen, ist es umso wichtiger sich auf den Volkstrauertag und seine Bedeutung zurückzubesinnen. Wir gedenken den Menschen, die in Kriegen für Deutschland ihr Leben gelassen haben. Aber der Volkstrauertag ist so viel mehr als nur eine Totenandacht. Denn das Gedenken geht weit über einen einzigen Tag hinaus. Das Lernen aus der Vergangenheit ist ebenso Teil davon, wenn nicht sogar der Wichtigste. Denn sogar in den schlimmsten Zeiten sind Menschen in der Lage, Hoffnung zu fassen, und aus dieser Hoffnung heraus nach dem Krieg wieder anzufangen. Der Volkstrauertag erinnert uns: Frieden ist nie selbstverständlich. Demokratie lebt davon, dass wir sie jeden Tag verteidigen – mit Mut, Mitgefühl und Verantwortung. Wir müssen die Werte der Demokratie, der Freiheit und der Menschenwürde schützen – nicht nur für uns, sondern weltweit. In Russland, China und vielen anderen Ländern gelten oft Gesetze nur für „normale Bürger“, nicht für jene, die Macht haben. Die Leidtragenden sind Unschuldige – Opfer staatlicher Willkür, politischer Repression und kriegerischer Gewalt, denn dort werden Menschen entrechtet, verschleppt oder getötet – nicht weil sie schuldig sind, sondern weil sie in Systemen leben, in denen Gesetze nicht alle gleichermaßen schützen. Frieden entsteht nicht durch Wegsehen, sondern durch Haltung und Stärke. In der Lage zu sein, sich zu verteidigen, bedeutet nicht, Kriegslust, sondern die Fähigkeit, Frieden zu sichern und Abschreckung zu schaffen, damit Unrecht gar nicht erst geschieht. Wenn wir die Opfer der Vergangenheit ehren, dann indem wir alles tun, um neue Opfer zu verhindern. Das ist unsere Aufgabe – als Bürgerinnen und Bürger eines freien Landes.

Somit gedenken wir einerseits in Trauer, aber auch in Hoffnung. Denn aus der Erinnerung an die vielen Kriegsgefallenen wächst die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Auch für Neu-Ulm wünschen wir uns, dass es nie wieder dazu kommen muss, dass tausende Menschen ihre Heimat und ihre Geliebten verlieren. Wir wollen eine Zukunft gestalten, die nicht von Krieg, sondern von Zusammenhalt, Miteinander und Respekt geprägt ist. Wir appellieren an die Menschlichkeit, denn diese ist Grundlage einer friedlichen Gemeinschaft. In diesem Sinne ehren wir die Opfer, indem wir sie in Erinnerung halten, aber richten unseren Blick stets nach vorn. Denn, wie Margot Friedländer einst sagte: „Erinnern allein reicht nicht“. Wir müssen uns unseren Taten bewusst werden und aus der Vergangenheit lernen, wodurch eine  Zukunft voller Frieden entstehen kann.

Schülerinnen und Schüler des PuG-13-Kurses

Eindrücke vom DDR-Zeitzeugenvortrag vom 31.10.25, bei dem Herr Kurth wie bereits letztes Schuljahr allen Zehntklässlern interessante, spannende und schockierende Informationen zu seinen Erfahrungen in der ehemaligen DDR vermittelte.

10.11.2025, München: Auszeichnungsveranstaltung „gute gesunde Schule“. Foto: Matthias Balk/Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Unser Gymnasium wurde im Rahmen der Initiative Gute gesunde Schule ausgezeichnet – ein Erfolg, der auf dem engagierten Einsatz unserer Schulgemeinschaft beruht. Mit Kreativität und Tatkraft haben Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen den Außenbereich unserer Schule in eine grüne Oase verwandelt, die gleichermaßen zum Lernen und Erholen einlädt.

In Hochbeeten gedeihen Kräuter und Gemüse, gepflanzt und gepflegt im Rahmen unseres Urban Gardening-Projekts. 17 neu gepflanzte Bäume stehen symbolisch für die Nachhaltigkeitsziele unserer UNESCO-Schule und bilden das Herzstück unseres grünen Klassenzimmers. Aufgemalte Hüpfspiele fördern Bewegung und Spiel im Freien. Selbstgebaute Wolkenliegen laden zum Entspannen und Träumen ein.

Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Gesundheit, Umweltbewusstsein und Gemeinschaftsgeist an unserer Schule gelebt werden.

(von links nach rechts)
Kaiyang Liu, Aliya Arat, Emilia Schroeder, Liya Heinen, Tiago Behr

Am 22.09.2025 bekamen zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm als Belohnung für ihre Leistung beim sommerlichen Stadtradeln ein Eis spendiert. 

Als es noch heiß und Sommer war in diesem Jahr, in diesem Fall von Ende Juni bis Anfang Juli, wurde im Landkreis Neu-Ulm fleißig und schweißtreibend geradelt. Und als besonders fleißige Gruppe stach das Bertha-von-Suttner-Gymnasium hervor! Mit einer knappen Erdumrundung bzw. über 36.000 km ließen wir die anderen Teams weit hinter uns. Kein Wunder: Haben doch über 200 radelnde Mitglieder der Schulfamilie ihren Teil dazu beigetragen, dass wir so erfolgreich waren. Ein großes Dankeschön an alle, die in die Pedale getreten sind, von mir, dem gesamten Kollegium und der Schulleitung. 

Der Landkreis bedankte sich für dieses lobenswerte Ergebnis ebenfalls und schickte nun schon zum dritten Mal den Eiswagen vom Eisrausch Ulm zu uns. Die Jungs und Mädels der elf trittreichsten Klassen konnten sich am 22.9.2025 über ein Eis freuen. Dass dies gut ankam, war an den fröhlichen Gesichtern der Jugendlichen leicht zu erkennen. Insofern geht unser Dank an den Landkreis zurück! 

Axel Schaz 

Bild: Die Klasse 6c freut sich über das erradelte Eis. Foto: Esther Schmid, Landkreis Neu-Ulm 

„Macht über Wissen – und Wissen über Macht“ – Interessante Einblicke in das Begabungsseminar Bonlanden

Vom 14. bis 16. Juli 2025 fand das traditionelle Begabungsseminar statt, an dem 30 Schülerinnen und Schüler des Illertal-Gymnasiums Vöhringen (IGV) und des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm (BvSG) teilnahmen. Das Kloster Bonlanden bot mit seiner besonderen Atmosphäre sowie sportlichen und musikalischen Angeboten hierfür wieder ideale Rahmenbedingungen.

Unter dem Leitthema „Macht!“ beleuchteten die Teilnehmenden mit Unterstützung engagierter Dozentinnen und Dozenten verschiedenste Facetten des Begriffs. Vom IGV waren beispielsweise Frau Hübner, Frau Rink und die ehemalige Vertrauenslehrerin Frau Brückner anwesend. Das BvSG vertraten die Lehrkräfte Herr Kürzinger, Herr Assum und Frau Wöllmer.

Besonders in Erinnerung blieb der Vortrag von Frau Brückner, die mit kreativen, teilweise auch skurrilen Gedankenspielen einen neuen Zugang zur komplexen Welt des Managements eröffnete. Vielleicht denken nun einige Teilnehmende tatsächlich darüber nach, selbst einmal eine Führungsposition einzunehmen.

Ein weiteres Highlight war der Besuch von Prof. Dr. Heiko Peuscher, der eine von ihm entwickelte künstliche Lunge aus Glas vorstellte und deren Bedeutung während der Corona-Pandemie erläuterte.

In einer abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich: Viele Teilnehmende haben ihre Sicht auf „Macht“ verändert, erweitert und erkannt, dass sie auch positive, gesellschaftlich wichtige Aspekte hat. Neben neuem Wissen nahmen sie Motivation, Selbstvertrauen und wertvolle Freundschaften mit nach Hause.

Mikko Merkle, 12. Klasse

Wie verhalte ich mich eigentlich richtig am Busparkplatz? Was muss ich beim Ein- und Aussteigen beachten? Und warum ist der Bremsweg eines Busses so lang? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen unsere neuen Fünftklässler am vergangenen Freitag bei der Buseinweisung durch das Busunternehmen Gairing und die Verkehrspolizei Neu-Ulm. 

In einer guten halben Stunde erfuhren die Kinder nicht nur, wie sie sich selbst und andere vor, während und nach einer Busfahrt schützen können, sondern durften auch praktisch erleben, wie schwer ein Bus tatsächlich ist: Gemeinsam versuchten sie, einen Reifen aufzustellen – gar nicht so einfach! Besonders eindrucksvoll war die Demonstration des Bremswegs: Je nach Gewicht braucht ein Bus deutlich länger zum Anhalten, als man denkt. Zum Staunen brachte die Schüler auch der Test, bei dem ein mit Wasser gefüllter Kanister einfach überrollt wurde. 

Natürlich standen vor allem die wichtigsten Sicherheitsregeln im Mittelpunkt: 

  • Am Busparkplatz immer Abstand halten, hinter der Absperrung bleiben und niemals darauf klettern oder sich daraufsetzen. 
  • Beim Ein- und Aussteigen gilt: Anstellen, nicht drängeln und niemanden schubsen. 
  • Im Bus selbst ist Rücksicht gefragt – nur so kommen alle sicher an. 

Mit vielen anschaulichen Beispielen machten die Experten deutlich, dass richtiges Verhalten rund um den Schulbus nicht nur Vorschrift, sondern vor allem eines ist: lebenswichtig. 

Dies gilt natürlich nicht nur für die Kinder, die täglich mit dem Bus zur Schule und wieder nach Hause fahren, sondern auch bei Klassenfahrten oder privaten Fahrten mit einem Linienbus. 

Wer sich an die Regeln hält, macht das Busfahren für sich und alle anderen sicherer! 

Am 22. Juli 2025 wurde das Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm wieder von zahlreichen Mitgliedern unserer Schulfamilie besucht, um die künstlerischen Beiträge unserer Schülerinnen und Schüler bei unserer „Sommerbühne“ zu genießen.

Es ist 18:58 Uhr. Im Foyer des Edwin-Scharff-Hauses herrscht gespannte Vorfreude. Schülerinnen und Schüler in feiner Garderobe huschen vorbei, das Technikteam diskutiert letzte Abläufe, Gäste nehmen ihre Plätze ein. Dann geht der Vorhang auf und ein kurzer Videoclip kündigt die einzelnen Gruppen an, die den Abend gestalten werden.

Zwei der Organisatoren des heutigen Abends, Herr David Frauendienst und Frau Anja Fladerer, führen das Publikum direkt ein ins Herz der diesjährigen Veranstaltung: die Feier unseres Schuljubiläums, denn das Bertha-von-Suttner-Gymnasium blickt zurück auf ein halbes Jahrhundert Schulgeschichte. Besonders gewürdigt werden soll an diesem Abend auch die Friedensbotschaft der Namensgeberin Bertha von Suttner: „Musik wird zur Haltung, unser Theater zum Spiegel“, kündigen die beiden Moderatoren an. Und tatsächlich: Die Jubiläums-Sommerbühne wird zu einem vielstimmigen Appell – eindringlich, berührend, mutig.

Schon der erste Programmpunkt macht klar: Hier geht es nicht um Show, sondern um Botschaften: Der Unterstufenchor, geleitet von Frau Sara Sprengart, eröffnet mit Mamma Mia, An Guten Tagen und I Have a Dream und vermittelt hiermit nicht nur jugendliche Lebensfreude, sondern auch eine Zukunftsvision von einer Menschheit, die in Frieden miteinander lebt. Anschließend folgt der Auftritt unserer Combo unter der Leitung von Herrn Jonas Mittag, die das Publikum mit Funk- und Soulstücken mitreißt; die kraftvollen groovigen Rhythmen mit den Titeln Groove to the Music, Strong enough und Make it funky vermitteln eindrücklich: „Wir sind bereit, laut zu sein.“ Stimmgewaltig beschwört das Vokalensemble von Herrn David Frauendienst mit Human die Menschlichkeit in jedem und feiert sowohl die Liebe als auch das Leben mit den Stücken Red red rosé und Viva la vida.

Und dann: Stille. Beamer an. Die Crossover-AG beginnt mit einer kurzen erheiternden Tanzeinlage, gefolgt von einer kurzen Kriegsepisode – ein Kontrast, der stärker nicht in Szene gesetzt werden könnte. Die Eigenproduktion der Crossover-AG, einer Kombi aus Theater und Film, die in monatelanger Arbeit unter Anleitung von Frau Anja Fladerer und Frau Elisabeth Baumgartner gereift und in einer intensiven Probenwoche in Roggenburg die individuellen Stärken aller Mitglieder zusammenführte, bringt Bertha von Suttner in den Saal – nicht als verstaubte Geschichtsfigur, sondern als moderne Frau, die sucht, kämpft, mahnt. In eindrucksvoll choreografierten Szenen und prägnanten Dialogen, die medial illustriert und an ausgewählten Stellen musikalisch untermauert werden, zeigen die Kinder und Jugendlichen ihre Interpretation von Mut, Krieg, Identität und Widerstand. Sie stellen Fragen, die nachdenklich machen – und geben Antworten, die Hoffnung schenken. Ihre Präsentation ist berührend und unbequem zugleich – und wird von den jungen Schülerinnen und Schülern mit einer so großen künstlerischen Qualität dargebracht, dass das Publikum kaum zu atmen wagt.

Nach der Pause bringt das Orchester, dirigiert von Herrn Klaus Weiss, klangvolle Weite ins Haus. Mit Heal the World, Fireworks und Concerto d’amore spannt es einen Bogen von Pop zu Klassik und greift dabei zentrale Themen wie Gemeinschaft und Leidenschaft auf – wie geschaffen für einen Abend, an dem Gegensätze überwunden werden und gemeinsam musiziert und künstlerisch gewirkt wird.

Der Große Chor, geleitet von Herrn David Frauendienst, bezieht die Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal explizit mit ein, indem die Sängerinnen und Sänger fragen: Do You Hear the People Sing?  Anhand einer weiteren kurzen Choreo der Crossover-AG wird der Song Believer eingeleitet, der den unerschütterlichen Glauben Bertha von Suttners übermitteln soll. Mit I’m still standing demonstriert der Chor schließlich seine Standhaftigkeit und Willensstärke – ganz nach dem Vorbild der Friedensnobelpreisträgerin.

Die zentralen Appelle der Mitwirkenden werden von unserer Pop-Band, die von Herrn Jonas Mittag betreut wird, mit Set fire to the Rain, I Will Survive, Don’t Stop Believin’, Sweet Child of Mine – und als krönendem Abschluss: Don’t Stop Me Now – noch einmal auf den Punkt gebracht. Ausdrucksstarker Gesang, mitreißende Soli und die spürbar eingespielte Verbundenheit auf und neben der Bühne begeistern die Anwesenden: Der Applaus ist donnernd. Minutenlang. Manche stehen auf, manche haben Tränen in den Augen.

Spätestens als am Ende die über 150 Schülerinnen und Schüler, die diesen Abend gestaltet haben, Schulter an Schulter auf der Bühne stehen, sich gegenseitig zunicken und mit leuchtenden Augen ins Publikum blicken, ist klar: Hier geht es nicht nur um Musik oder Theater. Es geht um Haltung, um Zukunft, um Frieden und Gemeinschaft.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen wunderbaren Abend!

Zu einem vollem Erfolg wurden die diesjährigen Bundesjugendspiele, die trotz immer wiederkehrender Regenschauer von allen Beteiligten mit großem Engagement durchgezogen wurden. An den Spielen, die von der Fachschaft Sport wie immer sehr gut organisiert wurden, nahmen die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen teil, die auch diesmal wieder mit tollen Leistungen in den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Ballwurf aufwarten konnten. Parallel dazu fanden zwei Volleyballturniere der 9. und 10. Klasse sowie der 11. und 12. Klasse statt. Herr Scholz, der den Wettkampf der Oberstufe mitorganisierte, war vom Niveau durchweg angetan: „Hier hat sich wirklich einmal gezeigt, was die Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren im Sportunterricht trainiert haben!“  

Schon früh am Morgen des 30. Mai 2025 ist der Himmel strahlend blau und die Sonne wärmt das Schulgelände – perfekte Bedingungen für ein Event, das die gesamte Schulgemeinschaft des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in Bewegung bringen wird: der große Spendenlauf 2025. 

Organisiert von den Lehrerinnen Lena Sonnleitner und Sibylle Feil wird der Sportplatz an diesem Freitag zum Zentrum eines bunten, fröhlichen Treibens. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen laufen, schwitzen, lachen – Runde um Runde, 700 Meter lang, mit einem Ziel: Geld sammeln für ein schöneres Schulhaus.

Sport trifft Gemeinschaftsgefühl. 

Die Motivation ist riesig. Egal, ob klein oder groß – alle geben ihr Bestes. Es wird angefeuert, gelacht, auch mal gestolpert und wieder aufgestanden. Und während noch niemand weiß, wie viel genau am Ende zusammenkommen wird, ist allen klar: Diese Aktion zeigt Wirkung. 

„Wir wollten etwas schaffen, das sportlichen Ehrgeiz mit einem guten Zweck verbindet“, erzählt Lena Sonnleitner zwischen zwei Lauf-Slots. Jede Jahrgangsstufe bekommt eine Stunde Zeit, um möglichst viele Runden zu absolvieren – beflügelt von Musik, Applaus und der Aussicht, mit jeder Runde etwas Gutes zu tun.  

Ein Fest für alle Sinne! 

Für gute Stimmung sorgt an diesem Tag nicht nur die sportliche Leistung. Das Technikteam der Schule liefert mit satten Beats, aktuellen Hits und guter Laune den Soundtrack zum Tag. „Wir wollten den Sportplatz in eine kleine Festivalzone verwandeln – und ich glaube, das ist uns gelungen“, sagt ein Schüler aus der Technik-AG lachend. 

Außerdem haben engagierte Eltern süße Leckereien, Obst und Energieriegel gesponsert, die die SMV an die hungrigen Läufer verkauft. 

Ein Getränkestand und eine kleine Eisstation bieten die nötige Abkühlung – bei über 25 Grad eine willkommene Erfrischung. 

Erfolg, der bewegt! 

Nach dem letzten Lauf sind alle erschöpft, aber auch glücklich über das gemeinsam Erreichte: Der Spendenlauf hat sagenhafte 9.348,96 Euro eingebracht!

Mit diesem Geld sollen nun unter anderem neue Möglichkeiten für eine „bewegte Pause“ geschaffen werden, zum Beispiel durch Spielgeräte oder Bewegungsangebote. Auch Verbesserungsvorschläge für das Schulhaus oder die Außenanlagen stehen zur Diskussion.  

Egal, was am Ende dann angeschafft werden wird: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das liegt nicht nur an der beeindruckenden Summe, sondern auch daran, dass sie gezeigt hat, wie stark der Zusammenhalt am Bertha-von-Suttner-Gymnasium ist und was möglich wird, wenn eine Schule gemeinsam anpackt.

 

Am Freitag, den 11.07.2025 und am Montag, den 14.07.2025 besuchten alle Siebtklässlerinnen und Siebtklässler die Moschee in Straß. Zur Förderung des interreligiösen Dialogs konnten sie vor Ort einen Einblick in den Islam und seine Gebetstraditionen bekommen.

Festakt im Zeichen des Friedens 

Am 5. Juni 2025 feierte das Bertha-von-Suttner-Gymnasium Pfuhl sein 50-jähriges Bestehen in der Aula. Geladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, ehemalige und aktuelle Mitglieder der Schulfamilie sowie Gäste aus der Region. Was sie alle verband: die Wertschätzung für eine Schule, die seit fünf Jahrzehnten den Geist ihrer Namensgeberin lebendig hält. 

Den Auftakt machte das Schulorchester unter der Leitung von Herrn Klaus Weiß mit einer feierlichen Interpretation von Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“. Nach einem kurzen Auftritt des beliebten schuleigenen Roboters Pepper stellten sich die drei Mitglieder der SMV – Emilia Schroeder (12. Jgst.), Felix Schneider (11d) und Paul Speiser (11d) – vor, die mit Charme, Witz und Souveränität durch die Veranstaltung führten und dabei zeigten, was gelebte Mitgestaltung bedeutet. 

In ihrer Begrüßungsrede erinnerte Schulleiterin Sabine von Appen an den Gründungstag der Schule am 1. August 1975 sowie das Jahr 1982, in welchem das Gymnasium nach der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner benannt wurde. Denn ein Name für ein Gymnasium ist sein „pädagogisches Programm“: Er ist unser „Bekenntnis zum Frieden“, so die Rektorin. 

Mit „I have a dream” von Mary Donnelly untermauerte der Unterstufenchor unter der Leitung von Sara Sprengart diese Botschaft sehr gefühlvoll. 

Ministerialrat Robin Pantke vom Bayerischen Kultusministerium überbrachte Grüße aus München. In seiner Rede nahm er verschiedene Perspektiven auf die Schule ein – von der amtlichen Statistik über die pädagogische Leistung bis hin zur Vogelperspektive auf das begrünte Schulgelände. Aus einem „Schulbaby“, das laut dem Jahresbericht 1975/76 116 Schüler beherbergte, sei inzwischen ein „gestandenes Mitglied der Schulfamilie im Landkreis Neu-Ulm“ geworden, das heute 771 Schüler besuchen. Das, was die Schule am meisten präge, seien die Menschen, die jeden Tag dazu beitragen, dass das Bertha-von-Suttner-Gymnasium Neu-Ulm so eine „sympathische und weltoffene Bereicherung für den Landkreis“ ist. 

Für einen echten Gänsehautmoment sorgte der anschließende szenische Beitrag der Crossover-AG unter der Leitung von Frau Anja Fladerer und Frau Elisabeth Baumgartner, in dem Schülerinnen und Schüler die Stimme von Bertha von Suttner in die Gegenwart holten – kraftvoll, politisch, poetisch. Die große Identifikation mit den Werten der UNESCO-Projektschule wurde hier offenbar: „Wir sind Bertha, wir bleiben laut, Frieden beginnt mit uns“, war die Botschaft der Kinder, die vom Publikum mit lautem Applaus aufgenommen wurde. 

Von der Aufführung gerührt wies Landrätin Eva Treu darauf hin, dass Bildung nicht nur Wissen vermittle, sondern jungen Menschen Werte mitgebe. Die Vielfalt des Angebots sowie den Zusammenhalt am BvSG stellte sie dabei besonders heraus. „Ein Raum, in dem Bildung entsteht, ist nämlich nicht das Klassenzimmer, sondern das Miteinander.“ Zum Schluss ihrer Rede richtete sie den Appell an die Schülerinnen und Schüler, sich die Hoffnung zu bewahren, die auch Bertha von Suttner der Jugend zuschrieb, indem sie einst sagte: „Ach, das ist das Schöne an der Jugend, dass sie mit ebenso viel Hoffnungen operiert wie das Alter mit Erinnerungen.“ Und gerade an einem Tag wie heute würden sich Erinnerung und Hoffnung die Hand reichen.  

Einen Einblick in ganz persönliche Erinnerungen gewährte Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. Als ehemalige Schülersprecherin des Gymnasiums habe sie bei der Feier zum 25jährigen Jubiläum der Schule bereits die Ehre gehabt, auf dieser Bühne zu stehen und eine Rede zu halten. Daher sei es für sie ein hochemotionaler Moment, heute wieder hier stehen zu dürfen. Dies sei ein Ort, an dem Tradition gelebt werde und an dem das Leben der Schüler nachhaltig beeinflusst werde. So habe sie hier nicht nur ihren Ehemann kennengelernt, sondern auch den Bildungspolitik-AK besucht, der ihre Zukunft maßgeblich geprägt habe. 

Dass nicht nur ehemalige Schüler der Schule, sondern auch ehemalige Schulleiter bis heute eine sehr enge Bindung zum BvSG haben, wurde daraufhin spürbar. Die erste Schulleiterin des Gymnasiums Frau Karin Weisgräber versetzte die Anwesenden in die Anfangszeit der Schule, erzählte von ihrem persönlichen Werdegang und schilderte in einer erfrischend humorigen Art und Weise von Anfangsschwierigkeiten, die sie als eine der wenigen weiblichen Schulleiterinnen dieser Zeit meistern musste, zu bewältigenden Hürden wie Platznot und Baulärm sowie Errungenschaften, auf welche die Schule stolz sein könne, darunter die Partnerschaft mit Frank Webers Schule in Bolivien. Es sei eine „schöne Lebensaufgabe“ gewesen, 24 Jahre lang diese Schule aufzubauen, mitzugestalten und ihren „guten Geist“ zu prägen. Seither habe sich die Welt „radikalst verändert, Unverstellbares ist in guter und bedrohlichster Weise Realität geworden, doch die Aufgabe der Schule ist geblieben: zum Wohle der Jugend zu wirken.“ Minutenlange Standing Ovations folgten auf ihre Worte. 

Auch in Frau Jutta Grubers Worten, Schulleiterin von 2014 bis 2017, kam zum Ausdruck, wie sehr ihr das BvSG immer noch am Herzen liegt. Sie betonte, dass ihr während ihrer Amtszeit die Persönlichkeitsentwicklung ein besonderes Anliegen gewesen sei. Denn für sie sei das Gymnasium ein Ort, an dem sich junge Menschen persönlich entfalten können. Daher sei sie froh, dass das Bertha-von-Suttner-Gymnasium eine Schule ist, an der genau dies ermöglicht wird. 

Ein „Zeitreisender“, der seit 1981 nicht mehr vom BvSG wegzudenken ist, obwohl er bereits vor einigen Jahren in Pension ging, und dem sicherlich zustimmen würde, wurde nun als Überraschungsgast von Herrn Eckhard Sedelmeier, dem Organisator des der heutigen Feierlichkeiten, auf die Bühne gebeten: Herr Josef Kerscher. Der ehemalige Lateinlehrer, der auch heute noch aushilft, wenn Not am Mann ist und immer noch gern die Zehntklässler auf ihre Romfahrt begleitet, unterhielt die Gäste mit zahlreichen Anekdoten. 

Viktoria Höck aus der 9c begeisterte das Publikum daraufhin mit einem virtuos vorgetragenen Stück auf der Violine: der „Scherzo-Tarantelle“ von Henri Wieniawski. Begleitet wurde sie dabei am Flügel von Frau Jevgenia Vilk.  

Die Festrede hielt Thorsten Freudenberger, der als Landtagsabgeordneter, ehemaliger Landrat des Landkreises Neu-Ulm, früherer Lehrerkollege und Vater eines Schülers eine ganz besondere Beziehung zum Bertha-von-Suttner-Gymnasium hat. In seiner Rede würdigte er vor allem die große Liberalität und Offenheit der Schule und lobte das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Lehrerschaft, wobei er auch diejenigen miteinbezog, die diesen Tag nicht mehr mitfeiern konnten. Gute Erinnerungen würden sich in die Zukunft hineinentwickeln. Dabei verwies er auf Bertha von Suttners Worte: „Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen – nein: unserer Enkelkinder!“ 

Mit einer Kontinente und Kulturen verbindenden Tanzperformance demonstrierte die K-Pop-Gruppe unter der Leitung von Emilia Schroeder (12. Jgst.) eindrücklich, wie man trotz vieler Unterschiede Gemeinsamkeiten leben kann, denn die Bewegungen verliefen synchron zu einem im Hintergrund abgespielten Video, das die K-Pop-Gruppe unserer Partnerschule in Cochabamba, Bolivien, für uns aufgenommen hat. 

Der Elternbeiratsvorsitzende Herr Volker Walz hob in diesem Zusammenhang hervor, dass das BvSG eine Schule ist, an der Kinder Begabungen entdecken und Gemeinschaft erleben können. Die Schüler seien das „Herz einer Schule“. Hier zähle nicht nur Leistung, sondern an dieser Schule werde auch gelernt, zuzuhören, aber auch die eigene Stimme zu erheben. 

Dies bestätigte auch Schülersprecher Antonio Novakovic aus der 12. Jahrgangsstufe. „Hinterfragen, Meinung bilden, Entscheidung treffen“: An dieser Schule werde miteinander geredet. „Wenn man zusammenarbeitet, funktioniert alles besser“; dies habe er an unserer Schule gelernt. Das BvSG sei für ihn nicht nur ein zweites Zuhause, sondern auch eine zweite Familie. Bildung, Zusammenhalt und Frieden stehen für ihn somit in untrennbarem Zusammenhang. 

Weil dies auch die Schulband unter der Leitung von Herrn Jonas Mittag so sieht, entschied sie, die Feierlichkeiten mit „Zombie“ von den Cranberries zu beschließen, einem Lied gegen Gewalt und für Frieden. Ganz im Sinne von Bertha von Suttner, die schrieb:
„Frieden ist die Grundlage und das Endziel des Glückes.“ 

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Gäste am Buffet, das von den Mensabetreibenden Judith Steiger und Uwe Altrichter vorbereitet worden war, bedienen.  

Die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Bertha“, die von allen Schulklassen während der Jubiläums-Projekttage unter Anleitung des Kunst-P-Seminars von Elisabeth Baumgartner auf die Beine gestellt worden war, konnte ab 14:30 Uhr besichtigt werden. 

 

Sabrina Müller 

Anlässlich unseres 50jährigen Schuljubiläums hat die Redaktion der „Dicken Bertha“ eine digitale Sonderausgabe auf den Weg gebracht, die sich speziell mit unserer Rolle als UNESCO-Projektschule befasst.

Wir wünschen viel Freude beim Durchblättern!

Auch unsere Show-Café-Ausgabe ist inzwischen übrigens auch online verfügbar: Dicke Bertha – Show-Café-Ausgabe 2025 – Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

 

Über 200 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums – überwiegend aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe – nahmen am 20.03.2025 am diesjährigen Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil und knobelten zusammen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt um die Wette.

13 von ihnen waren sehr erfolgreich und gewannen einen 2. oder 3. Preis. Herzlichen Glückwunsch!

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium macht wieder mit beim STADTRADELN mit. Unser Ziel sind viele Mitradelnde, ganz viele Kilometer und noch mehr Spaß.

Zudem wollen wir ein Zeichen setzen, dass man nicht immer ein Auto braucht, um sich fortzubewegen. Jede Schülerin, jeder Schüler, alle Lehrkräfte, die Sekretärinnen und alle Eltern können und sollen Strampeln, was das Zeug hält. Gesammelt wird in jeder Klasse, die jeweils ein Unterteam im BvSG-Team beim Stadtradeln der Stadt Neu-Ulm bildet. Eine Anleitung, wie die Registrierung funktioniert, findet sich hier. Der Aktionszeitraum in diesem Jahr sind die drei Wochen nach Pfingsten, vom 22.06. bis zum 12.07.

Die Kilometer können über die Stadtradeln-app (→ https://www.stadtradeln.de/app), einen Kilometerzähler oder einen Routenplaner erfasst werden. Die „Captains“ jedes Teams tragen sie dann im Internet beim Klassenteam ein. Infos zum Eintragen folgen demnächst ebenfalls hier.

Wer wird die radelfreudigste Klasse? Erradeln wir wieder die meisten Kilometer aller Gruppen im Landkreis?

PS: Leider ist 2025 ein Mitradeln beim SCHULradeln nicht möglich, da dies ein Mitradeln bei der Stadt Neu-Ulm erfordert, die für uns zu spät teilnimmt.

Ein unvergesslicher Theaterabend

Die tragische Liebesgeschichte der Welt von William Shakespeare wurde vom Oberstufenkurs für Theater und Film des BvSG unter der Leitung von Frau Uhlig in einer atemberaubenden Aufführung auf die Bühne gebracht. Die zehn Schülerinnen und Schüler entwickelten die Szenen in Eigenregie, steckten viel Arbeit und Herzblut in die Kürzung und Modernisierung des Textes und übten gleichzeitig  die Grundlagen des Theaters ein. Mit großem Engagement schufen sie ihre eigene Version des Klassikers – nicht nur während des Unterrichts am Donnerstagnachmittag, sondern auch an einem Theaterprobenwochenende in Bonlanden und in weiteren Intensivproben wurde am Stück gefeilt.

Das Ergebnis war eine beeindruckende Inszenierung, die an zwei Abenden, dem 08. und 09. Mai 2025, das Publikum mit seiner Intensität und Emotionalität in den Bann zog.

Besondere Highlights waren eine elektrisierende Partyszene, selbst choreografierte Kampfszenen sowie eine Beerdigungsszene, in der Julia auf Händen getragen wurde, während sich ihr Brautbett in ein Totenbett verwandelte – „ein absoluter Gänsehautmoment“.

Alle Schauspieler und Schauspielerinnen zeigten tiefe Empathie für ihre Charaktere und vermittelten so die Intensität der Tragödie.

Es war ein unvergesslicher Abend, der den Zuschauenden vor und den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Nach Monaten der drohenden Dehydrierung der Schülerschaft, der Lehrkräfte, Angestellten und Schulleitung begrüßen wir im Mai nun gemeinsam den neuen Wasserspender.

Herzlich willkommen in unserer Schulfamilie!

Zum Thema „Jugend und Partizipation – deine Stimme zählt“ öffnete das UNESCO-Jugendforum der bayrischen UNESCO-Projektschulen vom 19. bis 21. März 2025 seine Pforten in Nürnberg. Der historische Rathaussaal, ein prächtiges Zeugnis vergangener Zeiten, diente als eindrucksvolle Kulisse für die Eröffnungsveranstaltung, bei der namhafte Redner wie Markus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und Prof. Dr. Benjamin Jörissen, Lehrstuhlinhaber des UNESCO-Chair in Digital Culture and Arts in Education an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Teilnehmenden begrüßten. 

„Es war ein beeindruckender Anblick, als wir den Rathaussaal betraten“, erinnert sich eine Schülerin unserer Schule, die Mitglied der UNESCO-AG ist. „Die Atmosphäre war freundlich und es hat Spaß gemacht, Teil davon zu sein.“ 

Der erste Abend des Forums bot eine entspannte Atmosphäre für soziale Interaktionen.  

„Ich fand den Spielabend am ersten Tag toll, denn da konnte man die anderen gut kennen lernen“, erzählt eine andere Teilnehmerin. 

Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte aus dem gesamten Bundesland waren eingeladen, um das Netzwerk der bayrischen UNESCO-Projektschulen durch gemeinsamen Austausch und die Erarbeitung von Konzepten nachhaltig zu bereichern.  

„Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, sich einzubringen“, sagt eine dritte Schülerin. „Es war eine großartige Möglichkeit, unsere Meinungen zu äußern und aktiv an der Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.“ 

Die Workshops am zweiten Tag des Forums boten ein breites Themenspektrum. Von Antidiskriminierung und Vielfalt über Journalismus und Partizipation bis hin zu kreativen Gestaltungsmöglichkeiten und einem Besuch im Germanischen Nationalmuseum war für jeden etwas dabei. 

„Die Diskussionen mit den anderen waren toll“, berichtet eine vierte Schülerin. „Es war inspirierend zu sehen, wie viele verschiedene Perspektiven es gibt und wie leidenschaftlich alle Teilnehmenden waren.“ 

„Ich fand es cool, mit Kindern zu diskutieren, die eine ganz andere Ansicht hatten und trotzdem ist man respektvoll miteinander geblieben“, fügte eine fünfte Schülerin hinzu, die die offenen und respektvollen Diskussionen hervorhebt. 

Ein Höhepunkt des Forums war der Workshop „Kreativ gestalten und Exkursion ins Germanische Nationalmuseum“. Hier gestalteten die Teilnehmenden am Vormittag Postkarten zu den Themen des Jugendforums und besuchten das Germanische Nationalmuseum, wo sie sich intensiv mit dem Thema Kinder- und Menschenrechte beschäftigten. 

Am dritten und letzten Tag des Forums stellten die Teilnehmenden die Ergebnisse ihrer Arbeit auf kreative Weise vor. Es war bemerkenswert zu sehen, wie engagiert und leidenschaftlich die Jugendlichen ihre Erkenntnisse präsentierten und wie sehr sie sich für die Themen eingesetzt hatten. 

Das UNESCO-Jugendforum war ein großer Erfolg und eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten. Es bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben, ihre Meinungen auszudrücken und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzunehmen.  

Es war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig Partizipation und Engagement in der heutigen Gesellschaft sind und wie junge Menschen dazu beitragen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. 

 

Seit dem 18. Dezember 2024 begrüßte das Bertha-von Suttner-Gymnasium an mehreren Tagen zahlreiche Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Grundschulen aus der Umgebung, die bei uns im Rahmen einer ganz besonderen Veranstaltung erste Einblicke in die Robotik und Astrophysik erhielten.  

Die Grundschulkinder wurden zunächst von unserem humanoiden Roboter Pepper ganz herzlich willkommen geheißen. Anschließend teilte unsere Informatiklehrerin Frau Sonnleitner, die sich für die Kinder ein besonderes Programm ausgedacht hatte, die Viertklässler in Zweiergruppen ein, die jeweils von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse individuell betreut wurden. In den Gruppen setzten sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Robotik auseinander. Beispielsweise erstellten sie mithilfe des Lego-Education-Systems Programme für kleine, mobile Roboterfahrzeuge. Diese konnten dadurch verschiedene Aufgaben erfüllen, wie etwa das Verfolgen von Linien, das Abspielen bestimmter Geräusche nach Erkennung von Farbmustern oder das Bewegen von Objekten. Zwischendurch fand sich auch immer wieder Zeit für lustige Gruppenspiele. 

 

Der zweite Teil des Vormittags wurde von unserem Mathe- und Physiklehrer Herrn Baumgartner gestaltet. Im Rahmen einer Schnitzeljagd entlang des neueröffneten Planetenwegs, den unser letztjähriges P-Seminar errichtet hat, konnten unsere Gäste gleichzeitig die Weiten unseres Sonnensystems und das irdische Schulgelände erforschen. Dabei wurden sie von den engagierten Schülerinnen und Schülern des Wahlkurses Astrophysik nicht nur mit spannenden Informationen zu Neptun, Merkur und Co versorgt, sondern konnten auch erste Eindrücke vom Physiksaal, der Bibliothek oder einem unserer Kunstlehrsäle gewinnen. 

Da aufgrund der Wetterbedingungen ein direkter Blick durch die Teleskope der schuleignen Sternwarte der Schule nicht möglich war, durften die Kinder mit Hilfe von VR-Brillen einen virtuellen Ausflug ins Universum unternehmen. 

Die Viertklässler waren von dem Vormittag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium rundum begeistert. Nach dem ersten Staunen über das Schulgebäude („Ist das alles riesig hier!“) waren sie schnell von der Faszination für Robotik und Astronomie erfasst („Es ist gar nicht so einfach, dass die Fahrzeuge das machen, was man will.“) und hatten auch schnell Kontakt zu den betreuenden Schülern gefunden („Die sind ja alle voll nett!“). 

 

Auch die Lehrkräfte beider Schularten waren von dem Projekt angetan. Die Klassenlehrkräfte der Grundschulen lobten die individuelle Betreuung und vielfältigen Angebote für die Kinder und Frau Sonnleitner betonte: „Die Schüler der Grundschule waren richtig begeistert und bei den verschiedenen Aktionen kaum zu bremsen. Beeindruckend war auch, wie motiviert und engagiert sich die großen Schüler um die Viertklässler gekümmert haben.“  Während der beiden Programmpunkte wurden die Kinder von zahlreichen Elftklässlern betreut. Für ihr großes Engagement danken wir Joshua Behr, David Birnthaler, Emilia Binder, Luisa Binder, Florian Bindhammer, Nele Bucher, Jakob Breilmann, Angelina Böhme, Tamara Böttinger, Annika Deschler, Paulina Deckler, Ines Doser, Leonie Eckardt, Alexander Franz, Max Fritsch, Nico Geist, Maximilian Greil, Lilli Gehre, Paula Guter, Jannik Häusele, Dominik Held, Sarah Heckelmann,Johanna Heuschmid, Lara Hiller, Nando Kitterer, Lukas Ley, Emilie Lochschmidt, Julian Mandt, Henning Meixner, Paula Merkle, Mikko Merkle, Miriam Mokosch, Maja Milosevic, Frieda Minhöfer, Charolle Ngadop, Joel Nürnberger, Felix Schneider, Maximilian Schneider, Bianca Schuh, Johannes Schultheiß, Jona Schrems, Paul Speiser, Lara Stiller, Nico Struck und Dominykas Zaksauskas. 

Vortrag für die 8. Klassen im Zuge der MISEREOR-Fastenaktion

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Und doch wird dieses Grundrecht auch heute noch in vielen Ländern missachtet. So beispielsweise auch in Sri Lanka, dem Projektland der diesjährigen MISEREOR – Fastenaktion.

Unter dem Motte „Auf die Würde. Fertig. Los!“ fand daher am 17. März 2025 ein Vortrag für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts statt, bei dem die Jugendlichen von Frau Jayakanthan Devi aus Sri Lanka über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf tamilischen Teeplantagen informiert wurden. Frau Devi, selbst Tochter tamilischer Teebauern, arbeitet für die Caritas auf Sri Lanka und schilderte in ihrem Vortrag auf eindrucksvolle Weise das Schicksal ihrer Landsleute. Gleichzeitig erklärte sie, wie sie von MISEROR bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützt wird.

Eine interessante Gesprächsrunde, bei der Frau Devi die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete, rundete die gelungene Veranstaltung ab.