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Lateinische Adventskalender in den Lektüreklassen

In den Lateinklassen der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 wird die Vorfreude auf Weihnachten in diesem Jahr mit der baldigen Ankunft in Rom verknüpft – ganz im Sinne der Wortherkunft von „Advent“: advenire – ankommen.

In jedem Jahr stellt die Romfahrt für die Lateinlerner der 10. Jahrgangstufe das Highlight ihrer Latein- und vielleicht sogar ihrer gesamten Schullaufbahn dar. Um die Vorfreude auf die bevorstehende Reise noch etwas anzufachen, können die Schüler der 10. Klassen in diesem Schuljahr in einem digitalen Adventskalender zum Thema „ROMA, (ad)venimus!“ (dt. etwa „Rom, wir kommen!“) Türchen für Türchen bereits wichtige Orte der italienischen Hauptstadt sowie interessante Fakten über ihr Reiseziel kennenlernen. Für die Schüler, die nach den Weihnachtsferien die meisten korrekten Antworten abgegeben haben, gibt es als zusätzlichen Anreiz einen kleinen Preis zu gewinnen. Los ging es an Tag 1 mit dieser Frage:

Die Lösungen zu allen 24 Fragen können bis 07.01.26 bei Frau Wagner oder Frau Maidl (gerne digital) abgegeben werden.

Aber nicht nur die Zehntklässler haben einen Latein-Adventskalender bekommen, der einen Rombezug aufweist, denn auch Händler Priscus aus dem Adventskalender für die 9. und 11. Klassen fiebert seiner Heimatstadt Rom entgegen. Zusammen mit dem Esel Aemilius und seinem Karren ist er in der Umgebung rund um Augusta Vindelicum (Augsburg), Guntia (Günzburg) und Cambodunum (Kempten) unterwegs, um letzte Waren an die Bewohner der Provinz Raetia zu verkaufen. Zum Saturnalienfest will er rechtzeitig wieder bei seiner Familie sein.

Um die bevorstehenden Etappen zu meistern, müssen die Klassen drei Wochenrätsel lösen. Werden mindestens fünf Teilnahmezettel aus jeder Klasse abgegeben, ist Priscus eine Etappe weiter und die Teilnehmer bekommen einen kleinen Preis. Ob Priscus und Aemilius bis zum 19.12.25 in Rom eintreffen? Ihr könnt es am schwarzen Brett der Latein-Fachschaft mitverfolgen.

Manchmal wird einem erst klar, wie gut es einem geht, wenn man sieht, wie andere Kinder leben – zum Beispiel in Bolivien, wo Schule für viele alles andere als selbstverständlich ist.

Für uns ist es selbstverständlich, morgens aufzustehen, zu frühstücken, zur Schule zu gehen, im Klassenraum zu sitzen, zu Mittag zu essen, Hausaufgaben zu machen, Hobbies nachzugehen, Freunde zu treffen, eine Familie zu haben, die für einen da ist. Und ja — manchmal ärgern wir uns, sind gestresst oder würden lieber zuhause bleiben. Doch ein Blick nach Bolivien zeigt, wie wertvoll und bedeutsam und eben nicht selbstverständlich all diese Dinge sind.

Vor kurzem war Frank Weber aus Cochabamba wieder zu Gast an unserer Schule, um unseren neuen Fünftklässlern von seiner Arbeit zu erzählen.

Der gebürtige Schweinfurter besuchte in den 1980ern einen Studienfreund in Bolivien. Was er dort sah, veränderte sein Leben: Kinder und Jugendliche, die auf der Straße lebten, ohne Eltern, ohne Schutz, ohne jemanden, der sich um sie kümmerte. Ohne Dach über dem Kopf, ohne regelmäßiges Essen, ohne Strom, Wasser oder die Aussicht auf Bildung.

Statt nach Deutschland zurückzukehren, entschied sich Frank Weber zu bleiben. Er lebte mit den Kindern auf der Straße, um zu sehen, wie ihr Alltag aussieht, und erkannte: Diese jungen Menschen brauchen mehr als spontane Hilfe – sie brauchen einen sicheren Ort.

Mit eigenen Ersparnissen kaufte er zunächst eine verfallene Hausruine am Stadtrand Cochabambas, renovierte sie Schritt für Schritt und schuf so ein Zuhause für 25 Kinder. Doch das war ihm nicht genug, denn Kinder brauchen auch eine Perspektive.

Deshalb gründete Frank Weber 1988 das Centro Educativo Richard von Weizsäcker, eine kostenlose Schule speziell für Kinder und Jugendliche aus ärmsten Verhältnissen. Durch viele Unterstützer und Spendengelder konnte der Traum realisiert werden.

Heute besuchen rund 600 Schülerinnen und Schüler seine Schule, unterrichtet von über 40 Lehrkräften. Für sie bedeutet die Schule weit mehr als Unterricht:

  • ein sicherer Ort
  • ein Ort der Gemeinschaft
  • ein Ort, der grundlegende Bedürfnisse deckt
  • ein Ort, der Chancen eröffnet

Allerdings ist eine Schule nicht einfach zu unterhalten: Jährlich fallen etwa 400.000 Euro an laufenden Kosten fürs Centro Educativo Richard von Weizsäcker an – für Strom, Wasser, Gebäudeunterhalt, Ausstattung, Mensa, Unterrichtsmaterialien und Lehrergehälter. Ein Teil davon wird durch kreative Eigeninitiativen wie Theateraufführungen oder Buchverkäufe aufgebracht, der Rest wird mithilfe von Spenden bezahlt.

Auch wir tragen seit Jahren dazu bei: Beim Weihnachtsbasar sammeln alle Klassen Spenden für Frank Webers Schule. Hierfür wurde im Vorfeld wieder fleißig gebastelt, gebacken, geschuftet. Jede kleine Summe hilft, damit an unserer Partnerschule neues Unterrichtsmaterial gekauft, das Gebäude repariert, die Stromversorgung gewährleistet oder das tägliche Mittagessen für die Kinder gesichert werden kann. Frank Webers Besuch hat uns noch einmal gezeigt, wie wichtig diese Unterstützung ist und wie viel ein engagiertes Miteinander bewirken kann.

Wenn wir uns also das nächste Mal über Hausaufgaben ärgern, frühes Aufstehen verfluchen oder Unterrichtstage als „anstrengend“ empfinden, sollten wir uns daran erinnern, was Bildung eigentlich ist: eine Chance, die nicht alle haben.

 

Im ersten Halbjahr des neuen Schuljahres unterstützt uns Ethan King, 20, im Englischunterricht. Der Fremdsprachenassistent kommt aus England, studiert in Cambridge und wird vor allem in der Unter- und Oberstufe eingesetzt.

Anfang Dezember durften wir am BvSG einen besonderen Gast begrüßen: eine Jugendoffizierin der Bundeswehr, die einen interaktiven Vortrag für die 12. Jahrgangsstufe zum Thema „Deutsche Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert“ hielt.

Der Vortrag begann mit einer Einführung in die grundlegenden Aspekte der deutschen Sicherheitspolitik und deren Entwicklung seit der Wiedervereinigung. Die Jugendoffizierin erläuterte, den verfassungsrechtlichen Rahmen der deutschen Sicherheitspolitik und die Rolle der Bundeswehr sowie deren internationaler Partner.

Besonders spannend war die interaktive Gestaltung des Vortrags. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in Diskussionen einzutreten. Dies förderte nicht nur das Verständnis für komplexe Themen wie hybride Bedrohungen, Krisenmanagement und internationale Zusammenarbeit, sondern auch das kritische Denken der Jugendlichen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Analyse aktueller Konflikte und deren Auswirkungen auf die deutsche Sicherheitspolitik. Die Jugendoffizierin verdeutlichte, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und die eigene Meinung zu bilden.

Insgesamt war der Besuch der Jugendoffizierin eine wertvolle Bereicherung für unsere Schülerinnen und Schüler. Wir danken Frau Wiethölter herzlich für ihren engagierten Vortrag und die anregenden Diskussionen. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, das Bewusstsein für sicherheitspolitische Themen zu schärfen und die politische Bildung an unserer Schule zu fördern.

Wir freuen uns auf weitere spannende Begegnungen und Vorträge in der Zukunft!

Am 02.12.2025 fand der schulinterne Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe statt.

Ein leises Rascheln von Papier, gespannte Gesichter und ganz viel Geschichtenmagie: So begann der Schulentscheid des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs in unserer Schulbibliothek. Zwischen den Bücherregalen lag an diesem Vormittag eine besondere Mischung aus Nervosität und Vorfreude, während die vier Klassensieger/-innen auf ihren Auftritt warteten. Die Jury aus vier Lehrkräften hatte bereits Platz genommen – und die Bibliothek fühlte sich plötzlich an wie ein kleiner Lesesaal voller Erwartungen.

In der ersten Runde präsentierten die Schüler/-innen ihre Wahltexte – sorgfältig ausgewählte Szenen, mit denen sie Stimmung erzeugen und ihre Lesefertigkeiten zeigen wollten: Emma Tempel aus der 6a las eine Passage aus „Fabelheim“ von Brandon Mull, in der ein Blick aus einem Fenster verhängnisvolle Folgen nach sich zieht. Zeynep Küpeli aus der 6b erweckte den Moment aus J.K. Rowlings „Harry Potter und der Stein der Weisen“ zum Leben, in dem der berühmte Brief aus Hogwarts ins Haus flattert. Laura Bockhorn aus der 6c ließ die Zuhörer/-innen an einem typischen Moment unter Freunden teilhaben, als sie aus „Der Sommer, in dem ich schön wurde“ von Jenny Han vorlas. Und Raphael Mederle aus der 6d entführte uns in das abenteuerliche Leben der Kinder aus Kirsten Boies „Wir alle zusammen im Möwenweg“.

Die Jury achtete dabei sehr genau auf die Lesetechnik (klare Aussprache, deutliche Artikulation), eine passende Lesegeschwindigkeit und Betonung, die Interpretation des Textes – also wie gut Stimmung und Figuren eingefangen wurden – sowie auf die Wahl der Textstelle, die zeigen sollte, dass die Vorlesenden ein Gespür für wirkungsvolle Szenen haben.

In der zweiten Runde wartete der Fremdtext: ein Auszug aus Mechthild Gläsers „Die Buchspringer“. Ohne Vorbereitung einen Text sicher und flüssig zu lesen und darüber hinaus auch dessen Atmosphäre spontan auf passende Weise zu erfassen, ist eine echte Herausforderung. Allen vier Teilnehmer/-innen gelang dies auf beeindruckende Weise.

Die Entscheidung fiel den vier Lehrkräften sichtlich schwer. Am Ende konnte sich Zeynep Küpeli knapp vor Raphael Mederle durchsetzen. Den dritten Platz belegten Emma Tempel und Laura Bockhorn. Zeynep wird unsere Schule beim nächsten Wettbewerbslevel vertreten. Wir sind sicher, dass sie mit ihrer fesselnden Stimme auch dort viele Zuhörer/-innen in literarische Welten mitnehmen wird – und drücken ihr fest die Daumen.

und andere tolle Einblicke in unser diesjähriges Programm zum Bundesweiten Vorlesetag

Ausgewählte Schülerinnen und Schüler unserer 6. Jahrgangsstufe durften am Freitag, 21.11.2025 im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags in den ersten drei Schulstunden nahegelegene Grundschulen besuchen, um dort jüngeren Kindern vorzulesen – aus selbstgewählten, altersgerechten Büchern.

Schon auf dem Weg zur Grundschule machte sich die Vorfreude, aber auch ein wenig Lampenfieber bemerkbar:

„Ich hoffe, ich darf in der Klasse meiner kleinen Schwester vorlesen!“

„Ob meine Lehrerin sich noch an mich erinnert?“

„Hoffentlich gefällt den Kindern das Buch, das ich für sie ausgesucht habe!“

Die Auswahl der Bücher reichte von beliebten Reihen bis hin zu tierischen Abenteuern: Vorgelesen wurde unter anderem aus „Die Schule der magischen Tiere“, „Annabella Klimperauge“, „Tafiti und die Reise ans Ende der Welt“ oder „Die drei Ausrufezeichen“. Die Grundschulkinder lauschten gebannt, staunten über mutige Heldinnen, neugierige Tiere oder spannende Detektivfälle – und unsere Sechstklässler spürten, wie viel Freude es macht, anderen durch die eigene Stimme Geschichten zu schenken. Besonders schön war für viele auch das Wiedersehen mit ihren ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern. Und die Grundschulkinder freuten sich, „die Großen“ kennenzulernen, die vor wenigen Jahren selbst noch in ihren Klassenzimmern saßen.

Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler, die den Tag bei uns im Schulhaus verbrachten, durften sich aber auch freuen, denn ihnen wurde ein buntes und abwechslungsreiches Leseprogramm geboten.

Ein Programmpunkt sah ein lustiges Lesetraining vor, bei dem genaues Hinsehen gefragt war: Texte ohne Großbuchstaben, Wörter mit fehlenden Buchstaben, Sätze, die plötzlich auf dem Kopf standen – dazu knifflige Logicals und spannende Lesespurgeschichten. Wer dachte, Lesen sei Routine, wurde hier auf spielerische Weise herausgefordert.

Die „Lese-Schlange“ war ein weiterer Baustein: Eine Lehrkraft eröffnete durch lautes Vorlesen aus einem der Bücher aus unserer Bücherkiste für Sechstklässler. Danach übernahmen die Schülerinnen und Schüler und lasen nacheinander weiter – ein gemeinsames Leseerlebnis, das nicht nur sichtbar Freude am Vorlesen weckte, sondern auch Interesse für die vorgelesenen Bücher.

Einen Höhepunkt bildete der Besuch der Schulbibliothek, in der drei besondere Methoden zur Auswahl standen: Beim „Blind Date mit einem Buch“ entdeckten die Kinder geheimnisvoll verpackte Bücher, deren Inhalt nur durch wenige Hinweise erahnt werden konnte. Beim „Vorlese-Speed-Dating“ tauschten sich Lesepaare in kurzen Runden über ausgewählte Textstellen aus. Oder sie erlebten einen intensiven „Vorlese-Moment“, bei dem ein Text besonders stimmungsvoll präsentiert wurde. Alle drei Angebote sorgten für Überraschungen, eine Menge Gesprächsstoff, und viele wollten die angelesenen Bücher am liebsten sofort weiterlesen. “Schön, dass die Kinder mal Gelegenheit für eine ganz entspannte Begegnung mit Büchern in der Schule hatten,” resümierte eine der beaufsichtigenden Lehrkräfte.

Der Vormittag war nicht nur ein Fest des Lesens, sondern auch eine ideale Vorbereitung auf den Vorlesewettbewerb der 6. Jahrgangsstufe, der nächste Woche mit dem Schulentscheid beginnt. Viele Kinder entdeckten, wie viel Spaß es macht, vorzulesen – und wie man mit Stimme, Tempo und Betonung Geschichten lebendig werden lässt.

Die Tage werden kürzer und der erste Plätzchenduft liegt in der Luft. Um die Wartezeit auf das Weihnachtsfest zu verkürzen, präsentiert die Mathematik-Fachschaft dieses Jahr die erste Ausgabe von Berthas Mathematik-Adventskalender für die 5. und 6. Jahrgangsstufe: An jedem Schultag bis zu den Weihnachtsferien wartet eine spannende Knobelaufgabe darauf, gelöst zu werden, und natürlich auch ein kleiner Preis.

Die Spielregeln sind einfach: An jedem Schultag wird in der ersten Pause vor dem Lehrerzimmer und in Bauteil E eine neue Aufgabe ausgelegt. Die letzte Aufgabe gibt es am Donnerstag, den 18. Dezember. Die Lösungen können bis zum nächsten Schultag in der ersten Pause in die Geschenkbox vor dem Lehrerzimmer eingeworfen werden. Jeden Freitag in der ersten Pause werden alle Gewinnerinnen und Gewinner der Woche in der Schulbibliothek gekürt.

Viel Spaß und fröhliche Weihnachten wünscht die Mathematik-Fachschaft

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

Unter dem Motto BalanceAkt beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe an zwei Tagen Mitte Oktober intensiv mit den Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit. Ziel war es, die Jugendlichen für bewusste Entscheidungen im Alltag zu sensibilisieren – sei es im Bereich Ernährung, Bewegung oder beim Umgang mit Konsum und Suchtverhalten. Dank eines vielfältigen Workshopangebots erhielten sie spannende Einblicke und konnten praktische Erfahrungen sammeln.

Im Workshop „Billige Kleidung – Wer zahlt den Preis?“ setzten sich die Jugendlichen mit den sozialen und ökologischen Folgen der Textilproduktion auseinander. Sie recherchierten zu verschiedenen Aspekten und entwickelten Ideen für ein nachhaltigeres Konsumverhalten. Ein Kurzfilm über Kinderarbeit in der Textilindustrie verdeutlichte die Problematik eindrücklich.

Unter dem Motto „Bunt statt blau“ ging es um ein Leben ohne Alkohol. Die Schülerinnen und Schüler sammelten kreative Ideen, mit denen sie auf die Risiken von Alkoholkonsum aufmerksam machen können, und setzten diese gestalterisch um. Das Projekt wird im Kunstunterricht weitergeführt.

Ihren Puls zu messen und die Zusammenhänge zwischen Belastung, Herzfrequenz und Erholung zu verstehen, lernten die Jugendlichen im Workshop „Körpergefühl mit Zahlen“. Mit Pulsmessgeräten und iPads wurden die Werte sichtbar, ein intensives HIIT-Workout und eine anschließende Cool-down-Phase machten die Theorie praktisch erfahrbar.

Eine besondere Einheit fand am Pfuhler Badesee statt: Unter dem Motto „Fit und achtsam“ absolvierten die Schülerinnen und Schüler mit Partnerübungen, die zum Teil auf natürlichen Materialien wie Baumstämmen ausgeführt wurden, einen abwechslungsreichen Workout-Zirkel. Atem- und Achtsamkeitsübungen rundeten das Programm ab und schufen ein echtes Balance-Erlebnis für Körper und Geist.

Auch die Aktion „Waldreben entfernen“ im Pfuhler Wald war lehrreich. Die Jugendlichen halfen dabei, die Kletterpflanzen von den Bäumen zu lösen, um deren Gesundheit zu fördern. Unter fachkundiger Anleitung lernten sie viel über den Schutz und die Pflege des Waldes.

Ein weiteres Highlight war das „Waldbaden“. Die Schülerinnen und Schüler tauchten in die Atmosphäre des Waldes ein und erlebten durch bewusstes Gehen, Lauschen und Atmen die Natur mit allen Sinnen. Viele empfanden dies als wohltuende Pause vom Schulalltag und als inspirierende Erfahrung für mehr innere Balance.

Im Workshop „Grüne Oase“ packten die Jugendlichen tatkräftig mit an: Sie pflanzten Bäume, befreiten Flächen von Unkraut und bereiteten Hochbeete auf den Winter vor. Neben dem sichtbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit erfuhren sie auch, wie positiv Gartenarbeit auf das eigene Wohlbefinden wirken kann.

Abgerundet wurden die Projekttage durch zwei praxisnahe Ernährungs-Workshops zum Motto „Bunt ist gesund“. Beim Smoothie-Baukasten konnten die Schülerinnen und Schüler gesunde Getränke selbst zusammenstellen, während im zweiten Workshop saisonale Produkte wie Kürbis und frisches Gemüse verarbeitet wurden. Die Teilnehmenden waren erstaunt, wie einfach sich Fertigprodukte durch frische Alternativen ersetzen lassen.

Schon kleine Dinge können dazu beitragen, unser Leben nachhaltiger und gesünder zu gestalten.

Perfekter Start in die neue Wettkampfrunde

Die Handball-Schulmannschaft der Klassen 5 bis 7 der Jungen ist mit einem hervorragenden Ergebnis in die neue Wettkampfrunde gestartet: Beim Kreisentscheid sicherte sich das Team mit drei Siegen aus drei Spielen souverän den Titel des Landkreismeisters.

Besonders beeindruckend ist, dass neben erfahrenen Vereinsspielern auch mehrere Schüler ohne vorherige Handballerfahrung am Turnier teilgenommen haben – und mit großem Einsatz sowie starken Leistungen maßgeblich zum Erfolg beitrugen.

Wir gratulieren der gesamten Mannschaft herzlich zu diesem tollen Ergebnis und wünschen viel Erfolg beim bevorstehenden Regionalentscheid!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Wir haben uns heute hier am Kriegerdenkmal in Neu-Ulm versammelt, um innezuhalten, zu mahnen und zu erinnern an die unzähligen Opfer, die im Krieg ihr Leben verloren haben. Wir wollen unsere Verbundenheit zum Ausdruck bringen und all denen in Gedanken Hoffnung schenken, die nicht, wie wir das Glück haben, in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht. Seit über einem Jahrhundert gedenken wir den gefallenen Soldaten und unschuldigen Opfern, die durch Akte der Gewalt, Vertreibung und Verfolgung ums Leben gekommen sind. Wie auch viele andere Städte wurde die Stadt Neu-Ulm vom Krieg gezeichnet. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs verloren 9000 Neu-Ulmer einen Teil ihrer Heimat, ihre Häuser, ihre Angehörigen. Seit der Zeit des Wiederaufbaus haben wir das Glück in Frieden zu leben. Doch auch heute sind Kriege nicht Teil unserer Vergangenheit, nein sie sind Realität für viele. Auch heute leben Menschen in Kriegsgebieten und kämpfen für die Freiheit ihrer Heimat. In der Ukraine werden Familien auseinandergerissen, Städte liegen in Trümmern und tausende Menschen sind auf der Flucht. Erschreckende Zustände werden uns täglich berichtet und genau hier ist unsere Aufgabe ein Zeichen zu setzen.

Der Volktrauertag wurde erstmals nach dem Ersten Weltkrieg in den 1920er Jahren eingeführt, als ein Zeichen der Solidarität und Empathie gegenüber den Zurückgebliebenen der Gefallenen.  Leider wurde dieser eigentlich friedensorientierte Tag von den Nationalsozialisten missbraucht, um ihre Kriegspropaganda zu verbreiten. Die Umbenennung in den „Heldengedenktag“ fungierte als Instrument des NS-Regimes zur Verherrlichung von Krieg und der Aufopferungsbereitschaft von Soldaten. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges folgte die Distanzierung von menschenverachtenden nationalsozialistischen Werten, und somit wurde der „Heldengedenktag“ 1950 erneut umgestaltet. Er wurde zu einem Tag, der uns an die Vergangenheit erinnert, und Hoffnung für die Zukunft gibt. So sind wir heute hier versammelt, um den Opfern der Weltkriege zu gedenken, aber ebenso auch allen anderen unschuldigen Menschen, die ihr Leben dafür gegeben haben, um ihrer Heimat Frieden zu schenken. 

Krieg bringt stets Zerstörung und fordert Opfer. Gerade in Zeiten wie diesen, in welchen Kriegsmeldungen die Nachrichten dominieren und die Spannungen zwischen Menschen steigen, ist es umso wichtiger sich auf den Volkstrauertag und seine Bedeutung zurückzubesinnen. Wir gedenken den Menschen, die in Kriegen für Deutschland ihr Leben gelassen haben. Aber der Volkstrauertag ist so viel mehr als nur eine Totenandacht. Denn das Gedenken geht weit über einen einzigen Tag hinaus. Das Lernen aus der Vergangenheit ist ebenso Teil davon, wenn nicht sogar der Wichtigste. Denn sogar in den schlimmsten Zeiten sind Menschen in der Lage, Hoffnung zu fassen, und aus dieser Hoffnung heraus nach dem Krieg wieder anzufangen. Der Volkstrauertag erinnert uns: Frieden ist nie selbstverständlich. Demokratie lebt davon, dass wir sie jeden Tag verteidigen – mit Mut, Mitgefühl und Verantwortung. Wir müssen die Werte der Demokratie, der Freiheit und der Menschenwürde schützen – nicht nur für uns, sondern weltweit. In Russland, China und vielen anderen Ländern gelten oft Gesetze nur für „normale Bürger“, nicht für jene, die Macht haben. Die Leidtragenden sind Unschuldige – Opfer staatlicher Willkür, politischer Repression und kriegerischer Gewalt, denn dort werden Menschen entrechtet, verschleppt oder getötet – nicht weil sie schuldig sind, sondern weil sie in Systemen leben, in denen Gesetze nicht alle gleichermaßen schützen. Frieden entsteht nicht durch Wegsehen, sondern durch Haltung und Stärke. In der Lage zu sein, sich zu verteidigen, bedeutet nicht, Kriegslust, sondern die Fähigkeit, Frieden zu sichern und Abschreckung zu schaffen, damit Unrecht gar nicht erst geschieht. Wenn wir die Opfer der Vergangenheit ehren, dann indem wir alles tun, um neue Opfer zu verhindern. Das ist unsere Aufgabe – als Bürgerinnen und Bürger eines freien Landes.

Somit gedenken wir einerseits in Trauer, aber auch in Hoffnung. Denn aus der Erinnerung an die vielen Kriegsgefallenen wächst die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Auch für Neu-Ulm wünschen wir uns, dass es nie wieder dazu kommen muss, dass tausende Menschen ihre Heimat und ihre Geliebten verlieren. Wir wollen eine Zukunft gestalten, die nicht von Krieg, sondern von Zusammenhalt, Miteinander und Respekt geprägt ist. Wir appellieren an die Menschlichkeit, denn diese ist Grundlage einer friedlichen Gemeinschaft. In diesem Sinne ehren wir die Opfer, indem wir sie in Erinnerung halten, aber richten unseren Blick stets nach vorn. Denn, wie Margot Friedländer einst sagte: „Erinnern allein reicht nicht“. Wir müssen uns unseren Taten bewusst werden und aus der Vergangenheit lernen, wodurch eine  Zukunft voller Frieden entstehen kann.

Schülerinnen und Schüler des PuG-13-Kurses

Eindrücke vom DDR-Zeitzeugenvortrag vom 31.10.25, bei dem Herr Kurth wie bereits letztes Schuljahr allen Zehntklässlern interessante, spannende und schockierende Informationen zu seinen Erfahrungen in der ehemaligen DDR vermittelte.

10.11.2025, München: Auszeichnungsveranstaltung „gute gesunde Schule“. Foto: Matthias Balk/Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Unser Gymnasium wurde im Rahmen der Initiative Gute gesunde Schule ausgezeichnet – ein Erfolg, der auf dem engagierten Einsatz unserer Schulgemeinschaft beruht. Mit Kreativität und Tatkraft haben Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen den Außenbereich unserer Schule in eine grüne Oase verwandelt, die gleichermaßen zum Lernen und Erholen einlädt.

In Hochbeeten gedeihen Kräuter und Gemüse, gepflanzt und gepflegt im Rahmen unseres Urban Gardening-Projekts. 17 neu gepflanzte Bäume stehen symbolisch für die Nachhaltigkeitsziele unserer UNESCO-Schule und bilden das Herzstück unseres grünen Klassenzimmers. Aufgemalte Hüpfspiele fördern Bewegung und Spiel im Freien. Selbstgebaute Wolkenliegen laden zum Entspannen und Träumen ein.

Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Gesundheit, Umweltbewusstsein und Gemeinschaftsgeist an unserer Schule gelebt werden.

(von links nach rechts)
Kaiyang Liu, Aliya Arat, Emilia Schroeder, Liya Heinen, Tiago Behr

Am 22.09.2025 bekamen zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm als Belohnung für ihre Leistung beim sommerlichen Stadtradeln ein Eis spendiert. 

Als es noch heiß und Sommer war in diesem Jahr, in diesem Fall von Ende Juni bis Anfang Juli, wurde im Landkreis Neu-Ulm fleißig und schweißtreibend geradelt. Und als besonders fleißige Gruppe stach das Bertha-von-Suttner-Gymnasium hervor! Mit einer knappen Erdumrundung bzw. über 36.000 km ließen wir die anderen Teams weit hinter uns. Kein Wunder: Haben doch über 200 radelnde Mitglieder der Schulfamilie ihren Teil dazu beigetragen, dass wir so erfolgreich waren. Ein großes Dankeschön an alle, die in die Pedale getreten sind, von mir, dem gesamten Kollegium und der Schulleitung. 

Der Landkreis bedankte sich für dieses lobenswerte Ergebnis ebenfalls und schickte nun schon zum dritten Mal den Eiswagen vom Eisrausch Ulm zu uns. Die Jungs und Mädels der elf trittreichsten Klassen konnten sich am 22.9.2025 über ein Eis freuen. Dass dies gut ankam, war an den fröhlichen Gesichtern der Jugendlichen leicht zu erkennen. Insofern geht unser Dank an den Landkreis zurück! 

Axel Schaz 

Bild: Die Klasse 6c freut sich über das erradelte Eis. Foto: Esther Schmid, Landkreis Neu-Ulm 

„Macht über Wissen – und Wissen über Macht“ – Interessante Einblicke in das Begabungsseminar Bonlanden

Vom 14. bis 16. Juli 2025 fand das traditionelle Begabungsseminar statt, an dem 30 Schülerinnen und Schüler des Illertal-Gymnasiums Vöhringen (IGV) und des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm (BvSG) teilnahmen. Das Kloster Bonlanden bot mit seiner besonderen Atmosphäre sowie sportlichen und musikalischen Angeboten hierfür wieder ideale Rahmenbedingungen.

Unter dem Leitthema „Macht!“ beleuchteten die Teilnehmenden mit Unterstützung engagierter Dozentinnen und Dozenten verschiedenste Facetten des Begriffs. Vom IGV waren beispielsweise Frau Hübner, Frau Rink und die ehemalige Vertrauenslehrerin Frau Brückner anwesend. Das BvSG vertraten die Lehrkräfte Herr Kürzinger, Herr Assum und Frau Wöllmer.

Besonders in Erinnerung blieb der Vortrag von Frau Brückner, die mit kreativen, teilweise auch skurrilen Gedankenspielen einen neuen Zugang zur komplexen Welt des Managements eröffnete. Vielleicht denken nun einige Teilnehmende tatsächlich darüber nach, selbst einmal eine Führungsposition einzunehmen.

Ein weiteres Highlight war der Besuch von Prof. Dr. Heiko Peuscher, der eine von ihm entwickelte künstliche Lunge aus Glas vorstellte und deren Bedeutung während der Corona-Pandemie erläuterte.

In einer abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich: Viele Teilnehmende haben ihre Sicht auf „Macht“ verändert, erweitert und erkannt, dass sie auch positive, gesellschaftlich wichtige Aspekte hat. Neben neuem Wissen nahmen sie Motivation, Selbstvertrauen und wertvolle Freundschaften mit nach Hause.

Mikko Merkle, 12. Klasse

Wie verhalte ich mich eigentlich richtig am Busparkplatz? Was muss ich beim Ein- und Aussteigen beachten? Und warum ist der Bremsweg eines Busses so lang? – Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen unsere neuen Fünftklässler am vergangenen Freitag bei der Buseinweisung durch das Busunternehmen Gairing und die Verkehrspolizei Neu-Ulm. 

In einer guten halben Stunde erfuhren die Kinder nicht nur, wie sie sich selbst und andere vor, während und nach einer Busfahrt schützen können, sondern durften auch praktisch erleben, wie schwer ein Bus tatsächlich ist: Gemeinsam versuchten sie, einen Reifen aufzustellen – gar nicht so einfach! Besonders eindrucksvoll war die Demonstration des Bremswegs: Je nach Gewicht braucht ein Bus deutlich länger zum Anhalten, als man denkt. Zum Staunen brachte die Schüler auch der Test, bei dem ein mit Wasser gefüllter Kanister einfach überrollt wurde. 

Natürlich standen vor allem die wichtigsten Sicherheitsregeln im Mittelpunkt: 

  • Am Busparkplatz immer Abstand halten, hinter der Absperrung bleiben und niemals darauf klettern oder sich daraufsetzen. 
  • Beim Ein- und Aussteigen gilt: Anstellen, nicht drängeln und niemanden schubsen. 
  • Im Bus selbst ist Rücksicht gefragt – nur so kommen alle sicher an. 

Mit vielen anschaulichen Beispielen machten die Experten deutlich, dass richtiges Verhalten rund um den Schulbus nicht nur Vorschrift, sondern vor allem eines ist: lebenswichtig. 

Dies gilt natürlich nicht nur für die Kinder, die täglich mit dem Bus zur Schule und wieder nach Hause fahren, sondern auch bei Klassenfahrten oder privaten Fahrten mit einem Linienbus. 

Wer sich an die Regeln hält, macht das Busfahren für sich und alle anderen sicherer! 

Am 22. Juli 2025 wurde das Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm wieder von zahlreichen Mitgliedern unserer Schulfamilie besucht, um die künstlerischen Beiträge unserer Schülerinnen und Schüler bei unserer „Sommerbühne“ zu genießen.

Es ist 18:58 Uhr. Im Foyer des Edwin-Scharff-Hauses herrscht gespannte Vorfreude. Schülerinnen und Schüler in feiner Garderobe huschen vorbei, das Technikteam diskutiert letzte Abläufe, Gäste nehmen ihre Plätze ein. Dann geht der Vorhang auf und ein kurzer Videoclip kündigt die einzelnen Gruppen an, die den Abend gestalten werden.

Zwei der Organisatoren des heutigen Abends, Herr David Frauendienst und Frau Anja Fladerer, führen das Publikum direkt ein ins Herz der diesjährigen Veranstaltung: die Feier unseres Schuljubiläums, denn das Bertha-von-Suttner-Gymnasium blickt zurück auf ein halbes Jahrhundert Schulgeschichte. Besonders gewürdigt werden soll an diesem Abend auch die Friedensbotschaft der Namensgeberin Bertha von Suttner: „Musik wird zur Haltung, unser Theater zum Spiegel“, kündigen die beiden Moderatoren an. Und tatsächlich: Die Jubiläums-Sommerbühne wird zu einem vielstimmigen Appell – eindringlich, berührend, mutig.

Schon der erste Programmpunkt macht klar: Hier geht es nicht um Show, sondern um Botschaften: Der Unterstufenchor, geleitet von Frau Sara Sprengart, eröffnet mit Mamma Mia, An Guten Tagen und I Have a Dream und vermittelt hiermit nicht nur jugendliche Lebensfreude, sondern auch eine Zukunftsvision von einer Menschheit, die in Frieden miteinander lebt. Anschließend folgt der Auftritt unserer Combo unter der Leitung von Herrn Jonas Mittag, die das Publikum mit Funk- und Soulstücken mitreißt; die kraftvollen groovigen Rhythmen mit den Titeln Groove to the Music, Strong enough und Make it funky vermitteln eindrücklich: „Wir sind bereit, laut zu sein.“ Stimmgewaltig beschwört das Vokalensemble von Herrn David Frauendienst mit Human die Menschlichkeit in jedem und feiert sowohl die Liebe als auch das Leben mit den Stücken Red red rosé und Viva la vida.

Und dann: Stille. Beamer an. Die Crossover-AG beginnt mit einer kurzen erheiternden Tanzeinlage, gefolgt von einer kurzen Kriegsepisode – ein Kontrast, der stärker nicht in Szene gesetzt werden könnte. Die Eigenproduktion der Crossover-AG, einer Kombi aus Theater und Film, die in monatelanger Arbeit unter Anleitung von Frau Anja Fladerer und Frau Elisabeth Baumgartner gereift und in einer intensiven Probenwoche in Roggenburg die individuellen Stärken aller Mitglieder zusammenführte, bringt Bertha von Suttner in den Saal – nicht als verstaubte Geschichtsfigur, sondern als moderne Frau, die sucht, kämpft, mahnt. In eindrucksvoll choreografierten Szenen und prägnanten Dialogen, die medial illustriert und an ausgewählten Stellen musikalisch untermauert werden, zeigen die Kinder und Jugendlichen ihre Interpretation von Mut, Krieg, Identität und Widerstand. Sie stellen Fragen, die nachdenklich machen – und geben Antworten, die Hoffnung schenken. Ihre Präsentation ist berührend und unbequem zugleich – und wird von den jungen Schülerinnen und Schülern mit einer so großen künstlerischen Qualität dargebracht, dass das Publikum kaum zu atmen wagt.

Nach der Pause bringt das Orchester, dirigiert von Herrn Klaus Weiss, klangvolle Weite ins Haus. Mit Heal the World, Fireworks und Concerto d’amore spannt es einen Bogen von Pop zu Klassik und greift dabei zentrale Themen wie Gemeinschaft und Leidenschaft auf – wie geschaffen für einen Abend, an dem Gegensätze überwunden werden und gemeinsam musiziert und künstlerisch gewirkt wird.

Der Große Chor, geleitet von Herrn David Frauendienst, bezieht die Zuhörerinnen und Zuhörer im Saal explizit mit ein, indem die Sängerinnen und Sänger fragen: Do You Hear the People Sing?  Anhand einer weiteren kurzen Choreo der Crossover-AG wird der Song Believer eingeleitet, der den unerschütterlichen Glauben Bertha von Suttners übermitteln soll. Mit I’m still standing demonstriert der Chor schließlich seine Standhaftigkeit und Willensstärke – ganz nach dem Vorbild der Friedensnobelpreisträgerin.

Die zentralen Appelle der Mitwirkenden werden von unserer Pop-Band, die von Herrn Jonas Mittag betreut wird, mit Set fire to the Rain, I Will Survive, Don’t Stop Believin’, Sweet Child of Mine – und als krönendem Abschluss: Don’t Stop Me Now – noch einmal auf den Punkt gebracht. Ausdrucksstarker Gesang, mitreißende Soli und die spürbar eingespielte Verbundenheit auf und neben der Bühne begeistern die Anwesenden: Der Applaus ist donnernd. Minutenlang. Manche stehen auf, manche haben Tränen in den Augen.

Spätestens als am Ende die über 150 Schülerinnen und Schüler, die diesen Abend gestaltet haben, Schulter an Schulter auf der Bühne stehen, sich gegenseitig zunicken und mit leuchtenden Augen ins Publikum blicken, ist klar: Hier geht es nicht nur um Musik oder Theater. Es geht um Haltung, um Zukunft, um Frieden und Gemeinschaft.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für diesen wunderbaren Abend!

Zu einem vollem Erfolg wurden die diesjährigen Bundesjugendspiele, die trotz immer wiederkehrender Regenschauer von allen Beteiligten mit großem Engagement durchgezogen wurden. An den Spielen, die von der Fachschaft Sport wie immer sehr gut organisiert wurden, nahmen die Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klassen teil, die auch diesmal wieder mit tollen Leistungen in den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Ballwurf aufwarten konnten. Parallel dazu fanden zwei Volleyballturniere der 9. und 10. Klasse sowie der 11. und 12. Klasse statt. Herr Scholz, der den Wettkampf der Oberstufe mitorganisierte, war vom Niveau durchweg angetan: „Hier hat sich wirklich einmal gezeigt, was die Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren im Sportunterricht trainiert haben!“  

Schon früh am Morgen des 30. Mai 2025 ist der Himmel strahlend blau und die Sonne wärmt das Schulgelände – perfekte Bedingungen für ein Event, das die gesamte Schulgemeinschaft des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in Bewegung bringen wird: der große Spendenlauf 2025. 

Organisiert von den Lehrerinnen Lena Sonnleitner und Sibylle Feil wird der Sportplatz an diesem Freitag zum Zentrum eines bunten, fröhlichen Treibens. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen laufen, schwitzen, lachen – Runde um Runde, 700 Meter lang, mit einem Ziel: Geld sammeln für ein schöneres Schulhaus.

Sport trifft Gemeinschaftsgefühl. 

Die Motivation ist riesig. Egal, ob klein oder groß – alle geben ihr Bestes. Es wird angefeuert, gelacht, auch mal gestolpert und wieder aufgestanden. Und während noch niemand weiß, wie viel genau am Ende zusammenkommen wird, ist allen klar: Diese Aktion zeigt Wirkung. 

„Wir wollten etwas schaffen, das sportlichen Ehrgeiz mit einem guten Zweck verbindet“, erzählt Lena Sonnleitner zwischen zwei Lauf-Slots. Jede Jahrgangsstufe bekommt eine Stunde Zeit, um möglichst viele Runden zu absolvieren – beflügelt von Musik, Applaus und der Aussicht, mit jeder Runde etwas Gutes zu tun.  

Ein Fest für alle Sinne! 

Für gute Stimmung sorgt an diesem Tag nicht nur die sportliche Leistung. Das Technikteam der Schule liefert mit satten Beats, aktuellen Hits und guter Laune den Soundtrack zum Tag. „Wir wollten den Sportplatz in eine kleine Festivalzone verwandeln – und ich glaube, das ist uns gelungen“, sagt ein Schüler aus der Technik-AG lachend. 

Außerdem haben engagierte Eltern süße Leckereien, Obst und Energieriegel gesponsert, die die SMV an die hungrigen Läufer verkauft. 

Ein Getränkestand und eine kleine Eisstation bieten die nötige Abkühlung – bei über 25 Grad eine willkommene Erfrischung. 

Erfolg, der bewegt! 

Nach dem letzten Lauf sind alle erschöpft, aber auch glücklich über das gemeinsam Erreichte: Der Spendenlauf hat sagenhafte 9.348,96 Euro eingebracht!

Mit diesem Geld sollen nun unter anderem neue Möglichkeiten für eine „bewegte Pause“ geschaffen werden, zum Beispiel durch Spielgeräte oder Bewegungsangebote. Auch Verbesserungsvorschläge für das Schulhaus oder die Außenanlagen stehen zur Diskussion.  

Egal, was am Ende dann angeschafft werden wird: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Das liegt nicht nur an der beeindruckenden Summe, sondern auch daran, dass sie gezeigt hat, wie stark der Zusammenhalt am Bertha-von-Suttner-Gymnasium ist und was möglich wird, wenn eine Schule gemeinsam anpackt.

 

Am Freitag, den 11.07.2025 und am Montag, den 14.07.2025 besuchten alle Siebtklässlerinnen und Siebtklässler die Moschee in Straß. Zur Förderung des interreligiösen Dialogs konnten sie vor Ort einen Einblick in den Islam und seine Gebetstraditionen bekommen.

Festakt im Zeichen des Friedens 

Am 5. Juni 2025 feierte das Bertha-von-Suttner-Gymnasium Pfuhl sein 50-jähriges Bestehen in der Aula. Geladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, ehemalige und aktuelle Mitglieder der Schulfamilie sowie Gäste aus der Region. Was sie alle verband: die Wertschätzung für eine Schule, die seit fünf Jahrzehnten den Geist ihrer Namensgeberin lebendig hält. 

Den Auftakt machte das Schulorchester unter der Leitung von Herrn Klaus Weiß mit einer feierlichen Interpretation von Marc-Antoine Charpentiers „Te Deum“. Nach einem kurzen Auftritt des beliebten schuleigenen Roboters Pepper stellten sich die drei Mitglieder der SMV – Emilia Schroeder (12. Jgst.), Felix Schneider (11d) und Paul Speiser (11d) – vor, die mit Charme, Witz und Souveränität durch die Veranstaltung führten und dabei zeigten, was gelebte Mitgestaltung bedeutet. 

In ihrer Begrüßungsrede erinnerte Schulleiterin Sabine von Appen an den Gründungstag der Schule am 1. August 1975 sowie das Jahr 1982, in welchem das Gymnasium nach der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner benannt wurde. Denn ein Name für ein Gymnasium ist sein „pädagogisches Programm“: Er ist unser „Bekenntnis zum Frieden“, so die Rektorin. 

Mit „I have a dream” von Mary Donnelly untermauerte der Unterstufenchor unter der Leitung von Sara Sprengart diese Botschaft sehr gefühlvoll. 

Ministerialrat Robin Pantke vom Bayerischen Kultusministerium überbrachte Grüße aus München. In seiner Rede nahm er verschiedene Perspektiven auf die Schule ein – von der amtlichen Statistik über die pädagogische Leistung bis hin zur Vogelperspektive auf das begrünte Schulgelände. Aus einem „Schulbaby“, das laut dem Jahresbericht 1975/76 116 Schüler beherbergte, sei inzwischen ein „gestandenes Mitglied der Schulfamilie im Landkreis Neu-Ulm“ geworden, das heute 771 Schüler besuchen. Das, was die Schule am meisten präge, seien die Menschen, die jeden Tag dazu beitragen, dass das Bertha-von-Suttner-Gymnasium Neu-Ulm so eine „sympathische und weltoffene Bereicherung für den Landkreis“ ist. 

Für einen echten Gänsehautmoment sorgte der anschließende szenische Beitrag der Crossover-AG unter der Leitung von Frau Anja Fladerer und Frau Elisabeth Baumgartner, in dem Schülerinnen und Schüler die Stimme von Bertha von Suttner in die Gegenwart holten – kraftvoll, politisch, poetisch. Die große Identifikation mit den Werten der UNESCO-Projektschule wurde hier offenbar: „Wir sind Bertha, wir bleiben laut, Frieden beginnt mit uns“, war die Botschaft der Kinder, die vom Publikum mit lautem Applaus aufgenommen wurde. 

Von der Aufführung gerührt wies Landrätin Eva Treu darauf hin, dass Bildung nicht nur Wissen vermittle, sondern jungen Menschen Werte mitgebe. Die Vielfalt des Angebots sowie den Zusammenhalt am BvSG stellte sie dabei besonders heraus. „Ein Raum, in dem Bildung entsteht, ist nämlich nicht das Klassenzimmer, sondern das Miteinander.“ Zum Schluss ihrer Rede richtete sie den Appell an die Schülerinnen und Schüler, sich die Hoffnung zu bewahren, die auch Bertha von Suttner der Jugend zuschrieb, indem sie einst sagte: „Ach, das ist das Schöne an der Jugend, dass sie mit ebenso viel Hoffnungen operiert wie das Alter mit Erinnerungen.“ Und gerade an einem Tag wie heute würden sich Erinnerung und Hoffnung die Hand reichen.  

Einen Einblick in ganz persönliche Erinnerungen gewährte Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger. Als ehemalige Schülersprecherin des Gymnasiums habe sie bei der Feier zum 25jährigen Jubiläum der Schule bereits die Ehre gehabt, auf dieser Bühne zu stehen und eine Rede zu halten. Daher sei es für sie ein hochemotionaler Moment, heute wieder hier stehen zu dürfen. Dies sei ein Ort, an dem Tradition gelebt werde und an dem das Leben der Schüler nachhaltig beeinflusst werde. So habe sie hier nicht nur ihren Ehemann kennengelernt, sondern auch den Bildungspolitik-AK besucht, der ihre Zukunft maßgeblich geprägt habe. 

Dass nicht nur ehemalige Schüler der Schule, sondern auch ehemalige Schulleiter bis heute eine sehr enge Bindung zum BvSG haben, wurde daraufhin spürbar. Die erste Schulleiterin des Gymnasiums Frau Karin Weisgräber versetzte die Anwesenden in die Anfangszeit der Schule, erzählte von ihrem persönlichen Werdegang und schilderte in einer erfrischend humorigen Art und Weise von Anfangsschwierigkeiten, die sie als eine der wenigen weiblichen Schulleiterinnen dieser Zeit meistern musste, zu bewältigenden Hürden wie Platznot und Baulärm sowie Errungenschaften, auf welche die Schule stolz sein könne, darunter die Partnerschaft mit Frank Webers Schule in Bolivien. Es sei eine „schöne Lebensaufgabe“ gewesen, 24 Jahre lang diese Schule aufzubauen, mitzugestalten und ihren „guten Geist“ zu prägen. Seither habe sich die Welt „radikalst verändert, Unverstellbares ist in guter und bedrohlichster Weise Realität geworden, doch die Aufgabe der Schule ist geblieben: zum Wohle der Jugend zu wirken.“ Minutenlange Standing Ovations folgten auf ihre Worte. 

Auch in Frau Jutta Grubers Worten, Schulleiterin von 2014 bis 2017, kam zum Ausdruck, wie sehr ihr das BvSG immer noch am Herzen liegt. Sie betonte, dass ihr während ihrer Amtszeit die Persönlichkeitsentwicklung ein besonderes Anliegen gewesen sei. Denn für sie sei das Gymnasium ein Ort, an dem sich junge Menschen persönlich entfalten können. Daher sei sie froh, dass das Bertha-von-Suttner-Gymnasium eine Schule ist, an der genau dies ermöglicht wird. 

Ein „Zeitreisender“, der seit 1981 nicht mehr vom BvSG wegzudenken ist, obwohl er bereits vor einigen Jahren in Pension ging, und dem sicherlich zustimmen würde, wurde nun als Überraschungsgast von Herrn Eckhard Sedelmeier, dem Organisator des der heutigen Feierlichkeiten, auf die Bühne gebeten: Herr Josef Kerscher. Der ehemalige Lateinlehrer, der auch heute noch aushilft, wenn Not am Mann ist und immer noch gern die Zehntklässler auf ihre Romfahrt begleitet, unterhielt die Gäste mit zahlreichen Anekdoten. 

Viktoria Höck aus der 9c begeisterte das Publikum daraufhin mit einem virtuos vorgetragenen Stück auf der Violine: der „Scherzo-Tarantelle“ von Henri Wieniawski. Begleitet wurde sie dabei am Flügel von Frau Jevgenia Vilk.  

Die Festrede hielt Thorsten Freudenberger, der als Landtagsabgeordneter, ehemaliger Landrat des Landkreises Neu-Ulm, früherer Lehrerkollege und Vater eines Schülers eine ganz besondere Beziehung zum Bertha-von-Suttner-Gymnasium hat. In seiner Rede würdigte er vor allem die große Liberalität und Offenheit der Schule und lobte das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Lehrerschaft, wobei er auch diejenigen miteinbezog, die diesen Tag nicht mehr mitfeiern konnten. Gute Erinnerungen würden sich in die Zukunft hineinentwickeln. Dabei verwies er auf Bertha von Suttners Worte: „Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen – nein: unserer Enkelkinder!“ 

Mit einer Kontinente und Kulturen verbindenden Tanzperformance demonstrierte die K-Pop-Gruppe unter der Leitung von Emilia Schroeder (12. Jgst.) eindrücklich, wie man trotz vieler Unterschiede Gemeinsamkeiten leben kann, denn die Bewegungen verliefen synchron zu einem im Hintergrund abgespielten Video, das die K-Pop-Gruppe unserer Partnerschule in Cochabamba, Bolivien, für uns aufgenommen hat. 

Der Elternbeiratsvorsitzende Herr Volker Walz hob in diesem Zusammenhang hervor, dass das BvSG eine Schule ist, an der Kinder Begabungen entdecken und Gemeinschaft erleben können. Die Schüler seien das „Herz einer Schule“. Hier zähle nicht nur Leistung, sondern an dieser Schule werde auch gelernt, zuzuhören, aber auch die eigene Stimme zu erheben. 

Dies bestätigte auch Schülersprecher Antonio Novakovic aus der 12. Jahrgangsstufe. „Hinterfragen, Meinung bilden, Entscheidung treffen“: An dieser Schule werde miteinander geredet. „Wenn man zusammenarbeitet, funktioniert alles besser“; dies habe er an unserer Schule gelernt. Das BvSG sei für ihn nicht nur ein zweites Zuhause, sondern auch eine zweite Familie. Bildung, Zusammenhalt und Frieden stehen für ihn somit in untrennbarem Zusammenhang. 

Weil dies auch die Schulband unter der Leitung von Herrn Jonas Mittag so sieht, entschied sie, die Feierlichkeiten mit „Zombie“ von den Cranberries zu beschließen, einem Lied gegen Gewalt und für Frieden. Ganz im Sinne von Bertha von Suttner, die schrieb:
„Frieden ist die Grundlage und das Endziel des Glückes.“ 

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Gäste am Buffet, das von den Mensabetreibenden Judith Steiger und Uwe Altrichter vorbereitet worden war, bedienen.  

Die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Bertha“, die von allen Schulklassen während der Jubiläums-Projekttage unter Anleitung des Kunst-P-Seminars von Elisabeth Baumgartner auf die Beine gestellt worden war, konnte ab 14:30 Uhr besichtigt werden. 

 

Sabrina Müller 

Anlässlich unseres 50jährigen Schuljubiläums hat die Redaktion der „Dicken Bertha“ eine digitale Sonderausgabe auf den Weg gebracht, die sich speziell mit unserer Rolle als UNESCO-Projektschule befasst.

Wir wünschen viel Freude beim Durchblättern!

Auch unsere Show-Café-Ausgabe ist inzwischen übrigens auch online verfügbar: Dicke Bertha – Show-Café-Ausgabe 2025 – Bertha-von-Suttner-Gymnasium.

 

Über 200 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums – überwiegend aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe – nahmen am 20.03.2025 am diesjährigen Känguru-Wettbewerb der Mathematik teil und knobelten zusammen mit Jugendlichen aus der ganzen Welt um die Wette.

13 von ihnen waren sehr erfolgreich und gewannen einen 2. oder 3. Preis. Herzlichen Glückwunsch!

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium macht wieder mit beim STADTRADELN mit. Unser Ziel sind viele Mitradelnde, ganz viele Kilometer und noch mehr Spaß.

Zudem wollen wir ein Zeichen setzen, dass man nicht immer ein Auto braucht, um sich fortzubewegen. Jede Schülerin, jeder Schüler, alle Lehrkräfte, die Sekretärinnen und alle Eltern können und sollen Strampeln, was das Zeug hält. Gesammelt wird in jeder Klasse, die jeweils ein Unterteam im BvSG-Team beim Stadtradeln der Stadt Neu-Ulm bildet. Eine Anleitung, wie die Registrierung funktioniert, findet sich hier. Der Aktionszeitraum in diesem Jahr sind die drei Wochen nach Pfingsten, vom 22.06. bis zum 12.07.

Die Kilometer können über die Stadtradeln-app (→ https://www.stadtradeln.de/app), einen Kilometerzähler oder einen Routenplaner erfasst werden. Die „Captains“ jedes Teams tragen sie dann im Internet beim Klassenteam ein. Infos zum Eintragen folgen demnächst ebenfalls hier.

Wer wird die radelfreudigste Klasse? Erradeln wir wieder die meisten Kilometer aller Gruppen im Landkreis?

PS: Leider ist 2025 ein Mitradeln beim SCHULradeln nicht möglich, da dies ein Mitradeln bei der Stadt Neu-Ulm erfordert, die für uns zu spät teilnimmt.

Ein unvergesslicher Theaterabend

Die tragische Liebesgeschichte der Welt von William Shakespeare wurde vom Oberstufenkurs für Theater und Film des BvSG unter der Leitung von Frau Uhlig in einer atemberaubenden Aufführung auf die Bühne gebracht. Die zehn Schülerinnen und Schüler entwickelten die Szenen in Eigenregie, steckten viel Arbeit und Herzblut in die Kürzung und Modernisierung des Textes und übten gleichzeitig  die Grundlagen des Theaters ein. Mit großem Engagement schufen sie ihre eigene Version des Klassikers – nicht nur während des Unterrichts am Donnerstagnachmittag, sondern auch an einem Theaterprobenwochenende in Bonlanden und in weiteren Intensivproben wurde am Stück gefeilt.

Das Ergebnis war eine beeindruckende Inszenierung, die an zwei Abenden, dem 08. und 09. Mai 2025, das Publikum mit seiner Intensität und Emotionalität in den Bann zog.

Besondere Highlights waren eine elektrisierende Partyszene, selbst choreografierte Kampfszenen sowie eine Beerdigungsszene, in der Julia auf Händen getragen wurde, während sich ihr Brautbett in ein Totenbett verwandelte – „ein absoluter Gänsehautmoment“.

Alle Schauspieler und Schauspielerinnen zeigten tiefe Empathie für ihre Charaktere und vermittelten so die Intensität der Tragödie.

Es war ein unvergesslicher Abend, der den Zuschauenden vor und den Mitwirkenden auf und hinter der Bühne noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Nach Monaten der drohenden Dehydrierung der Schülerschaft, der Lehrkräfte, Angestellten und Schulleitung begrüßen wir im Mai nun gemeinsam den neuen Wasserspender.

Herzlich willkommen in unserer Schulfamilie!

Zum Thema „Jugend und Partizipation – deine Stimme zählt“ öffnete das UNESCO-Jugendforum der bayrischen UNESCO-Projektschulen vom 19. bis 21. März 2025 seine Pforten in Nürnberg. Der historische Rathaussaal, ein prächtiges Zeugnis vergangener Zeiten, diente als eindrucksvolle Kulisse für die Eröffnungsveranstaltung, bei der namhafte Redner wie Markus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und Prof. Dr. Benjamin Jörissen, Lehrstuhlinhaber des UNESCO-Chair in Digital Culture and Arts in Education an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Teilnehmenden begrüßten. 

„Es war ein beeindruckender Anblick, als wir den Rathaussaal betraten“, erinnert sich eine Schülerin unserer Schule, die Mitglied der UNESCO-AG ist. „Die Atmosphäre war freundlich und es hat Spaß gemacht, Teil davon zu sein.“ 

Der erste Abend des Forums bot eine entspannte Atmosphäre für soziale Interaktionen.  

„Ich fand den Spielabend am ersten Tag toll, denn da konnte man die anderen gut kennen lernen“, erzählt eine andere Teilnehmerin. 

Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte aus dem gesamten Bundesland waren eingeladen, um das Netzwerk der bayrischen UNESCO-Projektschulen durch gemeinsamen Austausch und die Erarbeitung von Konzepten nachhaltig zu bereichern.  

„Wir haben gelernt, wie wichtig es ist, sich einzubringen“, sagt eine dritte Schülerin. „Es war eine großartige Möglichkeit, unsere Meinungen zu äußern und aktiv an der Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.“ 

Die Workshops am zweiten Tag des Forums boten ein breites Themenspektrum. Von Antidiskriminierung und Vielfalt über Journalismus und Partizipation bis hin zu kreativen Gestaltungsmöglichkeiten und einem Besuch im Germanischen Nationalmuseum war für jeden etwas dabei. 

„Die Diskussionen mit den anderen waren toll“, berichtet eine vierte Schülerin. „Es war inspirierend zu sehen, wie viele verschiedene Perspektiven es gibt und wie leidenschaftlich alle Teilnehmenden waren.“ 

„Ich fand es cool, mit Kindern zu diskutieren, die eine ganz andere Ansicht hatten und trotzdem ist man respektvoll miteinander geblieben“, fügte eine fünfte Schülerin hinzu, die die offenen und respektvollen Diskussionen hervorhebt. 

Ein Höhepunkt des Forums war der Workshop „Kreativ gestalten und Exkursion ins Germanische Nationalmuseum“. Hier gestalteten die Teilnehmenden am Vormittag Postkarten zu den Themen des Jugendforums und besuchten das Germanische Nationalmuseum, wo sie sich intensiv mit dem Thema Kinder- und Menschenrechte beschäftigten. 

Am dritten und letzten Tag des Forums stellten die Teilnehmenden die Ergebnisse ihrer Arbeit auf kreative Weise vor. Es war bemerkenswert zu sehen, wie engagiert und leidenschaftlich die Jugendlichen ihre Erkenntnisse präsentierten und wie sehr sie sich für die Themen eingesetzt hatten. 

Das UNESCO-Jugendforum war ein großer Erfolg und eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten. Es bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben, ihre Meinungen auszudrücken und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilzunehmen.  

Es war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig Partizipation und Engagement in der heutigen Gesellschaft sind und wie junge Menschen dazu beitragen können, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. 

 

Seit dem 18. Dezember 2024 begrüßte das Bertha-von Suttner-Gymnasium an mehreren Tagen zahlreiche Schülerinnen und Schüler von verschiedenen Grundschulen aus der Umgebung, die bei uns im Rahmen einer ganz besonderen Veranstaltung erste Einblicke in die Robotik und Astrophysik erhielten.  

Die Grundschulkinder wurden zunächst von unserem humanoiden Roboter Pepper ganz herzlich willkommen geheißen. Anschließend teilte unsere Informatiklehrerin Frau Sonnleitner, die sich für die Kinder ein besonderes Programm ausgedacht hatte, die Viertklässler in Zweiergruppen ein, die jeweils von Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse individuell betreut wurden. In den Gruppen setzten sie sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Robotik auseinander. Beispielsweise erstellten sie mithilfe des Lego-Education-Systems Programme für kleine, mobile Roboterfahrzeuge. Diese konnten dadurch verschiedene Aufgaben erfüllen, wie etwa das Verfolgen von Linien, das Abspielen bestimmter Geräusche nach Erkennung von Farbmustern oder das Bewegen von Objekten. Zwischendurch fand sich auch immer wieder Zeit für lustige Gruppenspiele. 

 

Der zweite Teil des Vormittags wurde von unserem Mathe- und Physiklehrer Herrn Baumgartner gestaltet. Im Rahmen einer Schnitzeljagd entlang des neueröffneten Planetenwegs, den unser letztjähriges P-Seminar errichtet hat, konnten unsere Gäste gleichzeitig die Weiten unseres Sonnensystems und das irdische Schulgelände erforschen. Dabei wurden sie von den engagierten Schülerinnen und Schülern des Wahlkurses Astrophysik nicht nur mit spannenden Informationen zu Neptun, Merkur und Co versorgt, sondern konnten auch erste Eindrücke vom Physiksaal, der Bibliothek oder einem unserer Kunstlehrsäle gewinnen. 

Da aufgrund der Wetterbedingungen ein direkter Blick durch die Teleskope der schuleignen Sternwarte der Schule nicht möglich war, durften die Kinder mit Hilfe von VR-Brillen einen virtuellen Ausflug ins Universum unternehmen. 

Die Viertklässler waren von dem Vormittag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium rundum begeistert. Nach dem ersten Staunen über das Schulgebäude („Ist das alles riesig hier!“) waren sie schnell von der Faszination für Robotik und Astronomie erfasst („Es ist gar nicht so einfach, dass die Fahrzeuge das machen, was man will.“) und hatten auch schnell Kontakt zu den betreuenden Schülern gefunden („Die sind ja alle voll nett!“). 

 

Auch die Lehrkräfte beider Schularten waren von dem Projekt angetan. Die Klassenlehrkräfte der Grundschulen lobten die individuelle Betreuung und vielfältigen Angebote für die Kinder und Frau Sonnleitner betonte: „Die Schüler der Grundschule waren richtig begeistert und bei den verschiedenen Aktionen kaum zu bremsen. Beeindruckend war auch, wie motiviert und engagiert sich die großen Schüler um die Viertklässler gekümmert haben.“  Während der beiden Programmpunkte wurden die Kinder von zahlreichen Elftklässlern betreut. Für ihr großes Engagement danken wir Joshua Behr, David Birnthaler, Emilia Binder, Luisa Binder, Florian Bindhammer, Nele Bucher, Jakob Breilmann, Angelina Böhme, Tamara Böttinger, Annika Deschler, Paulina Deckler, Ines Doser, Leonie Eckardt, Alexander Franz, Max Fritsch, Nico Geist, Maximilian Greil, Lilli Gehre, Paula Guter, Jannik Häusele, Dominik Held, Sarah Heckelmann,Johanna Heuschmid, Lara Hiller, Nando Kitterer, Lukas Ley, Emilie Lochschmidt, Julian Mandt, Henning Meixner, Paula Merkle, Mikko Merkle, Miriam Mokosch, Maja Milosevic, Frieda Minhöfer, Charolle Ngadop, Joel Nürnberger, Felix Schneider, Maximilian Schneider, Bianca Schuh, Johannes Schultheiß, Jona Schrems, Paul Speiser, Lara Stiller, Nico Struck und Dominykas Zaksauskas. 

Vortrag für die 8. Klassen im Zuge der MISEREOR-Fastenaktion

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Und doch wird dieses Grundrecht auch heute noch in vielen Ländern missachtet. So beispielsweise auch in Sri Lanka, dem Projektland der diesjährigen MISEREOR – Fastenaktion.

Unter dem Motte „Auf die Würde. Fertig. Los!“ fand daher am 17. März 2025 ein Vortrag für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts statt, bei dem die Jugendlichen von Frau Jayakanthan Devi aus Sri Lanka über die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf tamilischen Teeplantagen informiert wurden. Frau Devi, selbst Tochter tamilischer Teebauern, arbeitet für die Caritas auf Sri Lanka und schilderte in ihrem Vortrag auf eindrucksvolle Weise das Schicksal ihrer Landsleute. Gleichzeitig erklärte sie, wie sie von MISEROR bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützt wird.

Eine interessante Gesprächsrunde, bei der Frau Devi die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortete, rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Workshop zur Optimierung von Projektarbeit

An unserer Schule fand am Mittwoch, dem 19. März 2025, im Rahmen von Frau Sonnleitners Robotik-AG ein spannender Workshop zum Thema „Lessons Learned“ statt, an dem auch Herrn Schusters P-Seminar „Informatik“ teilnahm.

Herr Breilmann von der Firma Hensoldt stellte in der zweistündigen Veranstaltung die effektive „Start – Keep – Stop“ Methode vor, bei der es darum geht, sich bei Projektarbeiten klarzumachen, was man neu beginnen möchte (start), was nicht zielführend ist und deshalb beendet werden sollte (stop) und was für gut befunden wird und somit beibehalten werden sollte (keep).

Direkt zu Beginn des Workshops wurden die Teilnehmer eingebunden. Sie sollten ihre eigene Motivation bezüglich der bisherigen Projekte sowie ihre Arbeitsweise reflektieren, was den Austausch und die Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern förderte und ihnen die Bedeutung der Thematik bewusst machte.

Der Enthusiasmus und die Begeisterung seitens der Schülerinnen und Schüler war spürbar: Alle beteiligten sich aktiv. Überdies zeigten sie sich motiviert, das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen.

Die erworbenen Kenntnisse werden nun direkt in den P-Seminar- und Robotik-AG-Alltag integriert, um bestehende Arbeitsabläufe zu verbessern und Vorbereitungen zu optimieren.

Vielen Dank an Herrn Breilmann für diesen großartigen Workshop.

Wir freuen uns über das aktive Engagement unserer Elternschaft, nicht nur als Zuschauer bei Veranstaltungen wie der First Lego League, sondern auch in Bezug auf solche „Bildungs-Partnerschaften“, die wir gern intensivieren.

Im März hatten wir die besondere Gelegenheit, die Lehramtsbotschafter an unserer Schule willkommen zu heißen. Die Lehrkräfte, die aus verschiedenen Schularten stammen – darunter Realschule, Förderschule, berufliche Schulen, Gymnasium und Mittelschule – gaben unseren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 im Rahmen der Berufsorientierung spannende Einblicke in ihren Berufsalltag und die Ausbildung zum Lehrberuf.


Nach einer freundlichen Begrüßung durch Frau Sonnleitner, der Lehramtsbeauftragten unserer Schule, stellten sich die Lehrkräfte kurz vor, bevor die Jugendlichen in fünf Gruppen aufgeteilt wurden. Nach einem Rotationsprinzip durchliefen sie die verschiedenen Stationen, an denen die jeweiligen Lehrkräfte ihre Schulart vorstellten. Dabei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und aus erster Hand zu erfahren, welche Herausforderungen und Besonderheiten die unterschiedlichen Schulformen mit sich bringen.
Die Veranstaltung bot unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Impulse für ihre eigene berufliche Zukunft und zeigte auf, wie vielseitig und bedeutend der Lehrberuf ist. Wir danken den Lehramtsbotschaftern herzlich für ihren Besuch und die spannenden Einblicke!

Ein Rückblick auf die Wettkampfklassen IV und III

Am 12. Februar 2025 traten die Mädchen der Wettkampfklasse IV beim Bezirksfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Illertissen an, bei dem insgesamt zehn Mannschaften starteten. Der Wettkampf bestand aus verschiedenen Gerätebahnen sowie Sonderprüfungen, die den Teilnehmerinnen sowohl turnerische als auch konditionelle Fähigkeiten abverlangten. Unsere fünf Turnerinnen aus den Klassen 5 und 6 glänzten mit einer starken Leistung und sicherten sich den 7. Platz.

Einen Tag später gingen die Mädchen der Wettkampfklasse III an den Start. In diesem Wettkampf mussten die Turnerinnen Übungen am Boden, Stufenbarren, Balken und Sprung zeigen. In einem starken Wettbewerbsfeld von 12 Teams erzielten unsere Mädchen den 8. Platz.

Mit wenigen Fehlern und viel Teamgeist haben sich beide Teams hervorragend präsentiert und bewiesen, dass sie auch im Wettkampf mit hoher Konzentration und Engagement glänzen können. Wir sind stolz auf ihre Leistung und die positive Einstellung, die sie während des gesamten Wettbewerbs an den Tag legten.  

Nach dem Bruch der Ampel-Koalition im November 2024 war klar: Neuwahlen für den deutschen Bundestag würden nicht lange auf sich warten lassen. Und nun steht der Wahltag für den 21. Bundestag der Bundesrepublik Deutschland kurz bevor. Am 23. Februar 2025 wird neu gewählt. Seit Wochen sind die deutschen Parteien daher im Wahlkampf-Modus und buhlen um die Stimmen der wahlberechtigten Bürger.

Unter anderem auch dank Social Media sind unsere Schülerinnen und Schüler über den „Wahlkampf“ bestens informiert und beteiligen sich rege am politischen Diskurs.

Als UNESCO-Projektschule liegt uns die Demokratieerziehung besonders am Herzen.

Deshalb entschieden wir uns, anlässlich der bevorstehenden Wahl eine U18-Wahl für alle Schülerinnen und Schüler der 10. bis 12. Jahrgangsstufe zu veranstalten. Auch wenn die Wahlergebnisse keine Auswirkungen auf die letztliche Sitzverteilung im nächsten deutschen Bundestag haben werden, bilden sie dennoch die Stimmung der Jugendlichen, deren Wünsche und Sorgen ab und werden den Parteien durch den Bayerischen Kreisjugendring übermittelt. Sobald die U18-Wahlen bayernweit abgeschlossen sind, werden die Ergebnisse unseren Schülerinnen und Schülern verkündet.

Die Jugendlichen von heute sind die Wählerschaft von morgen.

Nicht zuletzt deswegen gilt es die Interessen der Jugend zu beachten und zu vertreten.

Das Bertha-von-Suttner-Gymnasium überzeugt bei der FIRST LEGO League in München

Am 25. Januar 2025 war es endlich soweit: Die Robotik-AG vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium trat unter Leitung von Frau Sonnleitner mit zwei Teams im Berufsinformationszentrum (BiZ) in München bei der FIRST LEGO League (FLL) an. “Im Mittelpunkt der FIRST ® LEGO® League Challenge steht der freundschaftliche Wettbewerb, bei dem Teams von bis zu 10 Kindern forschen, Probleme lösen, programmieren und konstruieren, während sie einen LEGO Roboter bauen und programmieren, der die Aufgaben des Robot-Games bewältigt.” (aus dem Leitfaden des Hands on Technology e.V.) Die Teams sind auch Teil eines Forschungsprojektes, um ein relevantes Problem aus der realen Welt zu identifizieren und zu lösen. Im Rahmen des diesjährigen Mottos „Submerged“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der beeindruckenden Welt der Meeresforschung. Auf spielerische Weise lernten sie, wie und aus welchen Gründen die Ozeane erforscht werden – eine Herausforderung, die unsere Teams mit großer Begeisterung und Engagement bewältigten. Zum Beispiel ging es in unserem Fall speziell um die Verschmutzung der Weltmeere – insbesondere durch Plastikmüll – und dessen Vermeidung. Die AG wollte daher einen Roboter bauen, der Müll sammelt.

Monatelange Vorbereitung

Mit Erhalt der Materialien für den Wettbewerb im September, begann die Reise der Robotik-AG. Seitdem kamen die beiden Teams mehrmals pro Woche zusammen, um die Aufgaben der „Submerged“-Challenge zu bewältigen.

Die Schülerinnen und Schüler stellten die anspruchsvollen Stationen des Wettkampfs auf. Diese umfassten das Zurückbringen eines Anglerfischs in sein Habitat unter einem Schiffswrack, das Bergen einer Schatztruhe und den Einsatz von Sonartechnologie zur Lokalisierung von Walen. Das Einsammeln von Meeresproben sowie das Freilassen eines unbekannten Wesens zählten ebenfalls zu den Herausforderungen. Hierfür konstruierten sie passgenaue Roboter und programmierten diese für ihre Aufgaben.
Die gründliche Vorbereitung war von Teamgeist und kreativen Lösungsansätzen geprägt.
Das erste Team, bestehend aus Kaiyang Liu, Carla Deutenberg de Val, Felix Bindhammer, Felix Rasch, Paul Kleinemeier, Nico Geist, Malco Calderini und Tim Mayer wurde von den Coaches Henning Meixner und Nando Kitterer unterstützt.
Zum zweiten Team gehörten Julius Heinen, Hannes Lambert Michel Zinke, Jakob Breilmann, Lukas Holoch, Timo Mihulka und Evren Tüfekci. Sie erhielten Unterstützung von den Coaches Florian Bindhammer und Mikko Merkle.

Bei langen Abendsitzungen kam auch die ein oder andere Pizza zur Stärkung gerade recht.

 

Der spannende Tag des Wettbewerbs

Am Wettkampftag versammelten sich die Teams um 6:30 Uhr vor der Schule, luden ihr Equipment in die Autos und fuhren überwiegend zusammen mit ihren Eltern nach München. Die Eltern waren dabei nicht nur ein Fanclub, sondern auch eine unverzichtbare mentale Unterstützung für die aufgeregten Teilnehmenden.

Um 9:00 Uhr erfolgte die Begrüßung der 22 Teams durch die Organisatoren; danach ging es für unsere beide Mannschaften Schlag auf Schlag ans Werk:
Den Auftakt bildete das Team um Henning und Nando, welches der Jury seine fünfminütige PowerPoint-Forschungspräsentation zur Verschmutzung der Weltmeere, einen selbst entwickelten Roboter zur Lösung des Problems und die dazu konstruierten Module, welche die verschiedenen Spezialaufgaben des Roboters beinhalten, vorstellte. Dabei wurde speziell darauf geachtet, dass jedes Teammitglied zu Wort kam.
Das Team von Mikko und Florian, welches dasselbe Problem auf eine andere Weise umgesetzt hat, übernahm später die zweite Präsentation und demonstrierte ebenfalls eindrucksvoll, wie gut es vorbereitet war.

Im Anschluss begannen die drei Vorrunden der Roboter-Matches, in denen die Teams in jeweils 2 Minuten und 30 Sekunden die Leistungsfähigkeit ihrer Konstruktionen demonstrieren sollten. Dabei bestand die Herausforderung darin, dass der Roboter während dieser Zeit möglichst viele der vorgegebenen Aufgaben bewältigen sollte. Während die ersten beiden Runden von beiden Gruppen hervorragend gemeistert wurden, setzten in der dritten Runde die Schülerinnen und Schüler rund um die Coaches Henning & Nando alles auf eine Karte: Der kühne Versuch, mit einem direkt nach der zweiten Vorrunde noch spontan neu konstruierten Modul, das noch eine weitere Aufgabe hätte lösen sollen, zusätzliche Punkte einzuholen, war bedauerlicherweise unter dem Stress des Wettkampfs nicht von Erfolg gekrönt, da in der Hitze des Gefechts der Roboter nur um ein Grad falsch positioniert wurde, wodurch der Roboter leider an der Station vorbeifuhr. Dadurch verpasste das Team haarscharf das Viertelfinale und belegte am Ende einen soliden 9. Platz.

Auch das zweite Team konnte überzeugen. Die Schülerinnen und Schüler demonstrierten bei der Präsentation ihr Potenzial und setzten hilfreiche Ratschläge des anderen Schul-Teams, vor allem hinsichtlich der Arbeitsteilung, erfolgreich in die Tat um. Am Ende belegten sie einen hervorragenden 14. Platz.

 

Ein Tag, der von Gemeinschaft und Stolz erfüllt war

Seinen Abschluss fand der Wettbewerbstag in einer festlichen Siegerehrung, bei der alle Teilnehmenden mit Urkunden und Medaillen geehrt wurden.
Zwar hat es dieses Mal für unser Team um Henning und Nando nicht für einen Platz im Viertelfinale gereicht, doch die Stimmung bei Schülerinnen und Schülern sowie Eltern war dennoch ausgelassen. Der Zusammenhalt beider Teams, die sich den ganzen Tag über gegenseitig unterstützten und anfeuerten, war wirklich beeindruckend.
Die Robotik-AG kehrte am Abend stolz mit vielen neuen Erfahrungen, spannenden Eindrücken und einem ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl nach Hause zurück.

Trotz des verpassten Einzugs in die Endrunde hat sich die Schule nach fünf Jahren Pause deutlich verbessert und will vom stabilen Mittelfeld aus in den kommenden Jahren angreifen. Wir können die nächste FIRST LEGO League kaum erwarten und sind neugierig, welche kreativen Herausforderungen die Schülerinnen und Schüler dann bewältigen werden!

Am 27.01.2025 gedachten Schülerinnen und Schüler des BvSG auf dem jüdischen Teil des Neu-Ulmer Friedhof den Opfern des Holocausts.

Lassen Sie uns einen Zeitsprung 80 Jahre in die Vergangenheit machen zum 27.01.1945, dem Tag, an dem das Vernichtungslager Ausschwitz von sowjetischen Truppen befreit wurde, dem Tag, an dem die Welt das Grauen, die entsetzlichen Taten des Menschen zu Gesicht bekam. Zu einem Ort des Schreckens, an dem Millionen von Menschen ihres Lebens beraubt wurden.

All das passierte heute vor 80 Jahren. Die Zeit eines Menschenlebens, Zeit, die den Opfern genommen wurde.

Aber auch 80 Jahre nach der Shoa stehen wir nun hier und gedenken der Opfer der Nationalsozialisten. Auch 80 Jahre später sind die Gräueltaten noch unvergessen. Auch 80 Jahre später sind die Opfer unvergessen. Und auch nach 80 Jahren wollen wir den Opfern eine Stimme schenken.

„Denn ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ – Zitat aus dem Talmud.

Wir geben Opfern wie Josef Stern, ehemaliger Soldat, später auch Prokurist in der Lederfabrik Lebrecht in Ulm und Buchhalter bei der Hutfabrik Mayser eine Stimme, einem Neu-Ulmer Bürger, der 1939 zunächst seine Wohnung räumen musste und nur drei Jahre später, am 26. März 1942, in das Ghetto Piaski deportiert wurde. Er verlor sein Leben am 29. Juni 1942.

[…]

Warum ist es heute so wichtig, die Namen der Opfer in unser Gedächtnis zu rufen, an die unvorstellbaren Taten in Vernichtungslagern zu erinnern und über das Leben der durch die Nationalsozialisten Verfolgten aufzuklären?

80 Jahre später, Generationen später, in einer Zeit, in der Hass und Hetze, Rechtsextremismus und Antisemitismus enormen Zuspruch finden, müssen wir handeln, müssen wir zusammenhalten und widersprechen.

In einer Gegenwart, in der Zeitzeugen heutigen Generationen nur noch selten über das Unvorstellbare berichten können und sich die so bedeutsame Erinnerungskultur verändert, ist es umso wichtiger, dass wir, die nachfolgende Generation gedenken, erinnern, mahnen.

Auch wir wollen die Botschaft „Nie wieder ist jetzt“ senden.

Wir gedenken auch nach 80 Jahren immer noch, nicht nur, um das Geschehene nicht zu vergessen, sodass wir nie wieder zu solch grausamen Zeiten zurückkehren, sondern auch, um den Opfern und ihren Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl auszusprechen.

Deshalb stehen wir heute als junge Menschen hier, denn wir wollen kein Teil einer Welt sein, in der Hass Alltag ist.

Als junge Generation stehen wir für Respekt, Demokratie und Menschenwürde ein.

Denn wir wollen Mensch sein.

 

Vanessa Gebhardt, Emilia Schroeder, Charlotte Reichelt, Tamas Weisz, Afra Koc und Johanna Heuschmid im Namen der gesamten Schulfamilie des BvSG

Im Rahmen des W-Seminars Physik „Health for Future – Der smarte Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit“ (Leitung StDin Schnaubelt) war die letztjährige Gewinnerin des deutschen Nachhaltigkeitspreises, Frau Gabriele Renner, am BvSG zu Besuch, um ihre Produkte, einen Hitzenotfallkoffer sowie kühlende Kleidung, vorzustellen. Der Schwerpunkt des W-Seminars liegt nämlich bei den Einflüssen des Klimas auf den Menschen, weshalb wir sehr gespannt waren, mehr über diese Ideen zu erfahren.

Wozu braucht man einen Hitzekoffer?

Die Inhalte des Koffers sind spezifisch auf einen Hitzenotfall ausgerichtet. Ein Koffer beinhaltet: Decke mit 3D System Technologie zum Abkühlen, eine Flasche Wasser (Volumen passend, um die Decke zu füllen und der betroffenen Person Wasser zu verabreichen), Schnabelbecher + Elektrolyten, Spucktüte, Temperaturmesskarte, Atemmaske für die Mund-zu-Mund Beatmung, Maske und Desinfektionstücher, Pulsoximeter (allerdings nicht im Basic Koffer enthalten). Der Hitzenotfallkoffer ist somit vor allem auf Personen und Firmen ausgerichtet, die oft in Kontakt mit hohen Temperaturen kommen und so in einem Notfall eine geeignetere Lösung als mit einem herkömmlichen Erste-Hilfe Koffer anbieten wollen.

Neben dem Hitzenotfallkoffer stellt Frau Renners Team auch noch kühlende Kleidungsstücke her, welche nach ihrer patentierten „3D System Technologie“ den Menschen ohne Batterien, Ventilatoren o.Ä. kühlen können.

Warum ist kühlende Kleidung wichtig?

Frau Renner war schon lange klar, dass durch die Klimaerwärmung immer mehr Menschen durch die Hitze sterben. Unser Körper braucht überall Proteine, aber am meisten im Gehirn. Bei Temperaturen ab 40°C fängt das Denaturieren der Proteine an. Falls in solch einem Vorfall nicht schnell reagiert wird, kommt es zu langfristigen Schäden. Bisher wurde daher immer versucht, große Räume mit hohem Energieaufwand abzukühlen. Aber warum sollte man nicht einfach das nötigste abkühlen, nämlich den Menschen?

Durch diese Frage kam sie auf die Idee, Kleidungsstücke mit kühlender Technologie zu erstellen. Diese Kleidung muss mithilfe von Wasser einfach nass gemacht werden und sie speichert im Gegensatz zur herkömmlichen Kleidung das Wasser nicht zwischen den Fasern, sondern auf den Fasern. Das interessante dabei ist, dass auch kein Wasser herauskommt, wenn man das Kleidungsstück zusammendrückt, sondern weiter innen gehalten wird. Somit kann das Kleidungsstück die Person, wenn es einmal nass ist, bis zu 10 Stunden kühlen.

Wir wollten dies nun testen. Deswegen hat das W-Seminar eine Infra-Rot Kamera zu ihrem Vortrag mitgenommen, mit der es die Abkühlung nachprüfen konnte. Die Ergebnisse beim Tragen und nicht Tragen des Kleidungsstücks kann man in den Bildern sehen.

Die Produkte von Frau Renner und ihrem Team werden übrigens schon von der SWU-Ulm und einigen internationalen Sportteams genutzt, wie zum Beispiel der Schweizer Fußballmannschaft oder den deutschen Leichtathleten bei der letzten Olympiade.

BvSG-Handball-Schulmannschaften mit gemischter Bilanz in den ersten Turnieren

Mit insgesamt sechs Wettkampfmannschaften ist das BvSG beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Handball in allen Wettkampfklassen vertreten. In den ersten Spielrunden war von allem etwas dabei.

Die Jungs der Klassen 5-7 traten mit einer sehr jungen Mannschaft beim Landkreisfinale an und konnten hier einen hervorragenden 2. Platz belegen. Im Vorfeld hatten deutliche Siege gegen das Lessing-Gymnasium und die Anton-Miller-Schule die Grundlage für ein würdiges Finale gegen das Kolleg der Schulbrüder Illertissen geschaffen. In diesem Spiel musste man sich in einem Herzschlagfinale jedoch etwas unglücklich mit 10:11 geschlagen geben.

Auch die Mannschaft der Jungen III (Klassen 7-9) spielte gegen das Kolleg der Schulbrüder Illertissen; sie konnten sich durch einen deutlichen Sieg im Landkreisfinale für den Regionalentscheid qualifizieren. Hier durfte man gegen das Rupert-Ness-Gymnasium Ottobeuren antreten. In diesem Spiel erhielten die Jungs jedoch eine echte Lehrstunde und so mussten sie sich am Ende mit 17:39 geschlagen geben. Die Mannschaft aus Ottobeuren, gespickt mit mehreren bayerischen Auswahlspielern, war einfach eine Nummer zu groß für die tapfer kämpfenden Jungs vom BvSG.

Bei den Mädchen der Jahrgangsstufen 5-7 sollte ebenfalls gegen eine Mannschaft vom Rupert-Ness-Gymnasium gespielt werden. Wie heiß begehrt die Teilnahme am Regionalentscheid war, zeigte sich schon dadurch, dass insgesamt 15 Schülerinnen von unserer Schule daran teilnehmen wollten. Und in diesem Spiel ging es tatsächlich sehr spannend zu. Mit einer enormen Kraftanstrengung im zweiten Durchgang hat die Mannschaft es geschafft, einen zwischenzeitlichen 6-Tore Rückstand aufzuholen; dies reichte aber leider nicht für den Sieg: Am Ende mussten sich unsere jungen Sportlerinnen leistungsgerecht mit 21:24 den körperlich überlegenen Spielerinnen aus Ottobeuren geschlagen geben.

Für diese Mannschaften ist der Wettkampfbetrieb für dieses Schuljahr leider zu Ende, da sich jeweils nur die erstplatzierte Schulmannschaft für die folgende Spielrunde qualifiziert.

Aber wir hatten ja noch drei weitere Teams im Rennen. Im Regionalentscheid der Mädchen II qualifizierte sich die erfolgreichste Mannschaft der vergangenen Jahre erneut ungefährdet für das Bezirksfinale. Gegen die Staatliche Realschule Vöhringen konnte das Team einen klaren 43:15 Sieg einfahren.

Die Mannschaft der Jungen der Klassen 9-11 (WK II), die aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe aus Handballern und handballgegeisterten Sportlern bestand, überraschten in ihrem Landkreisfinale. Sie setzten sich verdient mit 6 Toren Vorsprung gegen das Kolleg der Schulbrüder Illertissen durch und qualifizierten sich somit ebenfalls für das Bezirksfinale in ihrer Altersklasse.

Am Donnerstag, den 23.01.2025, darf dann endlich auch unsere letzte Mannschaft in den Spielbetrieb einsteigen. Die Mädchen III spielen am Schulzentrum Pfuhl ihr Bezirksfinale und hoffen, sich mit zwei Siegen für das Südbayerische Finalturnier qualifizieren zu können.

Wir danken allen Schülerinnen und Schüler für ihren Einsatz für unsere Schule und wünschen weiterhin spannende und verletzungsfreie Wettkämpfe.

Für die Fachschaft Sport

Manuel Feitz

Das P-Seminar Physik trotzt allen Hindernissen und eröffnet nun endlich den schuleigenen Planetenweg im BvSG.

 

In 120 Metern durch das Sonnensystem 

„Das Universum, unendliche Weiten…“, so beschreibt die Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“ das Universum und die damit verbundenen Geheimnisse. Das Raumschiff Enterprise begibt sich in dieser Serie auf eine Vielzahl von Forschungsexpeditionen, um neue Lebewesen und Sonnensysteme zu entdecken. Mit dem P-Seminar Physik „Planetenweg“ begaben sich 14 Schülerinnen und Schüler der ehemaligen 11. Jahrgangsstufe zusammen mit Herrn Baumgartner auch auf eine eigene Forschungsexpedition.

Zu Beginn des Schuljahres näherte sich das P-Seminar der Thematik der „Astrophysik“ theoretisch an, indem die Schülerinnen und Schüler sowohl über Raumfahrt als auch über unser Sonnensystem selbst recherchierten und ihre Ergebnisse präsentierten. Hierbei stellten sie schnell fest, dass die gigantischen Ausmaße des Sonnensystems nur schwer zu greifen sind.

Deshalb widmete sich das P-Seminar seinem eigentlichen Ziel: einem Planetenweg auf unserem Schulgelände. Dieser sollte eine maßstabsgetreue Abbildung unseres Sonnensystems sein und Tafeln mit den wichtigsten Informationen über die jeweiligen Planeten an den korrekten Stellen beinhalten.

Dabei wurde das P-Seminar von der Firma Bosch Rexroth unterstützt, die in ihrer Lehrlingswerkstatt Säulen herstellten. Bei einem Besuch vor Ort konnte das P-Seminar interessante Einblicke in Werkstatt und Produktion gewinnen.

Die Säulen wurden dann Anfang Mai von den Schülerinnen und Schülern an einem Wochenende mit großem Einsatz im Außengelände der Schule aufgestellt. Auf dieses Grundgerüst kamen anschließend Marmorsteinplatten, die von der Familie Novakovic zur Verfügung gestellt wurden.

Leider mussten die Mitglieder des P-Seminars im Anschluss an ihre Mühen den ersten herben Rückschlag erleiden. In den Pfingstferien fiel der Planetenweg, der sich gerade noch im Aufbau befand, Vandalismus zum Opfer, weil die Platten mutwillig von den Säulen gerissen wurden. Das P-Seminar ließ sich davon aber nicht unterkriegen, fing an, den Schaden zu reparieren. Doch der Planetenweg wurde in den Herbstferien erneut durch Vandalismus zerstört. Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars, das eigentlich schon abgeschlossen war, ließen sich aber auch von diesem erneuten Rückschlag nicht abhalten ihr Projekt zu Ende zu bringen. Sie konzipierten den Planetenweg um, sodass die Tafeln jetzt im Schulhaus angebracht wurden. Pünktlich zu Weihnachten konnte nun der Planetenweg fertiggestellt werden.

Auf den Tafeln befinden sich jeweils ein QR-Code, der zu den vom P-Seminar erstellten Websites führt. Dort findet man zum einen detailliertere Informationen zu den jeweiligen Planeten, wie Angaben zur Masse, der Oberfläche oder der Atmosphäre. Zum anderen erstellte das P-Seminar zudem Materialien und Aufgaben, die speziell auf Unter-, Mittel- und Oberstufe zugeschnitten wurden. Diese können beispielsweise in Vertretungsstunden, aber auch von jedem Besucher des Gymnasiums genutzt werden.

Am Bertha-von-Suttner-Gymnasium heißt es also jetzt „In 120 Metern durch das Sonnensystem“.

Anlässlich des Bundesweiten Vorlesetags besuchten einige Sechstklässlerinnen und Sechstklässler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm mehrere Grundschulen im Umkreis und lasen dort in unterschiedlichen Jahrgangsstufen aus selbstgewählten Büchern vor.

Erste Eindrücke vom Event können hier eingesehen werden; ein ausführlicher Artikel über diese tolle Aktion unserer 6. Klassen wird in der nächsten Ausgabe unserer Schülerzeitung, der „Dicken Bertha“, zu lesen sein.

– Besuch in der bayerischen Staatskanzlei

Das P-Seminar Politik hatte letzten Donnerstag die einmalige Gelegenheit, die bayerische Staatskanzlei in München zu besuchen und einen ganzen Tag im Zentrum der bayerischen Landesregierung zu verbringen. Diese Besuchstermine sind heiß begehrt und daher waren wir umso mehr erfreut, als wir den Zuschlag erhielten.

Unser Besuch war vollgepackt mit einem abwechslungsreichen Programm. Zu Beginn erhielten wir eine Führung durch das ehrwürdige Gebäude. Anschließend folgten Vorträge zu verschiedenen Arbeitsbereichen, welche in der Staatskanzlei beheimatet sind. Ein Beispiel hierfür wäre die Öffentlichkeitsarbeit. Der klare Höhepunkt des Tages war die offene Gesprächsrunde mit dem Referatsleiter des Bereichs „Internationale Beziehungen“, der ein Experte im Bereich der Außenpolitik ist. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihm Fragen zu aktuellen außenpolitischen Themen wie der US-Wahl oder dem Ukraine-Krieg stellen. Mit einem Quiz über die Staatskanzlei fand unser Besuch seinen Abschluss.

Wir verließen die Staatskanzlei bestens versorgt mit vielen neuen Eindrücken und einer konkreten Vorstellung von der bayerischen Staatskanzlei, deren Struktur und Aufgaben.

 

DDR-Zeitzeuge Claus Kurth besucht erneut das BvSG

Wie schon im letzten war Herr Kurth in seiner Funktion als DDR-Zeitzeuge auch in diesem Schuljahr wieder zu Gast am BvSG. Kurz vor den Herbstferien hielt er einen sehr bewegenden Vortrag über sein Leben in der DDR und ein Plädoyer für die Demokratie –und setzte damit ein wichtiges Zeichen. Als UNESCO-Projektschule hat sich das BvSG der Demokratie- und Friedenserziehung verschrieben. Durch Vorträge wie den von Herrn Kurth werden die hiermit verbundenen Werte auf lebendige Weise vermittelt.

Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe waren sichtlich ergriffen von seinen sehr persönlichen Schilderungen darüber, wie er und seine Frau für die Ausreise ihrer Familie aus dem Unrechtsstaat kämpften und welche Qualen und Peinigungen sie ertragen mussten, um letztlich ein neues Leben in Freiheit, in der BRD, beginnen zu können.

Durch seine Worte wird einem bewusst: Freiheit ist nicht selbstverständlich.

 

wie das BvSG einen Beitrag zum Klimaschutz, zum gesunden Lernen und zur Erfüllung der 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO leistet

„Nicht jedes Kind lernt gleich,“ erklärt die Vorsitzende des Elternbeirats Frau Dr. Schultheiß in ihrer Rede anlässlich der feierlichen Einweihung des neu gepflanzten Baumhains im Grünen Klassenzimmer des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm, die am Donnerstag, 17.10.2024 stattfand. Manche würden am besten am Schreibtisch lernen, manche vielleicht sogar unterm Schreibtisch – und jetzt vielleicht auch unter Bäumen.  

Das Grußwort der Schulleiterin Sabine von Appen betont die wichtigen Aufgaben der Schulen, die weit über den Lehrplan hinausgingen und gerade in unsicheren Zeiten einen Schwerpunkt auf die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler setzen sollten. 

Welche entscheidende Rolle die Natur beim Lernprozess spielt, konnten bereits die Besucher des Vortrags von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, der vor Kurzem an unserer Schule über „Naturerleben“ sprach, erfahren. Eingeladen wurde er von unserem wissenschaftspropädeutischen Seminar „Health for Future“, das sich mit dem Zusammenhang zwischen Klima und Gesundheit auseinandersetzt. 

Aber nicht nur das W-Seminar befasst sich mit Fragen rund um die Natur; unsere Schüler werden mit diesem Thema in vielfältiger Weise vertraut gemacht.  

Beispielsweise hat das Projektseminar „Urban Gardening“ im letzten Schuljahr den Bereich vor unserem neuen E-Bauteil liebevoll bepflanzt und für die Fünftklässler, die im Schuljahr 2024/25 neu an unsere Schule gekommen sind, einen Klimabaum gestiftet, den ersten von vielen, die mit jedem neuen Jahrgang nun künftig folgen sollen. Im Rahmen des Wahlkurses „Urban Gardening“ wird sich fortan um die Pflege der neu angelegten Grünanalage gekümmert.  

Darüber hinaus fanden am 16. und 17.10.2024 die Projekttage der zehnten Jahrgangsstufe unter dem Motto „selbst.bewusst.sein“ statt, an denen Aktivitäten, wie das Befreien einiger Bäume von Waldreben in Kooperation mit dem Revierleiter des Forstreviers Pfaffenhofen a.d. Roth, Waldbaden, Baum-Yoga oder Achtsamkeitsübungen auf dem Programm standen. Zudem bekamen die Schüler interessante Informationen zu den Themen Gesundheitstechnologien, Bodenanalyse, Suchtprävention und Bewegung vermittelt.    

Im Rahmen dieser Projekttage wurden unter Anleitung von Herrn Scheerer von der Scheerer Baumschulen GmbH in Langenau auch 17 Bäume von den Zehntklässlern gepflanzt, die unserem Grünen Klassenzimmer Schatten spenden werden. So können unsere Schüler künftig auch an sonnig-heißen Tagen ihren Lernort im Freien nutzen, um z.B. Windenergie am eigenen Leib zu erfahren, Lektüren unter Bäumen gemeinsam zu verschlingen oder Szenen aus Dramen wie in einem echten Amphitheater nachzuspielen.  Darüber hinaus repräsentieren die Bäume in diesem Baumhain die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO, deren Erfüllung wir uns als UNESCO-Projektschule auch besonders verschrieben haben. Im Fokus dabei steht laut Deutsch- und Musiklehrer Jonas Mittag, Teil des UNESCO-Teams am Bertha-von-Suttner-Gymnasium, die Bildung für nachhaltige Entwicklung. 

Gespendet wurden die Bäume dankenswerterweise von der VR Bank Neu-Ulm, die, wie deren Vorstand Herr Dr. Wolfgang Seel erklärt, zahlreiche Baumpflanzaktionen unterstützt. Klimaneutral zu werden sei für sie ein wichtiges Anliegen.  

Große Unterstützung erhielt das Bertha-von-Suttner-Gymnasium zudem vom Landratsamt Neu-Ulm. Landrätin Eva Treu bedankte sich für die Idee und Umsetzung. Denn auch sie selbst habe schon die Erfahrung gemacht, dass sich in der Natur der Puls entschleunigt und man dort auf andere Gedanken kommen kann: „Ich hoffe, dass ihr euer Grünes Klassenzimmer fleißig nutzen werdet und euch nun auch im Schatten neuen Lerninhalten widmen könnt.“ 

Gläserne Brücken, weiße Pferde und gruselige Masken – Slowenien kommt nach Neu-Ulm!

Die Theaterklasse 5a des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm hat mit ihrem fächerübergreifenden Theaterprojekt „Die Glasbrücke“ den zweiten Platz in der Altersstufe 2 des Landesschülerwettbewerbs „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn – Wir in Europa“ belegt. Die feierliche Preisverleihung fand am 24. Juli 2024 im Kaisersaal des Rathauses in Rothenburg ob der Tauber statt.

Vier Schülerinnen durften die Klasse repräsentieren und das gemeinsame Projekt vorstellen. Der große Erfolg wurde von der 5a danach mit einer Motto-Woche gefeiert.

Das Projekt „Die Glasbrücke“ basiert auf einem slowenischen Volksmärchen, in dem eine scheinbar unüberwindbare Brücke aus Glas zwischen zwei Ländern durch Mut, Liebe und Hartnäckigkeit überwunden wird. Dieses Thema wurde von den Schülerinnen und Schülern auf kreative Weise in ein Theaterstück umgewandelt, das Anfang Juli in der Schulaula aufgeführt wurde.

Besonders hervorgehoben wurde von der Jury die intensive Auseinandersetzung der Klasse mit der slowenischen Kultur. Dabei setzten sich die Kinder nicht nur im Geographieunterricht mit der slowenischen Landschaft auseinander, sondern gestalteten im Kunstunterricht auch typische slowenische Karnevalsmasken. Im Deutschunterricht wurde zudem das slowenische Märchen „Die Glasbrücke“ mit dem deutschen Märchen „Aschenputtel“ verglichen und in das Theaterstück integriert.

Das Projekt der Klasse 5a zeigt eindrucksvoll, wie der europäische Gedanke von kulturellem Austausch und länderübergreifender Zusammenarbeit in den Schulalltag integriert werden kann. Die Jury lobte insbesondere die tiefe Beschäftigung mit der slowenischen Kultur und den zugrunde liegenden Werten des Miteinanders. Diese hervorragende Leistung wurde mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Land und Leute“ belohnt.

Ministerialdirigentin Dr. Christine Modesto übernahm stellvertretend für Kultusministerin Anna Stolz die Preisverleihung und gratulierte zu den tollen Kreativprojekten.

Herzlichen Glückwunsch an die Theaterklasse 5a und ihre Lehrkraft Bettina Uhlig für dieses erfolgreiche Projekt!

Vor allem haben uns die Architektur und die imposanten Gebäude beeindruckt, als wir sie live und in voller Größe vor uns stehen sahen. Das Kolosseum, das Pantheon und der Trevi-Brunnen waren besonders schön anzusehen.

Wir waren auch an Orten, wo nicht jeder hinkommt: Den Deutschen Friedhof der Schweizer Nationalgarde darf man nur mit deutschem Pass besichtigen, wenn man einen der Gardisten im Vatikan um Einlass bittet.

Einblicke in den Methodentrainingstag am Bertha-von-Suttner-Gymnasium Neu-Ulm

von Sabrina Müller

Erwartungsvoll sehen mich neunzehn Augenpaare in der 5a an, als ich am Methodentrainingstag ihr Klassenzimmer betrete. Heute werden unsere Schüler nämlich von verschiedenen Lehrkräften unserer Schule besucht, die ihnen eine Reihe nützlicher Methoden für den Schulalltag – aber auch fürs Leben – beibringen.

In der fünften Klasse geht es in dieser Stunde um die Themen Vokabeln lernen und Lesestrategien anwenden. Zwar findet an den Grundschulen bereits ein erster Kontakt mit der englischen Sprache statt, aber Methoden zum Einprägen neuer Wörter lernt man oft erst später. „Mind-Maps kenne ich schon aus der Grundschule. Cool, dass ich sie auch fürs Vokabeln Lernen nutzen kann,“ erklärt mir eine Schülerin erleichtert, nachdem von mir eine Mind-Map zu „Animals“ präsentiert worden ist. „Toll finde ich auch die Methode mit den Bildwörtern. Malen macht mir viel Spaß!“ Und Freude soll man ja beim Lernen auf jeden Fall haben. „Wie heißt die App nochmal, mit der ich Vokabeln auch anhören und üben kann?“, will eine Schülerin wissen. Spielerisches Lernen kann auf analogem, aber auch auf digitalem Weg bereichernd sein. Daher werden bei uns schon die Kleinsten auch langsam und in kleinen Häppchen mit den Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, vertraut gemacht. Da diese jedoch auch dazu beiträgt, dass sich immer mehr eine Wisch-und-Weg-Haltung entwickelt, die durch die Arbeit mit Tablets oder Smartphones noch verstärkt wird, wird diesem Trend mit der Einübung von Lesestrategien gleichzeitig entgegengewirkt. „Lesen ist ja auch in anderen Fächern wie Mathe wichtig, wenn man z.B. die Aufgabe richtig lesen muss,“ stellt eine Schülerin fest. Mit dieser Erkenntnis hat sie das grundlegende Prinzip unseres Methodentrainingstags auf den Punkt gebracht, denn im Zentrum stehen fächerübergreifende Kompetenzen, die unsere Schüler in allen Fächern weiterbringen können.

Auch unsere Siebtklässler, denen ich anschließend einen Besuch abstatte, merken schnell, dass Diagramme nicht nur in Mathe oder Naturwissenschaften, sondern auch in Deutsch, Geschichte oder Geografie eine Rolle spielen. Und sogar in Sport begegnen sie einem. Begeistert berichten sie mir von der ersten Stunde des heutigen Tages, in der Bewegung im Vordergrund stand. Denn Bewegung fördert den Geist und ist daher für einen gelungenen Schulalltag unverzichtbar.

In der nächsten Stunde spiele ich Mäuschen in einer weiteren fünften Klasse. Hier wird gerade gelernt, wie man sich an den Computern und iPads bei uns im Schulhaus anmeldet und wie man Teams benutzt. „Wir haben an unserer Grundschule auch schon mit Teams gearbeitet. Das ist gar nicht schwer“, klären mich mehrere Kinder auf. Besonders gut kommt an, dass man mithilfe dieser Plattform auch an unserem Gymnasium die Möglichkeit hat, nach Hausaufgaben zu fragen oder bei Problemen die Lehrkräfte oder Klassenkameraden zu kontaktieren.

Digital gearbeitet wird auch in der 6. Jahrgangsstufe. Nachdem die Kinder in einer vorausgehenden Stunde bereits gelernt hatten, worauf es beim Referieren ankommt und welche Kriterien eine gute PowerPoint-Folie erfüllen muss, dürfen sie sich im Computerraum selbst an die Erstellung einer Präsentation wagen. „Ich wusste gar nicht, dass man den Hintergrund auch transparent machen kann. Das finde ich cool“, erläutert mir ein Schüler, während er mir stolz zeigt, wie er seine Folie gestaltet. Das gemeinsame Entdecken sinnvoller Optionen, die Programme bieten, ruft zum Teil großes Staunen hervor. Natürlich sind in den Klassen auch schon richtige Profis am Werk, die das Spektrum an Animationen und Filtern gekonnt einsetzen können und anderen vorführen.

Auch die achten Klassen dürfen sich am Methodentrainingstag auf einem vertieften Niveau mit dem Thema Präsentieren auseinandersetzen und erstellen zunächst Kurzpräsentationen, die es dann vor der Klasse zu halten gilt. Dies sorgt für viel Gelächter, denn ohne lange Vorbereitung und Notendruck kann so eine Aufgabe natürlich auch mal schiefgehen.

Genau das macht den Methodentrainingstag, einer Schülerin der 9. Jahrgangsstufe zufolge, aber auch so sinnvoll, „dass man ohne Benotung und Druck eine interessante und auch wichtige Methode gemeinsam einüben und dabei auch Spaß haben kann“, denn oft habe man im Unterricht auch nur „wenig Zeit, um solche Dinge ausführlich zu besprechen“. In der 9. Klasse steht heute das Debattieren im Vordergrund, nicht zuletzt, weil in dieser Jahrgangsstufe im Fach Deutsch eine schriftliche Schulaufgabe durch eine mündliche Debatte ersetzt wird. Unter Bezugnahme auf den Wettbewerb „Jugend debattiert“ zeigen die hier eingesetzten Lehrkräfte den Schülern auf motivierende Weise, wie so eine Debatte abläuft. Selbstverständlich darf im Anschluss auch direkt selbst getestet werden, wie man seinen Standpunkt höflich, aber bestimmt vertritt und aufeinander eingeht.

Auf meinem Weg durchs Schulhaus begegne ich plötzlich kleinen Schülergrüppchen, die konzentriert über ihren Notebooks die Köpfe zusammenstecken und diskutieren. Es handelt sich um Schüler der 11. Jahrgangsstufe, die sich heute mit dem Thema Körpersprache auseinandersetzen. „Ich wusste nicht, dass die Körpersprache mehr als 50 % dazu beiträgt, ob ein Vortrag als gelungen oder nicht gelungen eingeschätzt wird, während auf die Sprache nur 7 % entfallen“, berichtet ein Schüler mir. Als überraschend schätzt die Gruppe diese Zahlen allerdings nicht ein, denn auch sie hätte schon beobachtet, dass jemand, der sich hinter seinen Notizen versteckt, nicht als besonders kompetent wahrgenommen wird. Selbstbewusstes Auftreten vor Publikum zu üben, erachtet das Team daher übereinstimmend als gewinnbringend.

Körper und Geist stehen auch in der Einheit „Macht der Gedanken“ im Fokus: Prüfungsängste in den Griff oder durch Meditationsübungen einen freien Kopf bekommen und Stress reduzieren. All dies gewinnt im Schulalltag immer mehr an Bedeutung, weshalb heute neben Fitness- und Yogaübungen auch Strategien vermittelt werden, die Schülern bei der Bewältigung anstrengender Phasen helfen können.

Darüber hinaus bilden die Blöcke „Soziales Arbeiten im Team“ sowie ein Intensivkurs zur „Lernorganisation“ Hilfestellung für den Schulalltag. „Ich vergesse oft meine Hefte oder Bücher zuhause. Jetzt werde ich versuchen, meinen Schulranzen mal gleich zu packen, wenn ich die Hausaufgaben gemacht habe,“ nimmt sich ein Schüler vor.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied machen können. Man muss nur wissen, wie. Und dass der Methodentrainingstag sich genau diesem Aspekt verschrieben hat, schätzen unsere Schüler:

„Ich finde es super, dass wir so einen Tag in der ersten Woche haben, weil man so langsam und ohne Druck ins neue Schuljahr starten kann und gleich auf entspannte Weise in jeder Jahrgangsstufe wichtige Tipps bekommt, die man dann gezielt umsetzen kann.“

Thorsten Freudenberger (Landtagsabgeordneter Neu-Ulm)

Am 03.07.2024 besuchten 43 Schüler der Jahrgangstufe 10 das Herzstück der bayerischen Demokratie, den Bayerischen Landtag in München.

Begleitet von Herrn Sand und Herrn Mittag erlebten sie einen abwechslungsreichen und interessanten Tag, der mit einem Besucherfilm begann, an den sich eine Führung durch das Haus anschloss. Von den Arkadenflügeln konnten die Schüler in den Raum der Fraktionssitzung der CSU blicken und winkten Ministerpräsident Söder aufgeregt zu, worauf dieser sogar zurückwinkte.

Nach dem Mittagessen erlebten die Schüler einen Teil der Plenardebatte und die z.T. ruppige Debatte, die immer dann entstand, wenn AfD-Mitglieder sich zu Wort meldeten.

Nach einem weiteren Info-Film sprachen die Schüler im Sitzungssaal der CSU-Fraktion ca. eine Stunde mit dem Neu-Ulmer Landtagsabgeordneten Thorsten Freudenberger (CSU) und befragten ihn zu seinem Leben und der bayerischen Landespolitik.

Gegen 16:30 Uhr endete dieser ereignisreiche Tag, an dem die Schüler Politik und Demokratie hautnah und vor Ort erleben durften.

 

Ingo Sand

Hier geht’s zur aktuellen Ausgabe unserer Schülerzeitung: Sommerfestausgabe

Vorlesewettbewerb der siebten Klassen 

Herzlichen Glückwunsch den Siegerinnen und dem Sieger unseres Vorlesewettbewerbs vom 17. Juli 2024!

  1. Platz: Miriam Bounaga, 7c
  2. Platz: Lilia Pedrodzo, 7c
  3. Platz: Julius Binder, 7d

Es ist wieder soweit! Am Donnerstag, den 18.07.2024, findet Berthas Sommerbühne statt – ein neuer Name für unser Crossover-Format des altbekannten Sommerkonzertes!

Zu unserer großen Freude können wir dieses Jahr wieder im Edwin-Scharff-Haus (Silcherstraße 40, 89231 Neu-Ulm) auftreten. Wir starten etwas früher um 19:00 Uhr, da wir sehr viele junge Künstler und Künstlerinnen dabeihaben. Einlass ist ab 18:30 Uhr.

Karten werden bis zum 17.07.2024 in den Pausen in der Aula oder an der Abendkasse verkauft.

Was Sie erwartet:

Eine Bahnhofshalle, Theater, Musik und Film, Kinder und Jugendliche, das Reisen selbst, Technik, Band, Chöre, Bläser, Freunde und Fremde, Erwachsenwerden, Schaffensdrang und vor allem jede Menge Kreativität!

Über 100 Schülerinnen und Schüler bringen dort Geschichten vom Reisen, vom Warten, vom Fremdsein und unverhofften Begegnungen, von Hoffnung und Zuversicht und vom Suchen und Finden in Musik, Film und Spiel auf die große Bühne!

Wir laden Euch Schülerinnen und Schüler mit Euren Angehörigen ganz herzlich ein, mit uns zusammen einen kreativen, musikalisch-bunten Sommer-Abend der Vielfalt und der Offenheit zu erleben und sich von der Begeisterung und Kraft der jungen Generation anstecken und inspirieren zu lassen!

Wir freuen uns sehr über Ihr/Euer Kommen!