Allgemein

Alles Schülerinnen und Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums erhalten in unserer lernmittelfreien Bibliothek zu Beginn des Schuljahres ihre Schulbücher. Es wird darauf geachtet, dass die Bücher in einem guten Zustand ausgegeben werden, sollte es dennoch vorkommen, dass ein Buch zu sehr verschlissen ist, kann es selbstverständlich ausgetauscht werden. Auch wenn ein Buch verloren ode kaputt gegangen ist, bekommt ihr Kind ein Ersatzbuch, muss allerdings den Zeitwert ersetzen.

Damit die Bücher möglichst lange halten, sollen die Bücher eingebunden und sorgsam behandelt werden.

Ansprechpartner für Schulbücher sind Frau Wagner und Herr Patotschka.

 

Die Liste aller zugelassenen Schulbücher in Bayern finden sie hier.

Wohin fließt der Erlös aus dem Weihnachtsbasar? Die Schüler der 5. Klassen wurden darüber vom Leiter unserer Partnerschule in Bolivien sehr eindrucksvoll informiert.

Besuch aus Bolivien am BvSG

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13 000 km weit entfernt liegt das Land, in dem sich die Partnerschule des BvSG befindet, die mit dem am Weihnachtsbasar eingenommenen Geld unterstützt wird. Frank Weber lässt die Schüler in seinem Vortrag dieses Land, Bolivien, erst einmal auf dem Globus verorten und tatsächlich schaffen die Kinder es gemeinsam, alle fünf angrenzenden Länder benennen.

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Sehr anschaulich vermittelt Frank Weber den Fünftklässlern, was ihn vor mehr als 30 Jahren veranlasste, in Bolivien zu bleiben. Als Student reist er nach Cochabamba, einer Stadt mit knapp 700.000 Einwohneren, und erlebt dort, wie viele Kinder auf der Straße leben. Er erzählt, wie er eines Tages beschließt, das Schicksal der Straßenkinder zu teilen und für vier Monate mit ihnen ohne Obdach zu leben.

Anschließend kauft er ein altes Haus und renoviert dieses gemeinsam mit den Straßenkindern. Nach zwei Jahren haben dort 37 ehemalige Straßenkinder ein Dach über dem Kopf. Im Jahre 1988 folgt die Gründung einer Schule, dem Centro Educativo Richard-von-Weizsäcker, der ersten und einzigen Privatschule für Kinder aus sozial schwachen Familien, die mittlerweile um die 700 Schüler besuchen.

Das Bertha-von-Suttner Gymnasium unterstützt seine Partnerschule in Bolivien auch in diesem Jahr mit dem am Weihnachtsbasar eingenommenen Geld. Für Freitag, 9.12.2016, haben die Schüler sich einiges einfallen lassen, um die Besucher des Basars zu unterhalten und zu verköstigen. Von 14.30 bis 17.30 kann man nicht nur Weihnachtsbasteleien, von Schülern selbst gefertigte Taschen und Plätzchen kaufen, sondern sein Glück auch bei einer Tombola versuchen.

Unser Mann für alles!

Reparaturen, Fundsachen und Co.

Hausmeister Manuel Zillober

Am 31. Januar wird von 14 bis 19 Uhr die neugestaltete Schulbibliothek eingeweiht. Es erwartet Sie ein unterhaltsames und vielseitiges Programm:

14.00 – 15.00 Uhr

Irem Kocak Vorlesekönigin 6a Sabine Bohlmann: Und plötzlich war Frau Honig da

Maja Fonferek Vorlesekönigin 6b Kathryn Littlewood: Die Glücksbäckerei – Das magische Rezeptbuch

Anna Hüttner Vorlesekönigin 6c Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Vanessa Koch Vorlesekönigin 6d Paul Maar: Eine Woche voller Samstage

Brita Kirschner Lehrkraft Cheikh C Sow: Dürre

Uschi Kaltenbacher Bibliotheksteam Karin Kalisa: Sungs Laden

Theatergruppe der Unterstufe Performance

 

15.00 – 16.00 Uhr

Benedikt Paulun Theater Ulm Überraschung

Franziska Pößl Theater Ulm Überraschung

Dr. Heidi Heppner Bibliotheksteam Cornelia Funke: Herr der Diebe

Samy Wiltschek Bücherstube Jastram Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch

Alexander Hospes Q12 am Klavier Frederic Chopin: Fantaisie Impromptu

Alexander Rosenstock stellvertretender Leiter der Stadtbibliothek Ulm Überraschung

 

16.00 – 17.00 Uhr

Christian Schießl Stellvertretender Schulleiter Adalbert Stifter: Bunte Steine

Karin Weisgräber Schulleiterin a. D. Gedichte

Rainer Pompe Zentralredaktion Radio 7 Alexandra Reinwarth: Am Arsch vorbei führt auch ein Weg

Monika Steinmetzler-Schmid und Elisabeth Wiesner Lehrkräfte Loriot: Das Ei

Max Gomm Mitarbeiter der Schulleitung a. D. Jostein Gaarder: Sofies Welt

Barbara Zimmermann Lehrkraft a. D Hanns-Josef Ortheil: Lo und Lu. Roman eines Vaters

Dr. Nadja Schultheiß Elternbeirat Susan Abulhawa: Während die Welt schlief

 

17.00 – 18.00 Uhr

Daniel Kern 9a Klarinettenstücke

Grußworte:

Mark Lörz Schulleiter

Roland Bürzle Stellvertreter des Landrats

Prof. Dr. Christian Greiner Vorsitzender des Elternbeirats

 

18.00 – 19.00 Uhr

Roland Bürzle Stellvertreter des Landrats Richard Ambs und Anton Aubele: Geschichte im Landkreis Neu-Ulm

Gerold Noerenberg Oberbürgermeister der Stadt Neu-Ulm Jan Kowalsky: Als Schisser um die Welt: Die Geschichte von einem der mit musste

Jutta Gruber Schulleiterin a. D. Mark Twain: Die schreckliche deutsche Sprache

Cornelia Lechner Lehrkraft a. D. Otl Aicher: Innenseiten des Krieges

Mark Lörz Schulleiter Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

 

 

Die BvS Robots zu Besuch bei der Robotik-AG der 4. Klasse der Grundschule Pfuhl: als Mentoren für Roboterbau, -programmierung und Forschungspräsentationen im Rahmen von FLL (JUNIOR) 2017/2018.

 

Bei dem Wettbewerb der LVM-Versicherung zum Thema „Move of the Day“ hat unsere neunte Klasse gewonnen und darf sich über eine Trainingseinheit, einer exklusiven Führung durch die ratiopharm Arena und Freikarten zu Spielen der Bundesligabasketaller von ratiopharm Ulm freuen.

Aufgabe war es, im Sportunterricht einen besonders spektakulären Korb zu erzielen oder Spielzug auszuführen. Wir gratulieren unseren Schülern und wünschen ihnen viel Spaß beim Einlösen des Gewinns.

Einen wahren Vorlesemarathon konnte man bei der feierlichen Einweihung der Schulbibliothek erleben.

Fünf Stunden tolles Programm: In der stets voll besetzten neu gestalteten Bibliothek lauschten die Zuhörer Vorlesern wie Oberbürgermeister Gerold Noerenberg, dem stellvertretenden Landrat Roland Bürzle, Samy Wiltschek (Buchhandlung Jastram), Rainer Pompe (Radio 7), Alexander Rosenstock (stellvertretender Leiter der Stadtbibliothek Ulm), Schauspielern des Theaters Ulm, den ehemaligen Schulleiterinnen Karin Weisgräber und Jutta Gruber, ehemaligen und aktuellen Lehrkräften, Mitgliedern des Bibliotheksteams und des Elternbeirats und Schülerinnen. Für musikalische Unterhaltung sorgten Alexander Hospes (Klavier) und Daniel Kern (Klarinette).

 

Fünf Tage verbrachten unsere Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen und ihre Begleitlehrkräfte nach den Faschingsferien im Allgäu – bei besten Schneebedingungen!

 

87 Schülerinnen und Schüler sowie neun Lehrkräfte nahmen an unserer diesjährige Wintersportwoche in Oberstdorf teil. Bei sehr guten Schneebedingungen, etwas Sonne, kalten Temperaturen und viel Spaß verbrachten wir fünf Tage im Hostel Oberstdorf. Neben dem Skifahrenlernen am Söllereck, dem Nebelhorn und der Kanzelwand standen auch kurze Theorieeinheiten zu den Themen FIS-Regeln, alpine Gefahren und ökologische Gesichtspunkte auf dem Programm. Den Abschluss bildete am letzten Tag das Formationsfahren, bei dem in Gruppen aus Anfängern und Fortgeschrittenen eine selbsterarbeitete Kür demonstriert (Videos) und von den Lehrern prämiert wurde.

 

Unsere Sprachreise nach Spanien geht in diesem Jahr nach Bilbao und zu unserer Partnerschule, dem I.E.S. Comercio, nach Logroño. Sie findet vom 16. – 22. April statt. Auf dem Programm stehen u.a. ein Besuch des Guggenheim-Museum, ein Ausflug nach San Sebastián und ein Fußballspiel (Spanien – Deutschland) gegen unsere Partnerschule.  

Beim Jugendforum der bayerischen UNESCOProjektschulen trafen sich vom 21. bis 23. Februar in Nürnberg Schülerinnen und Schüler verschiedender Schularten und Altersstufen.

Unsere Teilnehmerinnen am Jugendforum:

In Workshops wurden Themen der Agenda 2030 bearbeitet. Es ging z.B. um Architektur und Frieden, Gebärdensprache, Upcycling, Buchbinden, Inklusion im Sport und um Bienen und Insekten.

Eine Exkursion auch in die eigene Familiengeschichte

Bericht über die Fahrt der neunten Klassen in die KZ-Gedenkstätte Dachau am 22.02.2018

Wie üblich fuhren dieses Jahr die Klassen der Jahrgangsstufe 9 in die KZ-Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau.

Der Ausflug begann frühmorgens. Nach der Busfahrt fing für jede Klasse eine separate Führung durch die Gedenkstätte an. Schon vor dem Eingang erteilten uns die Mitarbeiterinnen die ersten interessanten Informationen. Nachdem wir durch das berühmte Tor hineingelaufen waren, beeindruckte uns die Größe des Geländes. Vor uns lag der riesige Appellplatz, daneben das vollständig erhaltene Wirtschaftsgebäude, welches wir zuerst besichtigten. Drinnen erfuhren wir viel Interessantes über das Leben der Häftlinge, wobei die zahlreichen Fotos und Filme alles noch besser veranschaulichten. Der darauffolgende Besuch im Gefängnis bewegte die meisten von uns stark, genau wie die Besichtigung der Gaskammer und des Krematoriums. Die Rekonstruktionen der Wohnbaracken gaben uns nochmal eine bessere Vorstellung von den Lebensbedingungen im KZ. Schon das Sehen der Gebäude war beeindruckend, doch erst der Dokumentarfilm ließ uns die Grausamkeit des Ortes wirklich begreifen.

Für mich war es ein besonders aufregendes Erlebnis, da mein Großonkel Gefangener in Dachau war. Er war den ganzen Krieg lang auch in anderen Konzentrationslagern, überlebte aber und konnte nach Hause zurückkehren. Auch wenn ich ihn nicht persönlich kannte, wollte ich mehr über ihn erfahren. Die Mitarbeiter in dem Archiv haben sich gut darum gekümmert und kopierten mir u.a. seine Korrespondenz und seinen Ausweis. Vor der Rückfahrt saß die ganze Klasse in einem Seminarraum und wir tauschten uns über unsere Eindrücke aus. Die Exkursionsführerin fasste nochmal alles zusammen und es wurde betont, dass wir zwar nichts an der Geschichte ändern können, dafür aber für die Zukunft verantwortlich sind.

Maria Zolc, 9a

 

 

Um sich über Wege nach dem Abitur zu informieren, bieten wir folgende Möglichkeiten an:

Hier finden sie Artikel über unsere Schule aus der Presse:

 

An zwei aufeinanderfolgenden Abenden tanzten, turnten und parodierten die Schüler und Schülerinnen unter dem Motto: Bärtha im Weltall – Wir sind abgehoben. Die SMV steuerte die Crew zielsicher durch die Vorstellung. Der Lehrersketch war wie immer ein Highlight.

Auch dieses Jahr verzauberte der britische Pädagoge und Geschichtenerzähler Jim Wingate die Schüler unserer 5. und 6. Klassen.

Am Donnerstag, den 15. März, stellte Frank Weber, der Leiter unserer Partnerschule in Cochabamba, in einer Lesung sein neues Buch „Jeder Moment bleibt“ vor. Es erzählt von berührenden, zum Teil schockierenden Begegnungen und Erfahrungen in Bolivien und Brasilien.
Markus Munzer-Dorn begleitete die Lesung auf der Gitarre. Die südamerikanisch inspirierte Musik trat in einen Dialog mit den Texten und öffnete eigene Räume zum Nachsinnen und Träumen.

Das P-Seminar Spanisch der Q11 besuchte zusammen mit der Fremdsprachenassistentin Laura Sanz Rojo und dem Praktikanten Pablo Magallares die UNICEF-Ausstellung Genommene Kindheiten von Manar Bilal.

Beim 48. Jugendwettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken hat die Schülerin Elara Gretzschel, Klasse 5d, mit ihrem Bild zum Thema „Erfindungen verändern unser Leben“ einen Preis gewonnen.

Wir gratulieren!

Mathematikwettbewerb Känguru e.V.
Humboldt Universität zu Berlin
Dieses Jahr fand er am Donnerstag, den 15.03.2018 statt und es haben die Klassen 5, 6, 7, 8a und 9c des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums vormittags geschlossen teilgenommen, ebenso einzelne Interessierte der restlichen Klassen nachmittags. Insgesamt waren mehr als 380 Schüler angemeldet. Der Test ist für unsere Schüler eine gute Übung für spätere Eignungstests und eine weitere Förderung im Fach Mathematik.
Weltweit waren über 900.000 Schülerinnen und Schüler dabei, etwa 11 000 Schulen haben sich beteiligt. (Genaueres unter www.mathe-kaenguru.de)
Die Auswertung erfolgt zentral. Die von den Schulen an den Mathematikwettbewerb Känguru e.V. übermittelten Daten werden elektronisch ausgewertet und die Punkte errechnet.

Unsere Preisträger und die Punkteberechnung finden sie hier.

Ein professionelles ????-Training unter Anleitung der beiden #uuulmer-Nachwuchs-Profis Nico & Chrissi – das gab’s heute für rund 50 Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, die beim Gewinnspiel von LVM Versicherungsagentur Frank Peter GmbH richtig abgesahnt haben. Am 22.4. gibt es Part Zwei des Preises: Neben dem BBL-Derby gegen Ludwigsburg wartet eine exklusive Arena-Führung auf die Jungs.

 

 

 

Am 11.03.2018 starteten die 9. Klassen zur diesjährigen Romfahrt. Über München ging es mit dem Nachtzug in die Ewige Stadt. Schon die Fahrt in den Schlafwaggons war spannend und für einige schlaflos. Nach der Ankunft und der Abgabe des Gepäcks im Hotel startete direkt das Programm. Im Anschluss an die Besichtigung der Piazza Barberini und des Quirinalpalasts konnten viele ihr erstes römisches Eis am Trevi-Brunnen genießen. Über die Piazza Colonna führte uns Herr Kerscher zunächst zum Pantheon. Dieses am besten erhaltene Bauwerk der Antike mit der riesigen Kuppel und einem Loch in der Mitte beeindruckte uns alle. Später besichtigten wir die Kirche S. Maria Sopra Minerva, die Piazza Navona und gingen schließlich über die Engelsbrücke zur Engelsburg und über den Petersplatz. Am Abend hatten wir noch die Möglichkeit, selbst die Stadt zu erkunden und italienisches Essen zu probieren. Wir hatten das Gefühl, schon wirklich viel gesehen zu haben, dabei war es ja erst der Anfang…

Der Dienstag fing mit der Besichtigung vieler Kirchen an, u.a. S. Maria Maggiore und San Pietro in Vincoli. Danach gingen wir am Kolosseum vorbei auf den Palatin, von wo aus wir einen wunderbaren Blick auf das Forum Romanum und das Kapitol hatten. Der spätere Spaziergang über das Forum ließ uns die Antike wirklich spüren. Besonders einzigartig war der darauf folgende Besuch im Kolosseum. Man konnte sich die Umstände sowohl der Gefangenen als auch der Besucher des Amphitheaters gut vorstellen. Schließlich besichtigten wir die Kirche S. Paul vor den Mauern, welche durch ihre Größe und Pracht wirklich umwerfend ist.

Am Mittwoch begann der Tag mit einer Papstaudienz unter strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz. Zunächst wurden alle anwesenden Gruppen, darunter auch wir, aufgerufen, woraufhin wir mit tobendem Gejubel aufstanden. Papst Franziskus wurde anschließend mit seinem Papamobil über den Petersplatz gefahren und hielt auf einer Empore seine Audienz, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurde. Über den Tag verteilt besichtigten wir anschließend unterschiedliche Kirchen, zum Beispiel S. Giovanni in Laterano und die S. Maria in Cosmedin mit der Bocca della verita. Des Weiteren ließen wir uns von berühmten Gemälden und Statuen, die in den Kapitolinischen Museen ausgestellt waren, und vom Circo Massimo beeindrucken. Das Highlight dieses Tages aber war die versprochene Nachtwanderung zur Spanischen Treppe.

Gut ausgeschlafen ging es am nächsten Tag noch einmal zum Petersplatz, um den Petersdom mit Kuppel und Krypta zu bewundern. Von oben hatte man einen genialen Ausblick über die ganze Stadt. Daraufhin besuchten wir die Vatikanischen Museen mit weiteren berühmten Kunstwerken und der Sixtinischen Kapelle. Wir hatten viel Freizeit und ließen den Tag mit der Besichtigung der S. Maria in Trastevere ausklingen.

Und schon war der letzte Tag angebrochen. Wir besichtigten noch weitere Kirchen, darunter die S. Maria degli Angeli und die S. Maria della Vittoria, die sehr prunkvoll gestaltet war. Spannend war außerdem die Franziskanergruft, die nichts für schwache Nerven war, da überall echte Knochen die Räume schmückten. Als letztes Ereignis der Romfahrt gingen wir zusammen mit den Lehrkräften in Herrn Kerschers Lieblingsrestaurant, wo wir noch einmal echtes italienisches Essen genießen durften.

Nach einer sehr ruckeligen Rückfahrt mit dem Nachtzug kamen wir ein wenig traurig und mit tollen, einmaligen Erinnerungen wieder in Ulm an.

Lieber Herr Kerscher, liebe Frau Winter und Frau Reisacher, wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Ihnen für diese unvergessliche Zeit in der Ewigen Stadt bedanken. Dieses Erlebnis werden wir sicherlich nie vergessen!

Maja Schmidt, Stella Schmidt, Sarah Schuler und Maria Zolc, Klasse 9a

Vom 16.04.-22.04.2018 nahmen unsere Spanischschüler der zehnten Klasse an der Studienfahrt nach Bilbao teil.

Auf dem Programm standen ein Besuch des Guggenheimmuseums und Ausflüge nach San Sebastian, Guernica, ein Besuch der Partnerschule in La Rioja mit Workshops, einer Wanderung auf dem Jakobsweg und ein Freundschaftsspiel, das 5:2 gewonnen wurde 🙂

Die beiden Schüler Konstantin Höck (5d) sowie Jonas Schaz (6c) erreichten in der ersten Runde der 26. FüMO hervorragende Ergebnisse und damit die Zulassung zur zweiten Runde.

Am Montag, 23. April durften die Schüler_innen der Tierra-AG auch mal an die Arbeit! Sie pflanzten zusammen mit Förster Mayr fast 120 Stieleichen in der Glockerau in Burlafingen. Da auch das Wetter mitmachte, war es ein abwechslungsreiches und spaßiges Erlebnis. (Tobias Frasch)

Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen haben erfolgreich am Landeswettbewerb „Experimente Antworten“ teilgenommen. Sie mussten eigenständig Seifenblasenrezepturen entwickeln und schauen, welch schöne Objekte man erhält, wenn man einen Würfel benetzt. Nun haben sie den Lohn ihrer Arbeit erhalten.
Gratulation!

Deutschunterricht einmal anders: Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8b gestalteten Lesekisten zu den im Unterricht gelesenen Werken. Sie füllten einen Schuhkarton mit Zeichnungen, Landkarten, selbst gebastelten Utensilien, Playmobilfiguren, Steinen, Stofftieren – Gegenständen, die mit dem gelesenen Text in Verbindung gebracht werden und mit deren Hilfe die Handlung des Werkes dargestellt bzw. nacherzählt werden kann.

 

Am Freitag, 08.06.2018, fand am BvSG eine Veranstaltung für unsere Zehnten zum Thema „Wer löscht hier was bei Facebook?“ statt. Mit unseren Schüler*Innen sprachen Dr. Till Krause vom SZ Magazin und Johannes Uschalt von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind bei Facebook angemeldet und veröffentlichen dort jeden Tag Bilder, Texte und Videos. Darunter auch viel Hetze, Enthauptungsvideos und sexuelle Gewalt. Doch wer entscheidet eigentlich, was auf Facebook gezeigt werden darf? In Berlin arbeiten mehr als 600 Menschen in einem abgeschirmten Büro, die jeden Tag brutale Dinge von Facebook entfernen. Die Regeln, was gelöscht werden muss, ändern sich ständig und werden von der Firmenzentrale vorgegeben. Das Süddeutsche Zeitung Magazin hat mit vielen dieser Menschen gesprochen und auch Einblicke in die geheimen Regeln bekommen, die beispielsweise festlegen, dass Hinrichtungen gezeigt werden dürfen – nackte Haut oft aber nicht. In dem Gespräch mit unseren Schüler*Innen erzählt Dr. Till Krause von seiner Recherche und geht zudem auf Fragen zu den Recherchetechniken der etablierten Printmedien ein.

Dr. Till Krause, geboren 1980 in Nürnberg, ist Redakteur beim Süddeutsche Zeitung Magazin. Studium in Erlangen, München und als Fulbright Stipendiat in San Francisco. Absolvent der Deutschen Journalistenschule. Promotion am Graduate Centre for the Study of Culture der Universität Gießen. Schreibt über die Taktiken der Zigarettenindustrie, #insidefacebook, Überwachungsoftware, abgeschirmte Heroinlabore sowie über Wrestler, Plastikattrappen von Essen und erfolglose Boybands. Krause erhält 2018 den renommierten Wächterpreis für Investigativjournalismus.

Lang

Vom 4.6. bis 15.6. besuchen 16 Schülerinnen und 7 Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe ihre Austauschpartner in Quintin / Bretagne.

Am ersten Morgen werden die Schüler von der Schulleiterin Mme Raveneau empfangen, die ihnen einen Einblick in das Schulleben gibt.

 

Am Cap Fréhel bläst allen der Wind um die Ohren.

 

Der Mont St. Michel wirkt sehr beeindruckend.

 

Am letzten Schultag vor dem schriftlichen Abitur verwandeln die Schüler die Aula in eine Karnevalhochburg und nehmen die Schulleiterin in sanfte Geiselhaft.

 

Am Freitag geht es in den Süden der Bretagne, nach Vannes. Dort werden wir von der Sonne verwöhnt. Nach einer Stadtrallye wird am Hafen gepicknickt.

 

Bei den prähistorischen Menhiren von Carnac werden die Gewinner des Stadtspiels prämiert.

 

Der krönende Abschluss des Tages ist ein Besuch des weitläufigen Strandes von Carnac.

 

Nach einem erlebnisreichen Wochenende in den Gastfamilien geht es am Montag auf das Archipel Ile de Bréhat.

 

Zur großen Freude der Schülerinnen und Schüler steht nach einem Stadtbummel durch Quimper noch einmal ein Strandbesuch auf dem Programm – am Pointe de la Torche.

 

Lehrreich ist die darauf folgende Führung im Fischereimuseum Haliotika mit einem Besuch der Auktionshalle und der Bekanntschaft mit dem frischen, teilweise noch lebenden Fang.

 

Höhepunkt auf der Rückfahrt: ein Stopp in PARIS! Zuerst fahren wir gemeinsam mit der Metro zu La Défense. Der anschließende, gut vorbereitete Besichtigungsmarathon in Kleingruppen gefällt allen so gut, dass sie noch ein paar Stunden länger in Paris verbringen möchten…

Elisabeth Wiesner (Organisation), Petra Knobling (Begleitlehrkraft)

Die Robotik-AGs des BvS präsentieren sich kleinen und großen Besuchern.

An zwei ausverkauften Abenden konnte man das kreative Potential von 36 Schülerinnen und Schüler der CROSSOVER-AG erleben (Leitung: Frau Baumgartner, Frau Fladerer und Frau Frauendienst).

Perfekt

Definition: Perfekt?

Was heißt perfekt eigentlich?

Wer kann perfekt sein, wer nicht?

Diese Fragen stellte sich die CROSSOVER-Gruppe des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in ihrem Stück ‚Optimiertes Theater‘ am 20. und 21.06. Heraus kam eine Collage selbst geschriebener Texte zu den Themen Digitalisierung, Schule, Sport, Aussehen, Selbstunzufriedenheit und Optimierungswahn.

Diese Ideensammlung präsentierten die insgesamt 36 Schüler von der 6. bis zur 11. Klasse auf sehr ausdruckstarke Weise auf der Bühne. Mit vielen Videoprojektionen und Licht-und Soundeffekten zeigten sie Theaterszenen sowie Tanz-und Songelemente zum Thema Optimierung. In dem Stück versucht ein Team verrückter Professoren Schüler zu optimieren, d.h. sie schneller, besser und intensiver arbeiten zu lassen. Aber nicht nur Schüler, auch Nachrichten, Freundschaft, Literatur und sogar die Liebe sollen perfektioniert werden. Auch das Publikum wurde davon nicht verschont: Weiß bemalte Schauspieler stiegen von der Bühne herunter und bemerkten die Mängel an der Kleidung oder der Frisur der Zuschauer.

Was würde eine totale Optimierung aber eigentlich bewirken? Wäre durch die absolute Perfektion der Menschen das Leben wirklich besser? Die Schüler bemerkten, dass eine vollständige Optimierung den Verlust von Individualität bedeuten würde. Sowohl die sehr guten schauspielerischen Leistungen als auch die vielen filmischen, technischen und musikalischen Highlights machten das Theaterstück zu einem einzigartigen (perfekten) Erlebnis.

Maria Zolc

 

Abwechslung war Programm

  • Hüttenatmosphäre auf 1200m Höhe
  • Gemeinschaft
  • Wälder
  • duftende Wiesen
  • den Bergen ganz nah
  • Frühstücksbüffet
  • Salatbar
  • hervorragende Küche
  • Einer alleine schafft es nicht
  • das Team findet die Lösung
  • 30 gleichzeitig auf dem Fußballfeld, warum nicht?
  • Sonne – Wolken – Dauerregen
  • ALLE halten durch, auch wenn das Wasser aus den Schuhen tropft
  • Deutschland verliert 2:0 gegen Südkorea
  • Klettern – Sichern
  • Anstrengung – Selbstvertrauen
  • Chillen auf den Fluren
  • Freunde
  • Freude

Auch in diesem fand das allseits beliebte HaBaFu-Turnier am BvS statt. Die fünften und sechsten Jahrgangsstufen ermitteln hier in den Sportarten Handball, Fußball und Basketball die besten Mannschaften.

 

Homestay 2018: US-Schüler zu Besuch am BvSG

 

Vom 12.-15. Juli waren wieder einmal insgesamt 35 SchülerInnen aus den USA zu Besuch in Neu-Ulm. Sie waren im Rahmen des People to People Programms zur Völkerverständigung für drei Wochen in Europa unterwegs und machten Halt bei uns für den sogenannten Homestay, d.h. sie blieben für drei Nächte bei Gastfamilien unserer Schule und des Lessing-Gymnasiums.

Die 12-18-jährigen US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner kamen nach der ersten Nacht in den Familien am Freitagmorgen erst einmal mit in die Schule. Nach einer Begrüßung durch unseren Schulleiter, Herrn Lörz, lernten sie das Schulhaus kennen und besuchten mit ihren deutschen Gastgeberkindern den Unterricht. Nicht wenige von ihnen sah man auch später unser Sommerfest genießen. Den Samstag verbrachten sie ganz bei den Familien und lernten Neu-Ulm und ihre Gastgeber bei bestem Wetter kennen.

Bei der (viel zu frühen) Abreise am Sonntagmorgen wurde trotz der kurzen gemeinsamen Zeit hier und da bereits eine Träne verdrückt – ein sicheres Zeichen für einen geglückten Aufenthalt und hoffentlich nachhaltige Kontakte in die USA. Bis nächstes Jahr!

Ingo Sand

Vier verschiedene Chöre, das Orchester, Pop Band, Big Band und Solisten begeisterten das Publikum im fast vollen Edwin-Scharff-Haus.

 

Mit Musical Hits wie „City of Stars“ aus dem Hollywoodfilm La La Land, dem portugiesischen Sommer-Samba-Highlight „Mas Que Nada“ oder dem Gospelsong „Oh Happy Day“ brachten die Chöre und Vokalensembles des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums die Besucher des diesjährigen Sommerkonzerts in Ferienlaune. Die Mitwirkenden von Chören, Orchester und Pop Band kamen aus allen Jahrgangsstufen – von der 5. Klasse bis zu den gerade verabschiedeten Abiturienten. Für eine Überraschung sorgten ehemalige Schülerinnen und Schüler, die in den letzten zehn Jahren das Abitur gemacht hatten und ein Revival ihrer Big Band (Leitung Thomas Kleinhans) organisierten.

Weitere Höhepunkte des Abends boten die Solisten Alexander Hospes am Klavier und Daniel Kern mit der Klarinette.

Viel Applaus gab es am Ende nicht nur für die Mitwirkenden, sondern auch für die Musiklehrerinnen Veronika Frauendienst und Iris Werdich (beide Gesamtleitung) sowie Felicitas Winter (Orchester und Dirigat Chöre) und Jens Blockwitz (Pop Band).

 

Petra Knobling

Der SMV-Tag 2018 bot den Schülerinnen und Schülern wieder zahlreiche abwechslungsreiche Kurse, um neue Sportarten zu entdecken, Wissenswertes zu lernen oder spannende Erfahrungen zu sammeln. Die 33 angebotenen Workshops beinhalteteten von Klassikern wie Bouldern, Handball, Basketball sowie verschiedene Trendsportarten über Tanzeinheiten wie z. B. Ballett, HipHop und Zumba bis hin zu Kochen, Theaterspielen, Zeitzeugen kennenlernen ein breites Spektrum, sodass für alle was dabei war. Hierbei wurden die Kurse nicht nur von Lehrern und externen Experten geleitet, sondern auch von Schülern angeboten.

Horst Savelsberg berichtet über sein Leben in der DDR

Am diesjährigen SMV-Tag, am 25.07.2018, kam Herr Savelsberg zu uns an die Schule und berichtete über 20 Schülerinnen und Schülern über sein Leben und seine Fluchtversuche aus der DDR. Mit Hilfe seiner Unterlagen konnte er viele Aspekte des Unrechtsregimes anschaulich und detailliert aufzeigen, so z.B. das „Zettelfalten“, also die Wahlen in der DDR, aber auch die Parallelen zu den Strukturen des Nationalsozialismus, angefangen bei der Indoktrination bei den Jungen Pionieren oder in der Schule, das Gängeln der Menschen in ihrem Alltag oder auch die typische Mangelwirtschaft. Besonders interessant wurde es, als er über seinen ersten Fluchtversuch 1966 berichtete. Um der Gefahr von über einer Million Minen an der innerdeutschen Grenze zu entgehen, entschlossen sie sich zu dritt über den Brocken zu fliehen, wurden aber leider von der dritten Person verraten. Es folgte eine Gefängnisstrafe wegen Republikflucht und Entziehung von der Wehrpflicht. Zwangsarbeit, psychische Folter und ein völliges Fehlen rechtsstaatlicher Strukturen wurden hierbei deutlich. Schon der Blick auf einen Zahlenvergleich machte dies deutlich: So waren in der DDR bei 20 Millionen Einwohnern 530 Rechtsanwälte registriert, während die Hansestadt Hamburg heute allein auf ca. 10.000 kommt. Die zweifelhalfte Rolle eines damaligen Anwalts, der heute noch prominent in der Politik auftritt – Gregor Gysi – wurde von Herrn Savelsberg hier auch herausgestellt. Nach seiner Haftentlassung musste Herr Savelsberg zunächst getrennt von seine Familie in Verbannung leben und kam wieder in Haft, aufgrund von zwei Briefen, in denen er fehlende Kohlelieferungen angemahnt hatte, die für den kommenden Winter unerlässlich gewesen waren. Detailreich schilderte er seine weitere Lebensgeschichte und seinen Freikauf durch die Bundesregierung. Dank Herrn Savelsberg konnte das Kapitel der zweiten deutschen Diktatur konkret ausgeleuchtet werden und hat hoffentlich nicht nur dazu beigetragen, die DDR besser bewerten zu können, sondern auch dazu, alle Anwesenden für die Strukturen und Machtmechanismen von Diktaturen zu sensibilisieren und somit ähnliche Versuche in der Politik der Gegenwart zu erkennen.

 

Ingo Sand

Politiker von sechs Parteien stellten sich im Rahmen eines Projekttages der zwölften Jahrgangsstufe des  Bertha-von-Suttner-Gymnasiums und des Lessing-Gymnasiums den Fragen der Schülerinnen und Schüler und zeigten Einblicke in  die Vorstellungen ihrer jeweiligen Parteien. Eingeladen worden waren von den beiden Organisatoren der Veranstaltung, Herrn Ingo Sand (Bertha-von-Suttner-Gymnasium) und Stefanie Helm (Lessing-Gymnasium), alle Parteien, die nach Stand der letzten Umfragen voraussichtlich in den nächsten Landtag einziehen werden. Vor rund 200 Schülerinnen und Schülern der beiden Gymnasien  wurden sie unter der Schüler-Moderation von  Alina Bergonzi und Katharina Eisenbarth (Lessing-Gymnasium) zur Stellungnahme zu den Themenbereichen Innere Sicherheit und Flüchtlingskrise in Bayern, Umwelt und Soziales, Jugendliche und ihre Lebenswelt und Kultur und Bildung befragt. Dass hierbei deutliche Meinungsunterschiede bei den Volksvertretern Thomas Gehring (Grüne), Bernhard Pohl (Freie Wähler), Daniel Fürst (SPD), Johannes Hecht (FDP), Hans Reichart (CSU) und Gerd Mannes (AfD) zu Tage traten, dürfte von Vorneherein klar gewesen sein, genauso wie die Tatsache, dass diese Unterschiede für eine Demokratie maßgeblich sind.

Dass  es vier Wochen vor der Wahl noch viele Probleme zu lösen gibt und es sich bei Bayern wohl doch nicht um die Vorstufe zum Paradies handelt, wie der Hauptorganisator Ingo Sand süffisant in seinem Resümee feststellte,  konnte das Publikum bei allen Themenbereichen wahrnehmen.  Doch auch der Appell an die Schülerschaft dürfte den ein oder anderen, vor allem im Kreise der Schülerinnen, die als Vertreter des weiblichen Geschlechts  zumindest im Kreise der Politiker  auf der Podiumsbühne deutlich unterrepräsentiert waren, aufgerüttelt haben:  Welche Ideen sich letztlich durchsetzen werden,  liegt allein in der Hand der Wählerinnen und Wähler und das Engagement aller führt zu einem Fortbestand  und  der bestmöglichen Nutzung  der segensreichsten aller Regierungsformen, der Demokratie, wie der Schulleiter des Bertha-von Suttner-Gymnasiums, Herr Lörz,  in seiner Eingangsrede und mit Hinblick auch auf die  besondere Rolle, die der politischen Bildung an bayerischen Gymnasien, besonders jedoch an einer UNESCO-Schule wie dem Suttner-Gymnasium zukommt, betonte.

Der erste Themenbereich (Innere Sicherheit und Flüchtlingskrise in Bayern) wurde mit dem Thema  Polizeiaufgabengesetz eröffnet. Herr Gehring von den Grünen kritisierte vor allem den schwammigen Begriff der drohenden Gefahr und die aufgehobene Trennung zwischen Polizei und Verfassungsschutz. Herr Pohl störte sich vor allem an der zu niedrigen Schwelle:  Bereits bei einer im Bierzelt angedrohten Watschen könnten nun Menschen in Haft genommen werden. Zudem sei das Gesetz vor allem schlampig und zu schnell eingebracht worden. Die CSU in Gestalt von Herrn Reichhart verteidigte das Gesetz als notwendig, damit die Polizei mit den technologischen Fortschritten gleichauf bleibe und die Sicherheit gewährleisten könne. Zwar fand dies dort fraktionsübergreifend Zustimmung, wo es um neue Rechte zum Lesen von z.B. Whatpsapps ging, doch wurde die drohende Gefahr und die unbegrenzt mögliche Haft meist als zu großer Eingriff verurteilt und Grüne und FDP gingen davon aus, dass ihre Klagen gegen das Gesetz dieses sowieso zu Fall bringen würden. Herr Mannes von der AfD, der das Gesetz ebenso ablehnte, bemängelte, dass bei aller guten Polizeiarbeit es meist die Richter seien, die zu geringe Strafen verhängten.

In der Flüchtlingsproblematik herrschte Konsens über eine notwendige Beschleunigung der Asylverfahren, die die CSU  in Zukunft in ihren Ankerzentren verwirklicht sieht. Herr Pohl bescheinigte der CSU hier aber zu lange Untätigkeit und Frau Merkel, dass ihr Satz „Wir schaffen das!“ nicht mit den europäischen Nachbarn abgesprochen war und diese zurecht empört reagierten. Herr Fürst von der SPD wies darauf hin, dass sowohl ein nationales Einwanderungsgesetz, als auch eine europäische Lösung dringend notwendig seien. Herr Gehring von den Grünen stimmte hier zu und betonte, dass Integration auch viel Arbeit bedeute, vor allem auch in der Gesellschaft und man sich aufeinander  zubewegen müsse. Viele Länder würden Geflüchtete auch nicht zurücknehmen und man müsse diese dann eben integrieren. Zudem sei es unmenschlich,  gut integrierte Menschen jahrelang in Unsicherheit leben zu lassen oder sie noch nach Jahren wieder abschieben zu wollen. Herr Mannes (AfD) zeigte hier Verständnis, gab jedoch zu bedenken, dass viele Immigranten über sichere Drittländer eingereist seien und abgeschoben werden könnten und sollten. Immigration solle nur geregelt und legal erfolgen.

Im zweiten Themenbereich, „Umwelt und Soziales“, wurde zunächst das Problem der Flächenversiegelung diskutiert. Herr Gehring beharrte auf dem Ziel eines täglichen Flächenverbrauchs  von 13 auf 5 Hektar zu verringern, z.B. auch durch Tiefgaragen oder Parkhäuser und mehrstöckige Bauweise, besonders auch bei Supermärkten. Hier sei Baden-Württemberg Vorreiter und Bayern müsse hinterher. Herr Pohl kritisierte hier, dass dies Wohnraum weiter verteuern und Kommunen die Entwicklungsmöglichkeiten genommen würden. Es müssten intelligentere Lösungen her. Hier stimmte auch Herr Reichart zu, der die Zahlen in Zweifel zog und anmerkte, dass auch Gärten oder Fußballfelder als versiegelte Flächen gelten würden. Herr Hecht von der FDP warf den Grünen einen zu großen Drang zur Gängelung und zum Zentralismus vor und schlug vor, die Kommunen selbst entscheiden zu lassen. Auch der Vertreter der AfD stellte sich gegen die Grünen, dies würde dazu führen, dass nur noch Reiche sich ein Eigenheim bauen könnten.

Somit wurde die Frage nach bezahlbarem Wohnraum gestellt, den Herr Fürst von der SPD mit massiven sozialen Wohnungsbau erreichen will und  die Mietpreisbremse als sinnvoll erachtet. Die Freien Wähler befürworten zwar auch sozialen Wohnungsbau, fordern neben privatwirtschaftlichen Anreizen aber ebenso Konzeptverfahren, in denen die Kommune Bauflächen nur an Investoren vergibt, die für einen gewissen Prozentsatz lediglich Wohnungen für moderate Mieten bauen dürften. Herr Gehring hob hervor, dass viele Wohnungen leer stünden oder reine Investitionsobjekte seien; dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Einig war man sich darin, dass die Brandschutz-und Energieauflagen das Bauen zu sehr verteuern würden und man hier Erleichterungen schaffen müsse. Herrn Mannes Einlassung, dass die Immigration auch zu der Verknappung von Wohnraum geführt hätte, wurde von Herrn Fürst zurückgewiesen, das Problem bestand schon vorher.

Die erste Frage zum Themenbereich „Jugendliche und ihre Lebenswelt“ beschäftigte sich direkt mit dem Einspieler zum neuen Gesetzesentwurf der Grünen bezüglich der Legalisierung von Cannabis. Insbesondere die möglichen Erleichterungen im medizinischen Bereich sowie die Verringerung der Kriminalität und unnötigen Kriminalisierung stellen für die Grünen und die FDP handfeste Gründe dar, sich für die Legalisierung von Cannabis auszusprechen. Die anderen Parteien waren sich nahezu einig, dass die Legalisierung für medizinische Zwecke mehr als gerechtfertigt werden könne, aber der Konsum von Cannabis im privaten Bereich große Gefahren mit sich bringt. Die CSU verwies jedoch deutlich auf die Schutzfunktion des Staates den Bürgern gegenüber, die SPD betonte, dass die Legalisierung  zu medizinischen Zwecken ebenso äußerst strikten Regeln unterliegen müsse.

Zum  Thema Wahlrecht ab 16 auf Landesebene schlug Bernhard Pohl (FW) vor, dies zunächst auf kommunaler Ebene zu testen und erst bei großer Nachfrage die Jugendlichen auf Landesebene tätig werden zu lassen.  Daniel Fürst (SPD), Thomas Gehring (Grüne) und Johannes Hecht(FDP) befürworteten die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 bei Landtagswahlen, wobei Daniel Fürst betonte, dass durchaus bereits bei 16-Jährigen eine politische Meinung vorhanden sei. Thomas Gehring möchte jedoch trotzdem die Förderung politischen Wissens durch Sozialkundeunterricht ab der 8. Klasse gewährleisten. Gerd Mannes (AfD) wies darauf hin, dass gleiche Rechte  eben auch gleiche Pflichten  bedeuten und sprach sich somit erst für eine Wahl ab 18 aus.

Die Frage bezüglich der Einführung eines günstigen bis kostenlosen Nahverkehrs für Schüler, Studenten und sozial Schwache befürwortete die SPD stark. Die Grünen setzten hierbei auf durchgehende Busverbindungsmöglichkeiten  und günstige Fahrscheine für alle Bürger. Dem entgegneten die Freien Wähler, dass günstige Tickets für alle einen hohen Kostenfaktor darstellen, betonten aber gleichzeitig, dass unbedingt auch bis in den ländlichen Bereich eine optimale Vernetzung geschaffen werden muss. Die CSU möchte das 1-Euro-Ticket einführen, während die AfD sich lediglich gegen kostenlose Fahrscheine ausspricht.

Wenig Einigkeit herrschte auch in der Bildungspolitik. Auf die Frage nach dem in anderen Bundesländern gängigen Modell, Schülerinnen und Schüler erst nach sechs Jahren Grundschule auf weiterführende Schulen aufzuteilen, positionierte sich der Vertreter der SPD sehr eindeutig positiv, wohingegen sich die FDP auf Altbewährtes berief, um „Experimente“ und ein damit einhergehendes Bildungschaos zu verhindern. Thomas Gehring wies warnend auf den Druck, der durch die frühe Selektion auf die Kinder ausgeübt werde, hin, während sowohl der Vertreter der Freien Wähler als auch der AfD sich wünschten, Schulinhalte in den Mittelpunkt der Diskussion zu rücken. Die kontroverse Forderung der AfD nach „islamfreien Schulen“ deutet deren Vertreter, Herr Mannes, als das Anliegen, an Schulen keinen islamischen Religionsunterricht anzubieten. Ausgehend von dieser Forderung entspann sich eine rege Diskussion der Volksvertreter über die Bedeutung verschiedener Kulturen im Zusammenleben innerhalb Deutschlands. Die Grünen und die SPD lehnen die Abschaffung des islamischen Religionsunterrichts vehement ab, da das Grundgesetz Religionsfreiheit und Gleichbehandlung fordere. Zudem würde der Islamunterricht unter staatlicher Schulaufsicht stattfinden und gerade dadurch Extremismus verhindern. Die Einflussnahme Erdogans über den islamischen Verband DITIb würde damit  verhindert statt wie von Herrn Mannes befürchtet gefördert werden.

Der Vertreter der FDP schlug den Ausbau des Ethikunterrichts vor, um mehr übereinander zu lernen, und verwies auf die wesentliche Rolle der Familie bei der Vermittlung von Informationen und Kompetenzen bezüglich der Integration. Deutliche Kritik an der Ablehnung des Vorschlags kam von Seiten der Grünen, die aufgrund der Religionsfreiheit „islamfreie Schulen“ ablehnen, und auch die Freien Wähler wiesen auf  die wesentliche Rolle von Toleranz in einer christlich geprägten Gesellschaft hin, insbesondere auch im Hinblick auf ein momentan häufig diskutiertes Verbot von Minaretten.

Dass die deutsche Staatsbürgerschaft durch eine Geburt in der Bundesrepublik Deutschland selbstverständlich gewährleistet sein solle, betonte  anschließend Daniel Fürst, dem  Gerd Mannes vehement widersprach, indem er von einem „Verschenken“ derselben warnte und alternativ auf das Abstammungsprinzip verwies.  Bernhard Pohl formulierte die Forderung nach einer Erleichterung der Einbürgerung in Deutschland und wandte sich deutlich gegen die Doppelstaatsangehörigkeit und zwar hauptsächlich wegen der juristischen Komplexität, die daraus erwachse.

Im letzten Teil der Podiumsdiskussion wurde diese für Schülerfragen aus dem Publikum geöffnet. So diskutierte man z.B.  „Warum für die FDP Problemlösung immer auf der kleinste Ebene stattfindet?“ und „Warum die AfD und andere Parteien bei der Flüchtlingskrise nicht die Ursachen, sondern nur die Folgen der Flucht bekämpfen?“ Schnell ging die Diskussion hier auf die Bundes- und Europaebene, womit offenbar wurde, wie komplex einige politische Probleme manchmal sind.

Einzelne Schüler setzten die Gespräche mit den Politikvertretern auch nach dem offiziellen Ende der Podiumsdiskussion noch engagiert in kleinerer Runde fort. Der Schulleiter des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums, Mark Lörz, zeigte sich sehr zufrieden: Das sei doch ein guter Beleg dafür, dass es gelungen sei, sowohl die Kenntnisse als auch das Interesse der Oberstufenschüler am politischen Geschehen in Bayern zu fördern.

 

Hier finden sie die aus dem Elternbrief genannten Anschreiben des ISB und die dazugehörigen Fragebögen:

Wir bitten Sie, sich die Zeit nehmen und diese auszufüllen.

Herzlichen Dank!

Mitte des letzten Schuljahres hat sich das BvSG für die Teilnahme am Schulversuch „Private Handynutzung an Schulen“ beworben und seit Herbst 2018 gibt es an unsererer Schule eine Handynutzungsordnung, die den SuS auf der einen Seite mehr Freiraum im Umgang mit digitalen Endgeräten gewährt, auf der anderen Seite für eine ausgewogene und reflektierte Nutzungskultur sorgt. Die Teilnahme am Versuch wird vom Institut für Schulqualität wissenschaftliche begleitet. Zusätzlich hierzu folgt ein überarbeitestes Mediencurriculum, welches in Anlehnung an den Lehrplan den Umgang mit Medien von Fach zu Fach strukturiert. Ziel ist es, die SuS zum kritischen Umgang (Nutzen und Gefahren) mit digitalen Endgeräten zu erziehen.

Nutzungsordnung 10-2018

 

 

Bei der Stimmabgabe

Demokratie einüben – die Juniorwahl zur Bayerischen Landtagswahl 2018!

Nach der erfolgreichen Podiumsdiskussion zu den Bayerschen Landtagswahlen am BvSG fanden im Anschluss die Juniorwahlen an unserem Gymnasium statt. Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse waren aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimme den Kandidatn und Parteien ihres Wahlkreises zu geben, die sie bevorzugten.

Bei einer Wahlbeteiligung von 67,5% und null ungültigen Stimmen entfielen die meisten Erststimmen auf den Kandidaten der Grünen, gefolgt von Daniel Fürst (SPD) und Beate Merk (CDU):

Bei der Zweitstimme lag die CSU vorne, dicht gefolgt von den Grünen. Die AfD punktete stark unterdurchschnittlichmit nur 4 Stimmen:

Zum Vergleich in den einzelnen Landkreisen und in Bayern insgesamt:

https://www.juniorwahl.de/landtagswahl-bayern-2018.html

Ingo Sand

Ein kleines Video zu weihnachtlichen Vokabeln.

Zweijähriger Probelauf: 135 Schulen in ganz Bayern nehmen ab dem Schuljahr 2018/19 an einem Schulversuch zur privaten Nutzung von Handys in der Schule teil. Auch wir erproben in dieser Zeit schulinterne Regelungen hierzu, die in Abstimmung mit dem Schulforum aufgestellt worden sind.

Zur Handynutzungsordnung (gütlig ab 05.11.2018)

 

Bisher war die Benutzung von Handys und anderen mobilen Endgeräte an unserer Schule verboten. Wenn ihr erwischt wurdet, gab es eine Ermahnung oder das Handy wurde einkassiert und musste bei der Schulleitung abgeholt werden.
Ab 05.11.2018 dürfen Schüler der Klasse 10-12 ihre Handys außerhalb des Unterrichts benutzen. Aber nur in den Bauteilen C im Obergeschoß und D im Erdgeschoß, sonst nirgends. Allen anderen ist es weiterhin verboten.
Diese Änderung hängt mit dem Schulversuch zusammen, an dem das Bertha-von-Suttner-Gymnasium zusammen mit 134 anderen bayerischen Schulen teilnimmt.
Diese Öffnung der Handynutzung ist ein Stück weit ein entgegenkommen der Schule, dass ihr Schüler durch vertrauensvollen und verantwortungsbewussten Umgang zurückzahlt und euch auch eurer Vorbild-Funktion für jüngere Schüler bewusst seid.
Solltet ihr außerhalb der Handyzonen mit dem mobilen Endgerät erwischt werden, wird es euch abgenommen und kann am Ende des Schultages beim Schulleiter abgeholt werden. Im Wiederholungsfall verliert ihr das Privileg der Handynutzung. Im Missbrauchsfall können auch Ordnungsmaßnahmen ausgesprochen werden. Zum Beispiel, wenn ihr heimlich Audio Video oder Foto Aufnahmen anfertigt und so Persönlichkeitsrechte verletzt. Im schlimmsten Fall drohen euch strafrechtliche Folgen.

Im Zuge des Lehrplanthemas „Medien nutzen und reflektieren“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a u. a. auch mit der Meinungsbildung im digitalen Zeitalter auseinander und erstellten hierzu Erklärvideos als Informationsquelle für Interessierte:

Zum Jahrestag der Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen fand am BvS eine Aktion statt unter dem Motto „Menschenrechte werden oft mit Füßen getreten“. Von Schülern gestaltete Blätter mit einzelnen Artikeln waren auf dem Boden ausgelegt und konnten gelesen und „betreten“ werden. Die Schüler konnten sich dabei selbst auf der Leinwand beobachten.

 

Wie auch in den Jahren zuvor hatte sich die Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums in eine glitzernde, nach Tannen duftende, feierlich geschmückte Halle verwandelt, von der aus man in verschiedenen Räumen unterschiedlichste Kostbarkeiten betrachten und erwerben konnte. Wie jedes Jahr wurden auch dieses Jahr die Einnahmen an die Partnerschule in Cochabamba/Bolivien  gespendet. Alle Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der sehr engagierten SMV brachten sich mit vollem Engagement und Ehrgeiz, den schönsten Stand und das attraktivste Produkt zu präsentieren, ein und sorgten für eine unbeschwerte, vorweihnachtliche Stimmung mit festlich geschmückten Ständen, selbstgebackenen Plätzchen und Selbstgebasteltem, im Freien zusätzlich mit Punsch und Süßigkeiten. Die große Anzahl an Besuchern nahm die Angebote gerne an und verließ den Basar mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes getan zu haben und dafür auch noch hübsche Dekogegenstände mit nach Hause zu bringen.

 

 

Ein weiterer Höhepunkt der Vorweihnachtszeit am Bertha-von-Suttner-Gymnasium besteht im  Weihnachtskonzert in der Heilig-Kreuz-Kirche in Pfuhl. Hier bewiesen nicht nur die Solisten Emilia Haecker (9a) und Sebastian Noweck (7a) ihr großartiges Talent an der Altblockflöte bzw. der Violine, sondern auch größere bis riesengroße musikalische Gruppen brillierten vor vollem Haus. Die Zuhörer erfreuten sich so an den Bertha-Kids unter der Leitung von Iris Werdich, dem Unterstufenchor (mit der Dirigentin und Solistin Sara Sprengart), der Band (Leitung Thomas Dirr) und dem Orchester und dem Vokalensemble unter der Leitung von Veronika Frauendienst. Die Auswahl der dargebotenen Musikstücke hätte breiter nicht aufgestellt sein können: Von traditionellen Melodien wie “Ihr Kinderlein kommet” über Schlager (“Winter wonderland”) bis hin zu Klassikern der Popmusik (“Do they know it’s Christmas)” und einer Hommage an die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens blieben keine Wünsche offen und angesichts der feierlich-beschwingten Atmosphäre in der Kirche und dem winterlichen Ambiente der Pfuhler Gassen wuchs die Vorfreude auf Weihnachten bei allen Beteiligten.

Unsere Sieger beim Mathematik-Wettbewerb, getreu dem mathematischen Motto: „Logik ist der Anfang aller Weisheit, nicht das Ende.“ (Mr. Spock)

 

 

Am Dienstagnachmittag, 08.01.2019, wurden die neunten Klassen von einem Zeitzeugen aus der Region besucht, der den Schülerinnen und Schülern von seinen Erlebnissen und Erfahrungen während der Zeit des Dritten Reiches berichtete. Wolfgang Finkbeiner ist Jahrgang 1928 und erlebte eine Kindheit und Jugend unter dem Hakenkreuz, wodurch er sich selbst – auch laut des Titels einer seiner Bücher – um diese Zeit betrogen fühlt. Er erzählte den Schülerinnen und Schülern von seinen Erfahrungen bei der Hitlerjugend und beschrieb dabei den Drill und die Ideologisierung durch die Nationalsozialisten, erklärte aber auch, dass die Kinder gerne dort hingingen, da es für sie damals keine alternative Freizeitorganisation gab. Besonders gefesselt waren die Jugendlichen, als Herr Finkbeiner seine Erlebnisse als Flakhelfer während eines Bombenangriffs auf das Gelände des heutigen Blautalcenters schilderte. Auch seine Erfahrungen in amerikanischer und französischer Kriegsgefangenschaft bewegte die Schülerinnen und Schüler. Sie nutzten die vermutlich einmalige Chance und stellten ihm immer wieder Fragen zu seinen Erlebnissen, welche Herr Finkbeiner gerne beantwortete. Die eineinhalb Stunden vergingen letztendlich viel zu schnell.

Der Besuch des Zeitzeugen kam bei allen Schülern sehr gut an und bereichert den Geschichtsunterricht. Kein Geschichtsbuch kann einen erzählten Erfahrungsbericht eines Zeitzeugen ersetzen. Ganz besonders war bei Herrn Finkbeiner, dass er aus der Region kommt und viele seine Erzählungen mit Orten verknüpft sind, die die Schüler heute noch kennen, wodurch eine direkte Verbindung von der Vergangenheit zur Gegenwart hergestellt werden konnte.

 

Zwei Teams des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Neu-Ulm traten beim Regionalentscheid der First Lego League in Garching an. Der internationale Forschungs- und Roboterwettbewerb richtet sich an Jugendliche im Alter zwischen 9 und 16 Jahren. Für das Robot-Game  entwickeln und programmieren die Teams im Vorfeld des Wettbewerbs einen Roboter, der selbständig mehrere Aufgaben lösen muss. Zusätzlich erforschten die Schüler ein Problem aus dem Bereich Raumfahrt. Hierbei wurden  Lösungen zum Umgang mit Weltraumschrott und  gesundheitlichen Auswirkungen der Schwerelosigkeit präsentiert. Die noch sehr jungen Teams erreichten einen hervorragenden fünften und zwölften Platz. Eine Forschungspräsentation wurde sogar gesondert ausgezeichnet.

 

Im Jugendbildungszentrum Babenhausen sitzen knapp dreißig Zehn-, Elft- und Zwölftklässler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums zusammen und diskutieren aufgeregt. In fünf Minuten sollen sie eine Rede halten, an der sie noch feilen.

Warum sind sie an einem Dienstag nicht in der Schule?  Weil sie sich an einem sogenannten außerschulischen Lernort intensiv mit Themen auseinandersetzen, für die im Schulalltag wenig Platz bleibt. Das Thema des dreitägigen Seminars lautet in diesem Jahr „Gift“ und beinhaltet Beiträge von Referentinnen und Referenten aus den Reihen des Pfuhler Gymnasiums. Auf akademischem Niveau hört die Gruppe Vorträge über die antiken Rhetorikkünste der Römer (Frau Fladerer und Frau Wagner), Argumentationsstrategien verschiedener prominenter Redner (Frau von Appen), das Wesen des Darknets und die ethischen Grundsätze von Hackern (Caterina Cozzi, Uni Augsburg), tierische und pflanzliche Gifte (Prof. Tomaschko, Uni Ulm) und das Wesen des Neides. Für viel Diskussionsstoff sorgt dabei der ambivalente Charakter des jeweiligen Bereichs, denn Rhetorik kann zum Beispiel nicht nur als Redekunst verwendet, sondern unter Zuhilfenahme von manipulativen Techniken zu Propaganda werden. In verschiedenen Übungsgruppen werden Dinge analysiert, in Rollenspielen ausprobiert und über Chancen und Risiken diskutiert, wobei sowohl das hohe Niveau der Schülerbeiträge die Referenten sowie die begleitenden Lehrkräfte Herrn Lörz, Herrn Kürzinger und Frau von Appen beeindrucken als auch die Fähigkeit der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer, sich über zehn Stunden nahezu ohne Unterbrechungen auf höchst komplexe Themengebiete zu konzentrieren und auf bisher Unbekanntes einzulassen.

Die Zusammenhänge der zunächst als unvereinbar erscheinenden Bereiche werden in den Reden der Schülerinnen und Schüler deutlich: Viele verknüpfen inhaltlich das neu Erlernte aus dem IT-Bereich mit den antiken Gesetzen einer gelungenen Rede und bauen die zuvor im Plenum besprochenen rhetorischen Strategien der Beeinflussung so geschickt ein, dass sie auf höchstem Niveau ihr Thema, den Kampf gegen Verunglimpfungen im Netz, präsentieren. Das Erstaunliche daran ist, dass dies für die Mehrzahl die erste Rede ihres Lebens ist – und dass man ihnen das keinesfalls anmerkt. Im Abschlussgespräch wird dies auch von den jungen Rednern herausgestellt: Obwohl sie zuerst Angst vor dieser Aufgabe gehabt hätten, habe die Durchführung gezeigt, dass man es mit den richtigen Werkzeugen durchaus gut bewältigen könne. Dazu trägt auch bei, dass die Reden in Kleingruppen erstellt werden. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen sitzen zusammen, tauschen Ideen aus, diskutieren und lernen sich dadurch auch besser kennen. Mit beeindruckender Motivation – selbst die Pausen werden genutzt, um an den Reden zu arbeiten – versuchen sie, die perfekte Möglichkeit zu finden, die Zuhörer für ihr Anliegen zu gewinnen.

Und auch der Spaß kommt an den drei Tagen nicht zu kurz. Ob bei gruppenbildenden Spieleinlagen, spontanen Spielszenen oder in den Gruppenphasen, stets ist die Stimmung ausgelassen, Lachen gehört dazu und die Schüler wachsen enger zusammen.

Die wichtigste Erkenntnis der Tage war jedoch für alle, dass man genauer hinsehen und -hören müsse, wenn angebliche Gewissheiten präsentiert würden. Zu schnell wird man nämlich Opfer von rhetorischen Strategien meinungsstarker Autoren und Redner, laufe Gefahr, deren Thesen zu übernehmen, weil sie zunächst so überzeugend wirkten. Weiß man jedoch um die Wirkungsweise dieser Techniken, kann man sie nicht nur selbst benutzen, sondern sie vor allem entlarven und gegensteuern. Diese Kompetenz im Bereich des Lesens und Textverständnisses dürfte die Königsdisziplin sein und bei den Anwesenden verhindern, auf Hetzereien und Manipulationen hereinzufallen.