Politikerin für einen Tagzurück

Im Mädchenparlament 2015 wurde der Arbeitstag einer Abgeordneten im Bayerischen Landtag durchgespielt. Nach einer Einführung im Plenarsaal arbeiteten alle 180 Teilnehmerinnen in Arbeitsgruppen und erstellten Anträge für die abschließende Plenarsitzung, wo über diese diskutiert und abgestimmt wurde. Hier finden Sie die Bilder und Impressionen:

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Die vier Berthanerinnen mit Frau Strohmann 2015

Luise Müller:

Ich fand eigentlich die Plenardebatte am besten und die Themen waren sehr interessant und gingen uns auch was an. Es war voll gut, dass wir auch was mitbestimmen durften!“

Verena Flitsch:

Das Landtagsgebäude zu besuchen und selbst in einem der Sitze im Plenarsaal Platz zu nehmen, war ziemlich beeindruckend. Wir Mädchen haben uns, obwohl wir aus den verschiedensten Ecken Bayerns kamen, in unseren „Ausschüssen“ alle auf Anhieb gut verstanden. Es war interessant, mit so vielen Mädchen über die Themen zu diskutieren und einen Einblick in den Arbeitstag eines Abgeordneten zu bekommen.“

Laetitia Kleinhans:

Ich hatte nicht gedacht, dass es so interessant und lustig werden würde. Es hat echt Spaß gemacht. Besonders gut fand ich die Diskussion in der Ausschusssitzung.“

Lisa Bader:

Es war ein ereignisreicher Tag. Interessant war es, sich in den Alltag eines
Politikers hinein zu versetzen und die eigene Meinung im Plenarsaal, den ich
sehr beeindruckend fand, kund zu tun.
Diese Gelegenheit bekommt man nicht alle Tage, deshalb bin ich froh, dabei
gewesen sein zu dürfen. Ich nehme viele Eindrücke mit.“

Die Landtagsausschüsse tagten mit je einer „echten“ Abgeordneten zu folgenden Themen:

Cannabis erlauben?Grüne Gentechnik – Fluch oder Segen?Quote für deutsche Musik im Radio?Immer unter Kontrolle – Google Street View?Gemeinschaftsschule – eine Schule für alle? Und Energy Drinks – Freigabe erst ab 18?.

Die Legalisierung von Cannabis wollte eine Mehrheit nur für medizinische Zwecke genutzt sehen. Gentechnik in der Landwirtschaft lehnten fast alle Nachwuchs-Parlamentarierinnen ab. Auch bei einer Deutschquote für Radiosender waren sich fast alle einig und stimmten dagegen. Kontrovers wurde das Thema Energy Drinks ab 18 diskutiert. Am Ende sprach sich die Mehrheit gegen eine Altersbeschränkung aus – genauso wie gegen die Gemeinschaftsschule übrigens. Von Politikverdrossenheit war hier übrigens nicht das Geringste zu spüren.

Mädchenparlament_2015_Artikel