Leer en voz alta en españolzurück

Leo, leo – concurso de lectura en español –  so heißt der Vorlesewettbewerb für Schüler und Schülerinnen im 1. Lernjahr Spanisch, der an bayerischen Gymnasien in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes ausgetragen wird. Gelesen wird in zwei Runden.

In diesem Schuljahr fand er zum ersten Mal an unserer Schule statt. Unsere Elftklässlerinnen und Elftklässler nahmen motiviert teil und bereiteten sich gemeinsam mit ihrer Spanischlehrkraft Frau Jordan darauf vor. Das Ergebnis konnte sich hören lassen!

In der 1. Runde, die am 17.03.2026 ausgetragen wurde, traten neun Schülerinnen und Schüler des BvSG auf einem sehr hohen Niveau gegeneinander an.

Sie stellten zunächst anhand eines bekannten Lektionstexts aus dem Spanischbuch Adelante ihr Können unter Beweis, dann bekamen sie einen unbekannten Text aus dem Buch Noticias de un hacker von Maria Wagner Civera vorgelegt.

Nach nur einem knappen halben Jahr Spanischunterricht lasen die Schülerinnen und Schüler so flüssig – sogar den Überraschungstext –, dass die Jury, die aus den Spanischlehrkräften Susanne Jordan, Julia Wagner und Pia Köpl bestand, staunte.

Am Ende war es Defne Sagiroglu, die die Jury mit einer fehlerfreien Darstellung überzeugte. Als Gewinnerin fährt sie am 30. April zum großen Bayernfinale nach München. Wir wünschen viel Erfolg und drücken die Daumen!

 

Zeitzeugin macht Lektüre lebendig

Lesespaß garantiert Motivation für das Fach. Aber nicht nur im Rahmen des Vorlesewettbewerbs wird in Spanisch gelesen.

Die diesjährige Q13 setzte sich anhand der Lektüre La memoria de los seres perdidos von Jordi Sierra i Fabra mit einem sehr ernsten Thema auseinander. Der Roman spielt in Argentinien und Spanien und beschäftigt sich mit dem Schicksal der Kinder, die in der letzten argentinischen Militärdiktatur (1976 – 1983) entführt und zur Adoption freigegeben wurden. Später suchten viele Familien gezielt nach ihren Kindern und Enkelkindern, z. B. mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks. So jedenfalls erging es Estella, der Protagonistin des Romans.

Und wie sieht die Realität aus?

Davon berichtete Frau Jabs, eine Argentinierin, die seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Deutschland wohnt, und die Diktatur als Kind in Argentinien erlebte. Als Zeitzeugin kam sie in den Spanischkurs der Q13 und erzählte von ihren Erinnerungen: Gewalt, Einschüchterung und Entführungen durch das Militär waren an der Tagesordnung.

Und wie gehen die Argentinier heute damit um?

Viele Menschen wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Sie wollen Aufarbeitung und Erinnerung. Aber sie wollen keine Rache.