Herzen drücken und Wunden versorgen: Neun Schüler auf dem Weg zu den nächsten Superhelden!zurück
In einem bedeutenden Schritt zur Förderung von Sicherheit und Verantwortungsbewusstsein absolvierten neun Schüler unseres Gymnasiums an zwei Nachmittagen erfolgreich eine Erste-Hilfe-Ausbildung an unserer Schule. Diese Initiative ist nicht nur eine wertvolle Ergänzung zu ihrem Wissen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Schulgemeinschaft.
Neben einer theoretischen Einheit zum Thema Verkehrssicherheit und Eigenschutz am ersten Mittwochnachmittag erhielten unsere Schulsanitäter Einblicke in den Ablauf der Rettungskette und stellten dabei fest, dass sie es sind, die unmittelbar nach einem Unfall die wichtigen Erstmaßnahmen bei der Betreuung eines Verletzten einleiten müssen. Sachliche Informationen über die richtige Versorgung von Nasenbluten, über Asthmaanfälle bis hin zur Wiederbelebung einer reanimationsbedürftigen Person wurden nicht nur vermittelt, sondern aktiv an Fallbeispielen besprochen sowie erörtert.
Der größte Anteil der Ersten-Hilfe-Ausbildung bestand jedoch im praxisnahen Umsetzen der gehörten Theorieteile. Ob es den Umgang mit einem ausgefallenen Zahn, die Atemwegsverlegung durch ein verspeistes Brötchen oder das Auffinden einer bewusstlosen Person betraf, unsere neuen Ersthelfer standen zum Übungseinsatz bereit. Besonders viel Freude und Spaß brachte eine Gruppenarbeit zur Versorgung von teilweise stark blutenden Wunden: Hier durfte der Fingerkuppenverband genauso wenig fehlen wie der berühmte Druckverband oder der Kopfverband. Die Fürsorge für verschiedenste Wunden konnte so sehr gut eingeübt werden, nicht zuletzt da uns sehr vielfältiges Übungsmaterial, welches zuvor als Spende übergeben worden war, zur Verfügung stand.
Am zweiten Mittwochnachmittag stand das Thema „Auffinden einer Person“ im Mittelpunkt der Übungseinheiten. Wie mit einer bewusstlosen Person, mit einem verunfallten Fahrrad- oder Motorradfahrer oder mit einer Person ohne regelmäßige Atmung umgegangen werden muss, wurde sehr intensiv behandelt. Dabei brachten sich die Teilnehmenden gegenseitig mehrmals in die stabile Seitenlage und lernten, wie ein Fahrrad- oder Motorradhelm richtig bei einer bewusstlosen Person abzunehmen ist. Für all unsere Ersthelfer bestand der Höhepunkt an diesem Tag wohl im Einsatz unserer vielen Phantome. Das sind Puppen, an welchen die Herzdruckmassage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt werden können. Paarweise schnappten sich alle eine Puppe. Jeder überprüfte zunächst das Bewusstsein und führte die Atemkontrolle durch. Dann wurde der Druckpunkt gesucht. Zu Liedern wie „Stayin´ Alive“, „Atemlos“ oder „Pippi Langstrumpf“ konnte im Anschluss die Druckfrequenz und -tiefe ausdauernd trainiert werden. Hierbei stellte Florian Bindhammer (Q12) unseren internen Rekord auf, indem er es schaffte, das Übungsphantom länger als die vorgegebenen vier Minuten sicher zu reanimieren. Die Verwendung eines AEDs (Automatischer externer Defibrillator) und die Durchführung einer Atemspende, um einer reanimationsbedürftigen Person das Leben zu retten, erforderten zum Schluss nochmals höchste Aufmerksamkeit und Konzentration. Alle Teilnehmer gaben ihr Bestes, kamen dabei sehr ins Schwitzen, doch absolvierten diese Übungen mit Bravour.
Die erfolgreiche Absolvierung der Ausbildung wird nicht nur den Schülern selbst, sondern auch der gesamten Schulgemeinschaft zugutekommen. Die neuen Ersthelfer sind nun in der Lage, im Notfall schnell zu reagieren und anderen zu helfen. Dies trägt zu einem sichereren Schulumfeld bei und fördert ein Gefühl der Verantwortung und des Zusammenhalts unter den Schülern.
Deshalb gratulieren wir unseren neuen Ersthelfern David (6d), Irmak (6d), Samuel (6d), Emma (10c), Eva (10c), Franka (10c), Hiba (10c), Lara (10c) und Florian (Q12) und danken euch dafür, dass ihr diese verantwortungsvolle Herausforderung annehmt und künftig unsere Wehwehchen sowie Wunden versorgt und für uns einsatzbereit seid.
An dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen Personen herzlich bedanken, die für den Schulsanitätsdienst alte Verbandskästen, Material, einen Beatmungsbeutel, große Kartons voll verschiedener Binden, Pflaster und Handschuhe gespendet haben. So können wir wirklich aktiv üben und die Versorgung von Wunden sinnvoll erlernen.



