Schülerzeitung

Hey Leute,

2020 geht die Dicke Bertha online!

Unter der Leitung von Frau Uhlig und Herrn Barth, mit Unterstützung von Frau Baumgartner und Frau Lachenmayer, lädt die Redaktion unserer Schülerzeitung zu aktuellen, schulinternen Themen Artikel hier ins Internet.

Unser Jahresthema oder besser Halbjahresthema ist „Let’s talk about…“.

Wir haben Reportagen, Interviews, literarische Texte, eine Rallye und einen Podcast. Wir wollen mit euch selbstverständlich über Corona und was es mit uns und unserer Schule macht sprechen, haben aber auch andere Themen wie unseren Hausmeister und die neuen Sozialarbeiter an unserer Schule. Dann sprechen wir mit Herrn Schiessl, geben euch Freizeittipps und informieren euch über Politisches, das unsere Schule betreffen könnte. 

Alles von Schülern für Schüler!

Viel Freude also beim Lesen und Lauschen!

Gruß Eva

(und euer „DickeBertha- Team)

Am 04.07.2020 fand das erste DFB-Pokalfinale ohne Zuschauer statt. Leider fiel auch die Eröffnungsshow aus, weshalb man im Fernsehen nur einen kurzen Vorspann mit den besten Toren des DFB-Pokals sehen konnte. Der FC Bayern München trat gegen Bayer Leverkusen an, die aufgrund ihrer häufigen Niederlagen in Finals auch als Vizekusen verspottet werden. Vizemeister heißt in einem Turnier der Zweitplatzierte. Hier eine kurze Zusammenfassung des Finales:

  1. Spielminute

Der Schiedsrichter Tobias Welz pfiff das Spiel gegen 20:00 Uhr an. Die Nerven sind gespannt. Für die Münchener konnte es das zwölfte Double (Gewinn des DFB-Pokals und der Meisterschaft) werden. Doch die erfolgsverwöhnten Bayern könnten von den nach Sieg dürstenden Leverkusenern unterliegen. Wir sind gespannt.

16. Spielminute

Nach einem Foul an den Stürmer Robert Lewandowski steht nun Alaba in einer guten Freistoßposition vor dem Ball. Er nimmt Anlauf und schießt den Ball, an der Mauer vorbei, ins rechte Eck. Hradecky (Torhüter Leverkusen) kommt nicht mehr an den Ball. Nun steht es 1:0 für Bayern München.

24. Spielminute

Kimmich passt den Ball an Serge Gnabry (beide Bayern München) zwischen zwei Leverkusenern geschickt durch. Sie stehen im Abseits, aber der Leverkusener Lars Bender hebt das Abseits auf. Gnabry dribbelt weiter und schießt den Ball ins linke Eck. Noch ein Tor für die Münchener. Es steht 2:0.

  1. Spielminute

Es ist kaum zu glauben, Manuel Neuer (Torhüter und Kapitän von Bayern München) gibt eine Vorlage mit einem wuchtigen Abschlag! Dieser landet bei Robert Lewandowski, der läuft einige Schritte und schießt ab. Der Torhüter der Leverkusener hat den Ball schon, doch dieser rutscht ihm aus den Händen und gerät in das Tor. Sensationell! Schon nach einer Stunde steht es 3:0 für Bayern München.

  1. Spielminute

Die Antwort der Leverkusener! Nach einer Ecke von Kerim Demirbay auf der rechten Seite, setzt sich S. Bender im Zentrum durch und köpft den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Den Bayern gelingt es nicht, den Ball aus dem Strafraum zu köpfen. Die Leverkusener schaffen den ersten Gegentreffer. Jetzt steht es 3:1.

  1. Spielminute

Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit! Ivan Persisic spielt den Ball durch die Beine eines Leverkuseners zu Robert Lewandowski, der diese Chance, direkt vor dem Tor, natürlich ausnutzt. Er trifft. Jetzt führen die Bayern mit 4:1.

  1. Minute der Nachspielzeit (90.)

Alphonso Davies berührt den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand. Nachdem der Schiedsrichter Tobias Welz das Handspiel mit dem Video-Beweises überprüfen lässt, gibt er fairerweise zum Schluss noch einen Elfmeter an Bayer Leverkusen. Diesen verwandelt Kai Havertz ins linke obere Eck. Es steht 4:2.

Abpfiff:

Direkt nach dem Elfmeter pfeift Tobias Welz das Spiel ab. Die Leverkusener liegen am Boden. Die Bayern jubeln miteinander und umarmen sich. Das dürfen sie, denn man hat sie regelmäßig auf Corona getestet. Sie sind sich gegenseitig keine Gefahr und sie haben sich die Freude nach all der schwierigen Zeit und ihrem guten Spiel verdient.

Nach einer kurzen Rede des DFB-Präsidenten Fritz Keller, darf Manuel Neuer als Kapitän der Bayern den Pokal entgegennehmen. Bayern München hat es geschafft! Nun ist das zwölfte Double perfekt.

Die Bayern freuen sich, doch sie vermissen auch ihre Fans, die sonst mit den Spielern mitfeiern.

Aaron Rabus, 5b

„In der ersten, strengen Phase des Corona Lockdowns konnten wir natürlich gar kein Fußball spielen. Das war sehr ungewohnt und so wurde ich kurzerhand zum „Probespieler“ für unsere Mannschaft. Mein Vater (Trainer der D-Jugend) filmte mich bei verschiedenen Solo-Übungen mit dem Ball und schickte diese Filme dann wöchentlich über WhatsApp an die Mannschaft.“, erzählt Lukas Stanonik, Spieler der D-Jugend. Die so gestellten Übungen konnten alle Spieler dann allein im Garten oder Park bestmöglich trainieren.

Über zwei Monate vergingen so, ohne dass sich die Mannschaft sehen und zusammen trainieren konnte. Zum Glück kam dann das Datum der Lockerungen. Erst von diesem Tag an, konnten wir wieder Fußball spielen. Unser erstes Training fand am 25.05.20 statt. Dennoch müssen wir und unsere Trainer uns an ein paar Regeln halten:

Wir haben ein um 30 Minuten reduziertes Fußballtraining und statt zweimal treffen wir uns  jetzt nur einmal in der Woche. Unsere Mannschaft ist geteilt, denn auf 1000 Quadratmeter dürfen nur 5 Personen spielen. Natürlich muss man auch seinen eigenen Ball mitnehmen. Wenn man auf den Platz geht, muss man sich die Hände waschen und wenn man vom Platz geht, muss man sich nochmals die Hände waschen.

Auch für die Trainer des TSV Pfuhl ist das neue Konzept noch ungewohnt. Stellvertretend für das Trainer-Trio der D-Jugend erzählt Stefan Stanonik: „Nach so vielen Wochen ohne Fußball haben wir uns sehr gefreut, die Jungs wieder zu sehen. Allerdings gestaltet sich die Trainingsvorbereitung für uns sehr viel aufwendiger, da ausschließlich technische Übungen – ohne jeglichen Körperkontakt – durchgeführt werden dürfen. Das gefällt nicht allen Jungs, da das Abschlussspielchen im Training oft das Highlight für die meisten Spieler ist. Wichtig ist, sich als Mannschaft nicht aus den Augen zu verlieren und sprichwörtlich am Ball zu bleiben.“

Beim TSV Pfuhl fängt das Fußballtraining momentan erst ab der F-Jugend an, denn ihr könnt euch sicher denken, dass es den Bambinis noch sehr schwer fällt, diese Regeln konsequent einzuhalten.

Trotzdem bin ich froh, dass mein Lieblingssport Fußball ist, denn man kann ihn fast das ganze Jahr über draußen spielen. Die Turnhallen sind nämlich weiterhin geschlossen und daher sind auch alle dort stattfindenden Sportarten nicht möglich.

Auch wenn das Corona-Training anders ist als zuvor, ist es doch besser als gar kein Teamsport. Es macht trotzdem viel Spaß mit seinen Freunden zu trainieren und wie sagte schon Sepp Herber: „Das Runde muss ins Eckige!“…und so manche Mama ist sicher froh, dass das „Eckige“ nun wieder das Tor auf dem Fußballfeld und nicht mehr das Blumenbeet oder gar das Wohnzimmerfenster ist!

Oskar Pokorny

Bedrückende Leere 

Es fühlt sich an als wäre 

Die ganze Welt verrückt geworden 

Nirgendwo fühlt man sich mehr geborgen 

Jeder macht sich Sorgen und fühlt sich unterdrückt 

Warum machen wir uns eigentlich alle so verrückt? 

 

Genießen sollten wir all die viele Zeit, die wir haben 

Und uns vor allem nicht in der Einsamkeit vergraben 

Wie wäre es Blumen zu pflanzen, ein Buch zu lesen, 

mal wieder ein Bild zu malen oder Eis zu essen? 

Verwöhnt euch einfach mal morgen 

Und lasset los die Sorgen 

 

Vielleicht könnten wir gerade jetzt 

Wo wir im Herzen irgendwo sind verletzt 

An unsere Liebsten wieder Briefe schreiben 

Dass sie für immer in unserem Herzen bleiben 

Dass wir sie lieben, auch wenn wir uns nicht sehen 

Und vor allem werden wir uns immer beiseite stehen 

 

Lasst uns nun 

Zusammen liebevolle Dinge tun 

Überrascht eure Liebsten durch nette Kleinigkeiten 

Um auch ohne den persönlichen Kontakt Liebe zu verbreiten 

 

Ihr werdet ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können 

Und auch sie werden euch was Nettes gönnen 

Nur durch den liebevollen Zusammenhalt  

Überstehen wir diese Zeit dann bald 

 

 ~ Sophia Schweizer Q12 

“ Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so” 

(Epiktet griechischer Philosoph 50-138 n. Chr) 

 

Zwei Wochen Quarantäne. Zwei Wochen Zuhause rumhocken und warten bis dieses ganze Mysterium um das Virus gelöst wird und ich mein Leben einfach wieder normal weiter leben kann ohne Einschränkungen. Ja genau, ich sagte Virus. Corona Virus besser gesagt. Wieso ich nicht einfach den ganzen Namen sage? Weil er mich schon ankotzt. Man hört es jeden Tag. In den Nachrichten, im Netz, von Familie und Freunden. Corona. Davon wird mir genau so übel wie von dem eintönigen Lebendass ich seit zwei Wochen durchlebe. Aufstehen, Homeoffice machen, an die frische Luft gehen, Serien schauen, Schlafen gehen. Und wisst ihr was ich am nächsten Tag mache? Genau dasselbe. Mein Leben war noch nie so einförmig, dass mir davon übel wurde. Je mehr ich über die Situation nachgedacht habe, wurde mir immer klarer wie ernsthaft die Lage war und ich nichts tun konnte dagegen. Wirklich nichts konnte ich tun, um es zu stoppen. Außer Daheim zu bleiben und mich an Frau Merkels Regeln zu halten. Aber sonst hatte ich keinen Einfluss darauf, damit es aufhört. Vielleicht war es das, was uns allen, Angst bereitet. Aufzuwachen und zu wissen, dass das Problem nicht weg ist. Von Anzahl der Toten in den Nachrichten zu hören und trotzdem auf der Couch im Wohnzimmer zu sitzen und nichts machen zu können. Aber was den Menschen noch größere Angst machte, war die Unwissenheit. Man sagt “Unwissenheit ist ein Segen”, aber in diesem Fall frisst das Unwissen und die Ahnungslosigkeit die Menschen von innen auf. Dieses Gefühl irritiert die Menschen so sehr, dass sie anfangen sich Sorgen zu machen um die Zukunft. Besser gesagt um Ihre Zukunft. In Supermärkten wird für 4 Monate Vorrat eingekauft. Plötzlich ist Toilettenpapier das begehrteste Produkt im Supermarkt. Es kommt einem vor als ständen wir alle vor der größten Zombieapokalypse und alle sind davor durchzudrehen. 

Irgendwann aber merkte ich, dass ich unrecht hatte. Vielleicht wir alle. Wir denken wir können die Lage nicht ändern. Das stimmt. Aber was wir können, ist die Lage zu verbessern. Viele Fragen sich, wie? Es scheint als hätten wir alle schon verlernt wie man die Dinge verbessern kann. Unzwar in dem man nicht nur die negativen Seiten betrachtet, sondern auch die positiven. Als ich genauer darüber nachdachte, fiel mir auf, dass man nicht lange überlegen musste, um auch positive Aspekte zu finden. Wenn es doch so leicht war, wieso sind sie uns nicht sofort aufgefallen. Vermutlich weil wir nur auf die negativen Sachen fixiert sind und uns jeden Tag nur Gründe geben die Dinge noch schlechter zu sehen, als sie es eigentlich sind. Nur weil wir momentan unwissend sind und wir uns Fragen wie “Wann hört es auf?” oder “Was wird noch passieren?” nicht beantworten können, gibt es uns nicht einen Grund dafür das Glas plötzlich halb leer zu sehen. Und wenn doch, dann gebe ich euch Gründe dafür, warum ihr es nicht tun solltet: 

Ich denke an die Umweltsatellitenbilder der NASA, welche einen deutlichen Rückgang von Luftschadstoffe über China zeigen. Das bedeutet weniger Luftverschmutzung aufgrund der Quarantänemaßnahmen. Das beweist, dass wir verantwortlich sind für die Natur. Und es erinnert uns, dass es nicht selbstverständlich ist, einen klaren blauen Himmel zu sehen und die frische Luft einatmen zu können. Ich denke an Venedig. An die Fische, die wieder in den Kanälen zu sehen sind und an das kristallklare Wasser, in welches man bis zum Grund sehen kann, so klar wie es ist. Wie eine Rückkehr der Natur. Ich denke an Videos im Netz, wo fröhliche Menschen zu sehen sind, die gemeinsam singen und Instrumente spielen auf ihren Balkons, um sich gegenseitig eine Freude zu bereiten und trotz Ausgangssperre miteinander Spaß haben. 

 Das war erst der Anfang, aber jeder muss seine eigenen Gründe finden, um das Glas wieder halb voll zu sehen. Die ganze Situation ist für uns alle gewöhnungsbedürftig und nicht besonders erfreulich, dennoch lehrt sie uns eine Gemeinschaft zu sein und den Menschen um uns, zu helfen und für einander da zu sein. Und wenn das ganze vorbei ist, werden wir die selbstverständlichsten Dinge wie Rausgehen, Familie und Freunde sehen und unsere Lieben endlich wieder in den Arm zu nehmen, mehr als nur schätzen. Und natürlich wieder ohne die Sorge, dass das Toilettenpapier ausverkauft ist, in einen Supermarkt reinzulaufen. 

Vielleicht passiert das alles nicht ohne Grund und ist für die Menschheit eine Lektion, um zu lernen, Sachen, die sonst selbstverständlich sind, zu schätzen. Und nur so werden Menschen zufrieden sein mit dem was sie haben und ihr Glück auch in kleinen Dingen sehenWir können die momentane Lage nicht ändern, aber es liegt unseren Händen, zu entscheiden, ob wir nur das Schwarze sehen oder gemeinsam daraus bunte Bilder malen… 

 Arijana Hadzajlic, 9c

Bei den aktuellen, sommerlichen Temperaturen zieht es uns nach draußen. Man hat das Bedürfnis sich sportlich zu betätigen oder einfach nur frische Luft zu schnappen. Und wie macht man das am besten? – Richtig, man schwingt sich auf sein Fahrrad oder schnallt sich seine alten Inliner mal wieder an und fährt an die Donau, an den See oder eine Runde spazieren.

Jedoch sei Neu-Ulm dafür nicht fahrradfreundlich genug, prangert nun eine Gruppe von Begeisterten, Neu-Ulmer Fahrradfahrern an.

Das sechsköpfige Kernteam der Radentscheid-Neu-Ulm-Gruppe wollen sich für die Möglichkeit, überall in Neu-Ulm sicher Fahrrad fahren zu können, einsetzen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, haben sie ein Bürgerbegehren, das 2600 Neu-Ulmer Bürger*innen unterschreiben müssen, ins Leben gerufen. Ihre Ziele sind beispielsweise:

  • Bei künftigen Bauprojekten im Verkehrswesen sollen Rad- und Fußwege von Anfang an berücksichtigt und eingeplant werden.
  • Für mehr Sicherheit für die Fahrradfahrer möge eine Fahrradstreife von der Polizei Neu-Ulm eingesetzt werden.
  • Außerdem sei es nötig, für alle Schulen in Neu-Ulm und Umgebung an ein sicheres Radwegnetz angebunden zu sein. Darum müsse sich die Stadt Neu-Ulm auch kümmern.

Innerhalb der nächsten Jahre sollen diese Ziele zur Wirklichkeit werden und allen wieder Freude am Radfahren bescheren. Außerdem sollen die Maßnahmen nicht nur die Sicherheit aller Radfahrer in Neu-Ulm gewährleisten, sondern auch die Umwelt, durch den dadurch attraktiveren Radverkehr, schonen, die ganze Stadt in Bewegung bringen und generell lebenswerter machen.

Wenn man sich diese Forderungen ansieht, denkt man vielleicht, dass das alles ein bisschen übertrieben ist. Für diesen Fall kann ich mal von einem täglichen Schulweg zu unserem BvSG erzählen:

Aus Pfuhl führen nicht unbedingt viele Wege zu unserer Schule, genaugenommen eigentlich nur zwei, der eine geht über einen Feldweg, der andere neben der Heerstraße entlang. Um auf diesen Fahrradweg aber zu gelangen, muss man erst einmal einen nervigen Straßenübergang überqueren, an dem man eigentlich immer anhalten muss, weil die Autofahrer dort die Vorfahrt haben. Das Bürgerbegehren hätte dort vermutlich von Anfang an einen Zebrastreifen oder einen Radweg gefordert, was uns Schülern den Weg erleichtern würde.

Außerdem gibt es an vielen Stellen auch Unebenheiten oder Löcher im Asphalt, oder wie schon erwähnt, führt der Radweg übers Feld und ist gar nicht asphaltiert. Das macht auch das Fahren mit Inline-Skates auf diesen Strecken sehr schwer oder gar unmöglich.

Wenn wir bessere und sicherere Fahrradwege hätten, würden natürlich auch mehr Schüler mit dem Rad in die Schule fahren und somit hätten wir eine fittere Schulgemeinschaft 😉.

Abschließend kann ich nur noch sagen, dass die Umsetzung der Ziele des Bürgerbegehrens allein für alle Schüler im Landkreis richtig hilfreich wäre. Auf eine erfolgreiche Umsetzung des Radentscheids-Neu-Ulm!

Eva Straub, 9a

Sehr geehrte Lehrkräfte, liebe Mitschüler(innen),  

am 25.06.2020 wurde auf den Scheiben der Bushaltestelle unseres Schulzentrums ein rechtsradikales Graffiti hinterlassen. Man könnte die Ernsthaftigkeit der Parolen in Frage stellen. Natürlich. Aber dass junge Menschen aus einem so ernsthaften, gefährlichen und verletzenden Thema einen Witz machen, ist für mich unverständlich. Nichtsdestotrotz besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass die Schmiererei einen ernsthaften Hintergrund gehabt hat. Der Schuldige/die Schuldigen sollte(n) dringendst ausfindig gemacht und angemessen bestraft bzw. belehrt werden. 

Die freiheitlich-demokratische Grundordnung beinhaltet die Grundrechte, die unter anderem besagen, dass jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder seiner Sexualität, mit Würde zu behandeln ist, seine Religion frei ausleben darf und die Freiheit besitzt, sich nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln, solange diese nicht gegen die oben genannte Prinzipien verstoßen. Derjenige bzw. Diejenigen,  der/die für das Graffiti an unserer Bushaltestelle verantwortlich ist bzw. sind, hat zwar das Recht, seine Meinung frei zu äußern, nicht jedoch in Form einer Sachbeschädigung und schon gar nicht, wenn eben jene Meinung in Form eines Hakenkreuzes, welches aufgrund seiner Geschichte menschenverachtende Bedeutung hat und zurecht ein verbotenes Symbol ist, zum Ausdruck gebracht wird.

Was ich persönlich am meisten befürchte, ist, dass ein jüngerer Schüler dieses Graffiti gesehen hat und sich entweder in seiner Existenz bedroht oder beleidigt gefühlt hat, da er selber möglicherweise zu einer Gruppierung gehört, die unter dem Nationalsozialismus gelitten hatte. Eventuell war seine Familie von der Unterdrückung und dem Massenmord direkt betroffen, weil sie eben im nationalsozialistischen Denken als nicht minderwertig galten.

Viel schlimmer fände ich aber, wenn ein junger Mensch an unserer Schule durch die Symbole und Worte, die an der Scheibe der Haltestelle standen, aufgrund von fehlender oder nicht ausreichender Aufklärung über eine solch beschämende historische Zeit, sich eventuell sogar durch das Graffiti beeinflussen lässt und selber auf dumme Gedanken kommt und ähnliche Botschaften verbreitet. 

Meiner Meinung nach ist das Wichtigste nach einem solchen Vorfall, dass er ausführlich diskutiert wird. Im besten Fall sowohl im Klassenverband unter Anleitung einer Lehrkraft, als auch unter den Schülern selbst. Da der Parkplatz des Schulzentrums öffentlich begehbar ist und keine Videoüberwachung stattfindet, lässt sich nicht sagen, wer der oder die Täter waren. Ob es sich bei den verantwortlichen Personen um Schüler handelt oder schulfremde Personen, die an unserer Bushaltestelle einen Ort für ihre Hassbotschaften gefunden hatten, bleibt zunächst ungeklärt. Sollte diese Person aber doch gefunden werden, ist es vonnöten, dass sie eine angemessene Geld-, eventuell sogar Freiheitsstrafe bekommt, abhängig von Vorstrafen, Alter, etc.  

Dass es nach wie vor Menschen gibt, die bereit dazu sind, Symbole wie das Hakenkreuz oder Parolen aus der Zeit des Nationalsozialismus zu verwenden und an öffentlichen Objekten zu hinterlassen, zeigt mir, dass es im Schulunterricht, vielleicht sogar auch außerhalb von diesem, noch immer nicht genug Gespräche über die wahrhaft ekelerregenden Zustände und Geschehen unter Adolf Hitler gibt.  Zu wenig werden auch die heutigen rechtsradikalen Meinungen und Tendenzen in der Politik und Gesellschaft ernst genommen und bekämpft. Ich bitte also alle, Schüler(innen) und Lehrkräfte, dies schnellstmöglich zu ändern. Es ist dringend notwendig mit unserer Haltung, Aufklärung und Bildung zu verhindern, dass es in unserer Gesellschaft möglich ist, ungestraft und ohne Konsequenzen Meinungen zu äußern, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen. 

Herr Zillober ist schon seit 21 Jahren unser Hausmeister am Bertha-von-Suttner-Gymnasium! Was macht er eigentlich so den ganzen Tag, habe ich mich gefragt und ihn deshalb genauer befragt. Was dabei herauskam ist beeindruckend. Herr Zillober ist z.B. zuständig für Fundsachen und Reparaturen. Solltet ihr also mal etwas verloren haben, oder eine Tür quietscht, dann könnt ihr zu ihm gehen und ihn um Hilfe bitten.

Wie ihr ihn findet? Der Hausmeisterraum ist direkt neben dem Haupteingang. Das ist die gelbe Tür. Bis 16:00 Uhr könnt ihr zu ihm, also auch, wenn ihr Nachmittagsunterricht habt. Meistens ist er im Hausmeisterraum. Sollte er dort nicht sein, dann deshalb, weil er im Einsatz ist, für ein voll funktionstüchtiges Schulgebäude. Also versucht es etwas später noch einmal.

Wie wird man eigentlich Hausmeister fragt ihr euch? Als Hausmeister sollte man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Elektriker oder Metallbauer haben und ein Mensch der Tat sein. Denn wenn es mal ernst wird, muss man anpacken und kann erst Feierabend machen, wenn alles erledigt ist. So geschah es bei Herrn Zillobers außergewöhnlichstem  Auftrag. Das war ein Wasserrohrbruch vor gut 15 Jahren, als die ganze Aula unserer Schule unter Wasser stand. Damals bemerkte Herr Förch, dass bei einer Toilette im A-Bauteil ein Ventil nicht richtig geschlossen wurde. Doch als er das feststellte, war es schon zu spät, denn da floss das Wasser schon in die Aula und überschwemmte sie. Unser Hausmeister arbeitete die ganze Nacht durch, damit am nächsten Tag alle Schüler und Lehrer sicher und trockenen Fußes in ihr Klassenzimmer gelangen konnten.

Wer so anpackt, ist natürlich auch zu Hause gern gesehen. Es kommt schon vor, dass er in seiner Familie auch öfter mal bei kleineren Reparaturen gefragt wird. Das ist klar.

Ist er denn gern Hausmeister an unserer Schule? Logo! Er findet an unserer Schule gut, dass in den letzten Jahren viel gemacht worden ist. (z.B. an den Lichtern). Trotzdem wünscht er sich, dass die Schüler ein bisschen besser mit unserer Schuleinrichtung umgehen. Eine Bitte, der wir gerne nachgehen. Wir achten in Zukunft darauf! Unser Hausmeister ist nämlich sehr nett und hilfsbereit. Das wollen wir uns nicht verscherzen. Vielen Dank.

Aaron 5b

  1. Wie viele Schüler sind an unserer Schule?
  2. Wie heißt unser erster Schulleiter? (Vor- und Nachname)
  3. Wann wurde das Bertha-von-Suttner Gymnasium in Pfuhl eröffnet?
  4. Wie viele verschiedene Sprachen kann man erlernen?
  5. Wie heißt unser Hausmeister?
  6. Wann wurde der letzte ABIT in unserem Schulhaus abgehalten?
  7. Was kostet ein Hamburger in unserer Mensa?
  8. Welcher Lehrer fuhr mit den letztjährigen 9. Klassen nach Rom?
  9. Für welche Länder bietet unsere Schule einen Austausch an?
  10. Nenne einen weiteren Ort, an dem eine Bertha-von-Suttner-Schule ist!
  11. In welchem Bauteil befindet sich die Bibliothek?
  12. Zu welcher Uhrzeit findet die OGTS am Donnerstag statt?
  13. Wann trifft sich die SMV immer?
  14. Wie viele Noten bekommen die 10. Klässler in einem Schuljahr in Sport? (mindestens)
  15. Wie viele Nachnamen der neuen Lehrkräfte, die seit Februar an unserer Schule unterrichten, fangen mit B an?
  16. Wann und wo starb Bertha-von-Suttner?
  17. Wann bekam Bertha-von-Suttner ihren Friedensnobelpreis?

Let’s talk about… Veränderungen an unserer Schule 

von Franziska Aicham

 

Eigentlich herrscht immer Hochbetrieb im Bertha-von-Suttner Gymnasium im Schulzentrum Pfuhl. Doch dieses Jahr war alles anders. Wegen Corona wurde die Schule kurzfristig am 16.03.2020 geschlossen. Die Aufregung war groß: Haben wir jetzt Corona-Ferien? Wie machen wir Unterricht? Diese Fragen wurden schnell beantwortet. Nein, keine Ferien und ja, wir machen Unterricht mit der Plattform Microsoft Teams, über die die Schüler(innen) Aufgaben erhalten und im Kontakt mit ihren Lehrer(innen) bleiben.

Die komplette Homeschooling-Zeit dauerte bis Montag, den 18.05.2020. Dann war es endlich soweit. Von den 5., 6., 11. und 12. Klassen wurde jeweils die Hälfte jeder Klasse im wöchentlichen Wechsel wieder in den Präsenzunterricht geschickt. Mit einer Maskenpflicht, einem Einbahnstraßenprinzip und 1,5 Meter Mindestabstand plus Hygieneregeln, zum Beispiel keine Gegenstände von Mitschülern und Mitschülerinnen ausleihen und regelmäßig die Hände waschen, durften wir wieder am Unterricht teilnehmen. Während die andere Hälfte der Klasse im Homeschooling saß, hatte sich für die anwesenden Schüler und Schülerinnen an der Schule auch in der Pause einiges verändert: Die erste Pause mussten manche Klassen drinnen am Platz verbringen während andere draußen waren. In der zweiten Pausen war es umgekehrt. Die Klassen wurden von dem Lehrer der Vorstunde begleitet. Trotz all der Anstrengungen war es aber toll, wieder im echten Unterricht zu sein.

Let’s talk about… Was sagen Schüler(innen) über Homeschooling und Präsenzunterricht?

von Antonela Ikonomi und Meryem Alsalihi

Ein Teil der Schüler(innen) sitzt zu Hause am PC. Über die Lage im Heimschulunterricht meint eine Schülerin der fünften Jahrgangsstufe: „Ich komme zurecht. Es ist nur so, dass wenn man die Lehrer etwas fragt, kommen die Antworten erst später.“

Die Erfahrungen im Präsenzunterricht an der Schule sind ebenso außergewöhnlich. „Also ich wasche mir jeden Tag die Hände.“, berichtet uns eine Schülerin der sechsten Jahrgangsstufe und ergänzt: „Ich komme ganz gut klar, aber das mit dem Desinfektionsmittel finde ich ein bisschen übertrieben, weil Händewaschen reicht ja…, aber eigentlich finde ich es o.k..“ Anders sieht es ein Schüler der Q11: „Ich finde die Hygieneregeln in der Schule total o.k.. Es ist selbstverständlich angenehmer ohne, aber nach ein paar Tagen hat man sich daran gewöhnt und dann ist es schon fast normal.“

Auf unsere Frage hin, ,, Machst du dir Sorgen um die derzeitige Lage?“, liefern uns die Schüler(innen) ebenfalls interessante Antworten. ,“Also, ich mache mir weniger Sorgen, dass wir nicht mehr normal leben können, sondern, dass die Menschen, die ich liebe (Freunde, Familie…) krank werden und dann nicht mehr gesund werden können. Das wäre meine größte Sorge“, gesteht eine Schülerin aus der sechsten Jahrgangsstufe. „Ich mache mir keine Sorgen, zu der aktuellen Situation. Ich finde man sollte sich an die Hygieneregeln halten, aber Sorgen, dass es mich oder meine Familie trifft, mache ich mir keine.“

Wir hoffen nur, dass alles gut wird und wir bald wieder einigermaßen normal leben können.

Vor wenigen Wochen war das Treffen mit Freunden noch undenkbar gewesen. Heute sieht das Ganze schon anders aus. Zusammen abhängen, den Bücherladen ausräumen und baden am See ist wieder erlaubt.

Outdoor-Aktivitäten sind ein guter Ausgleich für Familie und Freunde und halten dich fit. Hier einige Vorschläge:

  1. Picknicken: Einfach ins Gras setzen, den Vögeln zuhören und den Sonnenuntergang genießen. Dabei das leckere selbst gemachte Essen verspeisen. Mmmmh…
  2. Eis essen: Die EisLounge in Pfuhl und die Miraval Eisdiele haben besonders leckeres Eis und sind daher sehr zu empfehlen.
  3. Abkühlen: Mit einem Schlauchboot durch den Baggersee schippern oder die Donau entlangtreiben, hört sich doch toll an! Viele Seen in unserer Umgebung laden auch zum Baden ein. Wer noch nicht am Pfuhler Baggersee war, sollte da mal unbedingt hin. Es ist der Sommertreffpunkt für Jung und Alt.
  4. Fahrrad fahren: Rechts und links der Donau führt ein gut ausgebauter Fahrradweg ins Radlerglück. Der geht eigentlich rauf bis Donaueschingen oder runter bis zur Donaumündung. Aber auch von Ulm bis Günzburg und zurück ist schon eine Herausforderung. Bei schönem Wetter reicht es vielleicht auch nur bis in die Friedrichsau, wo im Biergarten ein leckeres Essen oder ein Eis wartet.
  5. Spazieren gehen, walken oder wandern: Durch die wunderbare Natur zu wandern und sie zu genießen ist doch immer noch das Beste. In Ulm, um Ulm und um Ulm herum, werden viele Wandertouren auf Tafeln leicht nachvollziehbar angeboten. So kann man sowohl Touren auf den Spuren der Steinzeitmenschen als auch zum Thema Kunst und Kultur abwandern.

 

Bei regnerischem Wetter können Bücherwürmer immer einen Ausflug in andere Welten genießen. Aber auch am See bei Sonnenschein kann ein gutes Buch erfreuen. Wir haben hier noch einige Lesetipps:

1. Die drei ???, Der blinde Passagier von Ulf Blanck: Alle Mann an Bord? Die Pacific Star sticht in See und mit ihr ein Sack voller Ganoven, denen Justus, Peter und Bob das Handwerk legen müssen. Blitzschnell fassen Justus, Peter und Bob die Diebe auf dem großen Kreuzfahrtschiff, das in Rocky Beach vor Anker liegt. Doch ist der Fall damit gelöst? Als die Freunde nochmals an Bord klettern, läuft das Schiff plötzlich aus…

2. Herr der Diebe von Cornelia Funke: Der Herr der Diebe, das ist der geheimnisvolle Anführer einer Kinderbande in Venedig, die er mit dem Verkauf der Beute aus seinen Raubzügen über Wasser hält. Keiner kennt seinen Namen, seine Herkunft. Auch nicht Prosper und Bo – zwei Ausreißer, die auf der Flucht vor ihrer Tante und dem Detektiv Victor Unterschlupf bei der Bande gefunden haben. Als Victor den Kindern tatsächlich auf die Spur kommt, bringt er dadurch alle in Gefahr. Aber endgültig scheint die Gemeinschaft der Bande auseinanderzubrechen, als ein rätselhafter Auftrag die Kinder auf eine Laguneninsel führt…

3. Skullduggery Pleasant von Derek Landy:  Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und … er ist ein Skelett.

4. Schule der magischen Tiere von Margit Auer: Diese Schule birgt ein Geheimnis: Wer Glück hat, findet hier den besten Freund, den es auf der Welt gibt.  Ein magisches Tier. Ein Tier, das sprechen kann. Wenn es zu dir gehört …

5. Morgentau Die Auserwählte der Jahreszeiten von Jennifer Wolf: Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

6. Lotta-Leben von Alice Pantermüller: Eigentlich ist Lotta ein normales Mädchen. Komisch ist nur, dass immer ihr diese Missgeschicke passieren. Zumindest seit Mama Lotta diese indische Blockflöte geschenkt hat. Seitdem erscheinen wie von Zauberhand peinliche Sätze an der Schultafel und Lottas Lieblingsessen schmeckt nach Rosenkohl. Und das, wo Lotta gerade ein ganz anderes Problem hat: Sie will nämlich unbedingt ein eigenes Haustier haben! Und sie hat auch schon einen Plan, wie sie das schafft … solange ihr die verflixte Flöte nicht in die Quere kommt!

7. Nacht über Frost Hollow Hall von Emma Carroll: Ob es auf Frost Hollow Hall spukt? Tilly ist froh, dass sie mit ihren 12 Jahren auf dem herrschaftlichen Anwesen eine Arbeit gefunden hat. Und mit Gracie, mit der sie sich eine Kammer teilt, versteht sie sich wunderbar. Doch schon bald merkt Tilly, dass auf Frost Hollow Hall seltsame Dinge vor sich gehen. Als sie eines Abends zum Kühlhaus eilt, um Eiswürfel für den Lord zu schlagen, entdeckt sie eine Gestalt auf dem zugefrorenen See …

8. Max und die wilde 7 von von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner: Ziemlich allerbeste Freunde! Max und seine Meisterdetektive lösen jeden Fall. Eine echte Ritterburg als neues Zuhause – kann man sich etwas Cooleres vorstellen? Ja, kann man, findet der neunjährige Max. Denn Burg Geroldseck ist ein Seniorenheim voller schrumpeliger Omas und Opas. Doch als ein Einbrecher die Burg in Angst und Schrecken versetzt, ist Max begeistert: Endlich kann er sich als Detektiv beweisen! Dabei helfen ihm ausgerechnet Vera, Horst und Kilian, die wilden Senioren vom Tisch Nr. 7. Die sind zwar zusammen schon über 200 Jahre alt – aber ganz und gar nicht von gestern!

9. Wir waren hier von Nana Rademacher: Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.

 

DB: Sind sie verheiratet?

Ullrich: Ja, ich bin verheiratet.

Schnurr: Ich bin nicht verheiratet.

DB: Haben sie Kinder?

Ullrich: Ja, ich habe drei Kinder.

Schnurr: Ich habe ein Kind.

DB: Wo sind sie zur Schule gegangen?

Ullrich: Ich war an mehreren Schulen, als letztes an der Hochschule in Weingarten, um Soziale Arbeit zu studieren.

Schnurr: Ich bin in Ulm zur Schule gegangen habe in Friedrichshafen Ausbildung als Physiotherapeut gemacht und habe in Heidenheim Soziale Arbeit studiert.

DB: Sind sie gerne zur Schule gegangen?

Ullrich: “stille” …. Joa?

Schnurr: Mir hat zur Schule gehen mehr Spaß gemacht, als sich einen Beruf auszusuchen.

DB: Wie wird man Sozialarbeiter?

Schnurr: Sozialarbeit muss man studieren, entweder an der Fachhochschule oder als duales Studium an der dualen Hochschule.

DB: Wie lange hat dann ihre Ausbildung gedauert?

Ullrich: Die Ausbildung dauert meistens drei Jahre.

Schnurr: Das Studium der sozialen Arbeit dauert meistens drei Jahre oder acht Semester (ein Semester ist ein halbes Jahr) und es wird auch ein Praktikum vorausgesetzt. Deswegen geht das gesamte Studium der sozialen Arbeit länger als drei Jahre.

DB: Was interessiert sie an diesem Job?

Schnurr: An dem Job des Sozialarbeiters interessiert mich, dass man dabei mit Menschen zusammenarbeiten kann und oft Menschen neue Möglichkeiten eröffnen kann, dass sie ein besser gelingendes Leben führen können.

DB: Warum sind sie an unsere Schule und an keine andere gekommen?

Schnurr: Für mich war das Besondere am Bertha von Suttner Gymnasium, dass hier jemand gesucht wurde, um die Präventionsarbeit für den gesundheitlichen Bereich zu übernehmen. Die meisten Schulen möchten bei Schulsozialpädagogen nur die allgemeine Gruppenarbeit haben oder die klientenzentrierte Einzelfallarbeit, aber in den seltenen Fällen die Gesundheitsförderung – und das ist mein Schwerpunkt hier.

Ullrich: Klientenzentriert bedeutet, entweder man macht mit dem Schüler einzeln ein Gespräch oder man arbeitet in Gruppen.

DB: Gefällt es ihnen an unserer Schule?

Schnurr: Was mir an der Schule sehr gut gefällt ist, dass es so viel Grün um die Schule herum gibt und dass man auch keinen Verkehrslärm im Pausenhof hat und in der Schule.

Ullrich: Ja, ihr habt es schön abgelegen und auch die Lehrer sind super freundlich. Die Schüler auch! Ihr wart sehr offen, gleich zu Beginn. Das hat uns echt gut gefallen.

DB: Mit welchen Problemen kann man zu euch kommen?

Schnurr: Zu uns kann man mit allen Problemen kommen, bei denen man nicht weiß an wen man sich wenden soll. Wir finden nicht immer für jedes Problem eine Lösung, aber wir wissen, wie man herausfinden kann, wer für die Probleme eine Lösung finden kann.

Ullrich: Also ich finde, wir sind nicht die Lösung, wenn ihr mit einem Problem zu uns kommt, sondern wir suchen gemeinsam die Lösung.

DB: Wenn ein Kind mit Sorgen zu euch kommt, wer löst das Problem? Frau Ullrich für die Mädchen und Herr Schnurr für die Jungen?

Ullrich: Nein, das entscheiden die Schüler selber, zu wem sie gehen wollen, also nicht wir, sondern die Schüler. Wenn ihr lieber mit mir reden wollt, dann redet ihr mit mir, wenn ihr lieber mit Herr Schnurr reden wollt, dann redet ihr mit ihm.

Schnurr: Ich finde das auch sehr wichtig, dass sich das die Schüler selber aussuchen können.

DB: Was bedeutet das Wort “Sozialarbeiter”?

Schnurr: Das “sozial” bezieht sich immer auf das Gemeinschaftliche. Die Grundüberlegung bei der sozialen Arbeit ist die, dass es keinen einzigen Menschen gibt, der alleine ist. Selbst Menschen, die viel Zeit alleine verbringen, sind nicht alleine. Eigentlich ist der Mensch ein Lebewesen, wo immer irgendwie in einem sozialen Austausch ist. Also wenn irgendwas mit Gemeinschaft zu tun hat. Und was die Sozialarbeit macht, ist immer zu überlegen, was ist in dem Netzwerk um den Menschen drum rum los? Zum Beispiel: Was ist in den familiären Beziehungen los, wie sind die Beziehungen der Schüler gegenüber Mitschülern und so weiter. Und der Unterschied zu Psychologie ist der, die Psychologie interessiert sich viel mehr für die Sachen, die in einem Menschen vorgehen. Und die Sozialarbeit interessiert sich mehr für die allgemeinen Befindlichkeiten von einem Menschen, aber orientiert sich mehr daran, wie kann man ein Ausgleich schaffen über die Sachen, die um den Menschen herum passieren.

Ullrich: Wir unterstützen praktisch im Vorfeld. Also, wenn wir sehen, ok, in der Familie haperts und das ist das Problem, warum er in der Schule grade keine Lust hat. Weil die Oma ist gestorben. Dann bezieht sich halt alles da drauf und das sehen wir. Also so als Beispiel.

DB: Sind sie immer hier, oder nur an bestimmten Tagen?

Ullrich: Ab Oktober werden wir komplett beide dann da sein, und zwar, ich an fünf Tagen und Herr Schnurr dann an zwei.

DB: Wie seid ihr auf den Beruf Sozialarbeiter gekommen?

Ullrich: Also ich habe erst ein Fachabi in Wirtschaft und Verwaltung gemacht, dann mit 24 erkannt, dass ist doch nicht meins und habe dann eine Ausbildung zur Sozialassistentin gemacht. Das gibt es hier in Bayern und Baden-Württemberg nicht. Das ist aus Hessen, eine Vorstufe zur Erzieherin. Und so kam ich auf soziale Arbeit.

Schnurr: Ich war in meinem ersten Beruf Physiotherapeut und nachdem ich mehrere Jahre mit Menschen auf dieser Basis gearbeitet habe, also das bedeutet immer auf die körperlichen Probleme hin bezogen, habe ich dann irgendwann bemerkt, dass ich noch eine Ausbildung machen möchte, die den Menschen einfach noch ein bisschen ganzheitlicher wahrnimmt, wie nur auf den Körper bezogen. Und da habe ich gesehen, dass bei dem Studium der Sozialarbeit ganz viele Aspekte des menschlichen Lebens miteinbezogen werden.

DB: Mit wieviel Jahren habt ihr den Beruf begonnen?
Ullrich: Ich glaube ich war 26, wo ich angefangen habe zu studieren und dann mit 30 oder 31 fing ich dann an, den Job zu machen.

Schnurr: Ich habe mit 33 Jahren begonnen Sozialarbeit zu studieren.

DB: Warum macht ihr diesen Job?
Ullrich: Ich war früher schon immer die Ansprechpartnerin, wo man hingegangen ist, wenn man ein Problem hat und man hat sich mir gerne anvertraut und das habe ich einfach beibehalten. Ja, es macht mir unwahrscheinlich Spaß, unterstützend und begleitend für jemand da zu sein.

Schnurr: Ich finde es wichtig, beruflich etwas zu machen, in dem ich einen Sinn erkennen kann. Mir persönlich geht es so, ich kann viel Sinn darin erkennen, wenn Menschen dazu befähigt werden ein besseres Leben zu führen.

DB: Sind sie Lehrer?
Schnurr: Für uns ist es ganz wichtig, dass die Schüler wissen, dass wir keine Lehrer sind. Es ist ganz wichtig, wenn man zu uns kommt mit einem Problem, dass wir an eine Verschwiegenheit gebunden sind. Das heißt, wenn man uns etwas anvertraut, dann dürfen wir das nicht einfach so an andere Lehrer weitererzählen und auch nicht an Eltern. Also wir dürfen das nicht einfach so an irgendjemanden weitererzählen. Das ist uns ganz wichtig, denn wenn man weiß, die dürfen das nicht weitererzählen, dann kommt man auch zu uns.

Ullrich: Wir sind die neutrale Stelle. Bei uns geht es auch darum, dass wir mit euch sprechen und gemeinsam gucken, wie es weiter geht. Das ist uns immer ganz, ganz arg wichtig. Wir handeln nach eurem Interesse, nicht nach dem, wie eure Eltern vielleicht handeln würden.

DB: Vielen Dank für das Interview!